Killer-Virus wie aus dem Drehbuch
Eines steht fest: Die echte Virusgrippe könnte ein Hollywood-Regisseur erfunden haben. Drei Mal ging das Influenza-Virus im vergangenen Jahrhundert um die Welt. Die schwerste dieser drei „Pandemien“ war die so genannte „Spanische Grippe„, 1918/19, die weltweit zwischen 20 und 50 Millionen Todesopfer forderte. 1957/58 und 1968/69 folgten zwei weitere Pandemien mit schätzungsweise jeweils einer Million Todesopfern weltweit. Aus diesem Grund haben Gesundheitsexperten großen Respekt vor dem Virus.
Vorbereitungen für den Ernstfall
Die nächste Pandemie kommt bestimmt, es ist nur die Frage wann. "Das Risiko ist so hoch wie lange nicht mehr, da sich das Vogelgrippe-Virus H5N1 in Südostasien stark ausgebreitet hat", sagte unlängst der Präsident des Robert Koch-Instituts Professor Reinhard Kurth in Berlin. Was würde in Deutschland bei einer erneuten Pandemie passieren? Erkranken 15 Prozent der Bevölkerung, wird innerhalb weniger Wochen mit etwa 48.000 Toten und 180.000 Krankenhauseinweisungen gerechnet. Erkranken gar 50 Prozent, ist mit über 160.000 Toten und knapp 600.000 Krankenhauseinweisungen zu rechnen.
Diesen Ansturm könnte unser Gesundheitssystem nicht bewältigen. Deshalb hat das Berliner Robert Koch-Institut im Januar diesen Jahres einen Pandemieplan für Deutschland verabschiedet. Laut Plan sollen Impfstoffe und Medikamente gegen Influenza-Viren in ausreichender Menge bereitgehalten werden. Bis Deutschland wirklich für eine Pandemie gewappnet ist, muss aber noch einiges vorbereitet werden.
Was Eltern tun können
Grippewellen beginnen gewöhnlich in Kindergärten und Schulen und breiten sich dann über die Familien in der Bevölkerung aus. Schützen Sie jedes Jahr die Risikopersonen in Ihrer Familie durch Impfung! Wer geimpft sein sollte, erfahren Sie auf www.gesundes-kind.de unter Erkrankungen von A-Z.
Denken Sie auch für Ihre Kinder über eine Influenza-Impfung nach. Rund 80% der Kinder, die wegen einer Influenza ins Krankenhaus müssen, gehören keiner Risikogruppe an, sie waren vorher gesund. In Österreich und den USA wird die jährliche Impfung großzügig für Kinder empfohlen.
Schwangere sind ebenfalls durch Influenza stärker gefährdet an Lungenentzündung zu erkranken. Sie leben geschützter, wenn zumindest ihre Familie geimpft ist.
Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Kinder- und Jugendarzt oder direkt an Prof. Heinz-J. Schmitt und sein gesundes-Kind-Ärzteteam: http://www.gesundes-kind.de/gsk/faq/default3.asp
Mit freundlichen Grüßen
Ihr gesundes-Kind Team