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1

Sonntag, 21. Dezember 2003, 17:45

Die ach so "berühmte" Akupunktur-"Studie".....

....wird eine herrliche Riesenpleite.

DAS EINZIGE VERWERTBARE ERGEBNIS WAR DANN NACH EINEM ABERMILLIONEN-AUFWAND AN UNBRAUCHBAREN UND KRIMINELLEN PSEUDOSTATISTISCHEN PSEUDOMETHODEN,DIE KLARE ERKENNTNIS(DIE BEI UNS SCHON IMMER BESTAND),DASS ES N A C H W E I S L I C H VÖLLIG EGAL IST, WOHIN MAN STICHT,UM BEI LEUTEN MIT BESTIMMTEN PSYCHOSTRUKTUREN MÖGLICHERWEISE VORÜBERGEHENDE PLACEBOEFFEKTE ZU PROVOZIEREN. - DAS IST ALLES.

ES WURDE EINE UNMENGE AN GELD VERBRANNT,DAS BETROGENEN KRANKENKASSEN-BEITRAGSZAHLERN GEHÖRT.

ETLICHE KRIMINELLE HABEN SICH DABEI GESUNDGESTOSSEN.


DAS ERGEBNIS DER SOGENANNTEN "STUDIE" VORWEG :

ES IST VÖLLIG EGAL,WOHINMAN STICHT,UM EVENTUELLE KURZFRISTIGE EFFEKTE BEI LEICHT SUGGESTIBLEN UND HYPOCHONDRISCHEN MITBÜRGERN ZU ERREICHEN.


Scharlatane schwafeln seit längerer Zeit über tolle Wirksamkeitsnachweise,die es nicht gibt.Die Studie kommt jetzt nach langem Larifari mit sinnlosem Studiendesign überhaupt erstmal in eine seriöse Phase...und schon ist sie in der Sackgasse,was natürlich zu erwarten war.

untersuchung zur akupunktur

Das Ganze läuft mit einem Riesenaufgebot an "renommierten" bzw. gut bezahlten Statistikern und sogenannten Bio-Mathematikern.


AKUPUNKTUR-STUDIE IN DER SACKGASSE

Der Studienleiter der weltweit größten Akupunktur-Studie hat Medienberichten widersprochen, wonach eine Studie im Auftrag der Ersatzkassen die Wirksamkeit der Nadelbehandlung «unerwartet deutlich» bewiesen haben soll, meldet die Nachrichtenagentur dpa am 15.12.2003. ''Bei dieser Interpretation vorläufiger Ergebnisse seien die Begriffe Nutzen und Wirksamkeit unzulässig vermischt worden, erläuterte Dieter Melchart, Leiter des Zentrums für naturheilkundliche Forschung der Technischen Universität München. In der Studie waren unter anderem Nutzen und Risiken der Akupunktur bei einer halben Million Patienten erfasst worden. Bei einer Stichprobe von 6140 Menschen wurde der von den Patienten selbst empfundene Nutzen mit Hilfe ausführlicher Fragebögen ermittelt. Dieser Teil der Studie könne jedoch nicht die tatsächliche Wirksamkeit der Nadelbehandlung belegen. Der Nutzen der Akupunktur sei einigermaßen sicher, erläuterte Melchart. Patienten mit bestimmten chronischen Schmerzen hätten deutlich und für mindestens sechs
Monate von der Behandlung profitiert. In einem anderen Studienteil mit rund 1200 Patienten, der die Wirkung der Akupunktur sowohl mit einer Scheinakupunktur als auch keiner Nadelbehandlung verglichen habe, war die echte Akupunktur nur bei der Behandlung von Kniegelenksarthrose der Scheinakupunktur und der ausgebliebenen Nadelbehandlung überlegen. Bei Migräne- und Rückenschmerz-Patienten seien zwar deutliche Vorteile der Akupunktur gegenüber der Gruppe ohne der Akupunktur beobachtet worden, jedoch seien Akupunktur und Scheinakupunktur ähnlich wirksam gewesen''

2

Sonntag, 21. Dezember 2003, 18:21

Im Prinzip ist es exakt das, was ich mir schon immer gedacht habe. Zum einen braucht es eine Krankheit, die entweder psychisch/psychosomatisch oder, sagen wir mal. eine übergroße psychische Komponente hat. Dann muß der Patient dran glauben. Es hilft, egal an welchen Stellen verabreicht.
Die ganze Pseudotheorie dahinter mit Meridianen etc. erinnert mich an die Dreckapotheke des Mittelalters.
Aber Hauptsache, die Leut finden's gut und die Kassen zahlen....

3

Sonntag, 21. Dezember 2003, 18:24

Es ist doch egal, was bei der Studie rauskommt, die gläubigen Jünger wird es nicht abschrecken.
Aber vielleicht wird es von der Kasse nicht mehr bezahlt.

4

Sonntag, 21. Dezember 2003, 18:35

Das erstere stimmt sicher, das zweitere hoffe ich. Aber Marketing......

5

Sonntag, 21. Dezember 2003, 18:38

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (15. Juni 2010, 15:29)


6

Mittwoch, 7. Januar 2004, 18:56

Wiedermal eine neue Studie, die die Wirksamkeit belegen soll:
http://idw-online.de/public/zeige_pm.html?pmid=74175

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (15. Juni 2010, 15:29)


7

Mittwoch, 7. Januar 2004, 19:14

Daraus:

"Das weist darauf hin, dass Akupunktur zwar ein nachweislich wirksames, aber dennoch relativ schwaches Schmerzmittel ist. Also mehr als ein Placebo, aber bei starken Schmerzen möglicherweise in ihrer Wirkung nicht ausreichend."


KOMMENTAR:

Was für ein tolles Ergebnis!
Dann kann ich auch einen Krümel Aspirin nehmen.

Über die angeblich dauerhafte Wirksamkeit gegen Schmerzen steht da natürlich nix und über die ganzen dahergelogenen Organwirkungen schon erst recht gar nix.

8

Mittwoch, 7. Januar 2004, 20:31

Wenn ich das richtig sehe, dann hat man auch nicht getestet, ob das Stechen irgendwohin den gleichen (schwachen) Effekt gehabt hätte.
Über Fallzahlen wird gar nichts gesagt. Wenn das stimmt, was ich bei m-ww (unter Akupunktur) gelesen habe, nämlich dass es sich um 8 Patienten gehandelt haben soll, dann ist die Fallzahl so und so zu niedrig als dass man etwas beweisen kann.
Weiß jemand, wo man Näheres über diese Studie erfahren kann? Auf der Homepage der Uni Jena steht auch nur der Artikel.

9

Mittwoch, 7. Januar 2004, 20:37

Das alles natürlich auch noch.

10

Mittwoch, 7. Januar 2004, 22:28

zu 007

Anscheinend gab es doch einen Vergleich mit einer Scheinakupunktur, was im wesentlichen ergab, dass Scheinakupunktur nicht schlechter und nicht besser als "richtige" Akupunktur war.

Aus oben stehendem Artikel:
[...]
In einem anderen Studienteil mit rund 1200 Patienten, der die Wirkung der Akupunktur sowohl mit einer Scheinakupunktur als auch keiner Nadelbehandlung verglichen habe, war die echte Akupunktur nur bei der Behandlung von Kniegelenksarthrose der Scheinakupunktur und der ausgebliebenen Nadelbehandlung überlegen. Bei Migräne- und Rückenschmerz-Patienten seien zwar deutliche Vorteile der Akupunktur gegenüber der Gruppe ohne der Akupunktur beobachtet worden, jedoch seien Akupunktur und Scheinakupunktur ähnlich wirksam gewesen
[...]

In einem Artikel aus der Süddeutschen Zeitung, den ich leider nicht mehr komplett finde, stand folgendes:

[...]
wurden rund 600 Rückenschmerz- und Migränepatienten sowie Menschen mit verschlissenen Kniegelenken je nach Diagnose in Gruppen aufgeteilt und dort jeweils der Erfolg einer klassischen mit einer vorgetäuschten Akupunktur verglichen, bei der die Ärzte die Nadeln nicht in die vorgeschriebenen Punkte gestochen hatten. Die Wirksamkeit der Alternativ-Therapie konnte dadurch nicht bewiesen werden: Wo die Nadeln gesetzt wurden, machte bei Rücken- und Kopfschmerzpatienten keinen Unterschied. „Primär wichtig scheint für die Patienten zu sein, dass überhaupt gestochen wird. Wohin ist erst einmal sekundär“, sagt auch der Leiter der Berliner Akupunktur-Studie, Stefan Willich.
[...]

11

Mittwoch, 7. Januar 2004, 23:39

Ja,natürlich.

Axel;ich hab hier ein tolles Restaurant entdeckt (auch für die anderen Freunde).

Ich melde mich bei allen.

12

Donnerstag, 8. Januar 2004, 12:48

An Axel H.
Ups! Ich glaube hier liegt ein Missverständnis vor. Ich nahm im Text 007 Bezug auf die Studie aus dem Text 005. Wenn ich das richtig verstehe, nahmen Sie aber Bezug auf die große Studie der Krankenkassen.

Danke nochmals für den Link zur Süddeutschen. Ich habe den Text gelesen; leider funktioniert der Link jetzt nicht mehr.

13

Donnerstag, 8. Januar 2004, 20:59

Alles in allem ein extrem schwaches Bild für eine ja ANGEBLICH seit tausenden von Jahren bewährte Methode.

Mit diesem Datenmaterial würde kein einziges seriöses Medikament oder eine seriöse Behandlungsmethode je zugelassen worden sein.

Auf dem von Politik und Kassen geförderten Scharlatanmarkt geht das aber selbstverständlich reibungslos.

14

Donnerstag, 8. Januar 2004, 22:00

An gcn

Mein Fehler.Tut mir leid!
Habe den Link uebersehen.

15

Donnerstag, 8. Januar 2004, 23:38

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (15. Juni 2010, 15:29)


16

Freitag, 9. Januar 2004, 21:20

Da wird für die ganzen Abzocker eine Welt zusammenbrechen;aber viel interessanter: ein Markt:

http://www.akupunktur.at/patient/fpatinfo.htm

Aus: http://www.akupunktur.at/index.htm

Man ist bei seltsamen
Ärztekammern "akreditiert".

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (15. Juni 2010, 15:30)


17

Freitag, 9. Januar 2004, 22:00

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18

Samstag, 10. Januar 2004, 13:33

zu 016 an Matthias
Deine Antwort (Ach, deswegen werden die Frauen seit 2000 Jahren unterdrückt - es hat sich bewährt.) auf das "Argument", dass das, was seit 2000 Jahren gemacht wird, bewährt sein muss und doch wohl seine Richtigkeit haben muss, finde ich Klasse, entlarvt es doch für jeden einleuchtend, dass es kein Argument für die Güte, die Qualität einer Sache ist.

19

Sonntag, 11. Januar 2004, 03:12

Die einzig seriöse derzeitige Definition für Akupunktur:

Unmengen von Leuten machen es und lassen es machen.

KEINER weiß,ob es was bringt.

Das gibt niemand von den Ausfüherenden zu.

Also macht man es weiter,schon mal weil es viel Geld bringt....und die lukrative Volksverblödung befördert.

20

Sonntag, 11. Januar 2004, 16:45

Über die Risiken der Akupunktur, von einem Mediziner:

http://www.medpoint.ch/other/arsmedici20…2/06_risiko.pdf

Gegendarstellung von Seiten der Scharlatane:

http://www.medpoint.ch/other/arsmedici20…_akupunktur.pdf

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