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101

Mittwoch, 30. März 2005, 22:57

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102

Mittwoch, 30. März 2005, 23:24

Na;wenigstens scheints nicht auch noch in Hessen zu sein.

103

Mittwoch, 30. März 2005, 23:36

Zu dem Kliniksgründer M.O.Bruker(z.B.Milch und Zucker sind des Teufels),dem Guru aller möglicher Nahrungsextremisten und Scharlatane:

http://www.google.de/search?hl=de&ie=ISO…to+Bruker&meta=

Seine Söhne haben das Zeugs dann weiterbetrieben und die haben jetzt auch einen "würdigen" Nachfolger,der das Ganze noch mit Anthropopsychopathiesektenkram garniert.

Die Bruker-Anhänger (bisweilen tödliche Sekte):

Rohkotz-wahnsinn

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104

Donnerstag, 31. März 2005, 01:15

Und ein übler Nazi war der ach so seriöse Kliniksgründer auch noch:

234
12.04.2004, 19:41 Uhr
Marianne.Kestler


Zu 217:

Max Otto Bruker wird im IDGR Lexikon Rechtsextremismus als aktives Mitglied der Freien Sozialen Union (FSU), Ableger der verbotenden NSDAP-Nachfolgerpartei "Sozialistische Reichspartei" (SRP), heute "Humanwirtschaftspartei" aufgeführt. Den Angaben zufolge habe Bruker 1969 auf den FSU-Listen für den Bundestag kandidiert.
"Zwar ist die FSU bisher nicht in 'verfassungsschutzrelevanter Weise in Erscheinung getreten', darf aber laut Urteil des Oberlandesgerichtes Frankfurt vom 11. Mai 1995 als rechtsextremistisch bezeichnet werden."

Quelle: http://lexikon.idgr.de/h/h_u/humanwirtsc…haftspartei.php

Bruker ist im Januar 2001 im Alter von 91 Jahren verstorben. Zu einem diesbezüglich umstrittenen Nachruf heisst es im
Dokumentationsarchiv des Interkulturellen Zentrums Mainz im Februar 2001:

"Einseitiger Bruker-Nachruf in Öko-Blatt
Schaafheim: Die Februar-Ausgabe der kostenlosen Zeitschrift 'Schrot & Korn', die u.a. in zahlreichen Bioläden ausliegt,
wartet mit einem Nachruf auf den 'Ernährungspionier Dr. med. Max Otto Bruker' auf, der am 6.Januar dieses Jahres 91-jährig verstarb. Ex-SA-Mitglied Bruker, dem ein Gerichtsurteil bescheinigte, 'Scharnierstelle zwischen Ökologie- und Naturkostbewegung auf der einen und Neonazi-Szene auf der anderen' zu sein, wird im Nachruf als Verfechter 'ganzheitlicher Lebens- und Ernährunsweise', Atomkraftgegner und Pazifist glorifiziert. Unerwähnt bleiben dagegen die NPD-Kontakte Brukers, ebenso wie sein Engagement im Weltbund zum Schutz des Lebens (WSL), seine Kandidatur für die freiwirtschaftliche Politsekte Freisoziale Union (FSU) 1969 oder seine Mitgliedschaft im Beirat der rassistischen Gesellschaft für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung (GfbAEV) des Hamburger Nazi-Anwalts Jürgen Rieger. Konsequenterweise, weil nicht in das stilisierte Bild passend, fehlt bei 'Schrot & Korn' auch der Hinweis auf Brukers Unterschrift unter dem rassistischen 'Aufruf der fünfzigtausend. Ausländerstopp jetzt' der NPD-nahen Initiative Ausländerstopp sowie seine mehr als fragwürdigen Auffassungen über die Rolle der Frau in der Gesellschaft.
Rudolf Kleinschmidt, 02-2001"

Quelle: http://dokmz.akdh.ch/artikel/grau/bruker-ex.php

Colin Goldner, renommierter Schweizer Sektenexperte und Journalist schreibt in einem Artikel über die bayerische Alterspräsidentin Barbara Rütting zu Bruker:

"Seit dem Niedergang ihrer Filmkarriere fühlt Rütting sich offenbar zunehmend zu autoritär strukturierten Organisationen
und Psychosekten hingezogen: Neben ihrem Engagement für die vollwertköstlerische »Gesellschaft für Gesundheitsberatung« (GGB) des früheren SA-Mannes und späteren Bioladen-Vordenkers Max Otto Bruker (1909-2001), der laut Urteil des Oberlandesgerichtes Frankfurt als »Scharnierstelle zwischen Ökologie- und Naturkostbewegung auf der einen und Neonazi-Szene auf der anderen Seite« bezeichnet werden durfte – Rütting sitzt bis heute im Vorstand der Gesellschaft –, begeisterte sie sich auch für die ultrareaktionäre Heilsbotschaft des Maharishi Mahesh Yogi, und dessen »Naturgesetzpartei«. Der Maharishi ist nach wie vor blendend im Geschäft, mit ayurvedischen Pülverchen zur Behandlung von Krebs und Aids vor allem. Seine Jünger behaupten seit je, kraft transzendentaler Meditation und ohne technische Hilfsmittel »fliegen« zu können, was wesentlich zur Erlangung des Weltfriedens beitrage. Obgleich ihre öffentlich vorgeführten Flugeinlagen stets das gleiche Ergebnis zeigen, nämlich eine Art Froschgehopse mit überkreuzten Beinen, sammelten sie, dank fähnchenschwingender Barbara Rütting, bei der Europawahl 1994 mehr als 90 000 Stimmen."

Quelle: Jungle World 41, 01. Oktober 2003
"Sekte, Ma und Sterne
Die ewig junge Barbara Rütting wird Alterspräsidentin des Bayerischen Landtags"
von Colin Goldner
http://www.jungle-world.com/seiten/2003/40/1768.php?print=1

So viel zu einem Guru der "rechten Esoterik", die sich als "Gesundheitsapostel" einer wachsenden Anhängerschar rühmt...

KOMMENTAR:

Und solche "Kliniken" schießen wie die Pilze aus dem Boden.

Ist es nicht interessant und erschütternd zugleich,wie dieser ganze Dreck seine immer selben Querverbindungen hat:

Dazu:

Faschismus und Alternaiv-pseudomedizin

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105

Samstag, 2. April 2005, 23:21

Die Sektierer-Abzocker wollen teure Krankenhaustage (so 300 € pro Tag) für ihr menschenverachtendes sinnloses Gefummel von der Versichtertengemeinschaft:

http://www.damid.de/damokles.htm

Sie wolle einfach weiterhin endlos Kohle für ihren Volksverblödungs-Schrott:

http://www.damid.de/versor.htm

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106

Dienstag, 5. April 2005, 17:40

Hilflose Zuckungen von verlogenen Anthropopathie-Sektierer-"Ärzten":

http://www.dgk.org/Positivliste/gegendarstellung_PL.aspx

--------------------

Weiteres zum schamlosen Anthropopathie-Unfug:

http://www.cityinfonetz.de/homepages/ham…ow_hansson.html

BLANKER IRSSINN !

Die Arbeit des Schweden ist eigentlich völlig überflüssig,weil jeder denkende Normalbürger sofort erkennt,was der Psychopath und Betrüger Steiner da daherschwafelt.....und was seine ebensolchen Nachbeter weiterschwafeln.

----------------

Sekten und Kinder:

http://www.ilsehruby.at/#Kinder

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107

Dienstag, 5. April 2005, 18:02

Anthropopsychopathischer "Massage"-Unfug:

http://www.rhythmischemassage.com/pages/wirkung.htm

"Vielschichtig" ist eine hohle Betrüger-Vokabel wie "ganzheitlich".

Das Ganze ist allerübelstes Geschwätz ohne jeglichen medizinischen oder sonstigen Wert -wie immer bei Anthropopsychopathen.

Man muß mal wieder den Betrugsparagraphen 263 BGB bemühen.

Dazu:

Was ist Betrug genau ? 1112715737

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108

Dienstag, 5. April 2005, 18:21

Keine Reaktion von massivst Scharlatanerie-Betrug fördernder Polit-Seite:


666
22.12.2003, 01:15 Uhr
Biologe


An das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung
11017 Berlin
Referat Positivliste
Frau
Dr. Ingeborg Geisler
Referatsleiterin i.V.


Sehr geehrte Frau Dr. Geisler,

vielen Dank für Ihre Antwort vom 12. Dezember auf meinen offenen Brief an Frau Ministerin Ulla Schmidt vom 01. November. Bitte erlauben Sie mir, auf Ihr Schreiben zu antworten.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat, Ihrer Internetseite zufolge (1), die Aufgabe, die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Bürgern unseres Landes eine nachweislich wirksame, wirtschaftliche und ausreichende Gesundheitsversorgung gewährleisten. Die Bevölkerung sollte darüber hinaus vor unwirksamen, unsinnigen und gefährlichen Medikamenten und Methoden, bzw. Personen und "Heilern", die letztgenannte Methoden anwenden, verordnen oder propagieren, geschützt werden.

Ihrer Antwort auf mein Schreiben muß ich entnehmen, daß das Bundesministerium für Gesundheit diesen Aufgaben nicht in ausreichendem Maß Rechnung trägt. Ich möchte diese Einschätzung im folgenden erläutern.

Eine der dringend zu fordernden Maßnahmen in meiner Anfrage vom 01. November an Sie lautete, den Sonderstatus der "besonderen Therapierichtungen", zu denen Sie die "anthroposophische Medizin" und die "Homöopathie" zählen, ersatzlos zu streichen. Anthroposophische und homöopathische Mittel und Methoden basieren sämtlich auf primitivstem Okkultismus, der zudem fundamental unseren Naturgesetzen widerspricht. Diese Methoden sind damit definitionsgemäß unsinnig und unwirksam, selbstverständlich konnte und kann für keine dieser Methoden und Mittel ein seriöser Wirksamkeitsnachweis erbracht werden.

Die Mittel der "Homöopathie" sind extreme Verdünnungen von Ausgangssubstanzen, welche nach einem willkürlichen und vollkommen unsinnigen, mystischen Ansatz ausgewählt werden, den ein gewisser Samuel Hahnemann vor 200 Jahren ohne jegliche rationale Grundlage als Hirngespinst in die Welt gesetzt hat. Die Ausgangssubstanzen, z.B. Kalk oder Arsen, eine Firma bietet inzwischen Hundekot unter dem Namen "excrementum caninum" an, werden unter rituellem Schütteln bzw. Verreiben und Scharren verdünnt, bis kein Molekül der Ausgangssubstanz mehr vorhanden ist. Als Resultat bestehen "Homöopathika" über D25, egal mit welcher unsinnigen Beschriftung das entsprechende Mittel deklariert ist, aus 40%igem Alkohol bzw. reinem Milchzucker ohne weitere Zusätze. Man muß sich diesen grandiosen Unfug als rational denkender Mensch einmal vor Augen führen. Mit diesen beiden Substanzen, Alkohol und Milchzucker, sollen Ihrem Schreiben zufolge insbesondere Kinder und Schwerkranke "behandelt" werden, zudem auf Kosten der Solidargemeinschaft. Das ist ein Skandal.

Das Bundesministerium für Gesundheit subventioniert die "besonderen Therapierichtungen" mit mehrstelligen Millionenbeträgen auf Kosten der Solidargemeinschaft. Als Beitragszahler möchte ich Sie hiermit bitten, dieses vollkommen absurd anmutende Vorhaben, Schwerkranken und Kindern Milchzucker zu verabreichen, nachvollziehbar darzustellen. Die "Wirkungsweise" dieses Milchzuckers, der zudem zu Apothekenpreisen gehandelt wird, würde ich mit Ihnen gern öffentlich diskutieren. Als Naturwissenschaftler möchte ich Sie zudem bitten, die zehn wichtigsten Referenzen aus international anerkannten wissenschaftlichen Journalen zu nennen, die die Wirkungsweise und die Therapieerfolge von rituell geriebenem Milchzucker belegen, um die Millionen-Subventionen den Beitragszahlern und den Patienten gegenüber zu rechtfertigen. Meine Recherche der Fachliteratur hat hingegen die gänzliche Wirkungslosigkeit "homöopathischer" Mittel ergeben (Beispiele siehe 2).

Die Krankenkassen, die verpflichtet wären, eine nachweislich wirksame, wirtschaftliche und ausreichende Gesundheitsversorgung zu garantieren, berufen sich ebenfalls auf den skandalösen Sonderstatus der "besonderen Therapierichtungen", und veruntreuen damit, in meinen Augen, Versichertengelder in Millionenhöhe. Ich zitiere Auszüge der Internetseite der AOK (3), die den Zynismus zu Ungunsten der Patienten verdeutlicht:

"AOK
Alternative Therapien A-Z
Was bezahlt die AOK?

Eigenharntherapie
Die Eigenharntherapie ist keine anerkannte Methode und gehört zur vorwissenschaftlichen Kultmedizin. Damit erfüllen die verschiedenen Formen der Therapie nicht die hohen Qualitätsanforderungen, die die AOK - Ihre Gesundheitskasse an eine Behandlung stellt. Bisher ist es den Anhängern des Verfahrens nicht gelungen, die Wirksamkeit zweifelsfrei nachzuweisen. Es gibt auch keine wissenschaftlich haltbare Erklärung für das postulierte weite Anwendungsspektrum. Daher kann die AOK die Kosten für eine solche Behandlung nicht übernehmen. Hier gilt der Grundsatz, die Versichertengemeinschaft nicht mit den Ausgaben für ein Verfahren zu belasten, dass keine medizinische Wirksamkeit hat und dessen Risiko nicht kalkulierbar ist.

Reiki
Reiki ist keine medizinische Therapiemethode, sondern gehört in den Kreis der esoterischen Heilslehren. Die AOK - Ihre Gesundheitskasse verfährt daher nach dem Grundsatz, die Versichertengemeinschaft nicht mit den Kosten für ein Verfahren zu belasten, dessen medizinische Wirksamkeit nicht nachgewiesen ist.

Homöopathie
Die Homöopathie wird vom Gesetzgeber zu den "besonderen Therapierichtungen" gezählt. Das bedeutet, dass die AOK die Kosten für ein homöopathisches Arzneimittel übernehmen kann, auch wenn dieses nicht den sonst üblichen statistischen Nachweis einer Wirksamkeit erbracht hat. Voraussetzung ist aber, dass das Mittel von einem Vertragsarzt verordnet wird. Wie bei allen anderen Arzneimitteln auch sind lediglich die gesetzlich vorgesehenen Ausnahmeregelungen und die Zuzahlungen zu berücksichtigen.

Anthroposophische Medizin
...
Studien zur Wirksamkeit ihrer Medikamente werden von anthroposophisch orientierten Medizinern in der Regel abgelehnt, da die Arzneimittel nur ganz individuell für den jeweiligen Patienten ausgewählt würden.
...
Da die Anthroposophie zu den so genannten "besonderen Therapierichtungen" zählt, können die Kosten für die Heilmittel von den Krankenkassen übernommen werden, obwohl sie den dafür sonst notwendigen Beweis einer Wirksamkeit nach naturwissenschaftlichen Kriterien bisher nicht erbracht haben. Voraussetzung ist allerdings, dass sie von einem Vertragsarzt verordnet werden."

Nochmal zur Verdeutlichung: die Eigenharntherapie, das bezieht sich auf Personen, die ihren Urin trinken bzw. die sich ihren Urin von einem "Heil"praktiker injizieren lassen, wird zu recht als vorwissenschaftlicher Kult ohne jeglichen Wirksamkeitsnachweis bezeichnet, mit dem die Versichertengemeinschaft somit nicht belastet werden darf. Gleiches gilt für Reiki, esoterisches Handauflegen. Die "Homöopathie" und die "anthroposophische" "Medizin", beides ebenfalls primitivster, vorwissenschaftlicher Kult ohne jeglichen Wirksamkeitsnachweis, werden dagegen mit Verweis auf die gesetzliche Sonderstellung der "besonderen Therapierichtungen" der Versichertengemeinschaft angelastet. Ein kaum zu überbietender Zynismus.

"Anthroposophische" Mittel und Methoden basieren sämtlich auf den vollkommen irrsinnigen Vorgaben eines gewissen Rudolf Steiner, der vor 100 Jahren eine expansive Kult- oder Sektenbewegung ausgelöst hat, die sich auf seine Person als eine Art Guru beruft. Unter dem Deckmantel der "besonderen Therapierichtungen" subventioniert das Bundesministerium für Gesundheit einen menschenverachtenden Sektenkult, der auch in anderen Bereichen unsere Gesellschaft bereits massiv unterwandert hat. Als Beispiele seien hier die anthroposophischen Waldolfschulen und Kindergärten genannt, reine Sekteneinrichtungen, geeignet, bereits Kindern und Jugendlichen eine ideologische Gehirnwäsche im Sinne der Anthroposophie zu verabreichen (4), sowie der "biologisch-dynamische" Landbau (5). Gefährlicher und irrationaler Sektenkult, der von der Bundesregierung mit Steuergeldern in mehrstelliger Millionenhöhe subventioniert wird.

Besonders augenfällig ist der Irrsinn der anthroposophischen Sektenlehre sowie ihr Unterwanderungsgrad in der Gesellschaft bis hin zur Legislative im Bereich des Gesundheitswesens. Der Vertreter der anthroposophischen "Medizin", der die Gesetzestexte der Bundesregierung mit ausarbeitet und dem zusammen mit zwei weiteren Vertretern der "besonderen Therapierichtungen" eine Sperrminorität zufällt, ein Herr Matthes, ist Leiter des anthroposophischen "Krankenhauses" in Berlin Havelhöhe. Die irrsinnigen, okkulten Methoden, mit denen Herr Matthes und andere Personen (ich vermeide die Bezeichnung "Ärzte") in dieser Einrichtung schwerkranke Patienten mißhandeln, sind in dem hauseigenen anthroposophischen Blatt "Der Merkurstab" nachzulesen:

Zitat Harald Matthes (6):

"Auf der Grundlage der anthroposophischen Menschenkunde wird die Hypothese entwickelt, wie die chronische Hepatitis-C-Erkrankung Ausdruck einer gestörten substanziellen Individuationsstörung ist. Die Verwandlung des ererbten Leibes durch das Individuum wird attackiert. Damit stellt die Hepatitis-C-Erkrankung auf der Stoffwechselseite des Menschen das Pendant zur HIV-Erkrankung dar, welche die Inkarnation der seelisch-geistigen Seite des Menschen zu verhindern versucht.

Aspekte zur Therapie der Hepatitis C
...
Zusammenfassend ergibt sich als prämorbide Wesensgliederdisposition bei der Hepatitis C eine zu gering in den Stoffwechsel und verwandelnd in den Substanzstrom eingreifende Ich-Organisation. Diese ist zunächst als Willensschwäche und, gespiegelt an der Substanz, als ein vermindertes Selbstbewußtsein erkennbar. Rudolf Steiner führt dies so aus: ". . . Die Crux ist, daß die Leber nicht bloß ein Organ ist beim Menschen, das die heutige Physiologie beschreibt, sie ist im eminentesten Sinne dasjenige Organ, das dem Menschen Courage gibt, eine ausgedachte Tat in eine wirklich ausgeführte umzusetzen. . . . Die Leber vermittelt immer das Umsetzen der vorgenommenen Ideen in die durch die Gliedmaßen durchgeführten Handlungen. So ist jedes Organ dazu da, irgend etwas zu vermitteln." Dieses verminderte Eingreifen der Ich-Organisation in den Stoffwechsel-Gliedmaßen-Menschen führt auf der Ebene des Astralleibes zu vermehrter Eigentätigkeit ohne innere Ich-Führung. Symptomatisch zeigt sich dies durch eine Getriebenheit des Astralleibes, "Irrlichtelieren", Ambivalenzkonflikte bis hin zu Identitätsproblematiken und Verstimmtheiten (häufig Depressionen). "

Zitatende.

Einem Naturwissenschaftler bleibt nur die Möglichkeit, dies als lebensgefährlichen Unfug von psychopathischen Sektierern einzuordnen. Es ist ein Skandal, daß Personen auf Grundlage dieses offenkundigen Irrsinns Patienten mißhandeln dürfen und es ist ein noch viel weitreichenderer Skandal, daß diese Personen unter dem Deckmantel der "besonderen Therapierichtungen" die Gesetzestexte der Bundesregierung erstellen. An Warnungen und Forderungen von Seiten der seriösen Wissenschaft und Medizin fehlt es nicht, unter (7) sind verschiedene Referenzen genannt. Ich fordere daher nochmals, die gesetzliche Sonderstellung der "besonderen Therapierichtungen", die seit 1976 im deutschen Arzneimittelgesetz verankert ist, ersatzlos zu streichen, da dies eine eklatante Gefährdung des Gesundheitssystems durch sektoide Organisationen, Scharlatane und Betrüger darstellt.


Referenzen:

1) Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung- ein Kurzporträt
http://www.bmgs.bund.de/deu/gra/ministerium/aufgaben/index.cfm

2) Einige neuere wissenschaftliche Studien. Ergebnis: völlige Wirkungslosigkeit der "Homöopathie":

Ultramolecular homeopathy has no observable clinical effects. A randomized, double-blind, placebo-controlled proving trial of Belladonna 30C.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=PubMed&list_uids=14651731&dopt=Abstract

No effect of a homeopathic preparation on neonatal calf diarrhoea in a randomised double-blind, placebo-controlled clinical trial.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=PubMed&list_uids=14650548&dopt=Abstract

A randomized, double-blind, placebo-controlled study of classical homeopathy in generalized anxiety disorder.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=PubMed&list_uids=12716269&dopt=Abstract

Individualised homeopathy as an adjunct in the treatment of childhood asthma: a randomised placebo controlled trial.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=PubMed&list_uids=12668794&dopt=Abstract

3) Was bezahlt die AOK? Alternative Therapien A-Z
http://www.aok.de/bund/tools/alternativ/alternativ/
Dazu:
Krankenkassen, die Versichertengelder veruntreuen
http://kidmed.info/forum/index.php?page=Thread&threadID=4083

4) PLANS People for Legal and Non-Sectarian Schools
http://www.waldorfcritics.org

Siehe u.a. den Artikel: Spotlight on Anthroposophy
http://www.waldorfcritics.org/active/articles/lombard_sharon_csr0202j.htm

5) FAZ, 13.03.2002, BLUT UND BOHNEN
Der Paradigmenwechsel im Künast-Ministerium ersetzt Wissenschaft durch Okkultismus
Von Dr. Peter Treue
http://www.nitrogen.de/bub/faz.htm

6) Über Anthroposophie, Homöopathie und andere Sekten
http://kidmed.info/forum/index.php?page=Thread&threadID=3733
Text 135, Seite 6 und Referenzen darin, u.a.:
http://www.merkurstab.de/files/matth.h_hep.pdf

7) Zusammenstellung von Artikeln seriöser Wissenschaftler zum Thema:

Am Ende des Weges: Magie als Kassenleistung?
Von Prof. Klaus-Dietrich Bock und Prof. Manfred Anlauf
http://www.konsequente-positivliste.de/anthropool.html

Anthroposophische Medizin
Noch immer leistet sich das Gesundheitswesen eine okkulte Heilkunst ohne Wirkungsnachweis
Von Sybille-Christin Jacob
http://www.miz-online.de/archiv/miz303.htm#jacob

Schamanenmedizin in der Positivliste
Von Prof. Dr. Erland Erdmann
http://www.medizin.uni-koeln.de/kliniken/innere3/Publikationen/Positivliste/FAZ_Artikel/faz_artikel.html

Stellungnahme der AkdÄ und der BÄK zum Referentenentwurf der Positivliste.
http://www.akdae.de/49/AeltereAusgaben/975_2003_016.html
Vollständige Fassung:
http://www.akdae.de/20/55/91_2003_03_17.pdf

Resolution: Wissenschaftlich fundierte Medizin sichern
Von Prof. Dr. Hans Reinauer als Präsident der AWMF, 1997
http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/mb/mitt9704.htm


Ich würde mich freuen, wenn Sie zu einer erneuten Stellungnahme und Diskussion bereit wären. Unsere Korrespondenz werde ich auch weiterhin im Internet im Forum http://www.kidmed.info veröffentlichen, unter der in (6) genannten Adresse.

109

Mittwoch, 6. April 2005, 01:20

Wenn man mal die Quellen beforscht hat,wird völlig klar,daß sich die sogenannten Politiker durch banalstes Anthropopopathen- und Comöopathetiker-Gesülze haben hereinlegen lassen.

Schlichten Gemütern mit Vorurteilen und Denkfaulheit kommt sowas halt entgegen.

Man nennt es Regieren.

Das ganze ist eine widerliche Schande in diesem doch wohl eigentlich zivilisierten Lande.

Ein Armutszeugnis einer verdeppenden Nation,die in zu großen Teilen vor Insuffizienz,brutalster Dummheit,Trägheit,Zivilcourageallergie,Feigheit,Amoralität,Gewinnsucht,Wichtigtuerei,Kriminalität und Verlogenheit nur so strotzt.

Politik/Parteien unterstützen Scharlatanerie:

http://kidmed.info/forum/index.php?page=Thread&threadID=3566 1066489796

110

Mittwoch, 6. April 2005, 19:48

An die Aufsichtsbehörde der Darmstädter Kliniken,das Regierungspräsidium:

An: t.breimer@rpda.hessen.de

MIT DER BITTE UM WEITERLEITUNG AN DIE ZUSTÄNDIGEN UND DAS REGIERUNGSPRÄSIDIUM.

Von R.Kinderarzt,Kinderarzt: BESCHWERDE ÜBER 2 DARMSTÄDTER KLINIKEN;SACHSTANDSMITTEILUNG.

Von
Von Kinderarzt
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin

6.4.2005

Sehr geehrte Damen und Herren;

Ich hatte bereits Beschwerde über unzumutbare Zustände an zwei Darmstädter Kliniken geführt und um eine Stellungnahme gebeten,was nicht geschah.

Ich fordere Sie nun zu einer Sachstandsmitteilung auf.

Mein erster Brief findet sich am Schluß.

In der verlinkten Textsammlung ist inzwischen reichlichst weiteres belegendes Material über den schamlosen Sektenunfug hinzugekommen.

Details zu den unglaublichen Darmstädter Vorgängen und über die Sekte finden sich in dieser Textsammlung:

http://kidmed.info/forum/index.php?page=Thread&threadID=6965 1111145579

Auch die Hintergründe der Anthroposophie-Sekte werden detailliert dargelegt.

Ausdruck jederzeit gerne nach Anforderung.



Ich habe Ihre Stellungnahme bis zum 23.4.2005 vorgesehen.

Anderenfalls erfolgt Dienstaufsichtsbeschwerde und eventuell Klage gegen Sie.

Es ist für Mitbürger Gefahr im Verzug.

Die Medien wurden informiert.

Auch dieser Text wird veröffentlicht.

Mit freundlichen Grüßen

R.Kinderarzt,Kinderarzt

Mein erster Brief:

Von
Von Kinderarzt
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin

18.3.2003



Sehr geehrte Damen und Herren;

Ich spreche Sie an als Aufsichtsbehörde für die Prinzessin-Margarete-Kinderklinik und das Alice-Hospital in Darmstadt.

An beiden Kliniken wird pseudomedizinische Scharlatanerie betrieben.

Gerade im Gesundheitsbereich greift der Scharlatanerie-Betrug massivst um sich.
Mitbürger mit ihren Kindern und ihren Kranken werden alltäglich aufs Neue aufs Schwerste physisch,psychisch und finanziell geschädigt.

1.)

Den Sachverhalt in der Kinderklinik entnehmen Sie bitte meinem folgenden Brief an die Landesärztekammer Hessen.

Natürlich sind nicht nur die genannten Ärzte an der Misere beteiligt,sondern auch der Kliniksträger und die Verwaltung.

An die LÄK:

Sehr geehrte Damen und Herren;

Ich führe Beschwerde gegen die verantwortlichen Ärzte,Dr.med.Michael Seefried und Priv.Doz.Dr.med.Lettgen,die an der Darmstädter Prinzessin-Margarete-Kinderklinik Anthroposophie-Sekten-Scharlatanerie-Pseudomedizin zum Schaden von Eltern und Kindern betreiben.
Es wurde eine entsprechende Ambulanz eingerichtet.
Seefried treibt sein Unwesen auch in der geburtshilflichen Abteilung des Darmstädter Alice-Hospitals und indoktriniert dort die Mütter .

Die Anthroposophie ist eine krude,aberwitzige und gefährliche Sektenideologie,die ein absurdes,verlogenes und menschenverachtendes Weltbild hat und damit etliche Bereiche der Gesellschaft infiltriert.

Es wird nachweislich Scharlatanerie und Betrug betrieben,und völliger medizinischer Unfug verbreitet und angewandt.

Anthroposophen kämfen u.a. gegen krankheitsverhindernde und lebensrettende Impfungen und verursachen eine leicht vermeidbar gewesene lebensgefährliche Epidemie nach der anderen.

Details zu den unglaublichen Darmstädter Vorgängen und über die Sekte finden sich in dieser Textsammlung:

http://kidmed.info/forum/index.php?page=Thread&threadID=6965 1111145579

Auch die Hintergründe der Anthroposophie-Sekte werden detailliert dargelegt.

Ausdruck jederzeit gerne nach Anforderung.

Kinder und Eltern werden massivst irregeführt und um seriöse Medizin betrogen.
Es werden ihnen nichtexistente absurdeste Dinge eingeredet.
Fehlbehandlungen und überflüssige "Behandlungen" sind programmiert.

Es ist Gefahr im Verzug.

Unter diesen Aspekten ist die Klinik auch keinesfalls als Lehrkrankenhaus der Universität geeignet.

Ich fordere Sie dringend dazu auf,das abzustellen und bitte um zeitnahe eineStellungnahme.

Entsprechende und informierende Forderungen ergehen an Kliniksträger,Berufsverband,Universität,verantwortliche Regierungsstellen und Staatsanwaltschaft.

Die Medien werden ebenfalls breitflächigst über das schamlose Treiben an dieser und der anderen Klinik informiert.


Mit freundlichen Grüßen

R.Kinderarzt,Kinderarzt


2.)

Scharlatanerie am Alice-Hospital in Darmstadt:

http://www.zentrum-ganzheitliche-gesundheit.de/

Sämtliche dort genannten Pseudomethoden sind nachweislich wirkungsloser Abzockerkram.

Umfangreiches belegendes Material dazu ist bei mir abrufbereit.

Ich bitte Sie dringendst,dafür zu Sorgen,daß diese fatale Scharlatanerie zu Lasten von Kindern,Elten und Patienten ein rasches Ende findet und freue mich über eine baldige Stellungnahme.

Mit freundlichen Grüßen

R.Kinderarzt,seriöser Kinderarzt

111

Donnerstag, 14. April 2005, 14:27

Anthroposophie ist blanke Psychopathie:

484
02.12.2003, 22:31 Uhr
Biologe


Flensburger Hefte Verlag
Anthroposophie im Gespräch

http://www.flensburgerhefte.de/

Was die Naturgeister uns sagen
Im Interview direkt befragt

Durch die Vermittlung einer Frau – Verena Staël von Holstein –, die es über Jahre gelernt hat, mit Naturgeistern zu sprechen, konnten jetzt erstmals in einem Interview 17 verschiedene Wesen direkt befragt werden: Feuer-, Luft-, Wasser- und Steinwesen, ein Glaswesen, zwei Hausgeister, ein Salz-, ein Papier-, ein Silberwesen, verschiedene Tier- und Pflanzenwesen sowie ein übergeordneter Geist.

Die Naturwesen sprechen über ihre Aufgaben in der Natur und den abgerissenen Kontakt zu den Menschen. Sie schildern die Geheimnisse des Kosmos und die der menschlichen Vergangenheit und Zukunft und erhellen unsere Gegenwart. Sie sprechen über Politik, Naturkatastrophen, über den auferstandenen Christus und das Böse, über Freiheit, Liebe und darüber, wie die Menschen sie erlösen können.

Die Naturwesen wollen mit den Menschen ins Gespräch kommen!

http://www.flensburgerhefte.de/aktuell4.htm

Neue Gespräche mit den Naturgeistern

Dieses Buch dient als Vertiefung des ersten Bandes “Was die Naturgeister uns sagen” (Flensburger Hefte 79) und bringt mehr Licht in die Welt dieser geheimnisvollen Wesen, die um uns herum leben und unsere Welt am Leben erhalten, ohne daß es uns bewußt ist.

http://www.flensburgerhefte.de/aktuell5.htm

Gespräche mit Müller
Feinstofflicher Austausch mit Geistwesenheiten

Mit diesen Bänden wird zum ersten Mal ein Tagebuch veröffentlicht, das genau ein Jahr lang die Gespräche zwischen zwei Menschen und vielen Naturgeistern festhält.

http://www.flensburgerhefte.de/aktuell7.htm

112

Donnerstag, 14. April 2005, 21:56

486
02.12.2003, 22:56 Uhr
Biologe


Reaktionen auf das 'Schwarzbuch Anthroposphie', Guido und Michael Grandt; Verlag Ueberreuther, Wien 1997

http://www.akdh.ch/ps/ps_48VerbSchwBuch.html

http://www.skeptic.de/b/0235.htm

http://www.amazon.de/exec/obidos/tg/stores/detail/-/books/3932710096/spiegel-reviews/ref=ed_tr_dp_2/302-2001229-8931259

http://www.wienerzeitung.at/frameless/lexikon.htm?ID=59

http://www.ibka.org/presse/anthrop.html

http://www.argekultur.at/kunstfehler/ShowArticle.asp?AR_ID=534&KF_ID=31

http://www.vsp-vernetzt.de/soz/002216.htm

http://www.gew-unterfranken.de/presse/1604wald.htm



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Das Verbot des Schwarzbuch Anthroposophie

Ein Beispiel für Zensur durch Religionsgemeinschaften
aus: Die Zeitung des AStA der Universität zu Köln, 6. Oktober 1997

Bei der Bewertung der Gefährlichkeit von Sekten wird teilweise mit kuriosen Kriterien gearbeitet -die einen sehen angesichts der "Scientology"-Präsenz Hannibal ante portas. Andere, mindestens genauso dubiose und antihumanistische Lehren werden hingegen mit öffentlichen Mitteln großzügig gefördert, schaffen es, ihre AnhängerInnen in allen Bundestagsparteien unterzubringen und kritische Veröffentlichungen über sich zu unterdrücken: Die Rede ist von der Anthroposophie und von den SteinerinanerInnen.

Die Lehre

Rudolf Steiner (1861-1925) war ein bekennender Antisemit, Rassist, Deutschnationaler und okkultistischer Spinner. Konsequent unterstützte Steiner den deutschen Imperialismus im 1. Weltkrieg. Er pries den Krieg als Lehrmeister der "Spiritualität" und der "Selbstlosigkeit". 1921 verfaßte er einen Aufruf zur "Rettung Oberschlesiens".

Er war der Gründer der Anthroposophie. Alle anthroposophischen Einrichtungen (z. B. Waldorf-Schulen, Weleda-Werke, Demeter) und Anhänger-Innen berufen sich auf seine Bücher und Lehren. Das gilt zumindest in der BRD; der Bundesvorstand der niederländischen Anthros hat sich 1996 mehrheitlich von den rassistischen Äußerungen des Meisters distanziert.

Die Anthroposophie versteht sich als eine Elitetheorie, als ein geheimes Wissen, das Eingeweihten den Kontakt zu höheren Geistwesen" verschafft. Zwischen Menschen verschiedener Bewußtseinsstufen herrsche daher eine natürliche Hierarchie. Zentrale Dogmen der Anthroposophie sind die Lehre von der Wiedergeburt und von der Existenz von Engeln, die den Menschen führen. Die anthroposophische Reinkarnationslehre ist ein glitschiger Saumpfad in den Abgrund der nazistischen Auschwitzlüge. Auf einem Vortrag mit dem Titel Holocaust und Reinkarnation" im Goetheanum, dem Hauptquartier der SteinerianerInnen war zu hören: Die körperliche Wiedergeburt sei eine von "mannigfachen Konsequenzen, die aus der Notwendigkeit erwüchsen, Leiden, die man anderen zugefügt habe, am eigenen Leib zu erfahren" (Wassermann Nr. 4/97, S. 13). Und darum kehren Juden immer wieder auf den irdischen Planeten zurück, um "Heilungsarbeit für die Erde zu leisten."

Der Streit um das Buch

Die Ankündigung eines "Schwarzbuch Anthroposophie - Rudolf Steiners okkult-rassistische Weltanschauung" von Guido und Michael Grandt mit einer Fülle von Dokumenten über und Berichten von Opfern systematischer Menschenrechtsverletzungen in Waldorfschulen drohte Anfang `97 die Idylle der AnthroposophInnen zu stören. Sofort begann eine publizistische und juristische Kampagne, an der an führender Stelle die anthroposophische Zeitschrift INFO 3 beteiligt war, um das Erscheinen des Buchs in der BRD zu verhindern.

In der Weltwoche versuchten Steiners Verteidiger die Nähe der Anthroposophie zum NS-Faschismus zu leugnen: Einzelne Schulleiter hätten sich "angepaßt". Tatsächlich gibt es einen offiziellen Brief der Anthroposophischen Gesellschaft an Hitler. Dort wird auf die eigene Kompatibilität mit den "Werten" des NS-Systems verwiesen, denn auch Steiner sei "arischer Abstammung" und habe sich für das "Deutschtum" engagiert. Am 6. Juni 1933 bekannte das Vorstandsmitglied G.Wachsmuth, daß die "Anthroposophen mit Sympathie auf das schauen, was z. Zt. in Deutschland geschieht" und wie die Führer des "neuen Deutschland" sich auf tapfere und mutige Weise" der Probleme bemächtigen. Zu finden sind diese und mehr belastende Dokumente im besagten Schwarzbuch; diese Enthüllungen über die "menschenfreundliche" Lehre wären wohl äußerst peinlich geworden.

Ein Eigentor schossen die Buchverbieter in der Weltwoche vom 3.4.1997 (Autor: L. Hartmann). Zuerst zitierten sie Steiners Tiraden über das "starke Triebleben der Neger" und kolportierten seine Warnung, wonach "schwangere weiße Frauen" keine "Negerromane" lesen sollten, weil sie sonst Mulattenkinder gebären würden". Aber - so die rhetorisch gemeinte Frage - ist Steiner deswegen Rassist?".

Tatsache ist, daß es sich bei Steiner nicht um "rassistische und antisemitische Entgleisungen" handelt, sondern seine Lehre basiert im Kern auf der Wahnidee von den "menschlichen Wurzelrassen", die in verschiedenen Etappen der Geschichte aufgetreten seien. Dabei sei eine "Höherentwicklung vom Affen über den Neger" bis zum Arier vollzogen worden, letzterer stelle die höchste menschliche Entwicklungsstufe dar.

Die wertvollste Unterstützung für die Steinerianer kam übrigens von der TAZ, die regelmäßig Sonderseiten zur Anthroposophie veröffentlicht und die viele ihrer Einrichtungen zur Stamm-Anzeigenkundschaft rechnet. Die TAZ (5.2.1997) traute sich seinerzeit zwar nicht, direkt die dokumentierten Fakten über Steiners Rassismus zu leugnen. Aber man versuchte, die Kritik durch Übertreibung zu karikieren ("Ein Gruselhandbuch").

Waldorfpädagogik - eine Qual für Kinder

Durch viele Dokumente und Berichte von ehemaligen Opfern der Waldorfschule gibt das Schwarzbuch einen Überblick über die systematischen psychischen Schädigungen und die Mißhandlungen, die durch die Anwendung der Steiner-Religion auf die praktische Pädagogik bewirkt werden. Steiners Rassismus hat vollständig Eingang in den Unterricht genommen: Im sogenannten Epochenunterricht (gemäß des zyklischen Weltbildes der Anthros) wird die Abfolge der "Wurzelrassen im Weltenplan" gelehrt und das Auftreten von Göttern, Dämonen und die Heldensagen als Realereignisse gelehrt. Im 5. und 6. Schuljahr steht der Mythos des versunkenen Atlantis" auf dem Lehrplan samt der darauffolgenden Wanderungen der "Arier" bis nach Indien und zu ihren "Gott Manu". Dessen Gesetzbuch schreibt u. a. grausame Strafen für die widersetzlichen Angehörigen niedriger Kasten vor; Frauen müßten in Manus Lehre unterworfen, gezüchtigt und gedemütigt werden.

Zwar ist es den Anthros nicht gelungen, die Ausstrahlung eines kritischen Filmbeitrags der Brüder Grandt verbieten zu lassen. Nachdem der Verlag in der zweiten Instanz des gegen ihn angestrengten Prozesses einige Stellen im Buch schwärzen mußte (und die Dokumentation in dieser Form im Buchhandel legal weitervertrieben werden konnte) stellte er den Vertrieb ein. Schade, denn es hätte trotz einiger Schwächen dazu beitragen können, eine breitere Öffentlichkeit über die abstrusen Wahnvorstellungen Rudolf Steiners aufzuklären und den "geheimen Lehrplan" der beliebten Waldorfschulen aufzudecken.

Und das wäre nötig: Die Anthro-Einrichtungen erhalten reichlich öffentliche Unterstützung. In NRW wird gar eine ganze private Hochschule (Witten-Herdecke) vom Land mit Millionenbeträgen gesponsort - übrigens die einzige Hochschule in NRW mit Studiengebühren! An manchen erziehungswissenschaftlichen Fachbereichen gehört die Waldorfpädagogik zu den anerkannten Ansätzen. Und Waldorfschulen erhalten von städtischen Verwaltungen oft eine bevorzugte Behandlung (z. B. in Köln).

Wer mehr Kritisches über die anthroposophische Erziehung lesen möchte, der/dem sei z. B. Wie frei ist die Waldorfschule" von Paul Albert Wagemann empfohlen. Das zensierte Buch von G. und M. Grandt kann im Ökologiereferat des Uni-AStA eingesehen werden, der Konflikt ist von Peter Bierl dokumentiert in ÖkoLinX Nr. 26.

Dieter Asselhoven (Alternative Liste), Ökologiereferat AStA Uni Köln

* Schwarzbuch Anthroposphie, Guido und Michael Grandt; Verlag Ueberreuther, Wien

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Dienstag, 19. April 2005, 00:22

1623
18.04.2005, 21:51 Uhr
Biologe


Der Irrsinn der Sekten-Scharlatane

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Sektion für Anthroposophische Medizin
Goetheanum / Freie Hochschule für Geisteswissenschaft
Jahresbericht 2004

Mit diesem Bericht möchten wir – das heisst die Mitarbeiter und Koordinatoren der Medizinischen Sektion vor Ort am Goetheanum – eine Standortbestimmung vornehmen: Wo steht die Anthroposophische Medizin jetzt in ihrer Entwicklung? Welche Kontinente und Länder hat sie erreicht? Welche Menschen, Kollegen, Mitarbeiter stehen derzeit in Aufgaben und Verantwortungen, die für das Fortbestehen und die Weiterentwicklung des Ganzen nötig sind? Welche innere Substanz verbindet uns als Ärzte und Therapeuten? Wie steht es um Forschung und Ausbildung? Hartmut Ramm hat für diesen Bericht 100 Jahre anthroposophische Mistelforschung im Werk Rudolf Steiners nachgezeichnet. Es runden sich in diesem Jahr auch 100 Jahre esoterische Lehrtätigkeit Rudolf Steiners.
...
Perspektiven anthroposophisch-medizinischer Forschung und meditativer Arbeit
...
Astrale Ebene: Hier wird etwas evident dadurch, dass das Krankheitsverständnis und die Heilungserfahrung unmittelbar im Zusammenhang stehen mit der geisteswissenschaftlichen Tatsache, dass der Vatergott die Krankheit schickt zum Ausgleich des Karma. Auf dieser Ebene ist Geistesforschung mit Karmaforschung identisch und deckt Zusammenhänge auf, die die Dimension eines Erdenlebens sprengen und das vorgeburtliche und nachtodliche Leben mit einbeziehen.
...
Der Merkur beschreibt in seinem Umlauf um die Sonne von der Erde aus gesehen das berühmte Hexagramm, die heilende, harmonisierende Figurendynamik, die wir aus der hermetischen Tradition als das Zeichen des Hermes Trismegistos kennen und in der jüdischen Tradition als das Siegel Salomos. Rudolf Steiner spricht darüber im Rahmen seiner Vorträge über die alchimistisch-rosenkreuzerischen Prinzipien (GA 233a, S. 71). Die Kräfte der oberen Organisation (Licht) und der unteren (Schwere) werden symbolisch dargestellt in zwei Dreiecken, die sich zwar harmonisch durchdringen, aber nicht vermischen. Diese Prinzipien haben wir bereits in der vorangegangen Übung von Leuchtekraft und Schwermacht kennengelernt. Hier handelt es sich jedoch nicht um den Kampfaspekt wie dort, sondern um den heilenden, ausgleichenden Merkuraspekt dieser Kräftepolarität. Dieses allumfassende, integrierende Heilprinzip schildert Rudolf Steiner im Osterkurs für die Jungmediziner (GA 316, S. 200);

Fühle in des Fiebers Maß
Des Saturns Geistesgabe
Fühle in des Pulses Zahl
Der Sonne Seelenkraft
Fühle in des Stoff’s Gewicht
Des Mondes Formenmacht:
Dann schauest Du in Deinem Heilerwillen
Auch des Erdenmenschen Heilbedarf.

Alle Kräfte der vier Entwicklungsstadien der Erde selbst und ihrer Geschöpfe, vom grossen Wärme-Weltenkörper angefangen, dessen Radius von der heutigen Erde zum heutigen Saturn reichte, werden in ihrem Bezug zum Menschen heute auf der Erde aufgezeigt (vgl. auch R. Steiner: Die Geheimwissenschaft im Umriss, GA 13). Dabei wird deutlich, dass das Ringen um Gleichgewicht und Gesundheit nicht nur dem einzelnen Menschen zum Heil ist. „Heilbedarf“ ordnet auch die im Zeitverlauf waltenden Kräfte der Evolution der Erde mit ihren Geschöpfen im Kosmos. Der Mensch selbst kann sich als ordnendes, heilendes Wesen im Weltenlauf empfinden lernen.
Diese Meditation verbindet die ärztliche Arbeit insbesondere mit der der Krankenpflege – der Berufsgruppe, für die Fieber messen, Puls zählen und Gewichtskontrolle zur Alltagsroutine gehören. Rudolf Steiner nennt als allgemeinen Heilbedarf des heutigen Menschen die Wiedererlangung eines spirituellen Weltbildes, das den Materialismus überwinden kann. Nur so können karmische Konflikte aus früheren Inkarnationen sich moralisch ausleben, anstatt sich in der Krankheit zu somatisieren
...

Rudolf Steiners Mistelforschung 1904 - 1924

Die Mistel im Vortragswerk Rudolf Steiners
„Wir kennen die Sage Baldurs, wissen, dass Baldur die Hoffnung der Götter ist, dass er vom Gotte Loki getötet wird mit dem Mistelzweig.“5 Diese knappe Bemerkung Rudolf Steiners vom 30. September 1904 bildet den Auftakt zu einer Folge von rund 30 Mistelbetrachtungen, die sich über 20 Jahre erstrecken und wie Berichte aus der Frühphase anthroposophischer Mistelforschung lesen lassen. Der Geistesforscher dokumentiert darin nicht nur die stufenweise Vertiefung seiner Mistelerkenntnis bis in pharmazeutische und therapeutische Aspekte; er demonstriert an der Mistel zugleich die „Umwandlung“ als ein zentrales anthroposophisches Anliegen. Denn als Steiner die Mistel am 29. August 1924 letztmals erwähnt,6 hat sich die „alles Heilende“ der keltischen Druiden inzwischen zum „unbedingt spezifischen“ Krebsheilmittel entwickelt.

Die Mistel im Baldur-Mythos
Steiner erinnert zunächst an eine alte Überlieferung und erläutert die Rolle der Mistel beim Tod des Baldur. Ausführlich schildert er den Baldur-Mythos am 3. Juni 1907: „Der germanische Sonnen- oder Lichtgott hatte einstmals einen Traum, in dem ihm sein baldiger Tod verkündet wurde. Das machte die Götter, die Asen, die ihn liebten, sehr traurig. Sie sannen auf Mittel, ihn zu retten. Die Göttermutter Frigg nahm allen Wesen der Erde schwere Eide ab, dass keines den Baldur jemals töten würde. Alle schworen, und so schien es unmöglich, dass Baldur je dem Tode verfallen könne. Einst spielten die Götter und warfen während des Spiels mit allen möglichen Dingen nach Baldur, ohne ihn zu verwunden; sie wussten, dass er unverwundbar ist. Loki aber, der Gegner der Asen, der Gott der Finsternis, sann darauf, Baldur zu töten. Da hörte er von der Frigg, dass sie allen Wesen Eide abgenommen hätte, Baldur nicht zu töten. Nur ganz draussen, da war eine Pflanze, die Mistel, die war unschädlich, der hatte sie keinen Eid abgenommen, und das verriet sie ihm. Der listige Loki nahm die Mistel und brachte sie dem blinden Gotte Hödur, der, unwissend, was er tat, mit der Mistel den Baldur tötete.“7

Als Steiner die Mistel am 31. Dezember 1916 zum letzten Mal im Zusammenhang mit dem Baldur-Mythos thematisiert, sind die beiden Wesenheiten, die sich der Mistel bedienen, um Baldur zu töten, inzwischen auch geisteswissenschaftlich zu deuten: mit dem listigen Loki sei Luzifer, mit dem blinden Hödur Ahriman charakterisiert8.

Ein Relikt des Alten Mondes9
Auf der zweiten Stufe belebt Steiner die in den mythologischen Bildern verdichtete Druidenweisheit mit geisteswissenschaftlichen Begriffen. Er beschreibt die Mistel als „Typus von einem zurückgebliebenen Lebewesen, das den Mondenzustand nicht überschritten hat. Sie spielt in der nordischen Sage eine grosse Rolle: der böse Loki tötet den Baldur mit einer Mistel. Nur dieser Parasit vom Monde konnte eine tödliche Macht über Baldur, den Sonnengott, haben, weil er vor der Sonne gewesen ist.“10 „Sie ist ein Schmarotzer, weil sie nicht gelernt hat, wie die anderen Pflanzen, direkt auf mineralischem Boden zu leben“11, und dadurch „auf der Erde den Anschluss nicht gefunden“12 hat. In diesem Sinne bezeichnet er die Mistel als „zurückgebliebenes Pflanzentier des Alten Mondes“13.

Ausführlich beschreibt Steiner den Alten Monden-Zustand mit seinen Pflanzentieren am 4. März 1907: „Solche Felsen, solche Ackerkrumen, solchen festen Boden, auf dem wir heute herumtreten, gab es auf dem Monde nicht. Dieser alte Mond war als Weltkörper eine Art von halb lebendem Wesen. Stellen Sie sich ein Torfmoor vor, aber noch mehr durchlebt als der heutige Torf - wie einen Pflanzenbrei etwa oder wie Spinat. Diese breiige Masse war durchzogen von verholzten Substanzen. Statt unserer heutigen Felsen gab es auf dem Monde eine Art von Holzgrundlage, und darüber eine Masse, halb Pflanze, halb Stein. Darauf wuchsen nun Wesenheiten, die mitten zwischen Pflanzen und Tieren standen, sozusagen Pflanzentiere. Die heutigen Schmarotzerpflanzen sind Nachzügler solcher Pflanzen, wie sie auf dem Mond gelebt haben, so vor allem die Mistel. Sie kann nur auf anderen Pflanzen wachsen, weil sie eine zurückgebliebene Mondenpflanze ist, die auf dem Mond auf einer Art Pflanzengrundlage wuchs.“14 Steiner arbeitet diese Erkenntnisebene der Mistel aus, während er ab 1904 über die kosmische Entwicklung der Welt und des Menschen vorträgt und die Zusammenfassung dieser Geistesforschung im Jahr 1910 als „Geheimwissenschaft im Umriss“ veröffentlicht.

Eine Pflanze ohne Wurzel
Im nächsten Schritt geht Steiner darauf ein, warum die Mistel in der Erde „nicht mit Wurzel fassen“15 konnte. Wesenheiten, die wie die Mistel „ zwischen den heutigen Pflanzen und den heutigen Tieren mitten darinnen standen, die nur auf einem pflanzlichen Boden wurzeln konnten, wie der Mondboden einer war, die sind zurückgeblieben und in unserer Erdenbildung deshalb auch nicht fähig, auf mineralischem Boden zu gedeihen. Da können unsere heutigen Pflanzen wachsen, aber jene, die zwischen Pflanzen und Tieren mitten drinnen waren, die einen lebendigen Boden brauchten, die können nicht, wenn sie zurückgeblieben sind, im Mineralischen wachsen. Die Mistel ist eine solche Pflanze. Sie muss deshalb in der heutigen Pflanzenwelt schmarotzen, weil sie ein zurückgebliebenes Wesen ist.“16 Am 8. Dezember 1910 zeigt Steiner in dem öffentlichen Vortrag über den „Geist im Pflanzenreich“, wie naturwissenschaftliche Ergebnisse diesen geisteswissenschaftlichen Befund stützen. Damals hatten Botaniker gerade entdeckt, dass die Wurzelspitzen höherer Pflanzen eigentümliche Stärkezellen enthalten, die wie ein Sinnesorgan die vom Erdmittelpunkt ausstrahlende Schwerkraft wahrnehmen und die Wurzel entsprechend orientieren. In vergleichenden Untersuchungen – so unterstreicht Steiner – konnten sie auch zeigen, „dass die Mistel nicht jene eigentümlichen Stärkezellen hat, welche die Pflanzen dahin bringen, nach dem Mittelpunkt der Erde zu zeigen.“17 Den Aspekt, dass der Mistel mit der Wurzel der „Sinn“ für die Erde fehlt, behandelt Steiner bis zuletzt in seinen Mistelbetrachtungen auf immer wieder neue Art.

Gift und Heilmittel
Als neue Qualität führt Rudolf Steiner in seine Misteldarstellungen ein, „...dass es eine grosse, weise Intuition unserer Vorfahren war, die sie dazu führte, in der Mistel besonders heilende Kräfte und Säfte zu suchen.“18 Bereits Pfingsten 1907 betont er: „Die Mistel ist auch ein bestimmtes Heilmittel, wie überhaupt Gifte Heilmittel sind.“19 Bemerkenswert ist, dass diese Kernaussage zum Mistelwesen in München unmittelbar im Anschluss an den Internationalen Pfingstkongress der theosophischen Sektionen fällt, auf dem Steiner dazu aufrief, im rosenkreuzerischen Sinne mitzuarbeiten „an der Umwandlung und Umgestaltung des Kosmos. (...) Dann wird der Kosmos wirklich etwas haben vom Menschen, denn alles ist in der Umformung. Alles muss wieder umgeformt werden durch die Wesen, die hineingestellt sind in die Weltenbewegung.“20

Auf entscheidende Weise charakterisiert Steiner die heilende Giftqualität der Mistel schliesslich am 31. Dezember 1916: „Dass eine Schmarotzerpflanze einen gewissen Grad von Giftwirkung ausübt, das drückt sich in so wunderbarer Weise dadurch aus, dass Baldur gerade durch die Mistel getötet worden ist; es bezeugt, dass ein Bewusstsein von der Gradation des Giftwertes in der Welt vorhanden war: dass der Saft der Mistelpflanze einen anderen Giftwert hat, als der ist, den der Mensch vertragen kann.“21 So habe das Gift für den Menschen eine retardierende Wirkung, und indem er kurz darauf schildert, wie polar hierzu im Krebstumor ein Prozess objektiv beschleunigt sei, erwähnt Steiner an diesem Tag erstmals die Mistel und den Krebs im gleichen Vortrag.

Obgleich Steiner die Mistel nicht direkt als Heilmittel für den Tumor nennt, legt seine Gedankenführung doch nahe, dass die Giftwirkung der Mistel das Gegengewicht zum Krebs bildet. Ita Wegman hört diese Worte, fragt nach und beginnt ab 1917 in ihrer Zürcher Praxis Krebspatientinnen mit der Mistel zu behandeln.22

Antitendenz der Mistel
Im ersten Medizinerkurs untersucht Steiner 1920 die phänomenologischen Besonderheiten der Mistel nun noch genauer. Man habe in der „Mistelbildung (...) dasjenige, was sonst noch mit der Pflanze organisch verbunden bleibt, das Aufsitzen der blüten- und samentragenden Organe auf dem Stamm, wie eine äussere Absonderung, wie einen Vorgang für sich. So dass Sie also in der Mistelbildung eine Steigerung, verbunden mit einer Art Abtrennung von den Erdenkräften, desjenigen zu sehen haben, was sonst in der Blüten- und Samenbildung vorliegt. Es emanzipiert sich gewissermassen dasjenige, was in der Pflanze unirdisch ist, gerade in der Mistelbildung.“23

„Aber die ganze Art und Weise, wie die Mistel wächst und gedeiht dadurch, dass sie eben sich an anderen Pflanzen ansetzt, das ist das besonders Wichtige. Dadurch eignet sich die Mistel eben ganz besondere Kräfte an. Sie eignet sich die Kräfte an, die etwa in der folgenden Weise bezeichnet werden können: sie will vermöge ihrer Kräfte alles dasjenige nicht, was die geraden Organisationskräfte, die geradlinig sich entwickelnden Organisationskräfte wollen, und sie will dasjenige, was die geradlinig sich entwickelnden Organisationskräfte nicht wollen.“ Hierfür prägt Steiner den Ausdruck der „Antitendenz“, die sich zum Beispiel auch in einem anderen Vegetationsrhythmus äussert, denn die Mistel blüht, „bevor die Bäume, auf denen sie wächst, mit ihrer Laubbildung im Frühling beginnen,“ und schützt sich dann „durch das Laub der Bäume (...) vor den zu intensiv wirkenden Sonnenstrahlen oder Lichtwirkungen des Sommers.“ Ganz allgemein gilt: Die Mistel mag nicht gerne zur Erde“. 24

Mistel und Karzinom
Auf dieser Grundlage stellt Rudolf Steiner dann im 13. Vortrag des Medizinerkurses die Mistel als Heilpflanze für das Karzinom vor. So wie sich im Tumor die physische Organisation mit ihren Kräften auflehnt „gegen das Hereinwirken der Ätherkräfte, so dass die Ätherkräfte sich gewissermassen stauen und halt machen und dadurch das, was wie eine Neubildung aussieht, eben entsteht, so ist es die Mistel, welche dieser Einsackung, die sich da gebildet hat, entgegenwirkt. Sie zieht gewissermassen das wiederum an die Stelle hin, wo es nicht hin will.“25 Denn durch ihre Antitendenz „eignet sich die Mistel eben ganz besondere Kräfte an; sie konserviert durch den Irrsinn der in ihr wirksamen Natur diejenigen Kräfte, welche eben entgegenwirken dem gewöhnlichen Gang der Ereignisse“, so „dass die Mistel in sich hat dieses dem menschlichen Organismus Entgegenwirken.“

Steiner charakterisiert die Mistel, der ja der Sinn für die Schwerkraft fehlt, später auch als Heilmittel gegen die Sinnesorganbildung an falscher Stelle, die im Karzinom vorliege. So seien die Sinne zwar am längsten in der Evolution veranlagt; „aber ihre letzte Ausbildung, wo sie so, wie sie heute sind, von der Ich-Organisation durchsetzt sind, haben sie erst während der Erdenentwicklung erlangt. Das menschliche Ich schoss in Augen, Ohren und die übrigen Sinne während der Erdenentwicklung hinein. Wird daher die Ich-Entwicklung zu stark, so bildet sich im menschlichen Organismus nicht bloss der Sinn in normaler Weise, sondern es entsteht eine starke Neigung, Sinne zu bilden. Und die Karzinombildung tritt auf. (...) Der Mensch wird zu stark Erde, indem er die Krebsbildung in sich hat; er bildet zu stark die Erdenkräfte in sich aus. Diesen übertriebenen Erdkräften muss man diejenigen Kräfte entgegensetzen, die einem Zustand der Erde entsprechen, wo das Mineralreich und die heutige Erde noch nicht da waren. (…) Ich sehe heute in der Mistel das, was nicht reine Erdenbildung hat werden können; es muss auf der fremden Pflanze aufsitzen, weil das Mineralreich am letzten in der Erdentwicklung entstanden ist. Und in der Mistelsubstanz haben wir das, was in der entsprechenden Weise verarbeitet, sich als Heilmittel gegen die Karzinom-Bildung darstellt, das die Sinnesorganbildung an falscher Stelle innerhalb des menschlichen Organismus austreibt.“26 Entscheidend sei, dass durch ein „Viscumpräparat, wie wir es anwenden, um das betreffende abnorme Organ – denn ein solches ist zum Beispiel das betreffende Karzinom – ein Wärmemantel gebildet wird.“27

Verarbeitung der Mistel
Bereits als er am 2. April 1920 die anthroposophische Misteltherapie begründet, unterstreicht Rudolf Steiner, wie sehr „der praktische Heilungsprozess (...) von der Verarbeitung der Mistelsubstanz“ abhängt: „Nun ist die Mistel zweifellos dasjenige, durch dessen Potenzierung man erreichen wird müssen das Ersetzen des Chirurgenmessers bei den Geschwulstbildungen. Es wird sich nur darum handeln, dass man namentlich die Mistelfrucht, aber durchaus im Zusammenhang mit anderen Kräften der Mistel selber, in der richtigen Weise wird behandeln können, um sie zum Heilmittel zu machen.“28 Exemplarisch führt er an diesem Tag zunächst das Verreiben der Leimsubstanz mit Metallsalzen an.

Noch im April 1920 entwickelt Steiner dann jedoch die bis heute gültigen Grundprinzipien der anthroposophischen Mistelpharmazeutik: die Ernte der Mistel im Hochsommer und im Tiefwinter, sowie die Verarbeitung von Sommer- und Winterextrakt in einem speziellen Maschinenprozess. Dessen Einzelheiten skizziert Steiner erstmals am 3. September 1923 in einem Vortrag: „Wenn wir dasjenige, was nun im Mistelprozess wirkt, unmittelbar nehmen und dem Menschen einführen, so verändert es sich wiederum (...) zu stark. Und daher wird nun versucht, dasjenige, was im Mistelbildeprozesse lebt, mit einer sehr komplizierten Maschine zu verarbeiten, die eine zentrifugale und eine radiale Kraft entfaltet, mit einer ungeheuren Geschwindigkeit eine zentrifugale Kraft entfaltet. (...) So dass man tatsächlich dasjenige, was im Mistelprozess wirkt, umgestaltet zu einem ganz anderen Aggregatsprozess und dadurch die Tendenzen in der mistelbildenden Kraft in einer konzentrierteren Weise verwenden kann, als sie heute, wo der Mistelprozess doch ein dekadenter Prozess ist, in diesem zutage tritt.“29

Am 22. April 1924 präzisiert Steiner in einer Ärztebesprechung, man werde die Mistel „noch eigentlich steigern müssen in ihrer Wirkung. Ich weiss nicht, ob Sie gesehen haben, dass wir nicht etwa in einer so einfachen Weise nach der Verwendung von Viscum streben, sondern dass wir dazu einen Apparat brauchen. Erst bringen wir die Mistelsäfte in eine vertikale Bewegung und diese lassen wir durchsetzen von einer horizontal rotierenden Bewegung. Es handelt sich darum, dass man erreicht, dass der Mistelsaft tropft und im Tropfen durchkreist wird, sich verbindet in Horizontalkreisen wieder mit Mistelsaft, so dass bis in die kleinsten Kreise hinein eine besondere Struktur hervorgerufen wird. Das ist eigentlich das Heilende des Viscum, was da entsteht. Gewiss, es ist schon an sich ein wirksames Heilmittel; aber das unbedingt spezifische Mittel entsteht erst auf diese komplizierte Art.“30

Zukunft als Möglichkeit
In der Erinnerung an den Baldurmythos hat Rudolf Steiner die Mistel aus der Vergangenheit abgeholt - durch die entsprechende pharmazeutische Tätigkeit wird Zukunft für die Mistel möglich. Denn das Verb „entsteht“ deutet darauf, dass durch die richtige Verarbeitung eine neue Qualität zur Erscheinung kommen kann, die der Mistel als Naturwesen noch fehlt. Während dieser Zukunftsaspekt erstmals am 2. April 1920 in Steiners Mistelvorträgen auftaucht, hat er den Vergangenheitsaspekt im Baldur-Mythos am 31. Dezember 1916 zum letzten Mal behandelt. Zwischen dem Abklingen der Vergangenheit und dem Auftauchen der Zukunft liegen drei Jahre und drei Monate, in denen Rudolf Steiner nicht über die Mistel spricht, Ita Wegman dagegen in Zürich die von ihm angeregte Misteltherapie in die Praxis umzusetzen beginnt. Dreieinviertel Jahre nach dem 31. Dezember 1916, an dem Steiner erstmals in einem Vortrag Mistel und Krebs gemeinsam erwähnt hatte, beginnt am 2. April, dem Karfreitag des Jahres 1920, ein neuer Abschnitt in der kosmischen Biographie der Mistel. Die „alles Heilende“ der keltischen Druiden kann aufsteigen zur „unbedingt spezifischen“ Heilpflanze für die Krebserkrankung.31

Dieser Schritt dürfte nicht nur Bedeutung haben für den Menschen, der sich auf dem schmalen Grat zwischen Gesundheit und Krankheit bewegt, sondern auch für das Mistelwesen an sich. Indem er von einer jahrhundertealten Überlieferung ausgeht und durch seine geisteswissenschaftliche Forschung das Verständnis für die Mistel bis in die Vergangenheit des Alten Mondes ausweitet, sucht Rudolf Steiner dieses Mistelwesen geistig in seinen Entstehungs- und Existenzgründen auf, holt es gleichsam aus der kosmischen Vergangenheit der Erde ab und begründet zugleich, warum die Mistel jetzt, als Pflanze auf der Erde, keine Wurzel hat, als Gift erscheint, eine „Antitendenz“ gegen geradlinige Organisationskräfte zeigt und „an sich schon“ ein Heilmittel für den Krebs ist. Denn all diese Aspekte haben ihre sachgemässe, aber auch notwendige Begründung in der Vergangenheit der Mistel auf dem Alten Mond. Erst als der Geistesforscher erkennt, dass und auf welche Art die Mistel zu verarbeiten ist, entsteht als neue Qualität die „unbedingt spezifische“ Heilpotenz der Mistel für das Karzinom.

Diese Erkenntnis aber lässt sich nicht aus Vergangenheit und Notwendigkeit ableiten. Vielmehr besitzt sie jenen freien Charakter, den Rudolf Steiner am 31. Dezember 1922 im letzten Vortrag, den er im Goetheanum halten konnte, als Grundlage für einen „kosmischen Kultus gegenüber der Natur“ charakterisiert hat.32 Als Relikt des Alten Mondes, das den Weg in die Erdenwelt nicht mitgehen konnte, bedarf gerade die Mistel wohl mehr noch als andere Pflanzen des in Freiheit erkennenden und aus Liebe tätigen Menschengeistes, der nicht im Spiegeln von Naturnotwendigkeiten befangen bleibt und bloss das Gewordene nutzen kann.
Hartmut Ramm
ramm<>hiscia.ch
Kirschweg 9, CH-4144 Arlesheim

5 R. Steiner: Die Tempellegende und die Goldene Legende - Die Mysterien der Druiden und Drotten. Berlin, 30. 9. 1904; GA 93, III.
6 R. Steiner: Anthroposophische Menschenerkenntnis und Medizin. London, 29. August 1924; GA 319.
7 R. Steiner: Die Theosophie des Rosenkreuzers. München, 3. Juni 1907; GA 99, X.
8 R. Steiner: Zeitgeschichtliche Betrachtungen (I). Dornach, 31. Dezember 1916; GA 173, XIII. Vgl. auch: R. Steiner: Die Mission einzelner Volksseelen. Kristiania, 15. Juni 1910; GA 121, IX.
9 R. Steiner: Das christliche Mysterium. Fragenbeantwortung zum Vortrag in Leipzig am 25. April 1906; GA 97.
10 R. Steiner: Die Wochentage - Sibyllenweisheit. Hamburg, 9. April 1905. In: Was in der Anthroposophischen Gesellschaft vorgeht. 22. Jg., Nr. 36; vom 9. Sept. 1945.
11 R. Steiner: Kosmogonie. Paris, 27. Mai 1906; GA 94.
12 R. Steiner: Grundelemente der Esoterik. Berlin, 26. Oktober 1905; GA 93a, XXIV.
13 R. Steiner: Bewusstsein - Leben - Form. Berlin, 22. Oktober 1904; GA 89, III.
14 R. Steiner: Ursprungsimpulse der Geisteswissenschaft - Der Lebenslauf des Menschen. Berlin, 4.März 1907; GA 96, XVI. Vgl. zu diesem Aspekt auch: R. Steiner: Aus den Inhalten der esoterischen Stunden. Berlin, 6. Mai 1906; GA 266/I. R. Steiner: Menschheitsentwicklung und Christus-Erkenntnis. Kassel, 24. Juni 1907; GA 100, IX. R. Steiner: Natur- und Geistwesen - Ihr Wirken
15 R. Steiner: Bewusstsein - Leben - Form. Berlin, 31. Oktober 1904; GA 89, VI.
16 R. Steiner: Die Apokalypse des Johannes. Nürnberg, 22. Juni 1908; GA 104, V.
17 R. Steiner: Antworten der Geisteswissenschaft auf die grossen Fragen des Daseins - Der Geist im Pflanzenreich. Berlin, 8. Dezember 1910; GA 60, VI.
18 R. Steiner: Welt, Erde und Mensch. Stuttgart, 8. August 1908; GA 105, V.
19 R. Steiner: Die Theosophie des Rosenkreuzers. München, 3. Juni 1907; GA 99, X.
20 R. Steiner: Planetenentwicklung und Menschheitsentwicklung. München, 20. Mai 1907. In: R. Steiner: Bilder okkulter Säulen und Siegel - Der Münchner Kongress Pfingsten 1907 und seine Auswirkungen. GA 284.
21 R. Steiner: Zeitgeschichtliche Betrachtungen. (I). Dornach, 31. Dezember 1916; GA 173, XIII. Erwähnt hat R. Steiner die Mistel auch 7 Tage zuvor im Vortrag vom 24. Dezember 1916 (GA 173, IX).
22 W. F. Daems: ITA WEGMAN - Zürcher Zeit 1906-1920. Dornach, 1986.
23 R. Steiner: Geisteswissenschaft und Medizin. Dornach, 25. März 1920; GA 312, V. Unter kosmologischen Gesichtspunkten verdeutlicht wird dieser Aspekt am folgenden Tag im 6. Vortrag (GA 312, VI).
24 R. Steiner: Geisteswissenschaft und Medizin. Dornach, 2. April 1920; GA 312, XIII.
25 R. Steiner: Geisteswissenschaft und Medizin. Dornach, 2. April 1920; GA 312, XIII.
26 R. Steiner: Anthroposophische Menschenerkenntnis und Medizin. Arnheim, 24. Juli 1924; GA 319, IX.
27 R. Steiner: Physiologisch-Therapeutisches auf Grundlage der Geisteswissenschaft. Stuttgart, 27. Oktober 1922; GA 314.
28 R. Steiner: Geisteswissenschaft und Medizin. Dornach, 2. April 1920; GA 312, XIII.
29 R. Steiner: Anthroposophische Menschenerkenntnis und Medizin. London, 3. September 1923; GA 319, III.
30 R. Steiner: Physiologisch-Therapeutisches auf Grundlage der Geisteswissenschaft. Besprechungen bei Ärztezusammenkünften, Dornach, 22. April 1924; GA 314.
31 Vgl.: H. Ramm: Die Mistel in der Zeit. Der Merkurstab (2) 1995; S. 113-123.
32 R. Steiner: Das Verhältnis der Sternenwelt zum Menschen und des Menschen zur Sternenwelt. Dornach, 31. Dezember 1922; GA 219, XII.
Quelle:
http://www.goetheanum-medizin.ch/fileadmin/medizin/download/Jahresbericht_2004.pdf
Der Link von oben. Darunter weiteres irres Sektierergefasel.

Man muß sich vor Augen führen, mit welchem absurden, esoterischen Sekten-Unfug Krebspatienten(!) mißhandelt werden (zudem auf Rechnung der Solidargemeinschaft). Man kann das nur als Verbrechen bezeichnen, bei Vorenthaltung von seriöser Medizin als Totschlag/Mord. Das alles geschieht in Deutschland im 21. Jahrhundert, mit tatkräftiger Förderung und gesetzlicher Legitimation durch sogenannte Politiker.
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Dieser Post wurde am 18.04.2005 um 21:58 Uhr von Biologe editiert.



1624
18.04.2005, 22:23 Uhr
Kinderarzt.Kinderarzt
Operator

Widerwärtigste schwerste Psychopathie und Menschenverachtung.

Mit solchem elenden Dreck werden ALLE,die der Sekte in die Finger fallen( Kinder,Alte,Kranke und andere Mitbürger) drangsaliert,infiltriert,belagert,erpresst,verblödet und noch dazu psychisch krank gemacht.

Diesem Zeugs ist die anthropopsychopathische Anti-Medizin striktest untergeordnet,bzw. ordnet sie die Mensch darunter unter.

Seriöse Medizin wird den Kranken vorenthalten.

Es geht nur um schamlose Machtausübung und Verbreitung der Sektenideologie - und um sonst gar nichts.

Das ist lebensgefährlich und kriminell.

Der Mistelschrott ist übrigens nachgewiesenermaßen völlig unwirksam und schädlich.

Reiner Betrug.

114

Dienstag, 19. April 2005, 14:35

Es gibt unter zahlreichen anderen Masern-SSPE-Sterbefällen auch noch aktuell 6-jährige ungeimpfte Zwillinge.

Ungeimpft,weil eine Sektierer-"Kinderärztin" den Eltern die Impfung ausgeredet hat.

Anthroposophen kämpfen gegen die rechtzeitige Masernimpfung.

115

Freitag, 6. Mai 2005, 18:30

Aus dem Lexikon des Rechtsextremismus zur Anthroposophie:

http://lexikon.idgr.de/a/a_n/anthroposophie/anthroposophie.php

116

Donnerstag, 12. Mai 2005, 20:45

Brutaler Schwachsinn von einem Anthropopsychopathie-Sektierer,der sich "Arzt" nennt:

Frank Meyer

Wege zu einer spirituellen Heilkunst

Homöopathie und anthroposophische Medizin
...
Große Bedeutung für die anthroposophische Medizin haben neben den pflanzlichen und mineralischen Arzneimitteln tierische Präparate. Potenzierte Präparate, die von ganzen, meist niederen Tieren stammen (z.B. von koloniebildenden Insekten wie Ameisen, Bienen und Hornissen, aber auch von Meerestieren, Spinnen oder Kröten) sind bereits in der Homöopathie sehr verbreitet. Eine Sonderstellung in der anthroposophischen Medizin haben jedoch so genannte Organpräparate von Säugetieren, hauptsächlich vom Rind.

Während pflanzliche und mineralische Arzneimittel vorwiegend durch ein Ansprechen der Empfindungs- und Ich-Organisation des Menschen wirken, bieten tierische Arzneimittel die Möglichkeit, gezielt auf den Bildekräfte- oder Ätherleib des Menschen, also das belebende und gesundende Wesensglied des Menschen zu wirken. Die Verwendung von Organpräparaten, z.B. von Gehirn, Lunge, Leber, Herz, Milz oder Hoden bei Erkrankungen oder Funktionsschwäche der entsprechenden Organe ist schon sehr alt.

Wir finden entsprechende Angaben z.B. in der tibetischen Medizin oder bei Paracelsus. Die anthroposophischen Organpräparate, stammen überwiegend aus Organen von Demeter-Kälbern. Sie werden potenziert, um die im Rind besonders stark wirksamen ätherischen Aufbaukräfte einzufangen. Deshalb werden diese Medikamente häufig bei Erschöpfung oder Degeneration eines Organs eingesetzt, je nach Potenzierungsstufe aber auch, um die Funktion, z.B. bei Entzündungen, zu dämpfen. Organpräparate, z.B. aus einzelnen Organen wie der Leber, der Bauchspeicheldrüse, der Niere oder Bestandteilen des Nervensystems werden einzeln oder in Kombination mit anderen Arzneistoffen, z.B. Metallen oder Pflanzen gegeben.

Der Verbindung z.B. von potenziertem Herz und Gold oder Kalbsleber und Zinn liegt die Vorstellung einer »Leitschiene« zugrunde, welche die Metallwirkung auf das erkrankte oder zu schwache Organ lenkt und sie zugleich verstärkt.

Weiterführung der Natur
Wer den Ätherleib des Tieres und die in ihm wirkende Tierseele so groß denkt, wie es die kosmische Betrachtungsweise von Rudolf Steiner nahelegt, kommt auch hier, wie so oft in der Anthroposophie, um eine über das Pragmatische hinausgehende Betrachtung nicht herum.

Der Versuch, den Ätherleib als kosmische Kraftorganisation, in welcher die ganze Sternenwelt enthalten ist, zu denken, führt heute auch zu der Frage, wie sich die Beziehungen von Mensch und Tier im planetarischen und kosmischen Maßstab auf Wirkung und Wirksamkeit solcher Rinderpräparate auswirken mögen.
...
"Dr." "med." Frank Meyer, geb. 1960 ist Haus"arzt" und Moderator eines "ärztlichen" Qualitätszirkels für anthroposophische "Medizin" und "Natur""heil"verfahren in Süddeutschland.

http://www.info3.de/cgi-bin/yforum/yforum.cgi?forum=archiv/info3/Artikel/2001-05/frank&cfg=0

KOMMENTAR:

"potenziert" heißt bei den Irren immer verdünnt,bis nichts mehr drin ist im Betrüger-Pseudomedikament.

Alles totaler Scharlatanerie-Betrug.

117

Sonntag, 5. Juni 2005, 20:21

Damit Sie sehen wie es um den "Geistes"-Zustand von gefährlichen anthroposophischen "Ärzten" bestellt ist.

Der Typ ist meines Wissens "Chefarzt" einer anthroposophisschen Sektierer- Klinik(Havelhöhe) in Berlin.

So betreiben die "Medizin".


1678
Heute, 14:57
hvs


Astralisierungsprozeß im Tomatenwesen ..

Solanum lycopersicum als Heilpflanze
Burkhard Matthes

http://www.merkurstab.de/php/index.php4

Zitat:
DieTomate verläßt also ein Stück weit den Charakter des Pflanzenartigen inRichtung von Eigenschaften, die eigentlich seelisch begabte Wesencharakterisieren. Dieses hat sie mit anderen Nachtschattengewächsengemein (58, 59). Das besondere aber besteht in der Art, wie sie estut.Wie hier ein Blütenprozeß bestrebt ist, die ganze Pflanze zuüberformen und die Signatur der Blüte auf einen von sich aus sehr imLebensprozeß beheimateten Stengel-Blatt-Bereich zu übertragen, isttomatencharakteristisch. Der Astralisierungsprozeß ist im Tomatenwesenspezifisch.

Dem entgegen stellt sich eine starke Betonung desLebensprozesses oder oben auch Reifungsprozeß genannt, die sich in derWurzel „wie zurücknehmen“ (s. o.) im Stengel-Blatt-Bereich bei derTomate sich tendenziell immer ausleben will (darum das Ausgeizen) undin der Fruchtreifung mit der Überwindung des Giftimpulses seinenHöhepunkt findet. Der Giftungsprozeß wird nicht nur abgebaut, sondernes entstehen darüber hinaus heilsame Substanzen (s.o.).

DieTomatenpflanze stellt somit ein Vorbild für einen Mysterienweg dar: DasEindringen einer seelischen, astralen Qualität in einen Bereich, derdem Ätherischen, Lebentragenden zugeordnet werden kann, dort todbrin-
gend(giftend) wirkt und der nicht zurückgedrängt, sondern überwunden wirdund lebentragende und lebenfördernde Prozesse (Reifung) hinterläßt.

Esgibt nach Steiner mehrere Weisen, wie eine Individualisierung im Körperhergestellt wird (60). Entweder, Fremdes wird mit einemEntzündungsprozeß beantwortet und überwunden (ausgeführt bei (61, 62),bei (60) die in Abbildung 12 dargestellte Strömung 2), oder dieIndividualität im Sinne der Steinerschen Ich-Organisation begrenzt undordnet Wachstum, ohne daß Wach-Bewußtseinsvorgänge damit verbundensind. Man denke z.B. an die embryonale Nierenentwicklung, hier wirddifferenziertes Gewebe mehrmals ohne Entzündung abgebaut. Bei letztererSituation sprechen wir von Apoptose, hier wirkt die Ich- Organisationüber den unsichtbaren Menschen auf das Ätherische (bei (60) Strömung 4bzw. 1 Abbildung 12).

KOMMENTAR:

Das ist nichts Anderes als Psychopathie.

118

Montag, 6. Juni 2005, 00:37

Anthroposophie-Sektierer verursachen erneute Masernepidemie:

http://kidmed.info/forum/index.php?page=Thread&threadID=7412

Wie vor erst Kurzem in Coburg:

http://kidmed.info/forum/index.php?page=Thread&threadID=383


Diese Leute sind lebensgefährlich.

119

Freitag, 1. Juli 2005, 19:46

http://griess.st1.at/gsk/fecris/56%20conf%20deutsch%20GRUNWALD.htm

Das ist ganz excellent,was die französische Ärztekammer dazu sagt und steht so in totalem Gegensatz zu dem,was deutsche Ärztekammern auf diesem Scharlatanerie-Betrugs-Gebiet an Duldung und Förderung betreiben.

Es geht schließlich um massivste Berufsordnungsverstöße und Straftaten,die hierulande geduldet werden.

Dazu gibts reichlichst beweisendes Material.

Hierzulande gibt es Zwangsfortbildungspunkte für Betrugsveranstaltungen und Zusatz-"Diplome" für Absurdes,Verlogenes und Schädliches wie z.B. die Homöopathie durch Ärztekammern.

Ich kann der französischen Ärztekammer nur gratulieren.

Die haben ja dort auch kein Problem mit dem massivst um sich greifenden Scharlatanerie-Betrug wie in Deutschland.


Der velinkte Text:

FRANKREICH

Daniel GRUNWALD
- Arzt
- Emeritierter Generalsekretär des Conseil national de l’Ordre des Médecins (Vorstand derArztekammer)
- Mitglied des Orientierungsrats der Mission Interministérielle de Vigilance et de Lutte contre les Dérives Sectaires (MIVILUDES) (Interministeriellen Mission zur Überwachung und Bekämpfung sektiererischer Auswüchse (MIVILUDES), frz. Regierungsorganisation

Die Französische Ärztekammer zu sektiererischen Bewegungen
und ihre Haltung zu deren medizinisch ungesicherten Praktiken

In der gegenwärtigen Gesellschaft durchdringen die verschiedenen Formen der Sekten unser soziales Leben, als beunruhigendes Zeichen der Ungesichertheit unserer modernen Welt.

Davon ist auch der Gesundheitsbereich nicht ausgeschlossen, sondern ganz im Gegenteil:

* die laufende Ausweitung der Verwendung von Gesundheitsthemen und der verschiedensten therapeutischen Methoden durch Sektenbewegungen,
* ihr öffentliches Auftreten, ihre Verbreitung und sogar Verharmlosung in den Medien,
* ihre Propagierung selbst innerhalb des Gesundheitswesens, was durchaus geeignet ist, auch Ärzte und anderes Gesundheitspersonal zu verunsichern,

werfen eine Reihe von Fragen auf.

Der Ordre des Médecins ist eine private Vereinigung von niedergelassenen Ärzten, die von ihren Kollegen gewählt wurden. Sie wurde vom Staat mit der Aufgabe betraut, eine Service-Stelle mit administrativen und juristischen Funktionen für die ausübenden Praktiker einzurichten.

Deshalb begann der Ordre des Médecins Français vor einigen Jahren , sich mit den komplexen Beziehungen zwischen den Sekten und den medizinischen Praktiken zu beschäftigen.

Verschiedene Entwicklungen, die im Laufe der Zeit an den Sekten beobachtet wurden, haben uns zunehmend veranlasst, diese Überlegungen in den viel größeren Rahmen der immer komplexer werdenden Verschachtelungen zwischen den «sektiererischen Auswüchsen» und der Vereinnahmung des «Gesundheitswesens » im weitesten Sinn ein zu beziehen.

Wir wollen daher zunächst besonderes Augenmerk auf die beobachteten Entwicklungen in jenen Fällen legen, wo schädliche sektiererische Praktiken als Gesundheitspflege ausgegeben werden, und sodann die Einstellung des Ordre des Médecins dazu erörtern.

Die beobachteten Fakten

1. Das Eindringen sektiererischer Auswüchse in medizinische Bereiche

Beobachtungen aus den letzten Jahren erlauben deutlich verschiedene Entwicklungen aufzudecken, wo sich schädliche sektiererische Auswüchse in das Gesundheitswesen eingeschlichen haben.
* Eine Angebotserweiterung in der Tätigkeit der Sekten

Der Zugang zum Phänomen der Sekten wurde in Frankreich erleichtert durch verschiedene Untersuchungen, mehrere parlamentarische Berichte, die Gründung einer Beobachtungsstelle, schließlich die Gründung einer Interministeriellen Mission zur Bekämpfung der Sekten, und vor kurzem die Errichtung einer « Interministeriellen Mission zur Überwachung und Bekämpfung sektiererischer Auswüchse » (November 2002).

o Man kennt die Schwierigkeiten der Definition und Erkennung sektiererischer Auswüchse; wichtig für unsere Arbeit ist, in den Strukturen mit exklusiver ideologischer Basis jene Fakten aufzudecken und heraus zu streichen, welche ihre Schädlichkeit für die Personen, die in ihrer physischen und psychischen Integrität verletzt werden, entlarven; man versucht die Verhaltenseigenheiten zu analysieren und das Augenmerk auf Schäden zu lenken, die für solche «schädlichen sektiererischen Auswüchse» charakteristisch sind.

o Die Themen der Gesundheit haben bei den verschiedensten Gruppen von Sekten immer eine Rolle gespielt. Heiler-Gruppen und psychoanalytische Bewegungen, deren Aktivitäten sich oft quer durch Scheinfirmen, ja sogar gänzlich unproblematisch erscheinende Behandlungszentren ausbreiten, wurden identifiziert.

o Die allgemeinen Entwicklungstendenzen , die im Rahmen des Gesundheitswesens an Strukturen mit schädlichem Sektencharakter beobachtet worden sind, kann man mit den folgenden Themen umschreiben :

+ starke Zunahme von Sektenaktivitäten im sogenannten « psychotherapeutischen » Bereich;
+ Vervielfachung von Aktivitäten, die auf Techniken beruhen, die aus transformierten « östlichen » Konzepten hervorgegangen sind;
+ Entwicklung von « Behandlungen », die sich auf die rational nicht erfassbaren Themen der Entwicklung und Stärkung des Individuums konzentrieren;
+ Eindringen in professionelle Organisationen und Ausbildungsstätten mit Hilfe von Scheinfirmen, um an alle mit der Gesundheitspflege Befaßten heranzukommen;
+ Manchmal werden Sekteneinflüsse bei humanitären Bewegungen beobachtet, z.B. bei gewissen Krankenpflegediensten oder Katastrophen-Hilfsorganisationen;

Diese verschiedenen Beispiele zeigen sehr gut, wie die Sekten versuchen, auf allen Gebieten der medizinischen Versorgung zu agieren.

Sie illustrieren zugleich eine sehr viel allgemeinere Problematik der Vermehrung der Aktionen mit Sektencharakter im Gesundheitswesen:
o wenn einige dieser Strategien sich immer auf die Übernahme von Krankenpflege und Betreuung quasi-pathologischer Probleme konzentrieren,

o so tauchen darüber hinaus in zunehmendem Maße viel weiter gefaßte Themen auf, nicht nur der Erhaltung, sondern auch der Entfaltung der Gesundheit, der Wellness, der physischen und mentalen Fähigkeiten, oder der Stärkung der Persönlichkeit, quer durch esoterische, pseudo-kosmologische und pseudo-religiöse Ideologien.

Und so wird diese Ausweitung der sektenabhängigen Organisationen auf Themen der Gesundheit immer klarer, indem sie ganz bewußt die Begriffe « Gesundheit » und « Krankheit » verkomplizieren und in den Augen ihrer Anhänger deren Bezug zu Gesundheit und Krankheit verändern.

Man darf auch die starken internationalen Beziehungen der Sekten nicht vergessen, die eine Zusammenarbeit der verschiedenen Länder, die mit Sektenproblemen konfrontiert sind, immer mehr rechtfertigen.
*

Die Entwicklung der Strukturen von Sekten
o die Aktivitäten der großen Gruppen « klassischer » Sekten auf nationaler und internationaler Ebene dauern an, ja einige davon zeigen gewisse Tendenzen zur Radikalisierung.

o Immer öfter gesellen sich assoziierte Gruppen mit eingeschränkter Zugehörigkeit dazu, die, um einen « begleitenden Guru –Therapeuten » geschart, manchmal für sich allein operieren (aber oft nach einer kostspieligen « Ausbildung », die von einer zentralen Stelle aus vorgeschrieben wird).

Und so unterscheidet heute im Sektenbereich vieles die absolut « klassischen » Sekten vom Sektierertum verschiedener eher diffuser Gruppen und Grüppchen, die man immer öfter beobachtet und die weniger leicht greifbar sind. Auf dem Gebiet der Beziehungen zur Gesundheit und der ärztlichen Praxis ist diese Unterscheidung auch gut angebracht, denn sie erlaubt es, die große Variabilität der durch die Sekten entstandenen Probleme genauer zu erfassen. Es ist zu betonen, daß man jede Vermischung vermeiden muß: Jede sektiererische Bewegung unterscheidet sich von den anderen und verlangt eine spezifische Untersuchung. Wenn also viele sektiererische Bewegungen versuchen, ihren Einfluß auszuweiten, indem sie sich der alternativen Medizinen und manchmal auch der Fachleute im Gesundheitswesen bedienen, so wird dieses Eindringen in Abhängigkeit von den angestrebten Zielen sehr verschieden sein.

2. Die Benutzung der verschiedenen «Medizinen»

Zwei Tendenzen charakterisieren die Verbindungen zwischen den Praktiken der Sekten und der Medizin: Einerseits Kritik und Opposition gegen die «moderne, offizielle» , die sog. Schulmedizin, besonders von Seiten der «therapeutischen» Sektenbewegungen, die mit der « westlichen » Medizin in Konkurrenz treten; andererseits, aber manchmal eng damit verbunden, werden Behandlungen und therapeutische Anwendungen präsentiert als « nicht offizielle » Medizin aus alter oder mystischer Tradition, hervorgegangen aus alten Kulturen oder auf esoterischer Basis.

Hier finden wir tatsächlich den Zusammenhang mit vielen Heilmethoden, die « sanft, alternativ, komplementär und unkonventionell » genannt werden, die wir aber lieber als « ungesicherte medizinische Praktiken » bezeichnen wollen. Der gemeinsame Nenner all dieser alternativen Therapiemethoden besteht darin, dass eine authentische wissenschaftlich anerkannte Validierung und Evaluation fehlt. Das Feld dieser « ungesicherten medizinischen Praktiken » ist sehr weit und vielgestaltig; es reicht von medizinischen Praktiken, die nach dem Bürgerrecht anerkannt sind, bis zu - im Einzelfall - total irrationalen und esoterischen Behandlungsmethoden. Die von den Sekten bevorzugten « Behandlungsarten », getragen von den Sektenideologien, berufen sich gerne auf die oben genannten extremen Kategorien der esoterischen therapeutischen Theorien, aber sie können auch Aktivitäten entsprechen, die auf einem modifizierten wissenschaftlichen Konzept aufbauen, oder auf erprobten Therapien, die verändert und adaptiert wurden. (Beispiele: verschiedene Zweige der Diät) .

Das Ineinandergreifen der Maßnahmen der Sekten und der « nicht anerkannten » alternativen Therapiemethoden ist nicht leicht zu durchschauen, denn die Ähnlichkeit der Form und Darstellung darf nicht über die Unterschiede der Gründe und besonders der Zwecke hinweg täuschen:

Schematisch (und historisch) gesehen erscheinen die « ungesicherten medizinischen Methoden » und die Sektenpraktiken tatsächlich verschieden:

* die unkonventionellen Medizinen wollen einzig und allein Krankheiten heilen oder pathologische Probleme lösen; sie werden von « Therapeuten » ohne andres angegebenes Ziel verwendet.

* Im Gegensatz dazu konzentrieren sich Sekten mit schädlichen Nebenwirkungen auf Personen, die nicht unbedingt krank sind, sondern die kein Gehör finden, die « Aufmerksamkeit » erregen wollen und denen sehr schnell eine Zwangs- Ideologie aufgedrängt wird, mit der Folge des Verlustes von sozialen Bindungen. Diese scharen sich als hierarchisch geordnete Gruppe um einen Guru und sind weniger auf die Gesundheit als auf Entfaltung und Wohlbefinden oder auf pseudoreligiöse und pseudo-kosmologische Ziele ausgerichtet.

Aber tatsächlich ist alles in Wirklichkeit viel nuancierter: Man trifft auf Sekten, die sich nur unter dem Mäntelchen der « Medizin » präsentieren, und dabei das Vertrauenspotential ausnützen, das viele unbewußt in die neuen Formen von sehr kleinen sektiererischen Gruppen setzen. Dazu kommt die Tendenz gewisser Therapeuten mit alternativen Therapiemethoden, Gruppen von Patienten zu bilden und sich dabei nicht nur um die Behandlung von Krankheiten, sondern darum zu kümmern, daß Gesundheit und Wohlbefinden wieder zurückkehren oder aufrecht erhalten werden! Es existieren also in Wirklichkeit viele mögliche Zwischenstufen.

Diese verschiedenen Tatsachen führen uns zu einer Strategie, wie wir die Unterscheidung zwischen ungesicherten medizinischen Praktiken und Praktiken der Sekten in unserer Analyse aufrecht erhalten können: wir versuchen alle Vermischungen zu vermeiden, indem wir in jeder konkreten Situation vor allem die Art und den eventuellen Grad einer für den Patienten «schädlichen» Praktik präzisieren; aber man muß sich auch vergegenwärtigen, daß sich hinter gewissen atypischen « Medizinen » schädliche sektiererische Absichten verbergen können. Natürlich sind nicht alle ungesicherten medizinischen Praktiken zu den Sekten zu rechnen, aber die Sektenbewegungen präsentieren sich oft und gerne als « Medizinen ».

Man kann auf der anderen Seite bemerken, daß es oft derselbe Typ Patient ist, - ja sogar mit derselben Sensibilität, die auch bei Fachleuten des Gesundheitswesens zu finden ist, - der von esoterischen alternativen Medizinen und auch Sektenideen fasziniert ist. Dabei soll nicht verheimlicht werden, daß Scharlatanerie und finanzieller Appetit der «Pfleger» oft sehr nah beisammen liegen.

3. Sektenagitatoren im Gesundheitswesen.

Vielgestaltige Sekten, die «Medizin» als Aushängeschild verwenden, führen zu einem dritten Aspekt der gegebenen Situation, der zu analysieren ist: Jenem der Teilnehmer an derartigen sektenähnlichen Aktivitäten, einschließlich derer aus dem Gesundheitsbereich. Das berechtigt den Ordre de Médecine, in diesem Bereich aktiv zu werden.

* Die Hauptakteure, verantwortlich für die «therapeutischen» Aktivitäten von vielen Sektengruppen, bleiben im wesentlichen die selbstgraduierten und selbsternannten «inspirierten Proselyten». In gewissen Fällen können ihre Praktiken illegalen Therapieversuchen der Medizin entsprechen (im Fall der Diagnose, die der angewendeten Therapie vorangeht.) Der Umstand, daß diese Proselyten Titel in Anspruch nehmen, ähnlich den Titeln authentischer professioneller Ärzte oder noch mehr, die Erfindung und Verwendung von Bezeichnungen, die nur auf die Ähnlichkeit mit Pflegefunktionen ausgerichtet sind, stellen eine Täuschung der Personen dar, die sich ihnen anvertrauen.

* Ärzte und anderes medizinisches Personal

Einige Ärzte wurden im Zuge einiger ebenso auffälligen wie bedauerlichen Affären angeklagt, sich fallweise sogar aktiv an den Machenschaften von sektiererischen Bewegungen zu beteiligen. Das ist eine heikle Materie, denn neben konkreten Affären, die dokumentiert und sanktioniert wurden, gibt es viele hochgespielte Fälle, mit Gerüchten, die von einer leidenschaftlichen Atmosphäre umgeben sind, die ihre objektive Beurteilung erschwert. Selbstverständlich ist es keine Frage, daß man die Meinungsfreiheit und Glaubensfreiheit für alle Bürger - die Ärzte natürlich eingeschlossen - garantieren muß, aber man sollte gegebenenfalls wenigstens die für Patienten schädlichen Unterschiede zwischen einer ärztlichen Maßnahme und der verwerflichen Aktivität der Sekten beachten.

So können praktische Ärzte von schwachem Charakter, die sich gegenüber dem Elend und dem Tod hilflos fühlen, durch die Freundlichkeit einer «mitfühlenden» Gruppe verführt werden, bevor sie von einer Sekte angeworben werden..... und man weiß sehr gut, wie sehr bestimmte sektiererische Bewegungen die Teilnahme (und Bürgschaft) von Ärzten suchen.

Leider wird in manchen Fällen der verführte Arzt aktiv, indem er die Aura seines Erfolges nützt, um neue Anwärter für die Sekte heranzulocken : sympathisierender Arzt, schließlich Anwerber bei seinen Patienten - Berater von gewissen Sektengruppen bestätigen die Qualität der vorgeschlagenen esoterischen «Behandlung». Derartige Fälle sind glücklicherweise nicht sehr häufig, aber beweiskräftige Beispiele sind bezeugt. Außerdem muß man immer wieder darauf verweisen, daß sich aus Mangel an Information (und Kritikvermögen) zahlreiche Ärzte durch Berichte über pseudowissenschaftliche Behandlungen, die durch Sekten verbreitet werden, mißbrauchen lassen. Sie geraten in Gefahr, deren Anhänger zu werden, ohne es, zumindest am Anfang, zu wissen. Nur wenn solche Praktiken über längere Zeit hin angewendet werden, wie Werbung für die Sekten durch Ärzte, liegt die allgemeine Vermutung nahe, daß die aktive Beteiligung von ihnen selbst ausgegangen sei, entweder im Rahmen von «Heiler»- Bewegungen, oder auf eigene Initiative.

In solchen Situationen wird die genaue Arbeitsweise der Ärzte in ihren Verschreibungen und Begründungen abzuwägen sein. Bei der Verwendung von gewissen ungesicherten medizinischen Therapiemethoden, ohne Verdacht auf Sektierertum, wird man die Art ihres Gebrauchs beachten: sind sie als Ersatz für eine erprobte Behandlung nach dem Stand der Wissenschaft verschrieben worden, oder mit einem rein kurpfuscherischen Ziel, wodurch manchmal richtiggehend eingebildete Krankheiten entstehen, so ist dies in hohem Maß zu verurteilen. Diese Situationen unterscheiden sich von der eventuell umsichtigen Verwendung von unkonventionellen Medizinen, sog. komplementären Therapien. Diese werden ohne Gefährdung der Patienten, komplementär zu den erprobten Behandlungen, in bestimmten Fällen und nach eingehender Information des Patienten angewendet. Sie haben kein anderes Ziel als die bestmögliche Behandlung, darin inkludiert auch die Erforschung eines Placebo-Effekts. Wenn dagegen mit Verschreibungen sektenähnliche Tätigkeiten oder sektiererisches Verhalten verbunden sind, wird sich diese Behandlung möglicherweise als für den Patienten schädlich und daher verwerflich und abnormal herausstellen.

Diese Überlegungen betreffen vor allem die Ärzte angesichts ihrer Funktion als Verschreiber von Medikamenten und ihrer besonderen Verantwortung. Aber von der Versuchung und der Werbung für Sekten ist in der Tat das ganze Gesundheitswesen betroffen: Zahnmediziner und paramedizinische Berufsgruppen, die manchmal auf irrationale Argumente leichter hereinfallen, (wie etwa gewisse Heilgymnastiker, Hebammen, Krankenpfleger, auch Sozialarbeiter). Diese Berufe könnten leichter durch Kontakte zu Gruppen betroffen sein, die von sektiererischen Ideologien beeinflußt sind. Als Beispiel seien die aktuellen Probleme angeführt, die durch bestimmte Bewegungen entstehen, welche rund um Schwangerschaft und Geburt Schulungen mit sektiererischen Nebengedanken entwickeln.
*

Die Patienten

Angesichts der Komplexität der Gesellschaft muß man bei mehr oder weniger freiwilligen Aufnahmekandidaten einige Fragen erörtern:

o Bestimmte Persönlichkeitsprofile oder Lebenssituationen machen - ebenso wie bestimmte pathologische Voraussetzungen - besonders anfällig für Propaganda oder Werbung durch Sekten. Ein erfahrener Arzt sollte eventuell mit seinen Patienten darüber sprechen. Andererseits ist die Behandlung von Patienten, die aus Sekten ausgetreten sind, oft sehr schwierig, da sie Beratung und spezielle Behandlungsmethoden verlangt.

o Oft ist auch das Umfeld der Kranken mitbetroffen: wenn z.B. ein Zeuge der Anwerbung seiner Eltern durch eine Sekte hilflos oder wütend gegenübersteht; manchmal ist auch die Verwandtschaft durch bestimmte Gruppierungen beunruhigt.

o Aber auch die Patienten (manchmal auch ihre Familien!) können von sich aus «Wunderheilungen» verlangen, von denen sie durch Reklame oder Mundpropaganda gehört haben!

o Es gibt viele Situationen, die das Verhältnis Arzt- Patient kompliziert machen, und die genaue Informationen erfordern. Diese müssen immer wieder von Hausärzten den Familien gegeben werden, im Bewußtsein, daß dabei bestimmte Ausrichtungen oder Glaubenshaltungen der Kranken oder ihrer Familien große Probleme hervorrufen können. Erinnern wir in diesem Zusammenhang an die sehr spezifische Fragestellung, die durch manche erwachsenen Patienten aufgeworfen wurde, die sogar bei zwingenden Indikationen jede Art der Bluttransfusion verweigert und damit ihr unmittelbares Überleben auf Spiel gesetzt haben.

Die Haltung des Ordre des Médecins

Wenn unsere Überlegungen auch nur auf Gutachten und Berichten über sektiererische Tätigkeiten einerseits und das Gesundheitswesen andererseits beschränkt sind, so ist die Materie doch sehr weit und komplex und Quelle verschiedenster Fragestellungen und zahlreicher Schwierigkeiten in der Praxis.
« Zur Kenntnis nehmen - Durchdenken – Handeln » ist der Leitspruch eines professionellen Vorgehens, eingeführt, um Stellung zu den durch Sekteneinfluß abweichenden Behandlungspraktiken nehmen zu können.

1. Analyse der derzeitigen Situation

Angesichts der Informationen oder Klagen, die von Patienten oder deren Familien oder von verschiedenen öffentlichen Organisationen und Vereinigungen kommen, die mit dem Kampf gegen schädliche sektiererische Bewegungen konfrontiert sind, ist es ein Gebot der Stunde, die sektiererischen Bewegungen, ihre Entwicklung, ihre immer komplexeren Wechselbeziehungen mit der Gesundheitspflege und möglicherweise mit den medizinischen Praktiken zu analysieren.

Dieses Vorgehen muß allerdings den vorhandenen Schwierigkeiten angemessen sein, um sie überwinden zu können, und das sind die unterschiedlichen Erscheinungsformen und die laufende Veränderungen der diversen sektenartigen Bewegungen, die emotional aufgeladene Atmosphäre, in der die Berichte der Sektenopfer oder ihrer Familien oft gegeben werden, die Notwendigkeit, nur über genügend dokumentierte Fälle zu sprechen, ebenso wie genau zu unterscheiden zwischen üblichem medizinischen Handeln und den Meinungen eines Arztes, was nicht immer einfach ist . Denn in gewissen Fällen kann die Verwendung des Arzt-Titels strafwürdige Taten gutheißen und selbst in seinen persönlichen Stellungnahmen bleibt ein Arzt gegenüber Dritten ein « Arzt ».

Eine Bewertung der Qualität von gewissen Praktiken und ärztlichen Verschreibungen kann, wie wir gesehen haben, schwierig sein und man wird sie zunächst aus der Sicht der Patienten zu beurteilen haben: Haben sie von der Behandlung des Arztes, die ihrem Zustand entsprechend notwendig und berechtigt war, Nutzen gehabt? Hat es Täuschung gegeben? Kurpfuscherei? Kann man schädliche oder gefährliche Behandlungen oder Verschreibungen vorwerfen?

Dies betrifft das Verhalten von Ärzten gegenüber ihren Patienten, wenn es unter dem bestimmenden Einfluß einer Sekte abnormal verändert ist, ebenso wie der Gebrauch von bestimmten ungesicherten Heilmethoden zu beurteilen ist.

2. Juristischer Zugang

Dieser kann auf verschiedenen Niveaus geschehen:

* Das Problem der verwerflichen Aktivitäten der Sekten betrifft in Frankreich vorwiegend das Straf- und Zivilrecht, das die ärgsten Vorkommnisse behandeln muß.

* Die fachliche Rechtsprechung des Ordre des Médecins hat nur in den Fällen einzuschreiten, wo mit dem Code de Déontologie médical [Code der medizinischen Berufsethik] nicht konforme Praktiken von Ärzten vorkommen. Zahlreiche Artikel dieses Codes beziehen sich auf die betreffende Fälle. Der Arzt muß wirklich unter allen Umständen die Prinzipien der Moral, der Redlichkeit und der Hingabe an die Ausübung der Medizin respektieren. Niemals darf der Arzt eine korrekte, aufmerksame Haltung und Respekt gegenüber der behandelten Person vermissen lassen; diese Bestimmungen gehören übrigens zum Artikel 3 der Prinzipien der Europäischen Medizinischen Ethik (herausgegeben vom ständigen Komitee der Europäischen Ärzte) die uns hier sehr passend erscheinen: « Der Arzt vermeide es in der Ausübung seines Berufes, seinen Patienten seine persönliche Meinung, seine Auffassung von Philosophie, Moral oder Politik aufzudrängen » Der Artikel 5 des Code Français de Déontologie médical bestimmt, dass der Arzt « in keiner wie immer gearteten Weise seine berufliche Unabhängigkeit aufgeben darf ».
In der Praxis betreffen die von der Disziplinarkammer des Ordre des Médecins erlassenen Bescheide sehr oft die Verletzung des Artikels 39 des Code de Déontologie: « Die Ärzte dürfen einem Kranken oder seinen Angehörigen ein Heilmittel oder eine Behandlung, die nur vorgetäuscht oder ungenügend erprobt sind, nicht als heilsam und ungefährlich vorschlagen. Jede Kurpfuscherei ist verboten ». Auch der Artikel 40 charakterisiert die gefährlichen Therapien: « In den Untersuchungen und Behandlungen, die der Arzt vornimmt und verschreibt, darf er für den Patienten kein ungerechtfertigtes Risiko eingehen ».
Aber andererseits können betroffen sein: Die Komplizenschaft eines Arztes mit einer illegalen Medizinausübung, eine Einmischung in Familienangelegenheiten, die Nicht-Respektierung von Maßnahmen, die den Schutz von Minderjährigen gewährleisten, ebenso wie der Schutz von «allen Personen, die wegen ihres Alters oder wegen ihres physischen oder psychischen Zustandes nicht in der Lage sind, sich selbst zu schützen». In diesen Fällen muß der Arzt «außer bei besonderen Umständen .... die richterlichen, medizinischen oder verwaltungstechnischen Autoritäten warnen.» Diese besonderen Situationen sind im Code de déontologie médicale français vorgesehen, die die Richtlinien des Strafkodex ergänzen.

* Nur in erwiesenen Fällen, die gegen den Codex de Déontologie verstoßen und nachweislich schädlich für die Patienten sind, kann die Kammergerichtsbarkeit befasst werden.

* Die Analyse der Klagen, die wegen schädlicher medizinischer Praktiken von Sekten bei den ordentlichen Gerichten eingebracht wurden, zeigt zwei Merkmale:

o Die Klagen sind nicht sehr häufig, sie kommen selten von den Opfern selbst, viel öfter wurden Informationen durch ihre Umgebung zusammen getragen (wenn diese Klagen berechtigt und bewiesen sind, kann der Ordre des Médecins die Ärzte direkt zur Verantwortung ziehen)

o Sie sind im allgemeinen sehr ungenau, aber oft besorgniserregend, da sie einer durch die Ideologie der betreffenden Sekte begründeten Systematisierung der strafbaren Praktiken entsprechen. Wenn solche Fälle erwiesen sind, werden sie mit disziplinären Sanktionen und meistens mit einem zeitlichen oder unbegrenzten Berufsverbot bestraft.

* Damit vergleichbar unterliegen auch die anderen Pflegeberufe (Zahnärzte, Hebammen, Apotheker und Heilgymnastiker) einer spezifischen professionellen Gerichtsbarkeit.

3. Information des medizinischen Personals

Diese Überlegungen erklären, warum wir auf ausreichende Information der Ärzte (und aller im Gesundheitsbereich Arbeitenden) im Hinblick auf die Sekten und die Gefahren, die von ihnen ausgehen, solches Gewicht legen:

* Allgemeine Informationen in Form von Artikeln im Bulletin des Ordre national des Médecins, die sich an alle ausübenden praktischen Ärzte wenden.

* Gezielte Informationen zu speziellen Fällen : wenn es sich etwa um aktuelle, aber unbestätigte Fälle handelt oder um «Gerüchte», die eine Untersuchung rechtfertigen, die eine Klarstellung ermöglicht, und wenn nötig, eine Beobachtung von Ärzten, was sehr oft vorbeugende Wirkung hat.

Mit einem allgemeinen Informationsblatt über die Existenz der Sekten, wie sie wirklich agieren, über ihre Verhältnis zu gewisser Werbung für nicht geprüfte medizinische Behandlungsmethoden zu informieren, erweist sich als unbestreitbar nützlich, und man kann feststellen, daß die Ärzte über die Risken, die davon ausgehen, daß sich die Sekten in das Gesundheitswesen hineingedrängt haben, jetzt viel besser informiert sind.

4. Teilnahme an Aktionen der Behörden

* Im Rahmen seiner Aufgaben wird der Ordre des Médecins regelmäßig vom Gesundheitsministerium um Stellungnahmen ersucht. Er ist im Schoß des Orientationskomitees der interministeriellen Missionen vertreten, die den Sektenphänomenen gewidmet sind: Der «Interministeriellen Mission für den Kampf gegen Sekten», die seit ihrer Konstitution Anfang 2003 «Interministerielle Kommission für die Überwachung und Bekämpfung sektiererischer Auswüchse» (MIVILUDES) heißt. In diesen Organismen sind verschiedene Verwaltungen, Vereinigungen und betroffenen Strukturen vertreten - was ja sein Hauptzweck ist.

* Das französische Parlament hat am 12.06.2001 ein Gesetz beschlossen, « das die Vorbeugung gegen und die Unterdrückung von Sektenbewegungen zu verstärken versucht, die die Menschenrechte und die Grundfreiheiten bedrohen ». Dieser Text, den man unter anderem auf die sektenähnlichen Vereinigungen im Bereich der Gesundheitspflege anwenden kann, sieht in seinem Wortlaut , «die Auflösung aller juristischen Personen vor, die das Ziel oder das Ergebnis haben ... die psychische oder physische Unterwerfung von Personen zu erreichen.» (Artikel 1); die Ausweitung der strafrechtlichen Verantwortlichkeit von juristischen Personen für gewisse Übertretungen (Kap II); Maßnahmen, um die Werbung von Sektenbewegungen einzuschränken (Kap IV); und besonders, was unser Anliegen betrifft, im Kapitel V, Maßnahmen zur Verhinderung betrügerischen Mißbrauchs des Nichtwissens oder der Schwachheit eines Minderjährigen, oder einer Person, die auf Grund ihres Alters, einer Krankheit, einer Behinderung, eines physischen oder psychischen Defizits oder einer Schwangerschaft offensichtlich anfälliger ist, oder einer Person im Zustand psychologischer oder physischer Abhängigkeit, verursacht durch schwere oder wiederholte Unterdrucksetzung, oder durch Techniken zur Veränderung ihrer Urteilskraft, um diesen Minderjährigen oder diese Person zu einer Tat oder einer Verzichtleistung zu bringen, die schwer zu ihrem Nachteil gereicht.«

* In ihrem kürzlich veröffentlichten Jahresbericht 2003 hat MIVILUDES nach einer Ausweitung des Konzepts «Sektiererische Auswüchse» verschiedene Vorschläge präsentiert, die unter anderem Themen der Gesundheit umfassen:

o Der Wunsch, der Situation von Opfern, deren Schwachheit ausgenützt wurde oder die psychologischem oder physischem Druck ausgesetzt waren, wirksamer (und leichter) entsprechen zu können;

o ein Vorschlag, die Generaldirektion für das Gesundheitswesen und die Berufsvereinigung der Gesundheitsberufe mögen Empfehlungen für gute Heilmethoden öffentlich bekannt machen;

o Eine stärkere Verbreitung der Richtlinien bezüglich der verpflichtenden Impfungen und ebenso einer Information betreffend die Verweigerung von Bluttransfusion.

5. spezielle Fragestellungen

Im weiten Bereich der Beziehungen zwischen der Gesundheit und der sektiererischen Unternehmungen bleiben noch einige spezifische Probleme zu behandeln:

* Die Träger von Medizinischen Diplomen
Besonders unter den verschiedenen « Gesundheitsberufen » ist es wichtig zu beachten, daß ihre Titel und Bezeichnungen geregelt und definiert sind und daß ihre Verwendung nur professionell Ausübenden zusteht, deren qualitätvolle Ausbildung geprüft ist. Daneben existiert eine nebulose Schicht von «Fachleuten», deren Qualifikation und Kompetenzbereich sich vom Ehrenhaften, Anerkannten und Nützlichen bis zu Titelträgern ohne Garantie erstreckt. Für jene, die sie konsultieren, verursachen sie Verwirrung und falsche Garantie, und dies wird oftmals ganz bewußt in Strukturen mit schädlichem, sektenhaften Charakter aufrecht erhalten. Es wäre wünschenswert, zur Information der Bevölkerung eine Klärung der dubiosen Titelträger vorzunehmen.

* Trügerische Werbungen:
Ebenso aufklärungswürdig wären bestimmte Werbungen, in denen die betrügerischen « Wunderbehandlungen » mit pseudowissenschaftlichen Argumenten gepriesen werden.

* Verweigerung von Behandlungen aufgrund von Sektenideologien, z.B. Impfungen.
Einige Sekten kämpfen gegen die « offizielle wissenschaftliche » Medizin indem sie die obligatorischen Impfungen, deren Wirkung doch gesichert ist, ablehnen. Das bringt manche Sektenanhänger dazu, von ihrem Hausarzt illegale Zertifikate zu verlangen, daß bei ihnen die Impfung kontraindiziert sei. Gewisse gleichgesinnte Praktiker erstellen dann «Gefälligkeitsgutachten» und werden bestraft, wenn sie « auffliegen ».
Es ist im Gegenteil Pflicht des Arztes, in diesem Fall seine Patienten über die Wichtigkeit der zeitgerechten Impfungen aufzuklären, um ihr Einverständnis für diese präventiven Maßnahmen zu erlangen.

* Der besondere Fall der Verweigerung von Bluttransfusionen
Diese Frage ist durch die in den letzten Jahren aufgetretenen Fälle aktuell geworden, in denen die Injektion von Blutderivaten verweigert wurde, obwohl man dadurch die Überlebenschance des betroffenen Patienten aufs Spiel gesetzt hat. Trotz der Bemühungen der Ärzte wurde für diese unerlässlichen und dringenden Maßnahmen keine Einwilligung gegeben.
Wenn es sich bei diesen Patienten um Erwachsene handelt (denn die Behandlung von Minderjährigen muß auf Basis der speziellen gesetzlichen Auflagen abgewickelt werden ), gibt es für den Arzt zwei zwingende gesetzliche Vorgaben, die er auf einen Nenner bringen muß: Einerseits die Berücksichtigung des Willens des Patienten, andererseits unverzichtbare lebensrettende Therapien, die seiner Verpflichtung, Personen in Gefahr zu helfen, entsprechen. Verschiedene Rechtsprechungen der letzten Zeit haben die juristische Realität dieses Dilemmas und die Verpflichtung, den Willen des Patienten zu respektieren, bestätigt. Nur in extremen Situationen, wenn das Leben auf dem Spiel steht, ist es erlaubt, entgegen der ursprünglichen Weigerung des Patienten die für sein Überleben unerlässlichen Massnahmen zu ergreifen.
In solchen Situationen kann die Verantwortung der Angehörigen eine große Rolle spielen, wenn sie trotz seiner Weigerung den vorgeschlagenen medizinischen Schritten zustimmen.

* * *

Das Eindringen schädlicher sektiererische Auswüchse in das Gesundheitswesen erscheint letztendlich um so besorgniserregender, als es immer heimtückischer wird und sowohl die Fortschritte als auch die Unsicherheiten unserer modernen Welt ausnützt. Parallel zu vielen anderen soziologischen Erwägungen sind zugleich zwei Tatsachen auf dem Gebiet der «Gesundheit» wichtig:

* Die neuen Möglichkeiten der Krankenpflege, die erst seit einigen Jahren außer Streit stehen, haben unbestreitbar Fortschritt durch die Klarstellung von wissenschaftlichen Regeln und Präventivmaßnahmen für Volksgesundheit und Gesundheitsvorsorge im Bereich der öffentlichen Gesundheit und der Sanitätsausbildung gebracht, der alle Ärzte nur zustimmen können.

* Aber diese noblen Ziele werden durch ihre Popularisierung sehr verwässert, sie erzeugen manchmal bei der Bevölkerung wahre Wahnvorstellungen in der Suche nach einer künstlichen Entwicklung des Wohlbefindens, der physischen und psychischen Erfüllung und persönlichen Leistungsfähigkeit. Dies machen sich die Sektenbewegungen, wie auch gewisse nichtkonventionelle und nicht erprobte Richtungen der Medizin zu nutze.

Es scheint uns daher immer unverzichtbarer, die Konsequenzen und die Entwicklung dieses gravierenden gesellschaftlichen Phänomens der sektiererischen Tätigkeiten für die Volksgesundheit bestmöglich abzuschätzen und alle jene gründlich zu informieren, die damit konfrontiert werden können.

Marseilles, März 2004

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Samstag, 2. Juli 2005, 20:19

Scharlatanerie ist das Vortäuschen von Fähigkeiten,die nicht vorhanden sind und die Abgabe falscher (und übrigens auch sowieso gesetzeswidriger) Heilungsversprechungen

§ 263 BGB

Betrug

(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.

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