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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (14. Mai 2010, 15:41)
Zitat
Sandra
Neue-User
Beiträge: 1
» 30.09.05 13:40 « Antworten · Zitieren · Empfehlen
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Hallo,
ich brauche mal Eure Hilfe oder Euren Rat, wenn Ihr vielleicht schon Erfahrung mit Einzelimpfstoffen gemacht habt. Also wir fahren nächstes Jahr im Herbst nach Indien in den Urlaub. Unser Sohn 3 Jahre ist noch nicht geimpft. Wir wollten ihn aber sowieso gegen Tetanus impfen lassen. Da wir die nächsten Jahre ganz sicher öfters Reisen nach Asien o.ä. unternehmen werden, ist uns geraten worden auch gegen Diphterie und Polio zu impfen. Bei Polio denke ich auch, daß es wichtig ist, bei Diphterie bin ich mir nicht so sicher. Weiß jemand, wie es in Indien mit Diphterie aussieht.
Und als nächstes Problem sehe ich die Impfstoffe. 3-fach können wir nicht impfen, da der Impfstoff wohl noch nicht für Kinder unter 6 Jahre (glaube ich) geeignet ist. Also müssen wir wohl alles einzeln impfen. Hat jemand schon ähnliche Erfahrung gemacht und auch diese drei Impfungen durchführen lassen. Welche Impfstoffe habt Ihr da genommen, in welchen Abständen und wie sind die vertragen worden?
Ich wäre sehr, sehr dankbar für ein paar Infos oder auch einfach Eure Meinung.
Gruß
Sandra
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (14. Mai 2010, 15:42)
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Zitat
Ärzte Zeitung, 10.10.2005
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Wer zur Masernparty rät, macht sich strafbar
Ärzte könnten sich eines Verstoßes gegen das Infektionsschutz-Gesetz schuldig machen / Unbefriedigende Impfrate
MÜNCHEN (sto). Ärzte, die öffentlich eine Teilnahme an Masern-Partys empfehlen, begehen nach Ansicht des Ärztlichen Kreis- und Bezirksverbandes (ÄKBV) München nicht nur einen Kunstfehler, sondern machen sich unter Umständen sogar strafbar.
Nach dem Infektionsschutz-Gesetz (IfSG) kann die Weiterverbreitung von Krankheitserregern mit einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft werden, erklärte der Vorsitzende des Ärztlichen Kreis- und Bezirksverbandes Professor Detlef Kunze vor der Presse in München.
Gegen Ärzte, die die Weiterverbreitung von Masern zulassen, sollten nach Kunzes Ansicht darüber hinaus auch berufsrechtliche Schritte eingeleitet werden.
Bei Masernparties besuchen noch gesunde Kinder ein bereits an Masern erkranktes Kind, um sich möglichst frühzeitig anzustecken und anschließend immun zu werden.
Schon die zweite Masernimpfung wird häufig versäumt.
Mit einer Initiative will der Ärztliche Kreis- und Bezirksverband München jetzt seinen Beitrag zu einer Erhöhung der Durchimpfungsrate gegen Masern auf über 95 Prozent leisten.
Bayern und vor allem einige Bezirke in und um München seien weit davon entfernt, berichtete die Kinderärztin Dr. Ursel Lindlbauer-Eisenach, die auch Mitglied der Ständigen Impfkommission (STIKO) ist. Bayernweit liege die Durchimpfungsrate unter 90 Prozent, in München und in den angrenzenden Landkreisen Erding, Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach und Rosenheim sogar unter 80 Prozent.
Zwar werde die erste Impfung im Alter von elf bis zwölf Monaten in den meisten Fällen vorgenommen. Die zweite Masernimpfung, die etwa vier Wochen später erfolgen sollte, werde dann aber vergessen, erklärte Lindlbauer-Eisenach. Aus Schuleingangsuntersuchungen sei bekannt, daß die zweite Masernimpfung nur noch in einem Drittel der Fälle erfolgt.
In München und Umgebung sollen die Daten aus den Schuleingangsuntersuchungen jetzt auch genutzt werden, um sogenannte "Impflücken-Nester" ausfindig zu machen, erklärte Kunze. Man werde dann ganz gezielt Kontakt zu einzelnen Kolleginnen und Kollegen in den jeweiligen Stadtteilen aufnehmen, um so eine höhere Durchimpfungsrate zu erreichen.
Darüber hinaus werde sich der Ärztliche Kreis- und Bezirksverband München dafür stark machen, daß die Aufnahme in öffentliche Kinderkrippen und Kindergärten künftig nur noch möglich ist, wenn die Kinder entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission geimpft sind, erklärte Kunze.
Das sei allein schon deshalb notwendig, weil Kinder, die beispielsweise wegen einer immunsuppressiven Therapie nicht geimpft werden können, nur dann geschützt sind, wenn die Durchimpfungsrate in der Umgebung ausreichend hoch ist, so der Professor.
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