Erfahrungsheilkunde (Heidelb) 2002; 51:59-
Von der Alternativen zur Komplementären Medizin1
Robert Jütte
Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung
Zusammenfassung
Im Jahr 1951 wurden mehrere Ärztegesellschaften von Vertretern der Naturheilkunde sowie der Erfahrungsmedizin ins Leben gerufen, darunter die Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde. Diese Ärztegesellschaften sind inzwischen weitgehend in unser Gesundheitssystem integriert und sehen sich in der Regel nicht als Befürworter einer Alternativen Medizin, sondern ziehen die Bezeichnung „Komplementärmedizin” vor. Die Ursprünge dieser Sammelbezeichnung gehen bis in die 1950er Jahre zurück, und zwar auf das Buch eines deutschen Homöopathen (Professor Hans Ritter), das 1954 unter dem Titel „Ergänzungstherapie” erschien. Es verging allerdings eine Zeit, bis dieser Begriff in seiner lateinischen Variante populär wurde. England machte dabei den Anfang. Erst in den 1990er Jahren fand der anglo-amerikanische Begriff „complementary medicine” auch in Deutschland als Re-Import größere Verbreitung.
Schlüsselwörter
Alternative Medizin
Komplementärmedizin
Naturheilkunde
Homöopathie
Ärztegesellschaften
natur- und erfahrungsheilkundliche Zeitschriften
Begriffsgeschichte
Abstract
In 1951 quite a few medical societies founded by naturopaths and physicians interested in empirical medicine came into being, e.g. the Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde. Many of these societies which are nowadays no longer marginalized by the medical establishment, don't consider themselves as advocates of alternative medicine but prefer the label “complementary medicine”. From an etymological perspective the origins of the word complementary medicine can be traced back to a book by a German homeopathic physician (Professor Hans Ritter) published under the title “Ergänzungstherapie” in 1954. However, it took some time, before the new term became popular in its Latinized version “Komplementärmedizin”. England took the lead. It looks likely that in Germany the term “Komplementärmedizin” was reimported from Britain. The first German books with this title were published in the 1990s.
Keywords
Alternative medicine
complementary medicine
naturopathy
homeopathy
medical societies
medical journals
history of ideas
Genau vor 50 Jahren wurden für einige der heute noch existierenden Richtungen der sogenannten „Komplementärmedizin” die Weichen gestellt. So kam 1951 auf Initiative des Verlegers Karl Friedrich Haug in Plochingen am Neckar eine Gruppe von Ärzten zusammen und gründete eine Arbeitgemeinschaft für Erfahrungsheilkunde, aus der 1966 die heute noch bestehende „Gesellschaft der Ärzte für Erfahrungsheilkunde” hervorgegangen ist. Das Ziel dieser lockeren Vereinigung kann man dem Editorial der ersten Ausgabe der Zeitschrift „Erfahrungsheilkunde” aus dem Jahre 1951 entnehmen, nämlich die „Kon-Taktlosigkeit der Schulmedizin zum eigenen fruchtbaren Mutterboden natursichtiger Erfahrung zu beseitigen und damit gleichzeitig die alten und neuen Sondermethoden einer echten Erfahrungsheilkunde aus ihrer unverdienten, aber immerhin hemmenden und einengenden Isolierung zu befreien.”
Im gleichen Jahr, 1951, versammelte sich in Stuttgart eine größere Gruppe bekannter Naturärzte und gründete den „Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren”. Zum ersten Vorsitzenden wurde damals Alfred Brauchle gewählt. Dieser hatte in den 1930er Jahren zusammen mit Louis Grote die naturheilkundliche Abteilung am Rudolf-Heß-Krankenhaus in Dresden geleitet. Als Autor einer viel gelesenen und häufig nachgedruckten Geschichte der Naturheilkunde in Lebensbildern ist er bis heute bekannt. Zum Verbandsorgan wurde auf derselben Versammlung die bereits 1928 gegründete Zeitschrift „Hippokrates”, die sich schon lange um eine Erweiterung der Schulmedizin bemühte, bestimmt.
Im gleichen Jahr fand außerdem die Umbenennung einer Zeitschrift statt, die bis dahin „Zeitschrift für biologische Heilweise” hieß und fortan den Namen „Die Heilkunst” tragen sollte. Wie man im Editorial der Ausgabe vom Januar 1951 nachlesen kann, war diese Zeitschrift das offizielle Organ des Verbands Deutscher Naturärzte e.V. - das heißt, der Konkurrenzorganisation, deren damaliger Vorsitzender der Münchener Mediziner Professor Karl Saller war. Diese Zeitschrift war nach eigenen Angaben darum bemüht, nicht nur ein Forum für Homöopathen zu sein, sondern auch einen „Einblick in andere außerschulmäßige diagnostische und therapeutische Methoden” zu bieten.
Wie man sieht, gab es damals noch keine Sammelbezeichnung für das, was wir heute unter verschiedene Begriffe wie „Unkonventionelle Medizinische Richtungen”, „Alternative Medizin”, „Erfahrungsheilkunde” oder „Komplementärmedizin” fassen. Oder genauer gesagt: Man musste wieder eine neue schaffen; denn der bis dahin übliche Kollektivbegriff „biologische Medizin” war durch den Nationalsozialismus und die von ihm zunächst geförderte „Neue Deutsche Heilkunde” kompromittiert. Die passende Vokabel war bald gefunden. „Ganzheitsmedizin” hieß das Zauberwort, mit dem man eine desavouierte Strömung in der Medizin in Deutschland wieder salonfähig zu machen hoffte. Dass dabei nur alter, in manchen Fällen schon leicht firner Wein in neue Schläuche gefüllt wurde, schien niemanden zu stören.
Zwar nicht erfunden, doch zumindest populär gemacht wurde dieser Begriff von Prof. Dr. med. Werner Zabel, der 1949 im Auftrag der „Arbeitsgemeinschaft der Westdeutschen Ärztekammern” in Berchtesgaden „Fortbildungskurse für Ganzheitsmedizin” abhielt. Zabel machte in einem Aufsatz, der 1949 unter dem Titel „Weiterbildung zur Ganzheitsmedizin” in der Zeitschrift „Hippokrates” erschien, keinen Hehl daraus, dass einstige Sammelbegriffe wie „biologische Verfahren” inzwischen eine Abwertung erfahren hätten. Dagegen sei der Begriff „Ganzheitsmedizin”, wie er sich ausdrückte, „gegen Versuche, das Wort zu missbrauchen, nicht so anfällig wie das Wort ‚biologische Medizin’”[1]. Unter Ganzheitsmedizin versteht Zabel das, was über die Schulmedizin hinausgeht - oder anders ausgedrückt: „Sie ist die Grenzerweiterung nach allen Seiten mit der Verpflichtung, so umfassend wie nur möglich zu handeln.”
Ein profilierter Vertreter der „Ganzheitsmedizin” in jenen Jahren war Karl Kötschau (1892-1982). Dieser hatte bereits in den 1930er Jahren als Prodekan der Medizinischen Fakultät nach eigenem Bekunden „Jena zur Kampfuniversität für ganzheitliches Denken” [2] machen wollen und war wohl deshalb 1935 vom Reichsärzteführer auch zum Leiter der „Reichsarbeitsgemeinschaft für eine Neue Deutsche Heilkunde” bestimmt worden. Kötschau bevorzugte den Begriff „biologische Medizin”, in der sich seiner Meinung nach nicht zuletzt die „Natur- und Volksverbundenheit des Nationalsozialismus” wiederfand [3]. In den fünfziger und sechziger Jahren propagierte er dagegen eine „Ganzheitsmedizin”, deren Fundamente aus Homöopathie, Naturheilkunde, Akupunktur und Psychotherapie bestehen sollten, die aber seiner Meinung nach den Anspruch erhob, mehr zu sein als nur die Summe einzelner Therapien [4]. Diese Ganzheitsmedizin sollte zunächst „gesundheits-vorsorgerisch” ausgerichtet sein. Sie sollte darüber hinaus eine „ganzheitsärztliche Behandlung”, die sich auf die Stärkung der „psychophysischen Kräfte des Menschen” richte, nicht ausschließen. Auch in zwei weiteren Büchern des nach dem Zweiten Weltkrieg als Leiter eines Sanatoriums in Bad Harzburg tätigen Arztes ist von der „ganzheitlichen Medizin” bereits im Titel die Rede. Und so überrascht es kaum, dass Kötschau 1970 wegen seiner Bemühungen um die „Ganzheitsmedizin” eines biographischen Eintrages (sogar mit Bild!) in der „Brockhaus Enzyklopädie” für würdig befunden wurde.
Es kann hier nicht die weitere Geschichte des schillernden Begriffs „Ganzheitsmedizin” seit den 1950er Jahren in allen ihren Verästelungen aufgezeigt werden2. Wer sich heute dieses Begriffs bedient, macht sich längst nicht mehr - wie noch vor fünfzig Jahren - verdächtig, der von den Nationalsozialisten geförderten „Neuen Deutschen Heilkunde” nachzutrauern. Im Gegenteil: die meisten Vertreter dieser Richtung dürften sich kaum bewusst sein, dass es - wie die Begriffsgeschichte eindeutig belegt - nach 1945 nicht nur in diesem Bereich der Medizin erstaunliche Kontinuitäten gab.
Heute ist der Terminus „Ganzheitsmedizin” immer noch populär und stößt zweifellos bei der sogenannten „Schulmedizin” eher auf Gegenliebe als der Begriff „Alternativmedizin”, der inzwischen durch die Ökologiebewegung weite Verbreitung gefunden hat, wie ein kurzer Blick in den aktuellen Katalog des deutschen Buchhandels zeigt. Es sei hier jedoch der Hinweis gestattet, dass heute jeder etwas anderes unter ganzheitlicher Medizin versteht. In den fünfziger Jahren war das Eintreten für eine ganzheitliche Medizin nichts anderes als ein „Bekenntnis zu den naturgemäßen Heilverfahren” (Werner Zabel). In den sechziger und siebziger Jahren beinhaltete die Forderung nach einer Ganzheitsmedizin vor allem eine explizite Kritik an der seelenlosen „technischen Medizin” (Thomas Regau, 1960) oder am „Szientismus des Gesundheitswesens”, wie es Ivan Illich 1977 genannt hat. In den achtziger Jahren hat sich nach Renate Jäckle „diese eher ‚politische’ Auffassung von der ganzheitlichen Medizin parallel zu der Entpolitisierung und Zersplitterung der ‚Gesundheitsbewegung’ gewandelt” [5]. Damit ist die Gefahr verbunden, dass die ganzheitliche Medizin immer mehr zu einer Mittelstandsmedizin für Menschen wird, die es sich leisten können, in Selbsterfahrungsgruppen zu gehen oder ihre Diätpläne in Biokostläden zusammenzustellen.
Die Gesundheitsbewegung der 1970er Jahre lancierte aber auch einen Begriff, der bis heute bei den betreffenden Anbietern dieser Therapien nicht immer auf Gegenliebe stößt. Doch das Wörtchen „alternativ” ist inzwischen aus unserer Gegenwartssprache kaum noch wegzudenken. Überall begegnet man diesem Modewort: Ob es nun um alternative Erziehung, alternative Kultur, alternative Kneipen oder alternative Landwirtschaft geht, immer ist dieses inzwischen landläufige Fremdwort begriffsbestimmend mit von der Partie. Auch in einem wichtigen, wenn nicht gar zentralen Bereich unserer modernen Industriegesellschaft, nämlich im Gesundheitswesen, ist der zunächst auf andere Bereiche angewandte Begriff mittlerweile in aller Munde. Allerdings wird kaum jemals der Versuch gemacht, eindeutig zu definieren, was man unter dem schillernden Begriff „Alternativmedizin” denn eigentlich versteht. Es kommt erschwerend hinzu, dass es daneben noch eine ganze Fülle von weiteren Begriffen gibt, die auf den ersten Blick das gleiche gesellschaftliche Phänomen meinen und häufig bedenkenlos als Synonyme für „Alternativmedizin” verwendet werden: Volksmedizin, Naturgemäße Erfahrungsmedizin, Ganzheitsmedizin, Biologische Medizin, Komplementäre Medizin, Besondere Therapierichtungen, Unkonventionelle Heilweisen, Nicht-etablierte Medizin, Außenseitermedizin - um nur die gebräuchlichsten zu nennen. Keiner dieser Begriffe deckt jedoch das ganze Spektrum des „alternativen” Gesundheitsmarktes, wie er sich noch heute teilweise präsentiert, völlig ab. Ayurveda, um ein Beispiel zu nennen, gehört nicht zu der in Europa und in Deutschland über viele Jahrhunderte praktizierten Volksmedizin, von der wir manche Elemente (z.B. Kräutermedizin) noch heute im medikalen Verhalten breiter Bevölkerungskreise antreffen. Chiropraktik, die sich inzwischen auch in der Bundesrepublik zunehmender Beliebtheit erfreut, kann man wohl kaum zur Ganzheitsmedizin rechnen, da dieser Heilweise doch ein sehr mechanistisches Denken (therapeutische Manipulationen an der Wirbelsäule und den Gelenken) zugrunde liegt. Auch die Homöopathie wird man nur schwerlich als ein echtes Naturheilverfahren bezeichnen können, obgleich diese inzwischen fast zweihundert Jahre alte Therapie - ähnlich wie die traditionellen Naturheilverfahren - auf die Wiederherstellung der sogenannten „Lebenskraft” abzielt. Die Liste der Bedenken gegen die Bevorzugung eines der oben genannten Sammelbegriffe ließe sich zweifellos noch erheblich verlängern.
Die Frage ist, ob man nicht ähnliche Einwände auch gegen den Begriff „Alternative Medizin” ins Feld führen kann. Genauer gefragt: Ist es gestattet, einen zugegebenermaßen unscharfen Begriff auf Heilergruppen oder Therapierichtungen, die - sagen wir - um 1800, um 1850, um 1900 oder um 1950 existierten, einfach zu übertragen? Eine solche Begriffswahl ist wohl nur dann zulässig, wenn wir das semantische Feld dieses Begriffs nicht noch weiter ausdehnen, sondern uns - ganz im Gegenteil - größere Klarheit darüber verschaffen, welches die charakteristischen Merkmale einer „alternativen” Medizin in Vergangenheit und Gegenwart sind.
Dieses begriffsgeschichtliche Vorhaben erscheint auf den ersten Blick paradox, denn Heilmethoden, die wir hier und heute zur sogenannten „Alternativmedizin” rechnen, können je nach Zeit und Ort durchaus fester, anerkannter und offizieller Bestandteil einer medikalen Kultur sein. Als Beispiel sei auf den Aderlass und das Schröpfen hingewiesen - Verfahren, die auf der antiken Säftelehre und dem damit verbundenen Krankheitskonzept basieren und bis weit ins 19. Jahrhundert zur Standardtherapie der Ärzte gehörten. Inzwischen ist die Blutentziehung zu therapeutischen Zwecken - mit welchen Hilfsmitteln sie auch immer durchgeführt werden mag - zu einer erst allmählich wieder Anerkennung findenden Außenseitermethode geworden, die nicht nur von Heilpraktikern, sondern auch von Ärzten, die sich in der Gesellschaft für autologe Therapien zusammengeschlossen haben, ausgeübt wird.
Um also den Begriff „alternativ” nicht nach Belieben zu verwenden und um zu vermeiden, dass seine Bedeutung allzu vage bleibt, sei hier zunächst der Versuch einer medizinhistorisch brauchbaren Definition gewagt: Als „alternativ” bezeichne ich Heilweisen, die in einer bestimmten medikalen Kultur, die selbst wiederum einem historischen Wandlungsprozess unterworfen ist, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen längeren Zeitraum von der herrschenden medizinischen Richtung mehr oder weniger stark abgelehnt werden, weil sie die Therapieformen der herrschenden medizinischen Richtung teilweise oder völlig in Frage stellen bzw. auf eine unmittelbare und grundlegende Änderung des medizinischen Systems abzielen. „Alternativ” bedeutet in diesem Zusammenhang auch, dass diese Therapierichtungen von sozialen Bewegungen oder bestimmten gesellschaftlichen Gruppen getragen werden. Der Heiler, der seine eigene Heilmethode mit wenig Erfolg propagiert und über einen begrenzten Patientenkreis oder Wirkungsbereich hinaus kaum auf positive oder negative Resonanz in der breiten Öffentlichkeit stößt, ist in diesem Sinne nicht oder nur begrenzt alternativ.
Mit dieser Definition des „Alternativen” in der Medizin bzw. in der Medizingeschichte lassen sich insbesondere die heute noch gebräuchlichen unkonventionellen Heilverfahren, hinter denen eine oft traditionsreiche medizinkritische Bewegung steht, charakterisieren und von der sogenannten „Schulmedizin” abgrenzen. Neben der anthroposophischen Medizin sind hier vor allem die Homöopathie und die traditionelle Naturheilkunde, die alle beide auch heute noch in der Bundesrepublik eine gut organisierte Anhängerschaft vorweisen können, zu nennen. Doch tun sich die meisten Vertreter der drei genannten therapeutischen Richtungen schwer, mit diesem Begriff zu leben. Sie möchten nicht unbedingt mit Vertretern anderer Heilweisen, an deren „Wissenschaftlichkeit” man meist noch größere Zweifel (Irisdiagnostik oder auch die Elektroakupunktur nach Voll) hegt, identifiziert werden.
Doch ist das nicht der einzige Grund, warum in den letzten Jahren ein Begriff sich immer mehr durchsetzt, mit dem sowohl die wachsende Zahl der Anhänger unkonventioneller Therapien als auch die immer noch große Gruppe der Befürworter einer naturwissenschaftlich ausgerichteten Medizin leben können. Die Rede ist von der Komplementärmedizin. Der Begriff kam erst in den 1980er Jahren über England nach Deutschland3, doch reichen seine deutschen Wurzeln bis in das Jahr 1951 zurück. Damals schrieb der bereits eingangs erwähnte Naturarzt Louis R. Grote in einem Artikel für die Zeitschrift „Hippokrates”, dass die „notwendig rationale, rechnende und messende Wissenschaft” der „polaren Ergänzung durch die intuitive Naturheilkunde” bedürfe [6]. Im gleichen Heft betonte der uns schon bestens bekannte Vertreter einer Ganzheitsmedizin, Werner Zabel, die Notwendigkeit einer „zusätzlichen” Behandlung der Geschwulsterkrankungen [7].
Das Wort „komplementär” lag damals gleichsam schon in der Luft, denn es war in der Theoretischen Physik bereits längst bekannt. Niels Bohr hatte es erstmals 1928 verwendet, um die bei der Quantentheorie auftretenden Probleme zu beschreiben. Er versteht unter Komplementarität die Zusammengehörigkeit verschiedener Möglichkeiten, dasselbe Objekt als Verschiedenes zu erfahren. Das heißt, die Untersuchung ein und desselben Gegenstandes kann verschiedene Gesichtspunkte verlangen. Angewandt auf die Quantentheorie bedeutet dies, dass es keinen logischen Widerspruch zwischen der Korpuskel- und der Wellentheorie gibt. Die jeweils im Experiment festgestellten Phänomene sind Teil des Beobachtungsprozesses und hängen beispielsweise von der Wahl der Messapparatur ab. Die sich zunächst ausschließenden Erklärungen (Korpuskel oder Welle) werden durch die Komplementaritätstheorie Bohrs zu sich ergänzenden und widerspruchsfreien Deutungen.
Der zunächst auf die theoretische Physik beschränkte Gedanke der Komplementarität lässt sich nach Bohr auch auf andere Bereiche übertragen. So seien z.B. die physikalisch-chemische Betrachtungsweise der biologischen Systeme und die biologische Betrachtungsweise zueinander komplementär [8]. Dieser Gedanken fiel bereits in den 1930er Jahren bei deutschen Medizinern, die um eine Synthese von Schulmedizin und Naturheilkunde bemüht waren, auf fruchtbaren Boden [9]. Es gibt jedenfalls Hinweise, dass die Bohrsche Theorie in diesen Kreisen rezipiert wurde, doch erst nach dem Zweiten Weltkrieg bei der Suche nach einer neuen Begrifflichkeit anregend wirkte. Heute berufen sich einige Vertreter der Komplementärmedizin ausdrücklich auf Bohrs Komplementaritätstheorie. So schreibt z.B. Jürgen Hansel in seinem Buch „Komplementäre Medizin: die Heilkunst offener Systeme” (bereits 1988 erschienen) unter Bezug auf die Diskussion in der Quantenphysik: „In gleicher Weise müssen sich in der Medizin die Fragen am jeweiligen Problem orientieren und dabei in der Regel beide komplementären Aspekte: Leib und Seele, Materie und (Lebens-) Energie, berücksichtigen. Dazu brauchen wir sowohl das kartesianisch-mechanische als auch das kybernetische Weltbild. Das eine erfasst mehr den materiellen Teilchenaspekt, die Maschine Mensch mit ihren Bauelementen und Schaltungen, das andere mehr den energetischen Wellen-Aspekt, die Lebenskraft und den Geist, der die Maschine bewegt” [11]. Für die medizinische Praxis ergibt sich nach Hansel aus dieser Erkenntnis die Schlussfolgerung, dass die naturwissenschaftliche Medizin sich vor allem bei der Therapie schwerkranker, meist hospitalisierter Patienten (Stichwort: Intensivmedizin) bewährt, und dass die Komplementärmedizin vor allem Erfolge bei chronischen oder psychosomatischen Krankheiten sowie bei funktionellen Störungen erzielt.
Der Begriff „Komplementärmedizin” taucht im deutschen Sprachraum allerdings erst Ende der 1980er Jahre auf. Doch gibt es immerhin ein Synonym, das bereits einige Jahrzehnte früher in Gebrauch kam und das mit dazu beigetragen hat, dass sich der Begriff „Komplementärmedizin” im medizinischen Diskurs etablieren konnte. Gemeint ist die sogenannte „Ergänzungstherapie”, die der homöopathische Arzt Hans Ritter Anfang der 1950er Jahre propagierte. In seinem gleichnamigen Buch (1954 erschienen) ging es ihm darum, „die Homöopathie auf ihren Ergänzungswert zu prüfen, aus der wissenschaftlichen Therapie heraus aufzuzeigen, wo sie ohne Beeinträchtigung alles sonst Wertvollen eingeordnet werden kann, um unter Umständen sogar fühlbare Mängel auszugleichen” [11]. Doch Ritter verstand nicht nur die Homöopathie als eine Ergänzung zur „künstlichen Therapie”, wie er die naturwissenschaftliche Medizin bezeichnete. Insbesondere die Naturheilverfahren schienen ihm in idealer Weise geeignet, Defizite der Schulmedizin auszugleichen. Das wird besonders deutlich in einem Festvortrag, den Ritter 1969 anlässlich der Einweihung des Krankenhauses für naturgemäße Heilweisen in München-Harlaching hielt. Zur Gesamtmedizin gehören seiner Meinung nach auch die biologischen Heilweisen bzw. die Regulationstherapie, die nicht im Gegensatz zur wissenschaftlichen Therapie stünden, sondern sie ergänzten. In diesem Zusammenhang sprach er von der wichtigen „Ergänzungsfunktion” [12], die dem Münchener Krankenhaus für naturgemäße Heilweisen zukünftig zufalle.
Es ist sicherlich kein Zufall, dass der Gedanke, nicht-schulmedizinische Heilmethoden als Ergänzungstherapie zu betrachten, von einem Homöopathen kam. Dabei muss man allerdings wissen, dass Hans Ritter ein Anhänger der naturwissenschaftlichen Richtung in der Homöopathie war, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland dominierte. Diese Richtung konnte mit der von Hahnemann eingeführten Polarisierung (Homöopathie auf der einen Seite, Allopathie auf der anderen Seite) wenig anfangen und zeigte sich der naturwissenschaftlichen Medizin gegenüber offen und dialogbereit. Im Unterschied zur klassischen Schule sah sie in der Homöopathie keine eigentliche Alternative zur naturwissenschaftlich ausgerichteten Medizin, sondern eher eine Ergänzung.
Diese Selbstbescheidung hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass der sogenannten „Schulmedizin” seit den 1930er und besonders seit den 1940er Jahren neue und sehr erfolgreiche Therapiemöglichkeiten zur Verfügung standen. Neben den Sulfonamiden ist hier insbesondere das Penicillin zu nennen. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte es den Anschein, dass es nur noch eine Frage der Zeit war, bis gegen alle Krankheiten ein geeignetes und wirksames Mittel vorhanden ist. Doch diese Euphorie hielt nur wenige Jahrzehnte an. Der Contergan-Skandal Anfang der 1960er Jahre kratzte nicht nur am Selbstbewusstsein und am strahlenden Image der Pharmaindustrie.
Um den Begriff „Komplementärmedizin” populär zu machen, bedurfte es nicht nur der Initiative aus dem Kreis der Vertreter unkonventioneller Therapien. Auch die Schulmedizin musste erst wieder dazu gebracht werden, sich in Bescheidenheit zu üben und zu erkennen, dass der naturwissenschaftlichen Medizin trotz aller Erfolge Grenzen gesetzt sind. Als eine wichtige Wegmarke in diesem langen Prozess darf ein Artikel gelten, der 1989 in der Münchner Medizinischen Monatsschrift erschien und als Signal zum Umdenken zu verstehen ist. Bereits der Titel dieses Aufsatzes ist Programm: „Braucht die Medizin eine Erweiterung oder Ergänzung”? fragte der Chefarzt am Klinikum Nürnberg, Prof. Dr. med. W. M. Gallmeier und machte bereits gleich zu Beginn seiner Ausführungen deutlich, dass es sich hierbei um eine rhetorische Frage handelt [13]. Seiner Meinung nach braucht die Medizin „eine Erweiterung im Denken und gleichzeitig eine Begrenzung im Tun”. Gallmeier knüpft hier an Gedanken an, die sich bereits bei Victor von Weizäcker finden. Wie diesem Vordenker der Psychosomatik geht es ihm um eine „anthropologische” Medizin, die „das Defekt-Reparatur-Modell der Krankheit verlässt und eine spirituelle (transzendente) Dimension von Krankheit und Kranksein eröffnet.” Als Onkologe schwebt ihm dabei eher die „Beziehungsmedizin” vor und so erwähnt er alternative Therapien in diesem Zusammenhang mit keinem Wort. Im Gegenteil: Er lässt keinen Zweifel daran, wie diese Ergänzung auszusehen hat: „Die Grundlage jeder erweiterten Medizin ist eine naturwissenschaftlich begründete Medizin nach Maß, die realistische Medizin.” Darin haben also Homöopathie, die Naturheilkunde und selbst die Medizinische Anthroposophie keinen Platz, soweit man das aus diesem Artikel in der Münchner Medizinischen Wochenschrift erkennen kann.
Gleichwohl ist dieser Beitrag signifikant für eine Entwicklung in der Ärzteschaft, die seit den 1980er Jahren zu beobachten ist. Starre Fronten beginnen sich allmählich aufzulösen. Das zeigt sich nicht unbedingt in der Rhetorik, wo weiterhin die alten Grabenkämpfe ausgefochten werden. Aber in der Praxis ist ein Umdenken doch deutlich zu beobachten. Immer mehr Ärzte interessieren sich inzwischen für unkonventionelle Therapiemethoden. Doch angesichts dieses zweifellos gestiegenen Interesses darf man nicht vergessen, dass bereits vor gut vierzig Jahren einige der Verfahren, die wir heute der Komplementärmedizin zurechnen, in der allgemeinmedizinischen Praxis recht weit verbreitet waren. Nach einer Umfrage unter 599 Stuttgarter Kassenärzten im Jahre 1968 [14] beschränkten sich nur 27,4 Prozent auf sogenannte „wissenschaftliche” Therapien. Der Rest (immerhin fast drei Viertel aller befragten Ärzte) wandte häufig oder gelegentlich unkonventionelle Therapien an. Die meisten Nennungen erhielt damals die Homöopathie (335); an zweiter und dritte Stelle folgten die physikalische Therapie und Diät (238) bzw. die Phytotherapie (215).
Die Präferenzen scheinen sich inzwischen leicht geändert zu haben. Wie eine Befragung von 936 Kinderärzten, Allgemeinmedizinern und Internisten 1989 in Niedersachsen zeigt, gaben 90 Prozent an, dass sie häufiger oder gelegentlich von Patienten nach Naturheilverfahren gefragt worden seien [15]. Weiterhin fällt auf, dass der Patientenwunsch nach ärztlicher Einschätzung eher zu Massagen, Phytotherapie und Diätetik tendiert. Überwiegend abgelehnt werden von den Patienten unkonventionelle Heilverfahren wie Schröpfkopf- und Eigenblutbehandlung. Die Ärzte bevorzugten dagegen z.T. andere Therapiemethoden außerhalb der Schulmedizin. Das bestätigt eine Umfrage unter westfälischen Medizinern in den 1980er Jahren. Von den Ärzten, die angaben, sich theoretisch mit diesen Verfahren zu beschäftigen, zeigte sich die Hälfte an Neuraltherapie und Naturheilverfahren interessiert, an dritter Stelle (knapp 50 %) folgt die Homöopathie, dann erst kommen die fernöstlichen Heilverfahren (Akupunktur, Moxibustation u.ä.). In der ärztlichen Praxis dagegen findet also neben der Neuraltherapie vor allem die Homöopathie als unkonventionelles Heilverfahren Anwendung.
Nach einer ähnlichen Umfrage unter 467 Allgemeinärzten im Raum Freiburg/Breisgau zu Beginn der 1990er Jahre steht ebenfalls die Neuraltherapie mit 67,4 Prozent an der Spitze der von diesen Ärzten angewandten Heilverfahren, knapp gefolgt von der Phytotherapie (66,9 %) und der Homöopathie (60,7 %) [16].
Dass die Komplementärmedizin inzwischen mehr und mehr Zulauf und Anerkennung in der Ärzteschaft findet, hängt nicht nur mit dem ökonomischen Druck zusammen, den Patienten und Krankenkassen auf den niedergelassenen Arzt ausüben. Was lange Zeit eine Gegenbewegung gegen die traditionelle Schulmedizin war und oft von Außenseitern des medizinischen Establishments propagiert wurde, ist inzwischen - bis auf einige Ausnahmen (z.B. spirituelles Heilen) - weitgehend „salonfähig” geworden.
Dazu hat zum einen der Gesetzgeber beigetragen, der immerhin drei unkonventionelle Heilweisen als „besondere Therapierichtungen” (Homöopathie, Anthroposophie und Phytotherapie) durch die Aufnahme in das Sozialbuch privilegiert und damit auch legitimiert hat. Zum anderen hat auch die einstige Außenseitermedizin erkannt, dass sie nur eine Überlebenschance hat, indem sie die Strukturen des Wissenschaftsbetriebs teilweise übernimmt. Die Komplementärmedizin hat in den letzten Jahren ebenfalls einen Professionalisierungsprozess durchlaufen, der in einzelnen Teilbereichen (Homöopathie, Naturheilkunde) bereits im 19. Jahrhundert einsetzt.
Zu diesem Instrumentarium gehören auch Veranstaltungen wie die Medizinische Woche in Baden-Baden, die bereits zum 35. Mal stattgefunden hat. Hier werden Kurse angeboten, die es ermöglichen, die Zusatzbezeichnungen Naturheilverfahren, Homöopathie, Chirotherapie und Psychotherapie zu erwerben. Weiterbildungskurse finden hier in Akupunktur, Psychosomatik, klinischer und medizinischer Hypnose, orthomolekularer und osteopathischer Medizin statt. Daneben umfasst das Angebot noch Kurse im Rahmen der allgemeinen Fortbildung, wobei das Spektrum von Ayurveda bis zur spirituellen Medizin reicht.
Neben solchen Veranstaltungen sind es aber vor allem die speziellen Ärztegesellschaften, die in den letzten Jahrzehnten gegründet wurden. Dazu gehört auch die Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde, die heute auf eine fünfzigjährige Geschichte zurückblickt. Es gibt mittlerweile kaum noch eine unkonventionelle medizinische Richtung, die nicht mindestens eine Ärztegesellschaft vorweisen kann. Neben dem ärztlichen Vereinswesen, das für Ausbildungs-, Zugangs- und Qualitätskontrolle sorgt, haben auch die Zeitschriften, die z.T. in renommierten Fachverlagen erscheinen, mit dazu beigetragen, dass die Komplementärmedizin nicht mehr im Abseits steht, sondern wissenschaftlich ernst genommen wird.
Dass einige der unkonventionellen medizinischen Richtungen in die Forschungsförderung des Staates aufgenommen wurden [17] und sich auch bereit erklären, sich einer „evidence based” (was die Bereitschaft zu Doppelblind-Studien teilweise mit einschließt) zu stellen, ist ein weiteres Zeichen, dass in den letzten fünfzig Jahren ein Entwicklungsprozess stattgefunden hat, den man, wie der Titel dieses Artikels deutlich macht, mit dem Schlagwort „Von der Alternativen zur Komplementären Medizin” auf den Punkt bringen kann.
Literatur
01 Zabel W. Weiterbildung zur Ganzheitsmedizin. In: Hippokrates 20:1949;239-246
Dieser Artikel in: PubMed
02 Kötschau K. Rückblick. In: Erfahrungsheilkunde 1:1977;1-7
Dieser Artikel in: PubMed
03 Kötschau K. Zum nationalsozialistischen Umbruch in der Medizin. Stuttgart 1936;40
04 Kötschau K. Medizin am Scheideweg. Wiederherstellung von Ordnung, Ganzheit und Mitte der Medizin. Ulm 1960;172ff
05 Jäckle R. Gegen den Mythos ganzheitliche Medizin. Hamburg 1985;101
06 Grote LR. Die Idee der Naturheilkunde im Aspekt der allgemeinen klinischen Krankheitslehre. In: Hippokrates 22:1951;522-529
Dieser Artikel in: PubMed
07 Zabel W. Zusätzliche Behandlung der Geschwulsterkrankungen. In: Hippokrates 22:1951;1-11
Dieser Artikel in: PubMed
08 Bohr N. Atomtheorie und Naturbeschreibung. Berlin 1931
09 Kies H. Das Verhältnis von Naturheilkunde und Außenseitermethoden zur naturwissenschaftlichen Medizin (Schulmedizin) im Spiegel der Münchener Medizinischen Wochenschrift, der Medizinischen Klinik, der Medizinischen Welt, der Wiener Medizinischen Wochenschrift sowie der Medizinischen Zeitschrift in den Jahrgängen 1933 bis 1945. Med. Diss. Düsseldorf 1996;39f
Dieser Artikel in:PubMed
10 Hansel J. Komplementäre Medizin. Die Heilkunst offener Systeme. Regensburg 1988;124
11 Ritter H. Homöopathie als Ergänzungstherapie. Stuttgart 1954;12
12 Ritter H. Biologische Therapie und Gesamtmedizin. In: Allgemeine Homöopathische Zeitung 1969;6-13
Dieser Artikel in:PubMed
13 Gallmeier WM. Braucht die Medizin eine Erweiterung oder Ergänzung. In: Münchner Medizinische Wochenschrift 131:~989;499-502
Dieser Artikel in:PubMed
14 Ritter H. Über die Verbreitung allgemein nicht üblicher Heilverfahren in der freien Praxis. In: Deutsches Ärzteblatt 39:1968;2113-2116
Dieser Artikel in:~PubMed
15 Marioth R, Bartelt D. Naturheilverfahren in der Praxis. Ergebnisse einer niedersächsischen Repräsentativstudie von 1989. Hannover 1990
16 Haag G, Walach H, Schömbgens HH. Verbreitung und Verwendung unkonventioneller medizinischer Verfahren bei niedergelassenen Ärzten. Ergebnisse einer Fragebogenumfrage. Jahrbuch für Transkulturelle Medizin und Psychotherapie 1992 [1994];157-164
Dieser Artikel in: PubMed
17 Bundesministerium für Forschung und Technologie (Hrsg.). Unkonventionelle Medizinische Richtungen. Bestandsaufnahme zur Forschungssituation. Bonn 1992
1-Für den Druck leicht überarbeitete und ergänzte Fassung des Festvortrages zum 50-jährigen Bestehen der Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V. während der Medizinischen Woche in Baden-Baden am 29. Oktober 2001.
2-Vgl. dazu u.a. die in begrifflich-semantischer Sicht recht unscharfen Beiträge in: Wiener Dialog über Ganzheitsmedizin. Dokumentation. Wien 1988.
3-Vgl. dazu Sarah Cant/Ursula Sharma, A new medical pluralism? Alternative medicine, doctors, patients and the state, London 1999, bes. S. 51ff., und Edzard Ernst (Hrsg.), Complementary Medicine: an objective appraisal. London 1997, S. 1ff. Zur Begrifflichkeit im Deutschen vgl. u. a. M. Lindner, Komplementärmedizin, in: Christian Hentschel (Hrsg.), Naturheilverfahren, Homöopathie und Komplementärmedizin. Weinheim 1997, S. 335-374.
Korrespondenzadresse
Prof. Dr. phil. Robert Jütte
Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung
Straußweg 17
70184 Stuttgart
eMail:
robert.juette@igm-bosch.de
KOMMENTAR:
DIE RB-STIFTUNG IST ÜBRIGENS EIN HÖCHST ALTERNAIVEN-FREUNDLICHES UNTERNEHMEN,WEIL IHR STINKREICHER STIFTER NICHT SO GANZ DURCHBLICKTE.