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"Der Hauptrisikofaktor ist der Arzt"
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178 Masernpatienten gab es in Salzburg und dem benachbarten Bayern bis zum Sonntag. Zum Vergleich: In ganz Österreich waren es im Vorjahr nur 15 Fälle. Mittlerweile kristallisiert sich heraus, wie die Infektionskrankheit nach Österreich gekommen ist. Eine Musikkapelle aus der Schweiz dürfte sie mitgebracht haben. Die war 14 Tage vor Ausbruch der Masernwelle in der hauptbetroffenen Salzburger Waldorfschule aufgetreten. Im Nachbarland sind heuer bereits 600 Menschen erkrankt, daher wird dem Verdacht jetzt nachgegangen.
Schule wieder geöffnet
Die Waldorfschule wird übrigens am Montag wieder geöffnet - mit Einschränkungen. Nur Kinder, die geimpft sind oder die Masern bereits hinter sich haben, dürfen wieder in die Schule. "Das ist derzeit aber noch eine klare Minderheit der mehreren hundert Schüler", meint Haybäck.
Über die Rolle der Mediziner bei der Immunisierung gab es vor dem 17. "Österreichischen Impftag", der am Samstag passenderweise in Salzburg stattfand, heftige Debatten: "Jede Ärztin und jeder Arzt ist verpflichtet, für einen ausreichenden Impfschutz der Patienten zu sorgen.Ein Abraten von Impfungen ohne Kontraindikation ist ein Verstoß gegen die Prinzipien der evidenzbasierten Medizin." Karl Zwiauer, Kinderarzt am Landesklinikum St. Pölten, ging mit impfkritischen Kollegen hart ins Gericht. Und er forderte Berufsverbote: Solche würden in diesen Fällen in Österreich "viel zu selten" verhängt, fand er. Fehlende Impfungen seien vor allem auf schlechte medizinische Beratung zurückzuführen - oder, wie es Zwiauers Fachkollege Werner Zenz aus Graz ausdrückte: "Der Hauptrisikofaktor ist der Arzt."
Zenz nennt auch Zahlen - etwa zum Thema Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR): In den Jahren 1990 bis 2007 seien durch die Impfung in Österreich etwa 130 Todesfälle allein durch Masernkomplikationen verhindert worden, dazu über 100 dauernde Folgeschäden durch Gehirnentzündung. "Dem gegenüber stehen drei anerkannte Impfschäden nach einer MMR-Impfung in den letzten 18 Jahren. In keinem Fall handelte es sich um einen bleibenden Schaden."
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(Markus Peherstorfer, DER STANDARD; Printausabe, 7.4.2008)
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Enorme Ängste
Die Masernepidemie schlägt auch im sozialen und beruflichen Bereich voll durch. Eine Mutter fürchtet bereits um ihren Job, wenn sie noch länger Hause bleiben muss, zudem wird mit Abmeldungen vom Kindergarten gerechnet. Viele Eltern lassen die Kinder auch zu Hause und warten ab. Kindergartenleiterin Mierl gibt keine Empfehlung pro oder contra Impfen ab. „Das ist eine individuelle Entscheidung, wir plädieren jedoch für mehr Aufklärung.“ In der Tagesbetreuung seien fast zwei Drittel der Kinder geimpft, ein Teil der Eltern lasse jedoch nicht impfen. Die Impfverweigerer begründen ihre Haltung mit auftretenden Allergien.
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Dem "Porträt" vorausgegangen war ein Beitrag der Autorin über die Masern, in dem die tatsächlich geübte Praxis von anthroposophischen Ärzten, die Entscheidung zur Impfung gegen Kinderkrankheiten in die Freiheit der Eltern zu legen, mit keinem Wort erwähnt wurde. Stattdessen ein Pauschalurteil: "Die Anthroposophie lässt Impfungen nur in Ausnahmefällen zu – und gefährdet damit die Allgemeinheit". Von dort aus ist der Schritt bis zu dem Gedanken, es handele sich bei den Anthroposophen um eine kriminelle Vereinigung, nicht mehr weit. Die Überschrift des Beitrags: "Masern als Erbschaft okkulter "Heilkunst"."
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Bei all dem ist es immer wichtig, bestimmten 'unhygienischen' Verhältnissen in diesen Ländern aus dem Weg zu gehen. Das ist immer
der beste Schutz gegen 'Infektionen'.
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Auch von einem (guten) Homöopathen entsprechende Mittel erfragen und diese in die Reiseapotheke integrieren.
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Ein bisschen mehr hier im Internet auf die Suche nach Gleichgesinnten gehen ist sicher gut für das 'Gewissen'.
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Aber eines darf man nie aus den Augen verlieren: Impfungen beruhen - immer noch - auf einer Theorie des 18. Jhdt's, die bis heute auch
nicht im Ansatz wissenschaftlich bewiesen wurde.
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Aber die Impfungen können IMMER großen Schaden zufügen, die die Schulmedizin
dann nicht mehr beheben kann.
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