@pippen
Wenn man sich die Statistik der FSME Impfung anschaut sieht es ganz anders aus die Wirksamkeit ist sehr hoch bei der Impfung. Leider ist die nichts für Kinder :-(, erst ab 14 Jahren kann man sich dagegen Impfen lassen,glaub ich zumindest. Hoffetnlich gibts bald wieder verträgliche Impfsoffe für Kinder.
Bedeutung und Vorkommen:
In Österreich gibt es praktisch kein Bundesland, das FSME frei wäre, allerdings besteht ein deutliches West-Ost Gefälle, was sich aber vor allem aus den geografischen Besonderheiten (viel Bergland im Westen) erklären läßt. Die Talgebiete Tirols z. B. haben durchaus ein FSME-Risiko (beispielsweise Inntal). Die Hauptverbreitungsgebiete sind die ländlichen Regionen der Steiermark, Kärntens, Niederösterreichs, Oberösterreichs, sowie auch Salzburg, das Burgenland, ja sogar der Stadtrand Wiens.
Außerhalb Österreichs gibt es die FSME in weiten Teilen Bayerns, aber auch schon in einigen anderen deutschen Bundesländern. Tschechien, die Slowakei, Slowenien, die baltischen Staaten, Rußland, Polen u. a. sind ebenfalls FSME-Gebiete. Es scheint, daß in den letzten Jahren eine deutliche Zunahme der Erkrankungen zu verzeichnen ist, nur in Österreich sind die Erkrankungszahlen rückläufig, was jedoch dadurch begründet wird, daß etwa vier Fünftel der Bevölkerung geimpft sind. erzeit werden bereits deutlich unter 60- FSME Fälle pro Jahr in Österreich beobachtet, vor der Impfära waren es um 800 (!) pro Jahr
Impfung:
Reguläres Impfschema (gilt für beide Impfstoffe):
Es werden zunächst zwei Impfungen im Abstand von 2–4 Wochen durchgeführt, die dritte Impfung erfolgt nach 9–12 Monaten. Danach soll alle drei Jahre mit einer Impfung aufgefrischt werden.
Ein "Schnellimmunisierungsschema" mit Impfungen an den Tagen 0-7-21 und dann nach 12-18 Monaten ist für Encepur (Kinder und Erwachsene) bereits zugelassen.
Kinder unter einem Jahr sollten nur bei zwingender Indikation geimpft werden, wobei als unterste mögliche Altersgrenze derzeit 6 Monate gelten. Da sehr oft das reguläre Impfschema nicht genau eingehalten wird, sei angegeben, welche maximalen Intervalle zwischen den einzelnen Impfungen liegen können, ohne daß man wieder "von vorne" beginnen muß:
Abstand 1. zu 2. Impfung: maximal 1 Jahr
Abstand 2. zu 3. Impfung maximal 8 Jahre
Abstand zu Auffrischungen maximal 8 Jahre
Achtung: Diese Abstände beziehen sich auf das immunologische Gedächtnis unseres Organismus und sind nicht mit der Schutzdauer (s.u.) zu verwechseln!
Wenn diese maximalen Intervalle überschritten werden, so kann man entweder von Neuem beginnen, oder – was noch sinnvoller ist – im Einzelfall eine eventuell noch bestehende Immunität mittels Blutabnahme abklären. Dies ist vor allem bei Personen sinnvoll, die sich zwar an mehrere Impfungen erinnern können, aber ihre Impfkarte verloren haben
Schutzrate:
h vollständiger Grundimmunisierung ist bei 99 % der Geimpften mit vollständigem Schutz zu rechnenh zwei Impfungen im regulären Abstand schützen schon zu 90 %, allerdings für nur ein Jahr.
Schutzdauer:
Impfung schützt sicher für mindestens drei Jahre nach kompletter Impfung oder Auffrischung. Längere Abstände zwischen den einzelnen Auffrischungen werden immer wieder diskutiert. Es gibt aber keine Untersuchungen, die hier eine klare Richtlinie geben. Sicher ist, daß Kinder eine bessere und länger anhaltende Immunität aufbauen als Senioren, doch Zeitgrenzen sind eben nicht untersucht. Somit sei folgendes Vorgehen empfohlen: Wenn jemand sich nicht routinemäßig alle 3 Jahre impfen lassen möchte, so steht ihm die Möglichkeit offen, durch eine Blutabnahme (z.B. im Reisemedizinzentrum) seinen persönlichen Immunstatus betreffend FSME feststellen zu lassen. Nach dem Ergebnis kann dann festgelegt werden, wann die nächste Auffrischung nötig ist.
Nebenwirkungen:
Leichte bis mittelschwere Reaktion wie Rötung oder Schwellung an der Impfstelle, bei einigen Prozent der Impflinge auch Allgemeinbeschwerden wie Kopfschmerzen, leichtes Fieber, sowie Muskel und Gelenksbeschwerden innerhalb der ersten beiden Tage nach der Impfung. Die Beschwerden halten wenige Stunden bis maximal einige Tage an und sind praktisch vernachlässigbar.
Details zum Auftreten von Fieber nach FSME-Impfung siehe unter „Impfstoffe“.
Echte Impfkomplikationen sind bei der FSME-Impfung eine ausgesprochene Rarität, und es wird bis heute angezweifelt, ob die geschilderten Beschwerden als Ursache tatsächlich die Impfung haben: starke Kopfschmerzen, lokale "Nervenentzündungen" oder ein sogenanntes "Guillain-Barré"-Syndrom, ebenfalls eine spezielle Form der Nervenentzündung.
Eine FSME-Impfung kann niemals eine FSME-Erkrankung auslösen!
Besondere Hinweise:
Die postexpositionelle FSME-Prophylaxe (Versorgung nach möglicherweise infektiösem Zeckenstich) ist Arztsache – bitte nehmen Sie in solchen Fällen unbedingt Kontakt mit Ihrem Arzt auf, vor allem dann, wenn Sie ungeimpft sind.
1. Wie ist bei Ungeimpften nach einem möglicherweise infektiösen Zeckenbiß vorzugehen?
Innerhalb von maximal 96 Stunden besteht bei diesen Patienten die Möglichkeit, durch Gabe eines FSME-Hyperimmunglobulins (Antikörperpräparat) mit einer gewissen Chance den Ausbruch der Erkrankung zu vereiteln. Eine Hyperimmunglobulingabe zu einem späteren Zeitpunkt ist eher kontraproduktiv und sollte daher nicht gemacht werden. Die aktive Impfung soll dann nach 4 Wochen begonnen werden.
2. Bei "angeimpften" Personen nach Zeckenbiß wird folgendermaßen vorgegangen:
Nach nur 1 Impfung: wie bei Ungeimpften, wenn der Biß der Zecke innerhalb von 14 Tagen nach der 1. Impfung erfolgt. Erfolgt er später, so wird nur die 2.Impfung gegeben, aber kein Hyperimmunglobulin mehr. Sind schon 2 Impfungen vorhanden, so geschieht bei Zeckenbiß innerhalb von 6 Monaten nach der 2.Impfung nichts, danach wird die dritte Impfung einfach gegeben.
3. Die FSME-Impfung schützt nicht vor der ebenfalls durch Zecken übertragenen BORELLIOSE; die durch Bakterien ausgelöst wird. Gegen diese Erkrankung gibt es noch keine Impfung, allerdings kann sie mit Antibiotika behandelt werden.
4. WER HIRN HAT, SOLLTE ES AUCH SCHÜTZEN!