An die Freiburger Universität,wo auch massivster Wissenschaftsbetrug läuft (mit Texten aus der wunderbaren Arbeit aus Text 000).
An den Kliniksvorstand:
Sehr geehrter Herr Brandis;
Einen weiteres Fall von übelstem Wissenschaftsbetrug gibt es unter anderem auch an der Leipziger Universität.
Dort wurde der ach so sensationelle Wirksamkeitsnachweis der Betrugsmethode Homöopathie dahergelogen,was in dieser excellenten und auch und gerade für Sie lesenswerten Arbeit von seriösen Wissenschaftlern haarklein widerlegt und zerlegt wurde:
http://www.xy44.de/belladonna/
Der Betrug ,die Gesetzesverstöße,die wissenschaftliche und sonstige Unredlichkeit und die Abhängigkeit von geldgebenden Betrüger-Pseudomedikamenten Herstellern soweie die fatale und volksverblödende publizistische Ausschlachtung des Betruges der schamlosen Scharlatanerie-Veröffentlicher und ihrer Hinterleute werden exakt dargelegt.
Das Gleiche passiert an Ihrer Universität - nur ists noch viel schlimmer,weil auch Patienten betroffen sind und physisch,psychisch und finanziell massivst durch Scharlatane wie Daschner und Konsorten geschädigt werden.
Sie sind in der Pflicht,das endlich zu unterbinden und rechtliche und personelle Konsequenzen zu ziehen.-Sie und die anderen Verantwortlichen machten sich sonst mitschuldig
Auch dieser Text geht an Ihre Aufsichtsbehörde und an über 350 Medien-,Behörden- und Politikeradressen.
Ich bitte um Nachricht.
Es folgen für die Freiburger Misere relevante Texte.
Mit freundlichen Grüßen
Kinderarzt
Im Universitätsgesetz wird gefordert:
§56a: Wissenschaftliche Redlichkeit
Alle an der Universität wissenschaftlich Tätigen sind zu wissenschaftlicher Redlichkeit verpflichtet. Hierzu sind die allgemein anerkannten Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis einzuhalten. Ein Verstoß hiergegen liegt insbesondere vor, wenn in einem wissenschaftserheblichen Zusammenhang vorsätzlich oder grob fahrlässig Falschangaben gemacht werden.....
In der Satzung der Universität Leipzig zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis [5] steht:
Falschangaben sind u.a. das Verfälschen von Daten z.B. durch Auswählen und Zurückweisen unerwünschter Ergebnisse, ohne dies offenzulegen.
Die von uns aufgezeigten Zusammenhänge sind trivial. Jeder Wissenschaftler muss in der Lage sein, sie zu erkennen. Wir vermuten, dass die Autoren in eklatanter Weise gegen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis verstoßen haben. Die Missachtung elementarer Grundsätze wissenschaftlichen Arbeitens ist unserer Meinung nach nur durch Dilettantismus oder Absicht zu erklären. Wir werten die Veröffentlichung der Arbeit als wissenschaftliches Fehlverhalten.
Selbst wenn die Autoren wider Erwarten diese simple Problematik nicht erkannt haben sollten, so wäre es selbstverständlich gewesen, dass sie, angesichts der weitreichenden Bedeutung der "Ergebnisse", ihre Versuche mit Naturwissenschaftlern anderer Fachrichtung besprechen, bevor sie damit an die Öffentlichkeit treten.
In diesem Zusammenhang ist es interessant, dass die Autoren ihre Arbeit nicht in einer der Bedeutung der "Ergebnisse" angemessen Zeitschrift veröffentlich haben, sondern in einer Zeitschrift, die an nur wenigen Universitäten vorhanden ist. Die Gutachter einer seriösen Zeitschrift hätten die Arbeit sicher zurückgewiesen.
Wie erwähnt, haben die Autoren für diese Arbeit einen Preis von 10.000 Euro erhalten. Wir vermuten, dass der Grund für diese unredliche Veröffentlichung in der Absicht zu suchen ist, diesen Preis zu erhalten.
Einer von uns (Keck) hat in einer E-Mail am 06.12.03. an einen der Autoren (Nieber) darauf hingewiesen, dass James Randi einen Preis von 1 Million Dollar ausgesetzt hat, den die Autoren gewinnen könnten, wenn sie den Nachweis erbringen, dass homöopathische Präparate wirksam sind. Siehe dazu [6,7]. James Randi hat auf Anfrage mitgeteilt, dass bei ihm keine Bewerbung der Autoren vorliegt. Die Tatsache, dass die Autoren sich nicht um diesen Preis beworben haben, legt die Vermutung nahe, dass sie sich sehr wohl bewußt sind, dass ihre Messungen nicht reproduzierbar sind.
Mit der Veröffentlichung der Autoren ist die "Homöopathieforschung" an der Universität Leipzig noch nicht abgeschlossen. Auf der Doktorandentagung der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft am 24. - 26.03.04 in Freudenstadt-Lauterbach hat ein Doktorand der Arbeitsgruppe, S. Michael, über "Effects of homeopathic belladonna dilutions on neurotransmitter-induced contraction of the rat ileum" vorgetragen. Der Doktorand befindet sich in einer Konfliktsituation. Versucht er wissenschaftliches Fehlverhalten zu vermeiden, so wird er schnell die Unhaltbarkeit der hier besprochenen Behauptungen erkennen. Welche Folgen das für ihn haben kann, braucht hier wohl nicht näher erläutert zu werden. Wenn er das üble Spiel mitspielt, riskiert er, dass ihm später der Doktortitel wieder entzogen wird. Über zwei solche Fälle wurde kürzlich aus Bonn und Konstanz berichtet [8,9].
FORDERUNGEN AN DIE UNIVERSITÄT LEIPZIG,DIE MAN AUCH AN FREIBURG STELLEN MUSS:
Wir finden es merkwürdig, dass die Pressemitteilung der Universität Leipzig nicht sofort zu Protesten von Mitgliedern der naturwissenschaftlichen Fakultäten geführt hat. Wir hatten erwartet, dass die Universität nach der Bekanntgabe der erwähnten Pressemitteilung umgehend eine Richtigstellung veröffentlicht. Davon ist uns nichts bekannt geworden.
Es ist offensichtlich, dass der Ruf der Universität Leipzig durch diese Pressemitteilung nachhaltig geschädigt wurde. Wie bereits erwähnt, haben sicher einige Millionen Zuschauer die oben zitierten Fernsehsendungen gesehen. Der Name der Universität Leipzig ist vermutlich für viele Bundesbürger mehr mit dieser pseudowissenschaftlichen Veröffentlichung verbunden, als mit irgend einer anderen an der Universität Leipzig erbrachten wissenschaftlichen Leistung. Es ist sicher unnötig, darauf hinzuweisen, dass auch dem Ansehen der deutschen Wissenschaft insgesamt durch solche Veröffentlichungen Schaden zugefügt wurde. Auch das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Redlichkeit der Wissenschaftler und die Glaubwürdigkeit ihrer Forschungsergebnisse wird durch derartige Arbeiten nachhaltig untergraben.
Die Universität Leipzig sollte
durch einige kompetente und vertrauenswürdige Wissenschaftler der naturwissenschaftlichen Fakultäten unsere Vorwürfe prüfen lassen und im Interesse des Ansehens der deutschen Wissenschaft und der Universität Leipzig, sich für eine rückhaltslose Aufklärung des Falles einsetzen,
baldmöglichst durch eine Pressemitteilung eine Richtigstellung veröffentlichen,
veranlassen, dass der Preis zurückgegeben wird,
darauf dringen, dass die Veröffentlichung der Autoren zurückgezogen wird, bzw. in derselben Zeitschrift eine Richtigstellung abgedruckt wird,
dafür sorgen, dass den zur Zeit an diesem Thema arbeitenden Diplomanden bzw. Doktoranden andere Themen zugewiesen werden und sicherstellen, dass auch zukünftig keine pseudowissenschaftlichen Themen mehr als Abschlussarbeiten vergeben werden,
sicherstellen, dass dieser Unfug nicht in Lehrveranstaltungen verbreitet wird,
sich dafür einsetzen, dass die Wissenschaftsmagazine der Fernsehsender in denen diese Falschmitteilung durch die Autoren verbreitet wurde, Richtigstellungen bringen.
in Lehrveranstaltungen wissenschaftliches Fehlverhalten problematisieren und den wissenschaftlichen Nachwuchs zu wissenschaftlicher Redlichkeit anhalten.
die Autoren der Veröffentlichung veranlassen, die Originalregistrate aller Versuche auf ihrer Hompage für alle Interessierten zugänglich zu machen. Nach der Satzung der Universität Leipzig müssen diese Daten zehn Jahre lang aufbewahrt werden. Wir sind der Ansicht, dass angesichts der sensationellen Ergebnisse nicht nur die wissenschaftliche Gemeinschaft, sondern auch die Öffentlichkeit ein Recht darauf hat, über die Originaldaten informiert zu werden. Dabei sollten auch solche Versuche eingeschlossen werden, die nicht in den Veröffentlichung angeführt sind, z.B. die fehlenden D- und V-Verdünnungen in den Abbildungen 2 und 4 in der Veröffentlichung. Wenn die Originalregistrate in dem gleichen Format wie in der Veröffentlichung zu Verfügung gestellt werden, dann haben die Kurven mit den Texten auf 10 -15 DIN A4-Seiten Platz. Sie könnten im PDF-Format auf der Webseite zugänglich gemacht werden.
DIE HINTERGRÜNDE DES LEIPZIGER BETRUGES:
Interessengruppen - Hintergrund
Wie die Universität Leipzig mitteilte, ist den Autoren der Hans-Heinrich-Reckeweg-Preis 2003 der Internationalen Gesellschaft für Homotoxikologie e.V. und der Internationalen Gesellschaft für Biologische Medizin verliehen worden. Das ist nicht ganz korrekt. Wie der Webseite der Internationalen Gesellschaft für Homotoxikologie e.V. zu entnehmen ist, ist nur sie der Spender des Preises.
Angesichts der Dürftigkeit des vorgelegten wissenschaftlichen Materials muss man sich fragen, warum eine internationale wissenschaftliche Gesellschaft einen Preis für eine auf den ersten Blick als pseudowissenschaftlich erkennbare Leistung verleiht.
Hintergrund: Der Homöopath Dr. Hans-Heinrich Reckeweg gründete 1936 die Firma Biologische Heilmittel Heel GmbH, die Ihren Firmensitz jetzt in Baden-Baden hat. Nach eigenen Angaben im Internet ist sie der größte Hersteller von Homöopathika in Deutschland. Die Firma ist auch in großen Umfang auf dem amerikanischen Markt vertreten. Reckeweg gründete, auch in Baden-Baden, 1961 die Internationale Gesellschaft für Homotoxikologie. Wie eng die Gesellschaft mit der Firma verknüpft ist, geht auch daraus hervor, dass auf der Webseite der Firma die Seminare, Workshops und Symposien der Gesellschaft angekündigt werden. Auch dem Preis hat Heel eine eigene Webseite gewidmet [11]. ]. Weitere Informationen über die Firma hat Herr Deckers recherchiert [12]. Seine sehr lesenswerten Ausführungen zeigen, wie man die sogenannte Homotoxikologie in den USA beurteilt.
Der Zusammenhang ist offensichtlich: Die Homöopathie leidet darunter, dass es keine wissenschaftliche Bestätigung für die Wirksamkeit ihrer Heilmittel gibt. Eine Veröffentlichung, wie die hier besprochene Arbeit, würde sich umsatzsteigernd auswirken und hilfreich sein, auch solche Mediziner und Patienten von der Wirksamkeit der Präparate zu überzeugen, die der Homöopathie bisher skeptisch gegenüberstanden. Die Qualität der wissenschaftlichen Arbeit ist dabei unerheblich.
In diesem Zusammenhang ist die Veröffentlichung von Willem Betzt (Universität Brüssel) interessant, der auf die politischen und finanziellen Hintergründe ähnlicher pseudowissenschaftlicher Publikationen hinweist [13] und zeigt, dass diese Aktivitäten in Zusammenhang mit dem Bestreben des European Committee for Homeopathy stehen, die wissenschaftliche Anerkennung der Homöopathie in der EG zu erreichen.