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Mittwoch, 20. Juli 2005, 16:25

Stolpere soeben über Ihre Ausführung, es sei
"unchristlich, über andere zu urteilen".
Was christlich oder unchristlich ist, ist mir völlig schnuppe. Für mich gibt es Moral und Ethik weit jenseits des "gelebten Christentums".
Jeder Buschmann hat weit mehr Moral in den Knochen als die Christen, die im Namen Gottes Mio Menschen auf Scheiterhaufen geworfen, bei der Mission bes. in Lateinamerika weitere Mio gevierteilt, verbrannt, Schwangeren die Bäuche aufgeschlitzt, Augen ausgestochen, Zungen abgeschnitten haben. Ganz zu schweigen von (Kinder-)Kreuzzügen und grausigsten Massenmorden bis ins letzte Jhdt.
Alles im Namen Gottes und der Bibel.
Oder als diejenigen, die es geduldet haben.
Erst für Hitler, dann gegen ihn, erst gegen Juden (2000 Jahre lang), dann Extremphilosemiten.
Die "Christen" immer auf der Seite der Mächtigen, von wegen Demokratie und so.
Speziell die kath.Kirche ist eine absolut autokratische Organisation, deren Oberen
(Vatikan) sich nicht einmal entblöden,
mit der Mafia Waffendeals zu machen.

"Das Christentum ist die Religion der Angst." (Nietzsche)

23

Mittwoch, 20. Juli 2005, 16:54

Weiteres Übles und Lächerliches zu diesem Verein:

Das Gefasel des Monats

24

Mittwoch, 20. Juli 2005, 19:23

Interessant ist ja auch,daß dies Glaubenzzeugs in einem Thread über Scharlatanerie-Betrug ausgebreitet wird.

Das paßt schon.

25

Mittwoch, 20. Juli 2005, 19:39

Nur weil ich glaube, renne ich ja nicht zu nem Heilpraktiker - für mich hat das ganz und gar nix mit Krankheiten zu tun, höchstens seelischer Natur.
Das mit dem "urteilen" beziehe ich lediglich auf moralische Themen. Damit meine ich, das es viele erzkonservative "Pseudochristen" gibt, die jedem anderen ihre Moralvorstellung aufs Auge drücken wollen und so über ander Urteilen. Das finde ich nicht ok. Und nur, weil man jeden Sonntag in die Kirche rennt, wird man auch kein besserer Mensch.
In der Institution gab und gibt es viele Mißstände. Das ist war und diese werde ich auch gewiß nicht verteidigen. Ich könnte eher noch ein paar aktuelle Mißstände mit aufzeigen. Aber darum ging es mir auch gar nicht. Ich empfinde mich lediglich nicht einer Sekte zugehörig. Wenn ich von heute auf morgen nicht mehr hingehen würde, also "aussteigen" würde, dann würde ich bestimmt nicht bedroht werden. Ich könnte jetzt die einzelnen von ihnen aufgezeigten Sektenkriterien durchgehen, aber das ist mir ehrlich gesagt zu viel arbeit und dafür ist es mir auch nicht wichtig genug.
Ich identifiziere mich nicht durch Religion. Es ist für mich einfach etwas ganz privates und was andere darüber denken ist mir eigentlich auch ziemlich egal. Heute ist es sowieso ziemlich unmodern, in die Kirche zu gehen...

26

Mittwoch, 20. Juli 2005, 19:46

Die Kirche ist unmodern und antigeistig.

27

Mittwoch, 20. Juli 2005, 20:15

Ja, das stimmt in großen teilen.
Ich bin in einer sehr modernen Hochschulgemeinde aktiv. Hier könnte sich kein Hauptamtlicher Unmodernität leisten, da dann die Studenten und Doktoranden weglaufen würden.
Für mich ist "Kirche" auch eher die Gemeinde, in der ich aktiv bin, als die Institution. Die Institution hat mir nix zu sagen.

28

Mittwoch, 20. Juli 2005, 23:27

Tut mir leid, aber das oft gehörte "moderne Christentum" ist für mich ein Paradoxon.
Das Christentum ist nun mal zutiefst archaisch, daran können auch noch soviele modernistische Pfaffen nichts ändern.
Entweder man ist Christ mit allen Konsequenzen, oder man ist es nicht!
Und wenn man nicht zur Bibel, dem Heiligen christlichen Buch, dem "Wort Gottes" steht,
ist man keiner.
Dann muß man sich aber darin auch auskennen
und gefaßt darauf sein, auf 1000 de sehr unbequeme Passagen hingewiesen zu werden.
Die Menschen sind gottseidank heute aufgeklärter.
Während meiner Konfirmationszeit hat uns unser Pfaffe, der sich später totgesoffen hat, das Blaue vom Himmel 'runtergelogen, verdreht, verbogen, verheimlicht und gefälscht.
P.S.
So'n bißchen Christ geht nicht!

29

Mittwoch, 20. Juli 2005, 23:30

Geht schon - und ist angenehmer und menschlicher.

30

Donnerstag, 21. Juli 2005, 02:43

Mhh, dann kann es schon sein, das ich nach der Definition kein richtiger Christ bin. Ich nenne mich einer, aber kurz gesagt:
Ich bin gläubig und bin halt in dieser Religion groß geworden und daher praktiziere ich in dieser meinen Glauben.
Für mich ist noch lange nicht alles ok, was die Institution macht. Klar, der Vatikan ist viel zu eingeschlafen, als da sehr moderne Priester etwas ausrichten könnten. Dasd braucht einfach noch Zeit, bis die Entwicklung da nachzieht. Aber dadurch, das man austritt, ändert man in der Institution auch nichts.
Ich kenne mich schon relativ gut in der Bibel aus. Ich nehme sie halt nur nicht wörtlich, sondern sehe sie als Bilder.
Ich nenne mich schon Christ. Meiner Meinung nach muß ich auch nicht alles in der Institution ok finden, um Christ zu sein. Wer ist schon mit allem einverstanden, was seine Eltern machen, was der Arbeitgeber macht ... und trotzdem kann man dahinter stehen, wo man arbeitet oder familientreu sein.
Die grundsätzlichen Werte, die das Christentum vermitteln will, sind wohl die gleichen wie in allen anderen Religionen. Darauf kommt es an. Und ob es den Gegnern passt oder nicht, wir in Deutschland sind ALLE durch das Christentum geprägt, da wir einfach in einem christlichen Kulturraum leben. Das meine ich ganz wertungsfrei.
Meiner Meinung nach müßte man auch nicht in der Schule Religionsunterricht erteilen. Ethik reicht vollkommen. Aber man sollte einen Untericht anbieten, in dem man über Werte und Menschlichkeit nachdenken sollte. Wenn man Religionsuntericht richtig erteilen würde, dann würde man da sowieso etwas über alle Religionen lehren. Das wäre doch ziemlich interressant.
Ich bin dagegen, jemandem eine Religion aufzudrücken. Ich praktiziere gerne meine, so wie ich es mache. Aber Religion sollte privatsache sein. Und jeder, der sich durch die Religion indentifiziert ist für mich zu extrem.
Extremismus gibt es leider nicht nur im Islam. Auch das Christentum ist nicht frei davon, so wie man in allen Religion welche finden wird. Und es ist eigentlich absolut unreligiös seine Religion über die anderen zu stellen.
Das ist aber jetzt genug weit ab vom Thema des Fadens.

31

Donnerstag, 21. Juli 2005, 09:27

Genau, zurück zum Thema:

ich behaupte, ein verantwortungsbewußter Mediziner wird immer versuchen, seinen Patienten rasch und "sanft" zu helfen,
ihnen nichts einsuggerieren, um sie abhängig zu machen.
Des weiteren wird er sie nicht ideologisch verseuchen, unlautere Heilungsversprechen geben und stets nach Alternativen suchen.

32

Donnerstag, 21. Juli 2005, 10:41

Hier hat doch ständig versucht jemand etwas über transzendente Meditation oder so zu posten und das es ihm jetzt so gut geht.
Ich hätte fast geantwortet, dann waren aber vorher alle Beschwerden psychosomatisch - sorry.

33

Donnerstag, 21. Juli 2005, 11:40

Bitte hier Schluß mit dem faden Religionsthema.

34

Donnerstag, 21. Juli 2005, 11:46

Zitat

verantwortungsbewußter Mediziner wird immer versuchen [...]stets nach Alternativen suchen.


....also ein Alternativmediziner? *g*

35

Donnerstag, 21. Juli 2005, 18:49

Der Thread zur von Vollidioten verteufelten "Apparatemedizin" paßt auch hier rein:

http://www.kidmed.info/forum/board.php?boardid=2

36

Samstag, 20. August 2005, 12:18

Erfreulicherweise habe ich in der letzten Nummer von "Pegasus", einem Pferdemagazin einen Artikel gefunden, der sich positiv abhebtvon vielen anderen Zeitschriften.
Unter dem Titel:

Schädliche Antibiotika, unfehlbare Homöopathie?
Vorurteile in der Pferdeszene und was wirklich dran ist

geht eine Veterinärin auf die vielen Vorurteileein, die Reiter punkto Homöopathie und Schulmedizin sowie Medikamenten haben.

Auch der Placeboeffekt bei Tieren wird bestätigt.
Da Reiter ja ihre Verhaltensweisen von sich auf die Pferde übertragen, finde ich es sehr gut, wenn auch hier mal etwas Aufklärung betrieben wird.

In anderen Foren liest man ja haarsträubende Sachen.

37

Samstag, 20. August 2005, 13:09

zu 035

Gerade bei den Tierhaltern nimmt der Alternativ-Irrsinn immer weiter zu. Man findet auch immer häufiger "Tierheilpraktiker-Praxen" und sehr viele Tierärzte wurschteln heutzutage homöopathisch an den Tieren rum, weil die Besitzer das so wollen.

Mir geht auch jedesmal der Hut hoch, wenn ich in den verschiedenen Tierforen lese. Da sitzen auch all die Alternativ-Erleuchteten und "beglücken" das Internet mit ihren Weisheiten. Genauso wie in den ganzen Familien- und Elternforen.

38

Samstag, 20. August 2005, 20:54

Das ist ja das Schlimme:

die Totalverblödung funktioniert und niemand weiß mehr,daß die meisten Störungen einfach von selbst verschwinden.

Oder will es nicht wahrhaben.

Ein erfahrener und seriöser Arzt ist genau auch dazu da,zu sagen,wann man michts machen muß.

Aber die Scharlatanerie-Betrüger haben immer schamlos was zu verkaufen.

39

Samstag, 10. September 2005, 17:26

Ich kann Ihnen mal sagen, was ich unter sanfter Medizin verstehe:

Gestern abend war ich mit meiner 4järhigen Tochter in der Kindernotfallambulanz unserer Kinderklinik, weil sie über heftige Bauschmerzen klagte. Ich muß dazu sagen, das ich gestern vormittag mit ihr schon beim KA war, weil sie über Ohrenschmerzen klagte und auch Fieber hatte. Sie hat eine Mittelohrentzündung auf der rechten Seite und bekommt seit gestern Mittag Amoxipen 500, Paracetamol und Nasentropfen. Seit gestern mittag klagte sie dann noch zusätlich über Bauchschmerzen.

Die Schmerzen wurden mit der Zeit offenbar immer schlimmer und gestern abend ging es dannn gar nicht mehr. Sie weinte, krümmte sich, preßte die Hände auf den Bauch und war klatschnaß geschwitzt. Ich hab sie dann gepackt und bin in die Klinik. Der Kinderarzt dort hat auch noch mal in die Ohren und in den Hals geschaut, sie abgehört und den Bauch abgetastet und auch den Bauch "abgehört" und vorsichtshalber auch noch den Urin untersucht.

Der Kinderarzt sagte, das sei nichts wirklich schlimmes, unangenehm und schmerzhaft für das Kind aber nichts schlimmes. Sie hatte auch nicht erbrochen oder Durchfall gehabt. Er meinte sehr wahrscheinlich wird das an dem Antibiotikum liegen, das kann mitunter schon mal bei emfpindlichen Kinder Bauchkrämpfe veursachen. Das würde sich aber mit Laufe der Behanldung legen.

Er verschrieb der Kleinen dann Buscopan-Zäpfchen. Zu Hause habe ich meiner Tochter dann so ein Zäpfchen gegeben. Es dauert nun ja eine Weile bis das wirkt, und während dieser Zeit krümmte sie sich auf meinem Arm unter den Schmerzen. Aber nach ca. 20 Minunten begann das Zäpfchen zu wirken, die Krämpfe ließen nach das ganze Kind entspannte sich, die Gesichtszüge waren nicht mehr so schmerzverzerrt und sie hörte auch auf so schlimm zu schwitzen. Sie sagte dann nur noch zu mir: "Ich bin so müde ich will jetzt sofort ins Bett".

Ich legte sie ins Bett und sie schlief fast augenblicklich ein und hat die ganze Nacht gut geschlafen, ohne Schmerzen, ohne Krämpfe. Seit heute morgen ist wieder fit und gut drauf und hat auch keine Bauchkrämpfe mehr.

DAS nenne ich sanfte Medizin!

40

Samstag, 10. September 2005, 17:39

So ist es.

Der Scharlatanerie-Betrüger hätte ein sinnlosen Brimborium gemacht und Ihnen Pseudomittel gegeben,die nichts bringen und das Kind hätte sich weitergequält.

Zusätzlich hätte er Ihnen eine absurde "Erstanamnese" und eine "Konstitutionsbehandlung" für viele hundert Euro angedreht.

Alles äußerst unsanft,gefährlich,quälend,menschenverachtend,idiotisch und reiner Betrug.

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