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~Kidmed

unregistriert

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Mittwoch, 7. November 2001, 20:57

Schädeltrauma...

..ist fast immer eine blöde Situation für alle Beteiligten.Äußerst wichtig sind von unserer Seite genaueste Befragung und Untersuchung: Unfallhergang und Verhalten direkt und später danach;neurologische Untersuchung mit genauester Augendiagnostik.
Die Röntgenaufnahme des Schädels bringt meist sehr wenig und wird allzuoft nur aus rein rechtlichen Gründen gemacht.-Bei Säuglingen und sehr kleinen Kindern(bei denen die Fontanelle noch offen ist) ist man mit Ultraschall fein raus,denn hinter alledem steht immer die Furcht vor einer Hirnblutung.Es gibt rasche(arterielle) und langsame in Tagen,Wochen,Monaten in Erscheinung tretende(venöse) Hirnblutungen.

Für den Fall der ambulanten Untersuchung und folgender Entlassung hat ein Kollege ein Merkblatt verfaßt:

Elterninformation über "Gehirnerschütterung"

Liebe Eltern,

Ihr Kind hat heute eine leichte Kopfverletzung erlitten. Zum Zeitpunkt der Untersuchung zeigte Ihr Kind keine Zeichen einer Gehirnerschütterung.
Bitte achten Sie aber die folgenden 48 Stunden darauf:

* Lassen Sie Ihr Kind die nächsten 2 Nächte nicht allein schlafen. Wecken Sie es 3 Mal in der Nacht: Reagiert es? Bewegt es sich normal? Öffnet es kurz die Augen?
WENN NICHT- BITTE SOFORT INS KRANKENHAUS (am besten in die Kinderchirurgie-Notaufnahme)!

* Erbricht Ihr Kind ? Ist Ihr Kind ungewöhnlich schläfrig oder verhält es sich auffällig anders als sonst?
DIES KÖNNEN ZEICHEN EINER GEHIRNERSCHÜTTERUNG SEIN- BITTE EILIG INS KRANKENHAUS!

* Sollten in den nächsten 2 Wochen ständige oder starke Kopfschmerzen auftreten, Doppeltsehen oder andere Sehstörungen, Erbrechen oder auffällig verändertes Verhalten-
dies können Zeichen einer langsam fortschreitenden inneren Kopfverletzung sein-
BITTE ZUM ARZT ODER außerhalb der Sprechzeiten
INS KRANKENHAUS!

* Tritt in den nächsten Tagen eine starke Schwellung am Kopf auf- dies kann ein Zeichen einer Verletzung des Schädelknochens sein.
Bitte suchen Sie unverzüglich Ihren Kinderarzt oder außerhalb der Sprechzeiten das Krankenhaus auf. Ihr Kinderarzt oder der Krankenhausarzt werden entscheiden, welche weiteren Maßnahmen notwendig sind.

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