Kidmed

Praktisch nichts. Ritzer ist ein Homöopath wie jeder andere auch. Er hatte nur das Pech, daß er vor Jahren schon von Kidmed entdeckt und übersetzt wurde.

Nun findet er sich in einem Online-Magazin wieder und alle Welt wundert sich über Hundescheiße in homöopathischen Arzneien. Hundescheiße ist jedoch nicht abartiger als der andere Unrat, der zu homöopathischen Arzneimitteln verrieben wird. Beispielsweise

Ausschabungen aus syphilitischen Geschwüren

Schweinepopel

wässrige Absonderung eines Brustkrebses einer Frau

Eiterbakterien

Stinktierkacke

Spulwurm

Kuhmist

um nur ein paar Wenige zu nennen.

Wer sich über Hundescheiße echauffiert, hat nicht begriffen was Homöopathie eigentlich ist. So meint eine Leserin des Artikels:

Annie Bruder (22, Studentin): „Man kann es auch übertreiben. Mit normalen Pflanzen finde ich Homöopathie in Ordnung.“

Homöopathie hat mit Pflanzenheilkunde nichts zu tun. Homöopathie nur mit “normalen Pflanzen” kann nicht betrieben werden. Es gibt zwar viele Mittel, in denen Pflanzen verschüttelt wurden, aber es gibt eben so viele bei denen das nicht der Fall ist. Homöopathen verarbeiten prinzipiell alles, was auf der Erde zu finden ist. Den Status “pflanzlich und sanft” hat die Homöopathie nur inne, weil Homöopathen es tunlichst vermeiden ihre Patienten korrekt aufzuklären. Oft wird dem Patienten nicht einmal mitgeteilt, welches Mittel er erhält, da dies angeblich den Heilungsprozess behindere – was in Anbetracht der “Schweinereien” durchaus nachvollziehbar ist.

Die Nächste findet:

Renate Obermager (69, Rentnerin): „Ich habe nichts gegen Homöopathie, aber das ist mir absolut zu widerlich.“

Homöopathie IST widerlich. Hersteller homöopathischer Arzneimittel zerdrücken Bienen, Kakerlaken, Filzläuse und schaben Schuppen von Psoriasispatienten ab.

Insgesamt kann man an den Kommentaren erkennen, wie wenig transparent das “System Homöopathie” den Menschen ist. Trotzdem ist man irgendwie dafür. Von aufgeklärten Patienten kann keine Rede sein. Die Homöopathen haben es nicht nur 200 Jahre geschafft keinen Wirksamkeitsnachweis zu liefern, sie haben es auch verstanden ihr Publikum dumm zu halten.

So findet ein Leser:

Sebastian Büchlers (22, Student): „Wenn es hilft, ist es gut. Egal, was es ist. Ich bin für möglichst wenig Chemie.“

Was würde er wohl sagen, wenn man ihm Zyankali oder Quecksilber andrehte?

Wie einst die katholische Kirche liest die Homöopathie ihre “Messen” auf Latein. Das blöde Fußvolk soll nicht verstehen was gelesen wird. Aus anorganischer Chemie, Eiter, Schleim und verfaultem Fleisch wird “Natürlichkeit”, weil keiner versteht, was er da schlucken soll.

Friedrich Ritzer ist kein ungewöhnlicher Homöopath. Er wurde lediglich übersetzt.


Es wird Zeit, mehr Homöopathen zu übersetzen.

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