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Montag, 13. Oktober 2003, 21:08

Fragen an die Parteien zur Wahl
Aus Anlass der bevorstehenden Wahl zum deutschen Bundestag stellte die GWUP allen im derzeitigen Parlament vertretenen Parteien fünf Fragen aus ihrem Arbeitsgebiet, die auch für die breite Öffentlichkeit von Interesse sind.

1) Binnenanerkennung für die Alternativmedizin?

CDU
...
Deshalb gilt es die Therapiefreiheit des Arztes zu erhalten. Er muss im Gespräch mit dem Patienten nach einer auf den Patienten ausgerichteten und Erfolg versprechenden Therapie suchen. Dabei soll und kann er auch alternativmedizinische Verfahren, z. B. Homöopathie einbeziehen.
...

PDS
Die so genannte Binnenanerkennung für alternativmedizinische Verfahren betrachten wir als einen interessengeleiteten Verstoß gegen die Kriterien wissenschaftlich begründeter Medizin. Rationale Argumente zu ihrer Rechtfertigung sehen wir nicht. Der Gefahr, dass paramedizinische Praktiken in diesem Lande weiter vordringen, muss unseres Erachtens ständig entgegengewirkt werden. Die Erstattung einer Leistung durch die gesetzliche Krankenversicherung muss generell die behördliche Überprüfung von Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit des Medikamentes bzw. Verfahrens zur Voraussetzung haben.

SPD
...
Diese Behandlungsleitlinien und die Fortschreibung des Leistungskatalogs sollen von einer öffentlichen Institution unabhängiger Sachverständiger vorbereitet werden, um auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse die Qualitätsstandards im Gesundheitswesen zu definieren. Dieses objektivierte Beurteilungsverfahren bezieht die sogenannten „alternativmedizinischen“ Besonderen Therapieformen ebenfalls mit ein.
...

Bündnis 90/Die Grünen
...
Wir sind der Ansicht, dass die bisher durchgeführten Modellversuche die Praxistauglichkeit verschiedener alternativer Behandlungen testen sollten. In den Leistungskatalog können letztendlich jedoch nur Maßnahmen aufgenommen werden, die in ihrer Wirksamkeit bezogen auf die entsprechende Indikation nachgewiesen sind.

usw.

Kommentar: widerlich opportunistisches, profilloses Gelaber, Anbiederei an Scharlatane und ihre Nachbeter (=potentielle Wähler). Allein die PDS bezieht in dieser Frage Stellung. Gefunden in:

http://www.gwup.org/skeptiker/archiv/2002/2/parteien.html

Und dann wären da noch ganzheitlich verdummte Förderer der gewerblichen Scharlatanerie-Mafia auf Seiten der Grünen, alle in hohen Positionen:

http://www.naturarznei-hilft.de/downloads/offener_brief.pdf

Das allerdings drohte bei Neuwahlen von Seiten der CDU: Ursula Lietz, Mitglied des Deutschen Bundestages:

http://www.ursula-lietz.de/arbeit/muster…20II%200503.pdf

Schließlich steht auch zu befürchten, dass in Zukunft Ärzte weitaus weniger die von der Bevölkerung befürworteten Arzneimittel der Phytotherapie, Homöopathie und Anthroposophie verordnen. Denn die Arzneimittel dieser Therapierichtungen stehen nicht in der Hauptliste des Positivlisten-Gesetzes sondern in den Anhängen 1, 2 und 3. Da zudem die Arzneimittel in der Hauptliste als evidenzbasiert definiert sind, steht zu befürchten, dass in der Verordnungspraxis die Ärzte auch Arzneimittel der besonderen Therapierichtungen nicht mehr verordnen werden.

Solche Drecksfiguren habeb Das Sagen in Sachen Gesundheitspolitik:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_Lietz

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Montag, 13. Oktober 2003, 21:31

Ein sehr wichtiger Beitrag.Vielen Dank.Ich kannte das dummerweise noch nicht.

Die Idioten sitzen quer durch die Fraktionen.
Nur die aus anderen Gründen undiskutable PDS verhält sich da klar.
Der übelste Sumpf ist natürlich bei so manchen ideologisch verblödeten grünen Hirnresten - ahnungslos und zum Teil selbst in diese Machenschaften auch ökonomisch involviert.

Aber auch das sogenannte für das Gesundheitswesen zuständige Ministerium protegiert patientenfeindliche Scharlatanerie nach Kräften,statt längst fälliges und klar auf der Hand liegendes Sinnvolles zu tun.

Und wenn man sich noch den Unfug des Bundespräsidenten anschaut....

Oberscharlatanin läßt sich feiern 1061165459

wirds einem ganz schlecht.

Unseriösen "Ärzten" und ihren nichtmedizinischen Komplizen wie Unheilpraktikern und Comöopathetikern kommt das natürlich entgegen...und die sogenannten Ärztekammern spielen das kriminelle Spiel mit:

http://kidmed.info/forum/index.php?page=Thread&threadID=2945 1066071544

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (6. Mai 2010, 21:13)


3

Montag, 13. Oktober 2003, 21:54

Die Links in Text 000 sollte man unbedingt lesen: die schamlose Vokabel der Grünen für Scharlatanerie-Abzockerei ist "therapeutische Vielfalt".

NEUWAHLEN wären das Mindeste.

Die Nation verdeppt - auch dank dieser Leute.

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Montag, 13. Oktober 2003, 22:29

ursula.lietz@bundestag.de



Kopie geht an Ihre Obersten:

Verehrteste Frau Abgeordnete;

Ich verspreche Ihnen,daß Sie Probleme bekommen werden.

Lesenswert ist: Parteien zur Scharlatanerie 1066073685


Hochachtungsvoll



www.kidmed.info

Und im Übrigen zur Information:


Sehr geehrte Damen und Herren;

Ich möchte Sie auf meine Seite für seriöse,patientenorientierte und verdummungsfreie (Kinder-)Medizin und gegen Scharlatinerie,Elternausbeutung und Fehlbehandlung hinweisen:

www.kidmed.info

Für eine Nachricht und/oder ein Statement auf der Seite wäre ich dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Facharzt für Kinder und Jugendmedizin


Worum es auch geht:

An die Redaktion von Plus-Minus(ARD):


Sehr geehrte Damen und Herren;

Ich habe gerade Ihre immer wieder hervorragende Sendung gesehen.

Aber,wissen Sie....da machen Sie so tolle Sachen über Betrügereien beim Gebrauchtwagenverkauf und andere übelste Betrügereien;aber den gigantischen und auch gefährlichen zunehmenden Massenbetrug im Medizinbereich finden Sie nicht der Erwähnung wert.

Ich hatte Ihnen schon manchmal dazu geschrieben und solides diesbezügliches Material präsentiert.

WISO hat das verstanden und immerhin eine Kurzmeldung gebracht.

Das ganze ist ein Riesenskandal,den Sie mal aufgreifen könnten.

Dazu ein Text,den ich gestern an den Spiegel schrieb:

Sehr geehrte Damen und Herren;

Der miserabel recherchierte Titel-Artikel der letzen Woche schreit nach einem zweiten Teil,der dann von der unsäglichen Scharlatanerie durch Nichtärzte,aber auch durch Ärzte handeln müßte:
es geht um die Abzockerei durch die sogenannte alternative "Medizin" insbesondere durch Homöopathie und Heilpraktiker-Unwesen.

Die Tragweite dieses Unfugs wird in gesundheitlicher,finanzieller und psychosozialer Hinsicht weit unterschätzt.

Ich befasse mich damit seit über 5 Jahren intensiv und habe reichlich Material zusammengetragen,das Sie nutzen könnten.

Auf meiner Seite http://www.kidmed.info gibts jede Menge Information in den Foren u.a.Kindermedizin,Verschiedenes Medizinisches,Gesundheitswesen,Impfungen und Alternative Methoden ( Letzteres: http://www.kidmed.info/forum/board.php?boardid=3 )

Dazu ein Brief u.a. an Kollegen:

Sehr geehrte Damen und Herren;

Ich empfehle meine Seite für seriöse,patientenorientierte und verdummungsfreie (Kinder-)Medizin http://www.kidmed.info

Täglich ca.7000 pageviews.

Schaun Sie doch mal rein.

Sie sind herzlich zum Mitschreiben eingeladen.

Ich bin ein ganz normaler,gut aus- und fortgebildeter Kinderarzt,der sich berechtigte Sorgen über Impfgegner- und Scharlatan-Desinformation macht und dagegen konsequent vorgeht.

Texte dazu:

Über Scharlatanerie:

Über alternaive "methoden"(eine Übersicht) 1058640722

Und über Impfungen und Impfgegner:

Über Impfungen 1058570872


Das sind zusammen über 120 kommentierte Links mit weiteren vielen Links und
Literaturangaben.

Sehr gute und Einfühlsame Texte zum Alternaiv-Schrott von einem aufrechten HNO-Kollegen:

Texte von Herrn Vahle (wovapa):

Alternative Heilmethoden: eine echte Alternative? 1060728515

Und:

Homöopathie ist Irrtum! 1060728515


An die Ärztekammern zum Abzocker-Unwesen:

http://kidmed.info/forum/index.php?page=Thread&threadID=2945 1060276387

Zum Gesundheitsunwesen und zur Berufspolitik:

http://www.kidmed.info/forum/board.php?boardid=5

Zum Sparen im Gesundheitswesen:

Sparen - ganz einfach 1060277435


Über sinnvolle Kindermedizin:

Über sinnvolle Kindermedizin 1059161140

Was bei kidmed anders und m.E. besser ist:

Was bei Kidmed anders und m.e. besser ist 1060270467

Oberscharlatanin läßt sich auch vom Bundespräsidenten feiern:

Oberscharlatanin läßt sich feiern 1061165459


Zur Scharlatanerie an einer Münchner Universitäts(!)-Kinderklinik:

Scharlatanerie an Münchener Kinderklinik 1059161502

Was an der Universität Freiburg so passiert:

Die Universität Freiburg macht sich mehr und mehr lächerlich 1064943727


Zur Problematik von Haus- und Geburtshausgeburten,die von Scharlatanen unverantwortlicherweise hochgejubelt werden

Zur Problematik von Haus- und Geburtshausgeburten 1059228324

Über eine Stellungnahme und/oder Mitarbeit Ihrerseits würde ich mich sehr freuen.


Mit freundlichen Grüßen

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin


P.S.: DER HIT :Besuche bei Abzockern:

Besuche bei Abzocker-scharlatanen Wer jetzt immer noch nicht verstanden hat,worum es geht,dem ist wirlich nicht mehr zu helfen.



Zu dieser Dame: http://www.ursula-lietz.de/mitte.htm

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Montag, 13. Oktober 2003, 22:46

Prima!

Der Gipfel sind allerdings diese vier bekloppten grünen Schwachköpfe. Ich muß mich aber erstmal sammeln.

6

Montag, 13. Oktober 2003, 22:53

Viele sollten an die und ihre Oberen schreiben.

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Montag, 13. Oktober 2003, 23:10

Ich habs ja schon mal versucht:

An Bundestagsabgeordnete

An so 60 Abgeordnete und an alle Mitglieder des Gesundheitsausschusses.

Der einzige,der antworten ließ war der sehr ehrenwerte ehemalige DDR-Pfarrer Rainer Eppelmann,der den Text an Seehofer weitergeben wollte.

Das wars.

Also müssen wir konkreter werden.

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Dienstag, 14. Oktober 2003, 00:05

Biologe: Der Gipfel sind allerdings diese vier bekloppten grünen Schwachköpfe. Ich muß mich aber erstmal sammeln.

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Kinderarzt:

Mit denen sollten wir debattieren und mal nachfragen,was in dieser Partei Intelligentere dazu zu sagen haben.

Ganz früher habe ich die öfters gewählt - und die Roten auch noch zu allem Überfluss.
Das ist die Tragik meiner Biographie.

Ich war übrigens all die Jahre ganz parallel zu J.Fischer in Frankfurt und habe niemanden verprügelt und mich wichtig getan.

Die Entwicklung dieser Partei ist peinlich und maximal unaufrichtig.

Und die Scharlatanerieunterstützung zuungunsten der Versicherten und Kranken und Kinder hat da ihr Zuhause.

Wir werden das bearbeiten.

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Dienstag, 14. Oktober 2003, 00:14

Zum staatlich verordneten Scharlatanerie-Schrott:

Staatlich verordneter Scharlatan-schrott

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10

Dienstag, 14. Oktober 2003, 00:48

An: landesverband@ba-wue.gruene.de


Sehr geehrte Damen und Herren;

Sie sollten es lesen:

Parteien zur Scharlatanerie 1066077564

Die Grünen sind da auf einer Betrügerschiene.

Es wird Ärger geben,versprochen.

Mit freundlichen Grüßen

RB

www.kidmed.info

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Dienstag, 14. Oktober 2003, 06:50

Sowas wie diese vier Gestalten können die Grünen wirklich nicht brauchen! Debattieren: immer. Ansonsten müssen diese vier mit Schimpf und Schande aus dem Amt gejagt werden, so viel Ahnungslosigkeit und ideologisch vernebelte Dummheit habe ich schriftlich fixiert bei Verantwortlichen selten gesehen.

Mit der gleichen Logik müßten im Sinne einer 'beruflichen Vielfalt' der Falschmünzer, der gewerbliche Kinderschänder und der Drogendealer legalisiert werden, man denke besonders an die vielen Arbeitsplätze.

(PS: hätte ich fast drauf getippt. Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche.)

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Dienstag, 14. Oktober 2003, 08:49

Horst Seehofer
MdB
CDU/CSU-Bundestagsfraktion:

Darüber hinaus ist der therapeutischen Vielfalt Rechnung zu tragen: Arzneimittel der besonderen Therapierichtungen, insbesondere der Anthroposophie, Homöopathie und Phytotherapie, sind also zu berücksichtigen.

http://www.naturarznei-hilft.de/downloads/aw_seehofer.pdf

Wie war das z.B. mit den 'Neuwahlen'?

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Dienstag, 14. Oktober 2003, 08:56

Ortwin Schulte, SPD:

http://www.naturarznei-hilft.de/downloads/aw_schulte.pdf

Hat Herr Dr. Wolfgang Gerhardt, FDP, nun eine Meinung?

http://www.naturarznei-hilft.de/downloads/aw_gerhardt.pdf

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Dienstag, 14. Oktober 2003, 09:06

Es gibt dort auch ein Forum:

http://www.naturarznei-hilft.de/

Dort regt sich sogar Widerstand:

Naturheilmittel haben nichts mit Homöopathika zu tun
Natürliche Arzneien sollten weiterhin von den Krankenkassen bezahlt werden. Vorraussetzung sollte und as gilt eigentlich bei jedem Medikament welches die Gemeinschaft bezahlen soll, eine bewiesene Heilungs- und Linderungsmöglichkeit sein.
Homöpathie ist kein Medikament sondern eine Herstellungsweise die auf Glauben basiert und so wenig von Allen bezahlt werden sollte wie eine Fahrt nach Lourdes.

Autor: Frank Beier, 04. August 2003

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Dienstag, 14. Oktober 2003, 09:17

Das ist alles sehr traurig und bedenklich, aber zwanglos erklärbar.
In einem Heft zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes vom RKI ist, wenn ich mich recht entsinne, aufgeschlüsselt, welche Gruppen in unserer Gesellschaft eine besondere Nähe zu "ganzheitlichen" bzw. "alternativen" Methoden haben. Da sind nicht etwa die ganz einfach Gebildeten vorne dran, sondern die, die etwas Bildung (leider nicht in naturwissenschaftlicher Hinsicht) genossen haben. Ich fasse es mal kurz: der prozentual stärkste Nutzer dieser Dinge ist weiblich, mittleren Alters, im Angestellten- oder Beamtenverhältnis mit Abitur und/oder Studium. Wenn man jetzt die Zusammensetzung unserer Parlamente betrachtet, ist genau diese Gruppe (von der Eigenschaft "Frau" mal abgesehen) am stärksten (die Anzahl an Naturwissenschaftlern/Medizinern ist sehr gering) vertreten. Ganz klar, da ergibt sich eine groooße Schnittmenge...

Es ist möglicherweise effizienter, die Mediziner/Naturwissenschaftler in den Fraktionen gezielt anzusprechen.

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Dienstag, 14. Oktober 2003, 11:18

Von der Bundesärztekammer:

http://www.bundesaerztekammer.de/30/Rich…x/Altermed.html

...
Die moderne Medizin wird im Rahmen der Qualitätssicherung das gesamte Spektrum diagnostischer und therapeutischer Methoden an diesen Kriterien messen müssen, um Überflüssiges und Veraltetes zu vermeiden. Hierbei kann die beleggestützte Medizin ("Evidence Based Medicine") einen wertvollen Beitrag leisten.

Im Widerspruch hierzu stehen Bemühungen verschiedener Interessengruppen, nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende Behandlungsverfahren in der Öffentlichkeit einzuführen und gesetzlich zu verankern. Unterstützt wird diese Entwicklung durch

Krankenkassen, die, um die Gunst ihrer Klienten ringend, die Kosten für derartige Methoden zu Lasten der wissenschaftlich begründeten Therapie erstatten, Regelungen, die von einigen Kassenärztlichen Vereinigungen geduldet werden,

Ärzte, die sich dieser Verfahren annehmen und dabei den Boden ihrer wissenschaftlich geprägten Ausbildung unbewußt oder bewußt verlassen,

Politiker, die aus Furcht vor dem Verlust von Wählerstimmen diese Behandlungsverfahren fördern und für hoffähig erklären (Sonderstellung der "besonderen" Therapierichtungen im Arzneimittelgesetz, sog. Binnenanerkennung, Sozialgesetzbuch V, § 135 Abs. 1), aus mangelnder Sachkenntnis diesen Methoden vertrauen oder aus Kostenüberlegungen auf geringere Ausgaben hoffen,

und das Marketing der entsprechenden pharmazeutischen Unternehmer, die ein direktes ökonomisches Interesse am Umsatz "alternativer" Therapeutika haben.

Die Arzneimittelkommission ist sich bewußt, daß "alternative" therapeutische Verfahren zahlreiche Anhänger in der Bevölkerung haben. Dies zeigen auch Umfragen, die aber eher den von vielfältigen Interessen beeinflußten Zeitgeist erkennen lassen als die medizinische Bedeutung dieser Verfahren beweisen. Die zunehmende Akzeptanz "alternativer" Heilmethoden in der Bevölkerung gleichzusetzen mit einer neu erworbenen Mündigkeit würde bedeuten, die Popularität zur Bemessungsgrundlage der Mündigkeit zu machen. "Öffentliche Diskussion ist ein wichtiges Element gelingenden Lebens, aber sie ist weder die Quelle sittlicher Verpflichtung, noch ist Konsens ein Wahrheitsbeweis. (…) Auch wenn wir uns leichtfertig über das Falsche verständigen, dann bleibt es doch das Falsche."
...

Autoren dieses Beitrags:

Haustein, Prof. Dr. med. Knut-Olaf
Höffler, Prof. Dr. med. Dietrich
Lasek, Prof. Dr. med. Rainer
Müller-Oerlinghausen, Prof. Dr. med. Bruno

veröffentlicht in
Deutsches Ärzteblatt 95, Heft 14 (03.04.1998), Seite A-800

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Dienstag, 14. Oktober 2003, 11:59

Eine leider nach wie vor gültige Einschätzung!


Aus meiner Erfahrung ist es vor allem die mangelnde Sachkenntnis, die eine milde Grundstimmung zu den "altenativen" Methoden hervorruft. Wie schon an anderer Stelle erwähnt, viele heutige Entscheidungsträger entstammen einer Generation, in der Begriffe wie "anders, alternativ, sanft, natürlich" per se positiv besetzt sind, so dass eine nähere Betrachtung ausbleibt. Die Angst um Wählerstimmen mag von Belang sein, aber nachrangig und nur deshalb, weil eben viele Entscheidungsträger davon ausgehen, dass ihre eigene Einstellung zu diesen Dingen üblich sei. Das "Kostenargument" mag auch kommen, weil vielen von den Entscheidungsträgern nicht klar ist, dass selbst eine noch so billige, aber unnötige und nutzlose Therapie noch viel zu teuer ist (wobei manche von diesen nutzlosen Therapien auch absolut exorbitant teuer sein können).

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Freitag, 17. Oktober 2003, 19:09

Zu Gast im Diskussionsforum der Scharlatanika-Lobby,

http://www.naturarznei-hilft.de :

Homöopathie ist Scharlatanerie
Ich habe absolut nichts gegen Naturheilmittel, solange sie in wissenschaftlichen Studien ihre Wirksamkeit bewiesen haben. Aber Homöopathie z.B. ist reine Scharlatanerie, hat weder etwas mit Natur noch mit Heilmittel zu tun. Ein Forum, in dem die Homöopathie kritisch gesehen wird:

http://www.kidmed.info/forum/board.php?boardid=3
Autor: Gast, 14. Oktober 2003
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Re: Homöopathie ist Scharlatanerie
Das ist deine Ansicht, zigtausende - auch in Deutschland haben sehr gute Erfahrungen mit der Homöopathie gemacht.
Und über deine "wissentschaftlichen Studien" kann ich nur lachen.
wer allen ernstes glaubt nur Heilverfahren die mit unserer begrenzten naturwissenschaftlichen Herangehensweise nachweisbar wirken, wären Heilmittel , dem rate ich dringend mal über seinen kleinen Tellerrand zu schauen....
Autor: marco, 15. Oktober 2003

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Re: Homöopathie ist Scharlatanerie
Ich bin Naturwissenschaftler und mir durchaus bewußt, daß die Naturwissenschaft noch lange nicht alles erklären kann. Aber wir Wissenschaftler arbeiten weiter daran, möglichst viele objektive Erkenntnisse über unser Weltbild zu bekommen.

Es gibt viele Statements von Leuten mit subjektiv positiven Erfahrungen bezüglich Homöopathika, die auch felsenfest davon überzeugt sind, daß sie selbst niemals einem reinen Placeboeffekt unterliegen könnten. Dazu wurde in dem genannten Forum schon vieles geschrieben.

Homöopathie ist nichts als Mystik, Tatsache ist, daß die Leute ab einer Verdünnung von D24 reinen Milchzucker und reines Wasser als "Heilmittel" anwenden und sich nach Strich und Faden betrügen lassen bzw. ausschließlich einer Selbsttäuschung unterliegen.

Homöopathika sind absolut wertlos, im medizinischen Zusammenhang angewendet sogar hochgefährlich, da eine sinnvolle Medikation u.U. unterbleibt und dürfen daher nicht von der Allgemeinheit finanziert werden. Die Politiker, die hier quer durch die Fraktionen der Homöopathie das Wort reden, haben ein geistiges Armutszeugnis abgeliefert.

Es gibt aber auch intelligentere Leute, z.B. die 16 Professoren der Humanmedizin, die die bekannte Marburger Erklärung zur Homöopathie geschrieben haben:

http://www.mh-hannover.de/student/~Homoeopathie-AG/marburg.html
Autor: Gast, 16. Oktober 2003
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Re: Homöopathie ist Scharlatanerie
Wenn mit unseren technisch begrenzten Mitteln die Ursachen und auch die Wirksamkeiten nicht gemessen werden können, ist das für mich als Patient überhaupt kein Anlaß an die Homöopathie zu glauben.
Und auch kein Anlaß an sie nicht zu glauben.
Autor: Michael Bäumer, 16. Oktober 2003

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Re: Homöopathie ist Scharlatanerie
Jedes Arzneimittel kann in der für jedermann durchschaubaren, sogenannten 'randomisierten Doppelblindstudie' auf seine Wirksamkeit getestet werden. Das ist ein existentes, objektives Meßverfahren. Das Ergebnis aller seriösen Studien ist, daß Homöopathika keinerlei Wirksamkeit haben, bis auf den bei jeglicher Methodik zu verzeichnenden Placeboeffekt (Selbstsuggestion).

Zudem liegt der Homöopathie ein mystisches Gedankengebäude zu Grunde, das sämtlichen Naturgesetzen widerspricht. Schon von daher wäre es ein Widerspruch in sich, Homöopathie unter "Natur"arznei einzuordnen.
Autor: Gast, 16. Oktober 2003
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und die Erde war mal eine Scheibe
Seit Jahrhunderten stellte sich im Nachhinein heraus, dass sich für ihre Zeit hochrangige Wissenschaftler geirrt haben, es gibt keine haltbare Begründung zu der Annahme, dass es heute anders sei....
Autor: Notholt Katharina, 17. Oktober 2003

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Re: und die Erde war mal eine Scheibe
Dann denken Sie doch mal nach: von wem stammte die Behauptung, die Erde sei eine Scheibe? Von einem Naturwissenschaftler?

Im Mittelalter gab es noch keine Naturwissenschaft im heutigen Sinne und erst die moderne Naturwissenschaft hat den finsteren Aberglauben des Mittelalters beendet.

Ein Meilenstein, wenn nicht der Beginn der modernen Naturwissenschaft war die Gravitationstheorie von Isaac Newton und dieser hat sich als hochrangiger Wissenschaftler seiner Zeit auch nicht etwa geirrt. Die von ihm beschriebenen Naturgesetze wurden von Albert Einstein nicht widerlegt und verworfen, sondern durch neuere Erkenntnisse ergänzt. In der Naturwissenschaft wird auf Grundlage vorhandenen Wissens unser Weltbild ständig weiterentwickelt und verfeinert.

Nur in einer Pseudo"wissenschaft" gibt es keinerlei Fortschritte, in der Homöopathie ist alles noch genauso wir vor 200 Jahren, wie im finsteren Mittelalter, als die Erde noch eine Scheibe war.
Autor: Gast, 17. Oktober 2003
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19

Freitag, 17. Oktober 2003, 19:37

Die "Antworten" sind wie immer hohl,stereotyp,roboterhaft und sektenmäßig.

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Samstag, 18. Oktober 2003, 21:58

Einen noch, für die Nachwelt erhalten:

Re: und die Erde war mal eine Scheibe
Nein, eine Wissenschaft im heutigen Sinne gab es im Mittelalter nicht, es gab die Wissenschaft im damaligen Sinne. Und die Wissenschft von heute, die Sie als so modern und fortschrittlich beschreiben, wird in - sagen wir mal - 200 Jahren (vermutlich schon viel früher, da die Wissenschft ja eifrig forscht) völlig veraltet sein und man wird belustigt auf vieles schauen, was unsere modernen Wissenschftler heute vertreten. Louis Pasteur z.B. hat sich in seiner Überzeugung, dass viele Krankheiten durch Bakterien verursacht werden, auch nicht geirrt, aber viele angesehene Wissenschaftler seiner Zeit machten sich über ihn und die grotesken Theorien dieses kleinen, bakterientollen Chemikers lustig, so wie heute Sie über die Homöopathie. Vorschlag: Da eh nichts drin ist und nichts wirken kann, nehmen Sie doch mal eine richtig schöne Hochpotenz, wie wäre es mit z.B. Belladonna C 10 000? Am besten mehrmals, es kann ja nichts passieren, ist ja nichts drinnen, was wirken könnte...
Autor: Katharina Notholt, 18. Oktober 2003

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Re: und die Erde war mal eine Scheibe
Solche Experimente wurden doch alle längstens durchgeführt, dieser Unfug existiert nun schon seit 200 Jahren. Ergebnis: es gibt keine "Potenzen", nur Verdünnungen, daher unterscheidet sich in einer seriösen Doppelblindstudie Milchzucker in keinster Weise von rituell behandeltem Milchzucker.

Ihr Ansinnen mir gegenüber mal nicht hinterfragt, aber wenn 'Belladonna C 10 000' so ein Teufelszeug wäre, wie es das offenbar in Ihrer naiven Vorstellung ist, warum sollten Terroristen dann umständlicherweise ein Verkehrsflugzeug kapern um damit ins WTC zu fliegen? Eine Hand voll Globuli ins Trinkwasser geschüttet würde demnach doch ganze Städte auslöschen können. Es wäre zudem das perfekte Verbrechen für jedermann, denn es gibt ja, wie sie mir beipflichten werden, keinerlei Möglichkeit mit wissenschaftlichen Methoden Milchzucker von rituell behandeltem Milchzucker zu unterscheiden. Und nicht zu vergessen: Ihr "Teufelszeug" gäbe es rezeptfrei in jeder schlechten "Apotheke", die Scharlatanika an naive Kunden verkauft.
Autor: Gast, 18. Oktober 2003
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Re: und die Erde war mal eine Scheibe
Getroffener Hund bellt, was soll er auch sonst tun...
Autor: Katharina, 18. Oktober 2003

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Re: und die Erde war mal eine Scheibe
Mitnichten. Sie kriegen lediglich Ihre Belladonna mit Argumenten nicht mehr vom dünnen Eis.

Und auch Ihr Vergleich ist in keinster Weise statthaft. Pasteur war Wissenschaftler und er hatte überprüfbare Fakten anzubieten. Hahnemann war ein Sektenguru, der gar nichts anzubieten hat, nur Mystik, die jeglicher Grundlage entbehrt.
Autor: Gast, 18. Oktober 2003
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Re: und die Erde war mal eine Scheibe
Sie trauen sich ja doch nicht, mal eine Weile Höchstpotenzen zu nehmen. Ansonsten dürfen Sie ausatmen, einem Blinden die Farben erlebbar machen zu wollen - und das online - ist eh hoffnungslos Punkt
Autor: Katharina, 18. Oktober 2003

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Das soll's denn an Gastauftritten gewesen sein.

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