Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Kidmed. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Mittwoch, 2. Juli 2003, 09:26

Nachdem ich einiges über Homöopathie gelesen habe und feststeht, dass es keinen wissenschaftilichen Beweis dafür gibt, dass es auf chemischem Wege wirkt, frage ich mich, wie ein Arzt, der ja Naturwissenschaftler ist, so ein "Medikament" überhaupt verschreiben kann. Der einzige Grund, das zu verschreiben ist, ein Plazebo zu geben, damit der Patient etwas in der Hand hat und denkt, das macht ihn gesund. Jeder Arzt, der mir nun so ein Homöopathisches Medikament verschreibt, denkt also insgeheim: "Na, vielleicht hilft ihr ja ihre Einbildung, gesund zu werden."
Ist mein Gedankengang richtig?
Wenn ja, muss meine Ärztin ja schon öfter gedacht haben, ich brauche ein Plazebo. Leider hat sich meine eingbildete Krankheit dann trotz Plazebo in eine ausgewachsene, eitrige Seitenstrangangina verwandelt, obwohl ich nicht ahnte, dass dieses homöopathische Zeugs gar nicht wirken kann...

Beiträge: 163

Wohnort: 65929 Frankfurt

Beruf: Physiklaborant

  • Nachricht senden

2

Mittwoch, 2. Juli 2003, 10:42

Hallo Theresa,

Ich glaube es spielt mittlerweile das Geld ne ganz schön große Rolle. Da gerade hier in Deutschland diese Alternativgeschichten immer mehr in "Mode" kommen, versuchen immer mehr Ärzte ihre Kundschaft mit solchen Dingen zu halten oder neue Kundschaft zu werben. Zum Glück gibts aber noch jede Menge, die das nicht ausnutzen sondern der wissenschaftlichen Medizin treu bleiben.

3

Mittwoch, 2. Juli 2003, 17:09

Theresa, Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen! Diese Frage habe ich mir auch schon häufiger gestellt!

Ich denke, man muss unterschiedliche "Werdegänge" und Lebensläufe der Ärzte berücksichtigen. Auf welchem Gymnasium hat der Arzt sein Abitur gemacht? Auf einem naturwissenschaftlichen oder einem humanistischen? Oder auf einer Waldorf-Schule (Steiner-Schule)?

Ich habe durchaus einige Kolleginnen und Kollegen kennengelernt, die sogar noch etwas stolz darauf waren, dass sie heute nicht mehr wissen, wie sie ihr Physikum geschafft haben! Und das beschämt mich!

Ich sage gar nichts gegen eine humanistische Bildung! Ich finde die gut! Ich finde es absolut wichtig, neben den aktuellen naturwissenschaftlichen Dingen auch einen Überblick über möglichst viele andere Fachrichtungen zu haben. Geschichte in all seinen Facetten gehört dazu! Sprachen sind wichtig. Sprechen und Denken gehört zusammen.

Ein Teil des logischen Denkens wird aber in der Mathematik geschult.

Kurz und gut: nicht alle Ärzte sind naturwissenschaftlich interessiert. Bei einigen Kolleginnen und Kollegen mag auch die Hoffnung dabei sein, dass sie sich in aussichtslosen Fällen vom Diktat der Naturgesetze befreien können. Ich unterstelle ihnen insofern keine böse Absicht. Ich glaube, die glauben wirklich an die Homöopathie.

Ich werfe den Kolleginnen und Kollegen aber vor, dass sie sich nicht ausreichend informieren. Sie wollen ihren Glauben nicht gefährden! Ich denke, unterschwellig ahnen sie, dass sie auf dem Holzweg sind. Sie können halt nicht über ihren eigenen Schatten springen. Vielleicht liegt da auch der Grund, dass emotionslos vorgetragene physikalisch-chemische Gründe, die die Homöopathiewirksamkeit widerlegen, oft so emotionell, so aggressiv beantwortet werden - bei gleichzeitiger sachlicher Inhaltslosigkeit.

In dieser Hinsicht verhalten sich die homöopathisch tätigen Ärzte nicht anders als die homöopathisch tätigen Heilpraktiker und die Homöopathie-fordernden Patienten. Ein Studium mit teilweise naturwissenschaftlichen Inhalten ist eine Sache - die Persönlichkeit von Arzt und Patient ist eine andere.

4

Mittwoch, 2. Juli 2003, 17:30

Hallo wovapa,

ich denke, sie haben mit Ihrem Verweis auf die Persönlichkeit einen sehr wichtigen Aspekt beschrieben.

Wie bereits Schopenhauer feststellte:"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand."

Ein ausgewogenes Verhältnis von Bildung und natürlichem Verstand ist nun aber leider gerade in der heutigen Zeit eine sehr seltene Ausnahme.
So erklärt es sich auch sehr wohl, dass man Dummheit (Definition nach Kant, K.d.r.V) welche erwiesenermaßen selbst vor Akademikern nicht Halt macht, sehr wohl als diskursives Probem unserer Gesellschaft betrachen muss.
Zwar wird sehr gerne postuliert, bei unserer (modernen) Gesellschaft handele es sich um eine "Wissensgesellschaft", jedoch ist dieses schlicht falsch. Bestenfalls wäre "Informationsgesellschaft" zutreffend, da es sich bei Informationen keinesfalls um "Wissen", geschweige denn "Erkenntnis" handelt.
Es ist auch die Verwechslung und Vermischung von Begriffen unterschiedlicher Bedeutung, welche unsere Sprache (und in letzter Konsequenz auch unsere Gedanken) so arm macht.

MfG,
Werner Hupperich

5

Mittwoch, 2. Juli 2003, 17:41

Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass jemand, der vorhat Medizin zu studieren hauptsächlich naturwissenschaftlich interessiert ist, darüber hinaus sollte natürlich jeder angehende Mediziner "anthroposophisch" , im Sinne von Menschenfreundlich sein, wird er doch in seinem Berufsleben meistens viel mit Menschen zu tun haben. Naturwissenschaft ist für mich eine ganz klare Wissenschaft, wo die Logik regiert und wo der "Glaube" eine zweitrangige Rolle spielt. Ein ausgebildeter Arzt, der mir etwas verschreibt, weil er glaubt, mir damit zu helfen, ist für mich in Ordnung, solange er mir etwas verschreibt, was auch in verschiedenen Studien an verschiedenen Lebewesen irgendeine, hoffentlich die erwünschte, Wirkung erzielt. Ein Arzt, der mir etwas verschreibt, was, naturwissenschaftlich gesehen, keinen Wirkstoff enthält, ist für mich ein Betrüger.
Sollte dieser Arzt tatsächlich glauben, dass ein homöopathisches Medikament, wirkt, obwohl er es naturwissenschaftlich nicht beweisen kann, hat er in diesem Moment mein Vertrauen verloren.
Wenn ich eine Wunderheilung will, gehe ich zu einem Wunderheiler und nicht zu einem Mediziner.
Ich persönlich finde Ärzte, die ein Homöopathikum verschreiben, viel schlimmer, als Heilpraktiker, denn sie nutzen das Vertrauen der Menschen schamlos aus.

6

Mittwoch, 2. Juli 2003, 18:04

Hallo Theresa,
Sie sollten m.E. gar nicht so weit differenzieren (auch wenn ich Ihre Gedanken sehr gut nachvollziehen kann). Im ersten Moment ist man in der Tat bei jemandem, bei dem man voraussetzen zu können glaubt "er wisse was er tut" sicherlich enttäuschter als z.B. bei einem verblendeten Idealisten.

Allerdings geht es in der Praxis bei "alternativen Methoden" sowohl bei ärztichen Befürwortern als auch bei Homöopathen/Heilpraktiker zunächst primär nicht um Glauben / Ideologien, sondern vielmehr um ganz banalen Kommerz.

Deshalb ist dieses Verhalten auch bei beiden gleich zu bewerten (und zu verurteilen).

Gruß,
Werner Hupperich

7

Mittwoch, 2. Juli 2003, 18:07

Mal wieder eine sehr schöne Diskussion: gute Leute schreiben halt auch gute Texte.

Und ich wüßte auch kein Forum,wo das in dieser Qualität stattfindet.

Wenn man das mit den "Texten" der Scharlatane und ihrer Nachbeter vergleicht,hat man die Beschreibung deren "Hirn"-Misere komplett auf dem Tablett.

Zu Werners Text: das beschreibt ja haargenau
das nur scheinbare Paradoxon,daß unter den Impfgegnern und Betrügernachbetern so unverhältnis viele Leute mit formal "besserer" Bildung und "besserem" Sozialstatus sind.

Wichtigtuerische,armselige taube Nüsse,die sonst keine Lebensprobleme haben dürften, sinds - sonst nix.

8

Mittwoch, 2. Juli 2003, 20:53

Hallo Werner und auch Wovapa!
Danke für die interessanten Beiträge. Mein Post 004 ist meine Sicht als Patientin oder Mutter eines Patienten. Meiner Meinung nach machen Ärzte, die Homöopathie anwenden, eben diese sozusagen salonfähig. Heilpraktiker oder Homöopathen werden von den meisten Leuten schon argwöhnischer beäugt als gestandene Ärzte. Bekannte von mir, die Homöopathie-Fans sind, beteuern immer wieder: "Das hat uns der Arzt verschrieben, unser Hausarzt, der hat wirklich Ahnung davon und kann auch zur Not ein Antibiotikum verschreiben".
Natürlich bleibt der Betrug gleich, obs jetzt ein Heilpraktiker macht oder ein Arzt, Und das es nur ums liebe Geld geht, ist mir auch klar.
Die Sache mit dem Verstand und der Bildung ist wirklich wahr. Die Menschen können mit den Informationen, die sie von überall her bekommen, nichts anfangen, weil sie nicht drüber nachdenken können. Sie hinterfragen nichts, machen sich keine eigenen Gedanken und beten gedankenlos alles nach, was ihnen gerade am geschicktesten vorgesetzt wird. Und es stimmt, die schlimmsten Nachbeter sind nicht die Ungebildeten, sondern die, sich oberschlau vorkommenden "Halbgebildeten", die irgendwann gehört haben, Antibiotika schwächen das Immunsystem und aus diesem Grunde den Kinderarzt wechseln, weil der ja ständig dieses Giftzeug verschreibt.

Ich muss mal was erzählen, darin gehts auch um Verstand und Hokuspokus:
In meiner Kindheit fuhren wir jedes Jahr in den Ferien in das Heimatland meiner Eltern. Ich war dort jedesmal krank, weil ich das ungewohnte Essen und das sicher nicht lupenreine Wasser nicht vertrug. Einmal, ich muss so 4 oder 5 gewesen sein, wurde ich sehr schlimm krank. Ich hatte wohl so einen rohen Schafskäse gegessen und mich wahrscheinlich mit irgendwelchen schlimmen Bakterien infiziert. Mir gings wirklich schlecht, ich war spindeldürr und meine Mutter hatte Angst um mich. Sie wollte mich ins Krankenhaus schaffen. (Sie ist Krankenpflegerin gewesen). Aber die Dorfleute (darunter auch etliche gebildetere als meine Mutter) meinten sich sicher zu sein, dass ich den bösen Blick erwischt hatte. Sie bequatschten meine protestierende, besorgte Mutter mich zu einer Heilerin zu bringen, die mich vom bösen Blick befreien sollte. Dort war es echt unheimlich (ich habe so dunkle Erinnerungen daran). Meine Mutter war umzingelt von lauter bornierten abergläubischen Verwandten und ich wurde besprochen. Irgendwann wurde es meiner Mutter zu bunt. Sie packte mich, organisierte eine Mitfahrgelegenheit und brachte mich in die Hauptstadt ins Krankenhaus, wo mir das Leben gerettet wurde. Das war sehr mutig, weil sie von allen Verwandten vorgeworfen bekam, mein Leben zu gefährden, eine Ungläubige zu sein und überhaupt ein schwarzes Schaf. Sie hat sich nicht beeindrucken lassen und hat getan, was ihr Verstand ihr sagte. Ich habe das sehr gut mitbekommen und habe mir geschworen an kein Hokuspokus zu glauben, sondern immer gut nachzudenken.
Deshalb bin ich so schockiert, dass es heute, über 30 Jahre später, noch Mütter gibt, die ihren Kindern Bernsteinketten umhängen und mit Zuckerkügelchen ihre Gesundheit gefährden. Und noch schockierter über manche Ärzte, die diesen Humbug auch noch unterstützen.

Oh, ist aber lang geworden. Ich hoffe, Sie nicht allzusehr gelangweilt zu haben und wünsche einen schönen Abend.

9

Mittwoch, 2. Juli 2003, 21:06

Keinerlei Langeweile - ganz im Gegenteil !

10

Mittwoch, 2. Juli 2003, 21:19

Hallo Theresa,

von "gelangweilt" kann wirklich keine Rede sein.
Ich selbst habe versucht, das Esoterik-Phänomen einmal einer näheren Betrachtung zu unterziehen. Das ging dann interdisziplinär über Psychologie, Soziologie bis zur Hirnforschung (Ressourcen-Modell etc.).

Treffend zusammengefasst hat das Ergebnis wieder einmal mein "Lieblingsaphoristiker" G.C. Lichtenberg:

Bei den meisten Menschen gründet sich der Unglaube in einer Sache auf den blinden Glauben in einer anderen.[L 674]

MfG,
Werner Hupperich

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (4. Dezember 2010, 19:43)


11

Mittwoch, 2. Juli 2003, 21:41

Was ist an einer Bernsteinkette falsch? Sie dient keinem anderen Zweck, als dass das Kind draufbeisst, und so den Schmerz lindert, den es beim Zahnen verspürt. Andere Mütter kaufen ihren Kindern Beissringe...

fabian_psychologe

12

Mittwoch, 2. Juli 2003, 21:46

Von Draufbeissen habe ich in der Beziehung noch nichts gehört.Wäre auch bei einem Defekt der Kette u.U.lebensgefährlich.

Ein Schutz gegen alle mögliche Unbill soll der mystische Unfug sein.

13

Mittwoch, 2. Juli 2003, 21:48

Die Kinder, die ich kenne, sollen aber nicht auf diese Bernsteinkette beißen. Die Eltern glauben, dass das Bernstein irgendwelche Energien freisetzt, die den Kindern das Zahnen erleichtert. Sie "laden" die Kette auch wieder auf mit neuer Energie, indem sie sie über Nacht auf andere Edelsteine legen.
Das glauben sie wirklich.
Ist nicht zu fassen, oder?

Wenns zum draufkauen wäre, wäre es ja gut. Die Ketten sind so kurz, dass die Kinder sie nicht in den Mund nehmen können. Außerdem tragen sie schon ganz kleine Säuglinge.

Ein Bernsteinbeißring wäre echt eine Geschäftsidee... :-))

14

Mittwoch, 2. Juli 2003, 21:59

Und wir schreiben das 21.Jahrhundert!

15

Mittwoch, 2. Juli 2003, 22:45

Viele Ärzte wenden Homöopathie auch gezielt als Placebo an... Manche Patienten möchten nunmal bei jedem Arztbesuch ein Rezept erhalten, dann gibts halt was homöopathisches und beide sind zufrieden. Der Arzt ist zufrieden, denn er hat nur wirkstofflose Zuckerpillen unters Volk gebracht und der Patient ist zufrieden, hat er doch sein Rezept bekommen und kann es zuhause vorweisen.

Gefährlich wird es erst, wenn Ärzte ernsthaft an die Homöopathie glauben. (was zumindest bei der klassischen Homöopathie die Ausnahme sein dürfte. Komplexmittel sind im Grunde keine homöopathischen Medikamente...)

16

Mittwoch, 2. Juli 2003, 22:52

Ich halte das für unkritisch.

Man kann damit nämlich auch fatalerweise psychische Probleme fixieren und/oder zum Ungünstigeren hin verschieben.

Es ist nunmal ganz klar die Aufgabe eines seriösen Arztes,die Leute davon zu überzeugen,daß nichts Überflüssiges zu verordnen ist.

Und hier geht das auch sehr gut.Die Eltern sind sehr zufrieden damit.

Ist halt ein bißchen mehr Arbeit.

17

Donnerstag, 3. Juli 2003, 07:56

@Medizinstudent

Wenn es wirklich stimmt, dass Sie Medizinstudent sind, sollten sie das sehr kritisch sehen. Als Patientin kann ich Ihnen sagen, dass keiner einem Arzt vertraut, der ihm ein Plazebo verschreibt nur damit Friede, Freude Eierkuchen herrscht. Meiner Meinung nach ist es nicht normal, dass ein Arzt zufrieden ist, wenn er einen Patienten betrogen hat. Wenn ich Arzt wäre, wäre ich zufrieden, wenn ich meinem Patienten nach bestem Wissen und Gewissen helfen konnte. Und sei es nur damit, dass ich ihm sage, dass er nichts hat und kein Medikament braucht. Was jeder Mensch braucht ist Aufrichtigkeit. Gerade ein Arzt hat immer aufrichtig zu sein, sonst hat er das Vertrauen verspielt.
Wenn man überhaupt von schlimm/schlimmer oder gefährlich/gefährlicher reden kann, dann finde ich die Plazebo-Betrüger schlimmer, als die, die aus Idealismus Homöopathie verschreiben. Ich denke, ein Mensch, der glaubt Homöopathie heilt und sie deshalb Kranken empfiehlt oder verschreibt, ist zwar im Irrtum, handelt aber eigentlich im Sinne des Patienten und will aufrichtig helfen. - Allerdings denke ich, diese Idealisten sind extrem selten, meistens gehts wirklich ums Abzocken und Geldverdienen.

Wenn ein Arzt wirklich an Homöopathie glaubt, dann, tja dann, bin ich echt entsetzt... Ich glaubs ihm auch nicht!

Im Übrigen sollte man sich Aufrichtigkeit in allen Lebensbereichen zur Gewohnheit machen, das erleichtert das Leben ungemein und schafft Vertrauen.

18

Donnerstag, 3. Juli 2003, 11:54

"Ich halte das für unkritisch.
Man kann damit nämlich auch fatalerweise psychische Probleme fixieren und/oder zum Ungünstigeren hin verschieben."

Damit haben sie völlig Recht, aber es ist halt menschlich den einfachsten Weg zu gehen. Und insb. bei homöopatisch fixierten P-Patienten ist es auch eine Geldfrage...

19

Donnerstag, 3. Juli 2003, 12:02

"Als Patientin kann ich Ihnen sagen, dass keiner einem Arzt vertraut, der ihm ein Plazebo verschreibt nur damit Friede, Freude Eierkuchen herrscht. Meiner Meinung nach ist es nicht normal, dass ein Arzt zufrieden ist, wenn er einen Patienten betrogen hat."

Ist es auch nicht, aber nach vielen Berufsjahren setzt sich nunmal bei einigen der "Schlendrian" durch und sie versuchen sich mit geringstmöglichem Aufwand durchzumogeln. Ich kenne leider einige Ärzte, die das so praktizieren, so zb ein Arzt, der keinerlei Spaß mehr an seinem Beruf hat und nur weitermacht, um die Praxis, in einigen Jahren an den Sohn übergeben zu können. Ich will nicht sagen, dass dieser Mann ein schlechter Arzt ist, aber solcherlei Motivation kann auch dazu führen, dass man mal fünfe gerade sein lässt und es sich möglichst einfach macht... (und dazu gehört auch, dass ein Patient, der Homöopathie fordert seine Zuckerpillen erhält)

"Wenn man überhaupt von schlimm/schlimmer oder gefährlich/gefährlicher reden kann, dann finde ich die Plazebo-Betrüger schlimmer, als die, die aus Idealismus Homöopathie verschreiben. "

Ich nicht!!!, wer an die Wirksamkeit der Homöopathie ernsthaft glaubt stellt eine immense Gefahr da, siehe zb die internetbekannte Homöopathin B., die sogar bei Krebs homöopathische Behandlung nahelegt....

suche auf Kidmed
expCounter: MySQL error!
SQL query:

Error number: 145
Table './kidmed_sql/expc_online_users' is marked as crashed and should be repaired
Script stopped.