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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (7. Mai 2010, 21:20)
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Ohrfeige für Homöopathie und Co.
Warentest-Urteil erntet Kritik
Nur ein Drittel von 58 untersuchten so genannten alternativen Heilverfahren hat laut Stiftung Warentest eine nachweisbar positive Wirkung. Aber auch der Homöopathie, der in Deutschland verbreitetsten Methode der komplementären Medizin, stellten die Warentester nach ihrer Durchschau medizinischer Studien in Berlin schlechte Noten aus.
28.09.2005
Wenig geeignet, lautet das pauschale Urteil der Tester, das prompt zahlreiche Kritiker auf den Plan rief. "Bei einer ganzen Reihe von Erkrankungen gibt es zwar Hinweise auf eine Wirksamkeit der Homöopathie. Diese sind jedoch so schwach, dass sie sich von Placeboeffekten nicht abgrenzen lassen", erläuterte Autorin Vera Herbst, die für die Stiftung Warentest die Neuauflage des Ratgebers "Die Andere Medizin" verfasst hat.
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Je anspruchsvoller die Studien sind, mit denen die Therapie geprüft werden soll, desto schwächer werden die Wirksamkeitsbelege.
Vera Herbst, Autorin des Ratgebers
"Je anspruchsvoller die Studien sind, mit denen die Therapie geprüft werden soll, desto schwächer werden die Wirksamkeitsbelege", resümierte Herbst mit Blick auf eine Studie des britischen Magazins "Lancet" vom August 2005.
"Ablauf berücksichtigen"
"Wenn man die Kügelchen allein betrachtet, stimmt dieses Urteil wohl auch", sagte Professor Stefan Willich, Direktor des Instituts für Sozialmedizin der Berliner Charité und Autor einer großen deutschen Studie zur Wirksamkeit von Homöopathie. "Aber wenn der gesamte therapeutische Ablauf berücksichtigt wird, dann stehen chronisch kranke Patienten mit Migräne oder Rückenschmerzen nach einjähriger homöopathischer Behandlung tendenziell sogar besser da als schulmedizinisch behandelte", betonte er. "Entscheidend ist, was am Ende rauskommt." Und für den therapeutischen Effekt zähle eben auch der große Zeitaufwand, mit dem Homöopathen ihre Patienten betreuten.
Auch der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte in Bonn kritisierte, die Stiftung habe zu wenige und einseitige Studien berücksichtigt. "Mit diesem Urteil verunsichert Stiftung Warentest Millionen von Patienten, die sich jährlich erfolgreich homöopathisch behandeln lassen lassen und stellt die homöopathische Ärzteschaft als Scharlatane dar."
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WHO weniger kritisch
Ein günstigeres Bild der Homöopathie skizziere auch der vorab verbreitete Entwurf eines WHO-Reports: Demnach zeige die Mehrzahl der wissenschaftlichen Studien der vergangenen 40 Jahre, dass das Verfahren im Vergleich zu Placebos überlegen und gleichwertig mit der konventionellen Medizin sei.
Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie zeigte sich ebenfalls verwundert über den Warentest-Bericht. "Die Stiftung Warentest erklärt knapp 3000 Jahre alte Heilmedizin zum Placebo, nur weil deren Wirkung wissenschaftlich noch nicht umfassend belegt ist", sagte Hauptgeschäftsführer Henning Fahrenkamp.
Importware häufig verunreinigt
Inwiefern sich Methoden wie Reiki, Kinesiologie, Licht- oder Atemtherapie bewähren, ist oft von den spezifischen Indikationen abhängig. "Zur Behandlung mit einzelnen Arzneimitteln der ayurvedischen Medizin etwa gibt es positive Hinweise für eine Wirksamkeit bei bestimmten Indikationen. Unbedenklich können sie aber nur angewandt werden, wenn sie als Arzneimittel nach zum Beispiel europäischen Standards zugelassen sind", sagte Herbst. Importware hingegen sei öfters verunreinigt oder gar mit Giften versetzt.
Unterm Strich fällt Stiftung Warentest ein sehr kritisches Urteil zu sämtlichen Verfahren: "Wunder ließen sich nicht nachweisen". Komplementärmedizin sei allenfalls Ergänzung, keine Alternative.
von Andrea Barthelemy, dpa
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (7. Mai 2010, 21:21)
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Stiftung Warentest verunsichert Verbraucher und diffamiert homöopathische Ärzte
Bonn, 28. September 2005. In ihrem heute in Berlin vorgestellten Buch „Die andere Medizin“ kommt Stiftung Warentest zu dem Ergebnis, dass die Nutzen-Risiko-Abwägung zur Homöopathie aufgrund der schwachen Wirksamkeitsbelege eher negativ ausfalle. Deshalb sei sie als allgemeines Behandlungskonzept zur Behandlung von Krankheiten und Störungen nicht geeignet.
Mit diesem Urteil verunsichert Stiftung Warentest Millionen von Patienten, die sich jährlich erfolgreich homöopathisch behandeln lassen und stellt die homöopathische Ärzteschaft als Scharlatane dar.
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Dagegen verwehrt sich der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) aufs Schärfste.
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Die Studien im Homöopathie-Kapitel wurden einseitig ausgewählt und interpretiert. Ohne großen Aufwand ließen sich eine Vielzahl positiver Studien nennen und die Aussage müsste eine andere sein. Schon bei den leicht zu recherchierenden Zahlen stimmen die Angaben der Autorinnen nicht mit der Wirklichkeit überein: Nicht 2.000 Ärztinnen und Ärzte verfügen über die Zusatzbezeichnung Homöopathie sondern etwa 5.500. Die Behauptung „16.000 Ärzte setzen in Deutschland regelmäßig Homöopathie ein“, zeugt davon, dass das Konzept der Homöopathie nicht verstanden wurde.
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Eine qualifizierte Homöopathie setzt die Weiterbildung und regelmäßige Fortbildung voraus.
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Nicht die Verschreibung eines homöopathischen Mittels, sondern die Verschreibung nach dem Ähnlichkeitsprinzip zeichnet eine qualifizierte homöopathische Behandlung aus.
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Der DZVhÄ hat ein Homöopathie-Diplom eingeführt, dass weit über die Anforderungen der Bundesärztekammer hinausgeht, um eine qualifizierte Behandlung zu garantieren.
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Das Buch schürt Ängste bei Patienten anstatt neutral aufzuklären.
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Es heißt:
- „Zu Beginn der Behandlung können sich die Beschwerden verstärken; …“
Also doch eine arzneiliche Wirkung …
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- „...einige Vertreter der Homöopathie sprechen sich strikt gegen jegliche Impfungen aus.“
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Der DZVhÄ als der maßgebliche Berufsverband in dem Gebiet spricht sich für einen kritischen Umgang mit Impfungen aus, es gibt eine Impfstellungnahme, die auf dieser Website unter dem Navigationspunkt "Informationen" einzusehen ist. Impfungen an sich werden nicht abgelehnt.
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- „In der Homöopathie werden Gifte wie Arsen, Blei … verwendet. Besonders wenn sie längere Zeit in niedrigen Verdünnungen eingenommen werden, können sie im Körper zu einer chronischen Vergiftung führen.“
Das ist richtig; aus eben diesem Grunde werden diese Mittel von homöopathischen Ärzten nur in höheren Verdünnungen und großen Abständen eingesetzt.
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Warum wird dem Leser nicht geraten, diese Arzneimittel nur nach ärztlicher Verordnung einzunehmen?
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- Kritiker sollten sich endlich entscheiden. Wenn man die Wirkung hochverdünnter homöopathischer Mittel leugnet, kann man auch nicht über mögliche Nebenwirkungen schreiben.
Der beste Schutz ist doch ein Arzneimittel, in dem kein Molekül des Ausgangsstoffes mehr nachzuweisen ist, oder bewirkt das Nichts jetzt doch etwas?
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- Das gilt auch für die Warnung, dass die Homöopathie Pflanzen einsetze, die Krebs begünstigen oder das Erbgut schädigen.
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- „Homöopathische Mittel tierischen Ursprungs werden verarbeitet, ohne dass das Ausgangsmaterial vorher sterilisiert wurde.“
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Homöopathische Arzneimittel werden nach den Richtlinien des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hergestellt und sind garantiert frei von Infektionserregern jeglicher Art.
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Der beste Schutz vor Erregern ist doch die spezielle Herstellungsweise.
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- Der Hinweis: „Ein direktes Risiko ist mit hochverdünnten Mitteln nicht verbunden“ ist falsch. Wer über einen längeren Zeitraum eine Hochpotenz einnimmt, wird sehr starke Wirkungen an sich feststellen.
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Deshalb sind diese Mittel nicht für die Selbstmedikation geeignet.
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Medizin ist keine Ware und die Homöopathie ist kein Kühlschrank
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„Die Aufgabe der Stiftung ist es, Markttransparenz herzustellen, indem sie `die Öffentlichkeit über objektivierbare Merkmale des Nutz- und Gebrauchswertes sowie der Umweltverträglichkeit´ von Waren und Dienstleistungen unterrichtet“, heißt es bei Stiftung Warentest online. Doch Medizin ist keine Ware und die Homöopathie ist kein Kühlschrank.
Warum wird denn keine Markttransparenz geschaffen? Es gibt so viele Kriterien die sich anbieten, etwa:
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Welche gesetzlichen Krankenkassen erstatten die Homöopathie?
Welche Zusatzversicherungen gibt es und wo liegen die Fallstricke?
In welchen Kliniken wird die Homöopathie auch angeboten?
Woran erkenne ich eine qualifizierte homöopathische Behandlung?
…
Dies würde dem Patienten, der sich für eine alternative oder komplementäre Behandlung interessiert, weiterhelfen. Auch Kontaktadressen oder weiterführende Literatur, damit sich der Leser ein eigenes Bild machen kann, würden den Anspruch von Stiftung Warentest fördern.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (7. Mai 2010, 21:21)
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HOMÖOPATHIE UND CO. Zwei Homöopathen aus der Region nehmen Stellung zu einer Studie, die Naturheilverfahren stark angegriffen hat
„Wer heilt, hat Recht“ – die „Königin der Medizin“
In einer vor kurzem veröffentlichten Studie von „Stiftung Warentest“ sind alternative Heilmethoden wie Homöopathie, Akupunktur oder Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) in starke Kritik geraten, wurden als wenig wirksam oder ungeeignet eingestuft. Ein Aufschrei der „Alternativ-Mediziner“ war die Folge – auch Dr. Johannes Wilckens und Dr. Christoph Münch, praktizierende Homöopathen aus der Region, verteidigen im Gespräch mit unserer Zeitung diese Heilmethode.
HOF – „Die Homöopathie ist die Königin der Medizin“, macht Dr. Johannes Wilckens, Homöopath an der Alexander von Humboldt Klinik in Bad Steben, seinen Standpunkt klar.
Sie sei eine notwendige Ergänzung zur Schulmedizin. Wilckens muss es wissen, er sitzt im Vorstand von „Natur und Medizin“, einer Organisation mit über 40 000 Mitgliedern, ist eine bekannte Größe in der wissenschaftlichen Landschaft der alternativen Mediziner – und führt selbst regelmäßig Studien über bestimmte Anwendungsmöglichkeiten homöopathischer Mittel durch.
Derzeit arbeitet er mit der Charité in Berlin an Untersuchungen zu den Auswirkungen von Schlangengift als Heilmittel bei Schlaganfällen. „Studien sind immer wichtig, um herauszufinden, in welchen medizinischen Bereichen man verstärkt Forschung betreiben muss“, sagt Wilckens. Für ihn steht fest: Die Homöopathie gehört hier dazu. „Homöopathie ist Regulationstherapie, sie verändert die Kreisläufe im Körper als Ganzes“, hebt er die Vorteile der Heilmethode hervor – parallel zu einer bestimmten Beschwerde verbesserten sich so auch andere Faktoren.
Da liegt für Johannes Wilckens auch das Problem: „So etwas ist – beispielsweise für Studien – schwer messbar.“ Seine Erfahrungen, die er mit selbst durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchungen untermauert, sind allerdings durchweg positiv: „Durch derartige Regulationstherapien sind viele Medikamente überflüssig – Schmerzmittel zum Beispiel“, weiß er aus Erfahrung. Damit entfallen für den Patienten nicht nur viele Nebenwirkungen („In Deutschland gibt es jährlich bis zu 50 000 Arznei-Tote!“), Homöopathie stellt auch eine große finanzielle Entlastung dar: „Die Preise für Medikamente gehen in die Höhe – mit homöopathischen Mitteln lässt sich hingegen nicht viel verdienen“, so Johannes Wilckens.
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„Über 50 000 Tote durch Arznei jährlich in Deutschland“
Dr. Johannes Wilckens
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Sein Hofer Kollege Dr. Christoph Münch geht da sogar noch weiter: „Für Medikamente und deren Vermarktung werden von den großen Pharma-Konzernen Milliarden von Euro ausgegeben – mit Homöopathie könnten die niemals so große Gewinne erzielen.“
Münch, dessen Behandlungen Homöopathie, Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin mit einschließen, sagt über Studien und Entwicklungen in der Schulmedizin ganz offen: „Da steckt einfach zu viel Geld dahinter.“
Folglich seien für ihn die Naturheilverfahren „ehrlicher“: „Homöopathie zum Beispiel hat keine Nebenwirkungen – im schlimmsten Fall wirkt sie einfach nicht.“ Doch dass durch alternative Medizin schon viele Menschen geheilt wurden, beweisen für den Arzt gegenseitige Gemeinsamkeiten („Westliche Naturheilverfahren haben genauso ‚fünf Säulen‘ wie die TCM“) und die numerische Häufigkeit ihrer Anwendungen: „Die am meisten verwendeten Heilmethoden auf der Welt sind die Therapie mit pflanzlichen Wirkstoffen, die TCM und die Homöopathie. Erst danach kommt die Schulmedizin.“
Münch, der in Shanghai die TCM kennen gelernt hat, hält westliche Denkweisen oft für sehr vermessen: „Wir leben in einer gut begründeten Welt, die in sich schlüssig erklärbar ist – das muss aber nicht das allein glückselig Machende sein!“ Christoph Münch gibt zu, dass wohl kaum ein Mensch die Wirkungsweisen von Homöopathie und Co. verstehen würde – was aber deren Wirkung nicht schmälern muss. „In der kürzlich vorgelegten Studie sind innerhalb einiger Monate über 50 alternative Heilmethoden untersucht und bewertet worden – dabei arbeiten renommierte Wissenschaftler seit Jahren daran, auch nur eine davon zu verstehen“, tut er seine Haltung gegenüber dieser Studie kund. „Wer heilt, hat Recht“, ist er sich sicher – und selbst eine Placebo-Heilung sei doch eine Heilung.
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„Schulmedizinische Diagnose auch bei Naturheilverfahren“
Dr. Christoph Münch
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Dabei macht Münch klar: „Auch bei Naturheilverfahren wird eine rein schulmedizinische Diagnose gemacht, das ist die Basis für seriöse Heilung.“ Nur sei das eben nicht alles: „Eine Anamnese – eine Erhebung der medizinischen Grundgeschichte des Patienten – dauert in der Homöopathie oftmals eine Stunde, das ist weit mehr als bei einer schulmedizinischen Diagnose.“ „Scharlatanerie und Humbug“ gebe es sicherlich im Bereich der alternativen Gesundheitsangebote – „aber die gibt es auch in der Schulmedizin“. Zur Unterstützung dieser Aussage nennt Christoph Münch diverse Arzneimittel-Skandale der vergangenen Jahre – und kommt wieder auf die finanzielle Sicht dieses Themas zu sprechen.
Einige Krankenkassen würden Homöopathie mittlerweile bezuschussen, auch eine Behandlung durch Akupunktur könne man von einigen Krankenkassen „einfordern“. „Es gibt beispielsweise neue Erkenntnisse, dass eine Therapie mit Misteln die Leiden von Krebspatienten lindert“, erzählt er – wenn die Kassen leer sind, würden kostengünstigere, auch alternative Heilmethoden, ins Licht rücken.
„Es werden regelmäßig Studien und Untersuchungen im schulmedizinischen wie im alternativen Bereich gemacht“, weiß auch Johannes Wilckens von der Alexander von Humboldt Klinik in Bad Steben: „Daraus erkennt aber jeder immer nur das, was er sehen will – die beiden Medizinformen ‚schenken sich da nichts‘.“ cp
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