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701

Donnerstag, 10. April 2008, 23:04

Ich frage mich,was an einem Heilpraktiker so engagiert schützenzwert ist?

Sie machen doch nur Unfug.

Gefährlichen Unfug.

702

Freitag, 11. April 2008, 23:02

Das Gesetz gehört abgeschafft.

703

Freitag, 11. April 2008, 23:08

Was vom Heilpraktertum zu halten ist,liest man am Besten hier:


http://kidmed.info/forum/index.php?page=Thread&threadID=7560 1197854193

704

Sonntag, 13. April 2008, 01:07

"Text" 705 ist unfaßbar.

Ich denke gar nicht daran, dies Zeugs zu kommentieren.


Es zeigt allen was bei kidmed schon ananlysiert und kommentiert ist.

705

Montag, 14. April 2008, 13:49

Ich möchte hier eine Lanze brechen für guten Journalismus.

Beispiel:

[*QUOTE*]
Gefährliche Heilpraktiker - Keine Kontrolle, keine Sanktionen
Sendung vom 09. August 2007, Autor: Caroline Walter und Alexander Kobylinski

Wenn Heilpraktiker pfuschen, ist der Patient zumeist machtlos: Wort
steht gegen Wort, denn der Heilpraktiker muss nichts dokumentieren.
Und so haben auch die Gesundheitsämter kaum eine Möglichkeit, den
gefährlichen Heilpraktikern die Zulassung zu entziehen. Ein Gesetz aus
dem Jahr 1939 erlaubt fast jedem als Heilpraktiker zu arbeiten, eine
Berufsordnung oder ein Standesrecht gibt es nicht. Heilpraktiker, die
Patienten gefährden, müssen also kaum etwas befürchten. Caroline
Walter berichtet über die Untätigkeit des Staates.
Zum Heilpraktiker zu gehen, das ist für viele Menschen nichts
Besonderes. Vielleicht helfen ja Akupressur oder Globoli-Kügelchen
bei dem einen oder anderen. Viele setzen jedenfalls ihre Hoffnung
auf Heilpraktiker. Und die Hoffnung ist groß in Deutschland: Rund
20.000 sind gemeldet. Sie haben mehr Freiheiten als jeder Arzt, aber
ihre Methoden hinterfragt keiner. Von Patientenschutz kann keine
Rede sein. Behandlungsfehler gelangen kaum an die Öffentlichkeit.
Caroline Walter und Alexander Kobylinski haben das deutsche
Heilpraktikerwesen genauer unter die Lupe genommen.
Wenn Wilhelm Schmidt auf seinem Hof arbeitet, lauert überall
Verletzungsgefahr. An den Spitzen des Gabelstaplers oder anderen
Geräten verletzt er sich immer wieder. Denn er ist auf dem linken Auge
praktisch blind.
Wilhelm Schmidt hatte einer Heilpraktikerin vertraut. Sie versprach ihm,
seinen Augentumor zu heilen. Eine neue Hoffnung für ihn. Sein
Augenarzt hatte ihm Medikamente gegeben, um den Druck im Auge
niedrig zu halten. Durch den Tumor ist er viel zu hoch.
Doch die Heilpraktikerin interessierte das nicht.
Wilhelm Schmidt
„Die Heilpraktikerin hat gesagt, es gibt nur dann einen
Heilungserfolg, wenn ich die schulmedizinischen Medikamente absetze
und ihre Alternativmedizin, Globulis, anwende.“
KONTRASTE
„Hat sie verlangt, dass Sie die Medikamente absetzen?“
Wilhelm Schmidt
„Ja, das hat sie in einer ziemlich ultimativen Form von mir verlangt.“
Kurz darauf bekam er starke Sehstörungen. Er konnte nicht mehr lesen,
irgendwann auf zwei Meter niemanden mehr erkennen. Die
Heilpraktikerin behauptete, das gehöre zum Heilungsprozess.
Als er es mit dem Druck im Auge nicht mehr aushält, geht er wieder
zum Augenarzt. Die schockierende Diagnose: Der Augendruck war
dreimal so hoch wie normal und das hat den Sehnerv für immer zerstört.
Für Prof. Rieck, Spezialist an der Augenklinik der Berliner Charite, war
die Behandlung der Heilpraktikerin grob fahrlässig.
Prof. Peter Rieck, Augenklinik Berliner Charité
„Ich finde es unverantwortlich, dass diese Heilpraktikerin den
Patienten geraten hat, diese Medikamente abzusetzen, weil die
Medikamente dafür da waren, das Augenlicht zu erhalten. Setze ich
diese Medikamente ab, kommt es unweigerlich zu einem starken
Wiederanstieg des Augeninnendruckes und damit eben zu einer
irreversiblen Schädigung des Sehnerven.”
Wilhelm Schmidt hat sein Sehvermögen auf dem linken Auge verloren.
Sein Alltag ist jetzt extrem eingeschränkt, beim Arbeiten auf dem Hof ist
er oft auf Hilfe angewiesen.
Über die Heilpraktikerin hat er sich bei den Behörden beschwert.
Wilhelm Schmidt
„Nach dieser Erfahrung mit dem Auge habe ich dann, um Schaden von
Dritten, von anderen Patienten, abzuwenden, mich an das
Gesundheitsamt gewendet, mit der Bitte gegen solche Praktiken
vorzugehen. Ich bin heute enttäuscht darüber, dass die
Gesundheitsämter offensichtlich oder anscheinend keine Möglichkeiten
haben, gegen so was vorzugehen.”
Die Heilpraktikerin hat gegenüber der Behörde den Vorwurf abgestritten,
sie habe vom Patienten verlangt, Medikamente abzusetzen.
Und so kann sie ungehindert weitermachen. Viele Patienten lassen sich
von der Homöopathin behandeln. Das ist sie, Gudrun Sarampoi. Vor
einigen Wochen hielt sie eines ihrer Patientenseminare ab. Das
zugespielte Material zeigt, dass sie gefährliche Therapien propagiert.
Stundenlang redet sie über ihren Feind - die Schulmedizin. Und rät:
Gedächtnisprotokoll
„Am gesündesten für den Krebspatienten ist, er meidet den
Schulmediziner.“
Schließlich fragt eine Frau, was man bei einer akuten
Blinddarmentzündung machen soll. Die Heilpraktikerin rät von einer
Operation ab.
Gedächtnisprotokoll
„Das behandele ich homöopathisch. Überhaupt kein Problem. Am
nächsten Tag geht der Patient arbeiten.“
Diese Heilpraktikerin gefährdet Patienten mit ihren Ratschlägen. Und das
ist hier in Deutschland auch noch möglich.
Schuld ist das deutsche Heilpraktikergesetz mit seinen Verordnungen. Es
stammt noch aus dem Jahre 1939. Und so findet man darin immer noch
den „Stellvertreter des Führers“.
Es ist veraltet, regelt praktisch nichts, und erlaubt dem Heilpraktiker fast
alles. Vor allem: Das Gesetz gibt den Behörden keine konkrete
Handhabe, um dubiosen Heilpraktikern die Zulassung zu entziehen.
Gesundheitsamt Bremen. Amtsarzt Thomas Hilbert kritisiert diesen
Zustand. Er beklagt: die Behörden haben zu wenig
Eingriffsmöglichkeiten.
Dr. Thomas Hilbert, Gesundheitsamt Bremen
„Es gibt im Prinzip gar keine gesetzlichen Regelungen, um Patienten
vor Heilpraktikerin, vor falscher Behandlung zu schützen. Es gibt für
Heilpraktiker keine Berufsordnung, es ist ja kein anerkannter Beruf. Es
gibt kein Standesrecht wie bei Ärzten, es gibt keine Beschwerdestellen,
man kann eine Schlichtungsstelle nicht anrufen.“
Im Prinzip kann jeder in Deutschland Heilpraktiker werden - die
Anforderungen sind minimal. Um die Zulassung zu bekommen, muss
man beim Gesundheitsamt nur medizinisches Basiswissen nachweisen.
Der Anwärter braucht
- lediglich einen Hauptschulabschluss,
er benötigt
- keinen Ausbildungsnachweis
- und kein Berufspraktikum.
In kaum einem Beruf ist so etwas möglich.
Dr. Thomas Hilbert, Gesundheitsamt Bremen
„Es gibt keine geregelte Heilpraktikerausbildung. Das ist nirgendwo
vorgeschrieben, dass Heilpraktiker eine bestimmte Ausbildung mit
bestimmten Lerninhalten absolvieren müssen. Ich denke, dass viele
Patienten falsche Vorstellungen davon haben, was Heilpraktiker
können und wozu sie fähig sind.“
Wir sind auf einer Heilpraktikermesse. Der Markt mit den alternativen
Versprechen boomt. Bei der Behandlung von Patienten ist der
Heilpraktiker völlig frei in der Wahl seiner Methoden.
Sogar schwerste Krankheiten dürfen Heilpraktiker behandeln. Ihr Tun
wird nicht einmal kontrolliert. Der Heilpraktiker muss nicht
dokumentieren, wie er genau behandelt. Krankenakten sind nicht Pflicht.
Wird der Patient geschädigt, hat dieser dann keine Beweise in der Hand.
Ein Riesenproblem. Das weiß auch Jan Leidel, Leiter des
Gesundheitsamtes Köln. Er bekommt immer wieder Fälle geschädigter
Patienten auf den Tisch.
Dr. Jan Leidel, Leiter Gesundheitsamt Köln
„Wir haben oftmals das Problem, dass Heilpraktiker die Behauptung
ihrer Patienten abstreiten und das als Missverständnis herausstellen.
Der Patient hat das nicht richtig verstanden, das stimmt gar nicht. Und
dann wird es für uns schwierig, weil man natürlich auch hier im
Zweifel für den Angeklagten entscheiden muss.“
Ganz anders bei Ärzten. Sie müssen ganz genau dokumentieren, wie und
womit sie den Patienten behandeln. Die Krankenkassen kontrollieren
das. Bei Fehlverhalten droht der Entzug der Kassenzulassung. Jeder Arzt
muss zudem Mitglied in der Ärztekammer sein. Auch sie kann
Fehlverhalten hart bestrafen.
Klaus Wischmann ist vom Fachverband der Heilpraktiker. Selbst er
fordert ein Kontrollsystem. Denn nicht einmal die Verbände können
Patienten vor dubiosen Heilpraktikern schützen.
Klaus Wischmann, Fachverband der Heilpraktiker Bremen
„Wir haben faktisch keine Möglichkeit, Kollegen, die ihre Grenzen
überschreiten, aus diesem Beruf zu entfernen. Die Mitgliedschaft in
unseren Verbänden ist freiwillig, die Verbände haben die Form eines
eingetragenen Vereines, und wenn natürlich wir in dieser Form auf
unsere Mitglieder einwirken. Das tun wir selbstverständlich, dann
endet das häufig damit, dass diese Kollegen einfach aus unserem
Verband austreten und unsere Zugriffsmöglichkeiten sind damit
beendet.“
Carmen wurde ein Opfer der laxen Gesetzgebung. Sie starb mit 33
Jahren. Auch sie glaubte einem Heilpraktiker. Doch der praktiziert eine
gefährliche Krebstherapie: die sogenannte Germanische Neue Medizin.
Carmen hatte Brustkrebs und Angst vor einer Operation. Der
Heilpraktiker versprach ihr Heilung - ohne Chemotherapie, ohne
Strahlen, ohne Operation. Stattdessen solle sie ihre psychischen
Konflikte lösen, dann verschwinde der Krebs von selbst.
Ihre Schwester hat miterlebt, wie Carmen leiden musste. Der Krebs fraß
sich bis zu ihrem Rücken durch, Metastasen überall.
Carmens Schwester
„Klar sie hatte Angst, sie vertraute diesem Heilpraktiker, der erzählte
ihr, es gibt eine Alternative zur Schulmedizin, dadurch hat sie die
schulmedizinische Therapie überhaupt nicht in Angriff genommen.
Dadurch hat sie aber auch jegliche Chance auf Heilung vertan, auch
vertan dadurch noch ein paar schöne Jahre zu haben, 33 ist kein
Alter.“
Der Fall von Carmen wurde auch dem zuständigen Gesundheitsamt Köln
bekannt. Doch selbst bei diesem Todesfall kann die Behörde dem
Heilpraktiker die Zulassung nicht entziehen.
Dank des Heilpraktikergesetzes ist er ja frei in der Wahl seiner
Methoden. Ein unhaltbarer Zustand.
Wir haben beim Gesundheitsministerium angefragt, warum das Gesetz
von 1939 nicht reformiert wird, keine strengeren Vorschriften für
Heilpraktiker erlassen werden. Doch kein Interview vor der Kamera.
Das Ministerium sieht keinen Handlungsbedarf.
In anderen europäischen Ländern gibt es schon längst strenge Gesetze.
Zum Beispiel Spanien. Dort dürfen nur Ärzte alternative Heilmethoden
praktizieren. Auch in Österreich gibt es keine Heilpraktiker, da gilt es als
„Kurpfuscherei“ und steht unter Strafe – um Patienten zu schützen.
In Deutschland dagegen darf der Heilpraktiker von Carmen
weiterpraktizieren – mit staatlicher Zulassung.
Carmens Schwester
„Es kann nicht sein, dass mit Menschenleben gespielt wird, dass der
Tod von Menschen in Kauf genommen wird, wissentlich und nichts
passiert, das kann irgendwo nicht sein.“
Solange die Politiker die Gesetze nicht ändern, bleiben die Patienten
auf sich selbst gestellt: Dann muss man sich noch eben noch besser
informieren und im Zweifelsfall misstrauisch sein.
[*/QUOTE*]

Quelle:
Gefährliche Heilpraktiker - Keine Kontrolle, keine Sanktionen
Sendung vom 09. August 2007, Autor: Caroline Walter und Alexander Kobylinski
http://www.rbb-online.de/_/kontraste/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_6265727.html

706

Montag, 21. April 2008, 22:42

Verlogene Impfgegner haben noch nie ein wirklich krankes Kind gesehen.

707

Dienstag, 22. April 2008, 20:25

Die Titelfrage ist offensichtlich UNBEANTWORTBAR.

708

Dienstag, 22. April 2008, 22:45

Ich habe auch 2x gefragt,was "SPIRITUELL" ist.Alles quatscht davon rum,ohne zu wissen,was es ist.

709

Dienstag, 27. Mai 2008, 21:46

http://www.loaditup.de/files/168784.pdf

Eine Tierheilpraktikerin beim "Doktorspielen".

Zum Glück hat das Kalb überlebt.

710

Dienstag, 27. Mai 2008, 22:02

Die vergreifen sich aber auch an allem.

711

Mittwoch, 18. Juni 2008, 18:24

Für Impfgegner und Homöopathie-Anhänger habe ich ein neues Präparat entwickelt (jahrelange Laborversuche)

Gehirntumor in der Potenzierung D60

Nach Herrn Hahnemanns Simile-Prinzip könnte das mittelfristig zur Bildung von Gehirnsunstanz führen. Sicher bin ich allerdings nicht.

Albert Einstein: "Zwei Dinge sind unendlich. Das Universum und die Dummheit der Menschen. Beim Universum bin ich nicht ganz sicher".

712

Samstag, 5. Juli 2008, 00:48

Ich lese gerade "Die Psychoszene" von Colin Goldner.

Das völlig unzureichende Heilpraktikergesetz schützt vor gar nichts.

Die können absolut jeden Blödsinn verzapfen und haften für nix.

Wenn mir mal bitte jemand einen einzigen seriösen Heilpraktiker, der ohne irgendwelchen Voodoo auskommt, zeigen könnte?

Ich habe es mir mehrere Monate im Netz angeschaut. Das gibt es einfach nicht.

713

Samstag, 5. Juli 2008, 19:43

Unheilpraktiker sind widerwärtige Figuren.

714

Samstag, 12. Juli 2008, 09:16

Ekelerregender Mist von irren Vollidioten:

http://www.natur-forum.de/forum/viewforum.php?f=36

http://www.lage-roy.de/forum/viewforum.php?f=3

http://www.hpathy.de/homeopathyforums/default.asp

http://f17.parsimony.net/forum30362/

http://f25.parsimony.net/forum63595/index.htm

715

Samstag, 12. Juli 2008, 21:05

Wer zum omöopsychopathen,Anthropopsychopathen,Unheilpraktiker oder "Naturheilkundler" rennt,wird belogen und betrogen;beschissen und krank und psychopathisch gemacht.

716

Sonntag, 13. Juli 2008, 03:20

Warum "Homöopathie" bei manchen Leuten "wirkt":

Aus rationaler und naturwissenschaftlicher Sicht ist sogenannte "Homöopathie" nichts als primitivster, okkulter Unfug, Scharlatarerie und Betrug. Das einzige, was Homöopathiegläubige regelmäßig vorbringen ist, daß nach ihrer persönlichen Erfahrung "Homöopathie" sehr wohl wirken würde und damit wäre für sie bewiesen, daß die Methode gut sei. "Wer heilt, hat Recht."

Drei von vielen, vielen Beispielen aus Internet-Foren:

Zitat "Bine24":
Komisch, daß sich Millionen von Menschen, die mit Homöopathie und Bachblüten gute Erfahrungen gemacht haben, so täuschen können. Komisch auch, daß sich nach Gabe der Globuli der Körper genau dann entscheidet, zufällig von selbst wieder gesund zu werden ...

Zitat "Sarah":
Und wie gesagt, schön wenn Allopathie und Homöopahtie zusammenarbeitet. Meine Erfahrung und keine objektive Studie ;o)

Zitat "mandragora":
Der Patient, der geheilt und gestärkt aus der Praxis des Heilpraktikers kommt, ist Beweis genug.

Dieser zunächst vielleicht überzeugend klingende Einwand der Homöopathiegläubigen hat objektiv jedoch nicht die geringste Aussagekraft, dies soll an einem Beispiel erläutert werden.

Nach der evolutionären Erkenntnistheorie ist uns unsere Denkweise angeboren, unser Gehirn und unsere Sinnesorgane haben sich während der Stammesgeschichte entwickelt, um uns das Überleben in unserer Umwelt zu ermöglichen. Unser Gehirn ist demzufolge aber nicht notwendigerweise darauf ausgelegt, die objektive Realität, die 'Dinge an sich' zu erkennen und somit können wir mancher Täuschung unterliegen. Eine in vielen Fällen sinnvolle mentale Leistung ist es, mehrere zeitlich aufeinanderfolgende Ereignisse nach Möglichkeit in einen Kausalzusammenhang zu stellen: "danach ist deswegen".

Während eines Gewitters sehen wir Blitze und kurz darauf hören wir jeweils den Donner. Daraus schließen wir, daß der Blitz wohl die Ursache des Donners sein wird. Dies ist ein sehr sinnvoller Schluß, der es uns sogar ermöglicht, beim nächsten Blitz vorherzusagen, daß es vermutlich innerhalb weniger Sekunden danach donnern wird. Im Laufe des Lebens haben wir viele solcher sinnvollen Kausalzusammenhänge kennengelernt und auch selbst abgeleitet, sie sind offenbar ein Grundbaustein unseres Denkens. 'Ich trete das Gaspedal um den Wagen zu beschleunigen.'

Aber nicht immer sind die Schlußfolgerungen, zwei aufeinanderfolgende Ereignisse in einen kausalen Zusammenhang zu setzen, wirklich zwingend:
- In Afrika führt der Schamane den Regentanz auf (wenn er erfahren ist, tut er das gegen Ende der Trockenzeit) und tatsächlich setzt in den nächsten Tagen Regen ein. Die Schlußfolgerung liegt auf der Hand, der Regentanz hat den erhofften Regen herbeigeführt.
- Nächstes Beispiel: ein Kind bekommt den ersten Zahn, hat daher einige Schmerzen und schreit. Die Mutter verabreicht "homöopathische" Globuli und nach einer Weile schläft das Kind friedlich ein. Selbstverständliche Schlußfolgerung auch hier: die Globuli haben geholfen.

In beiden Beispielen kommt als ein weiterer entscheidender Faktor hinzu, daß es sich von vornherein um alles andere als ein objektives Szenario handelt, denn sowohl mit dem Regentanz als auch mit der Globuligabe verbindet sich der sehnliche Wunsch, die jeweilige Methode möge die erhoffte Wirkung zeigen. Tritt dann der Regen erst ein paar Tage oder Wochen später als erwartet ein, ist man in diesem Fall sogar bereit, trotzdem einen kausalen Zusammenhang herzustellen. Vielleicht wurde ja der Regentanz diesmal nicht intensiv genug durchgeführt? Analoges gilt, wenn das Kind erst nach einer Stunde aufhört zu schreien. Vielleicht waren es diesmal nicht die richtigen Globuli oder eine falsche "Potenz"? In jedem Fall wird in diesem Szenario die Methode selbst zu aller letzt in Frage gestellt werden, sogar wenn die erwartete Wirkung vielleicht nur in relativ wenigen Fällen eintritt.

Der gerade beschriebene Ansatz ist daher alles andere als geeignet, stichhaltige Argumente für die jeweilige Methode, den Regentanz bzw. die "Homöopathie" hervorzubringen. Es ist schlicht der beste Ansatz, sich selbst gehörig hinters Licht zu führen. Selbstverständlich ist jedem von uns klar, daß es dem Wetter herzlich egal ist, ob da irgendwo in Afrika ein Schamane tanzt. Die Schamanengläubigen vor Ort jedoch würden mit der gleichen, großen Selbstüberzeugung argumentieren, daß der Regen, der statistisch gesehen ohnehin irgendwann eingesetzt hätte, doch für jeden sichtbar auf den Regentanz zurückzuführen sei. Auch das Kind hätte statistisch gesehen irgendwann von allein aufgehört zu schreien, die zwischendurch erfolgte Globuligabe (was, wie alle wissen, ja reiner Zucker ohne weitere Zusätze ist) wird von der Mutter aber als "Erfolg" für die "Homöopathie" gewertet. Ein ausschließlicher Placeboeffekt, den übrigens die Mutter in ihrer subjektiven Beurteilung zeigt und selbstverständlich nicht das Kind, das von dem ganzen ja bis auf die unspezifische mütterliche Zuwendung bewußt nichts mitbekommt.

Glücklicherweise bietet uns die Wissenschaft nun effektive Ansätze, uns objektivere Erkenntnisse über eine zu prüfende Methode zu liefern. Und zwar mit dem wissenschaftlichen Experiment, bzw. einer wissenschaftlichen Studie. Diese Ansätze sind hunderttausendfach erprobt, im Fall der wissenschaftlichen Studie sogar weitgehend schematisiert und wirklich für JEDEN nachvollziehbar. Essentielle Grundvoraussetzungen sind, gänzlich unvoreingenommen (wie ein Richter es analog auch zu sein hat) gegenüber dem Testobjekt zu sein (siehe randomisierte Doppelblindstudie) und alle Sorgfalt bei den Kontrollen walten zu lassen. Die Kontrollen sind das Wichtigste in jedem wissenschaftlichen Experiment! Als Kontrolle wäre hier eine ausreichend große Gruppe von Müttern zu wählen, die, ohne es zu wissen, nicht "homöopathisch" verzauberten Zucker anwendet.

Das Ergebnis ist, daß keine seriöse, wiederholbare und objektive Studie der vergangenen über 100 Jahre nun hat zeigen können, daß es irgendeinen spezifischen Effekt der "homöopathischen" Mittel gibt. (Wie könnte es einen solchen auch geben!). In Placebo-kontrollierten, randomisierten Doppelblindstudien ist die "Wirkung" von rituell geriebenem Zucker ("Homöopathikum") und dem deutlich preiswerteren Supermarkt-Zucker stets die selbe, d.h. im oben genannten Beispiel würden die Mütter der "Homöopathie"-Gruppe und der Kontrollgruppe (Supermarkt-Zucker) die gleiche subjektive "Wirksamkeit" bei Baby's Zahnschmerzen empfinden. "Homöopathischer" Zucker hat somit nachgewiesenermaßen keinerlei Wirksamkeit. (In vielen solcher Experimente wurde selbst die Forderung der "Homöopathen"(=Heilschwindler) berücksichtigt, den "homöopathischen" Zucker "individuell" zu "verordnen"). Zu den Ergebnissen der wissenschaftlichen Studien siehe die PubMed-Datenbank.

In Wahrheit sind also alle vielleicht gut gemeinten und aus tiefster Überzeugung vorgetragenen subjektiven Erfahrungen bezüglich einer Wirksamkeit von "Homöopathie" (bzw. "Akupunktur", "Bioresonanz", usw., usw.) reine Selbsttäuschung und bei objektiver Betrachtung schlicht und einfach falsch. Bei allen "alternativ-medizinischen" "Methoden" (die sämtlich vollkommen unwirksamer Hokospokus sind) nutzen Scharlatane und Schamanen einzig und allein diesen Mechanismus der Selbsttäuschung aus, um die Kunden schamlos finanziell auszunehmen. Kunden von Heilschwindlern werden nicht durch, sondern trotz der Scharlatan-Methoden wieder gesund (durch die natürliche Selbstheilung oder einen zyklischen Verlauf der Krankheit; wobei der typische Kunde von Scharlatanen ohnehin der klassische Hypochonder ist, der sich "vergiftet" fühlt oder dem der Heilschwindler einen "Darmpilz" oder irgendeine "Allergie" aufgeschwatzt hat - hier haben die Betrüger leichtes Spiel). Lebensgefährlich wird Scharlatanerie allerdings immer dann, wenn sich Patienten bei tatsächlichen schweren Krankheiten, bei denen keine Selbstheilung stattfinden kann, ebenfalls auf die Heilschwindler-Methoden verlassen.

Fazit: vielleicht sollten die Leute, die immer wieder mit dem "Argument" der "eigenen Erfahrung" kommen und Scharlatan-Methoden anpreisen, die Unsinnigkeit ihrer Aussagen vor diesem Hintergrund einmal selbstkritisch in Erwägung ziehen.

717

Sonntag, 13. Juli 2008, 13:44

Setzen Sie sich dafür ein,daß das Heilpraktikergesetz aus der Nazizeit endlich abgeschaft wird.

718

Montag, 14. Juli 2008, 02:05

Die kriminellen Scharlatane erfahren reichlich Unterstützung und Förderung durch infame Leute,die das Sagen haben - wi8e z.B. die unglaublich miesen "Ministerinnen Schmidt und Cypries,die nicht die allergeringste Ahnung von dem Betrug haben.
Andererseits stehen Sie aber auch wirklich auf der Seite der Betrügermethoden.

Sie haben sich strafbar gemacht - wie viele andere auch: Untätigkeit im Amt,Beihilfe zu Straftaten.

Wir werden in dieser Bananenrepublik von Leuten "regiert",die Kriminelle schützen.

719

Montag, 14. Juli 2008, 21:38

Scharlatane begehen schwerste Straftaten und werden nicht zur Rechenschaft gezogen.

Was für ein fatales "Rechtssystem"!

720

Dienstag, 15. Juli 2008, 20:00

Daß Homöopsychopathen und Unheilpraktiker von Impfungen und impfpräventablen keine Ahnung haben,sondern nur lügen und diffamieren zeigt sich beispielsweise hier:

http://www.impfschaden.info/impfkritisches_forum.htm

Lesen Sie links das Graue.

Blanker infamer und gemeingefährlicher Schwachsinn!

Vor der menschenverachtenden Webseite muß dringend gewarnt werden.

Ein Fall für den Staatsanwalt.

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