Lebensgefährliche Homöopathie.
Sie maßen sich ja auch "Notfallmedizin" an:
029
Heute, 20:24
40_Fieber
Operator
Ich verweise noch einmal ausdrücklich auf diesen Thread, weil ich ihn zunächst für den Alleingang eines einzelnen Homöpathen hielt, der nicht ganz klar ist:
Lebensgefährlicher Homöopathenunfug
Weit gefehlt. Ich habe heute im Homöopathiekurs den Grundlagen der homöopathischen Notfallbehandlung bei Herzerkrankungen gelauscht.
Welches Mittel da bei was eingesetzt werden soll ist wenig von Belang, da sich die Mittel alle in D4-D6 Bereichen tummeln.
Viel wichtiger ist, was die homöopathische Ärztin von sich gab. JEDER, aber wirklich jeder, kann froh sein, wenn KEIN Homöopath im Notfall in der Nähe ist. Da ist ein normaler Mensch mit "Erste Hilfe Kurs" die sicherere Alternative.
Merke: Ein Homöopath zieht auch im Notfall die Homöopathie, anderen Maßnahmen vor. Er ist sich sicher, daß sein Mittel hilft. Er ist sich sogar sicher, daß es besser hilft, als ein Notarzt.
Die Notfalltasche eines Homöopathen besteht...aus was wohl...Homöopathie. Da braucht man sich nicht wundern, daß der "Arzt" im oben erwähnten Thread, nichts anderes zur Hand hatte als Belladonna. Und das ist kein Einzelfall.
Das Schöne an der Homöopathie sei, ließ ich mir heute erklären, daß man keine Diagnostik braucht.
Man sei sich sicher, mit der Homöopathie, daß der Patient überlebt oder nicht (das ist kein Scherz. Dieser Standpunkt wird von einer Ärztin vertreten, deren Worte ich hier einfach nur wiederhole).
Ein Kollege habe sein ganzes Diagnostikgerät ausrangiert und statt dessen ein Fläschchen "Veratum album" in jedem Zimmer stehen.
Überhaupt sei Vertum album das Notfallmittel wenn mal jemand umkippt, denn das spare die Krankenhauseinweisung nach einem Kollaps.
Warum jemand kollabiert, die Ursache, ist nicht von Belang. Hirnschlag, Herzinfarkt, egal... der Homöopath ist sich sicher, daß man überleben wird, wenn man überlebt. Wozu also Diagnostik?
Ein Säugling mit Zyanose sei gar mit Kirschlorbeer zu behandeln. Das wüßten aber die Hebammen.
Wenn ich Arzt auf einer Station wäre, auf der mir eine Hebamme mit Kirschlorbeer in die Notfallmaßnahmen pfuschen würde, hätte die Dame bald darauf eine Indikation für Arnika.
Aber sie laufen rum in Deutschland. Dise "Ärzte". Zu Tausenden. Und sie begehen eine Kunstfehler nach dem nächsten. Sogar in lebensbedrohlichen Situationen. Globuli statt Notfallmedizin. Es ist ein Skandal, bei dem alle wegsehen, als ginge es sie nichts an.
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40_Fieber