Hallo und danke für die schnelle Antwort. Ich frag lieber nicht, was sie am Wochenende um 6:00 in das Internet treibt :-)
Der erste HNO hat nur reingeschaut, der zweite HNO hatte ein feines flexibles Endoskop durch beiden Nasenöffnungen eingeführt. Keine Ahnung, wie tief er damit kam, das hat jeweils nur ein paar Sekunden gedauert. Vorher gab es nur ein kurzes Spray vermutlich zur leichten Betäubung und Erweiterung, keine Sedierung o.ä.
Zu den Fragen:
Der Schnupfen selbst nervt sie nicht unbedingt, wenn er allein auftritt. Das Problem ist, dass sie sich eigentlich von einem Infekt zum nächsten hangelt. Nur im Sommer ist manchmal Ruhe. Das Nasensekret ist beim Dauerschnupfen klar / weisslich. Antibiotika hatten wir bisher Cotrim (beseitigte Infekte und Dauerschnupfen), Cefaclor (wirkte bei den Infekten, aber nicht gegen den Dauerschnupfen) und Amoxicillin (Wirkung gegen Infekt OK, aber wegen fiesem Ausschlag abgebrochen und an die Auswirkung auf den Schnupfen erinnere ich mich nicht).
Je nach Intensität des Schnupfens hat sie starken Mundgeruch und neigt zu Nachtschweiß. Ohne Schnupfen
Sprache ist normalerweise sehr gut, klar und akzentuiert. Im Zusammenhang mit den Paukenergüssen verschlechtert sie sich jedoch rapide und deutlich, wird kloßig, vernuschelt, viel zu laut und mit wackeliger Tonlage. Aktuell kein Infekt der Ohren, aber Nase und oberflächlicher Husten sowie voller Paukenerguss beidseits. Kein aktueller Hörtest, da erst seit ein paar Tagen wieder akut. Beim letzten Paukenerguß im Juni wurden drei Hörtests gemacht, Ergebnis zuerst ganz mies ("da schwingt nichts"), dann besser und nach 2 Wochen bereits einwandfrei. Ohne Paukenerguss hört sie das Knistern einer Gummibärchentüte auf 100m :-)
wegen der Urtikaria waren wir Anfang und Ende 2009 in einer Kinderklinik, Bericht liegt vor: umfangreicher Pricktest negativ. Abstrich vereinzelt Enterobacter cloacae, mäßig Moraxella catarrhalis. C13-Atemtest negativ. Autologer Serumtest negativ. Mycoplasmen Schnelltest negativ. Jetzt wo ich den Bericht nochmal lese, steht auch da die Empfehlung Adenotomie drin, aber kein hinweis warum. Spiegelung ist damals nicht erfolgt.
Dann haben wir also zweimal Adenotomie von Ärzten, die jeweils nur mal grob reingeschaut haben. Der einzige, der sich das per Endoskop angeschaut hat, rät davon ab. Obwohl er sicherlich auch gern Geld verdienen will (sie ist in der PKV mit Chefarztbehandlung und er ist zufällig der Chefarzt).
Wie gesagt, ich habe nichts gegen notwendige OPs, nur gegen nicht notwendige. So in etwa: Wir fangen mal hier an zu schneiden und wenn es das nicht löst machen wir weiter bis wir das Problem zufällig gefunden haben (so kam der erste HNO rüber). Daher will ich erstmal die Diagnostik ausreizen, die Skalpelle kann man immer noch wetzen.
Bringt ein Kernspin Hinweise auf Entzündungen? Wo findet man am ehesten einen Radiologen mit Erfahrung in dem Bereich (HNO Kind)?
Danke
Rainer