http://www.kidmed.info ist nichts weiter als die Seite eines ganz normalen Kinderarztes, der Informationen und Antworten aus 30 ( Kindermedizin) plus 3(Erwachsenenmmedizin) Jahren Berufserfahrung aus Klinik und Praxis und Notdienst rüberbringt,Eltern unnötige Sorgen nehmen und sie
gleichzeitig für echte Probleme sensibilisieren will.
Unnötige Sorgen werden nur allzuoft von abzockenden Scharlatanen(wie Homöopathen und Heilpraktiker) sowie von wichtigtuerischen Medizin-Laien eingeredet.
In
www.kidmed.info
Inhalt:
Allgemeinzustand
Infekthäufigkeit bei kleinen Kindern
Atemwegsinfekte/einfache Virusinfekte
Husten
Spastische(obtruktive) Bronchitis
Lungenentzündung
Pseudo-Croup
Fieber
Dringende Fälle
Neurodermitis
Impfungen
Nächtliches Einnässen
Kinderernährung
Durchfall und Erbrechen
Obstipation("Verstopfung")
Harnwegsinfekte
Herpes-Mundentzündung
Beschneidung bei männlichen Menschen
Risiken von Hausgeburt und Geburtshaus
HNO-Eingriffe
Zu krankhaftem Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivität
Zu Augen-Bindehautentzündungen
Zu dick?
Zahnungsschmerzen
Warnungen vor selbsternannten "Heilern"
wie Homöopathen und Heiltaktikern
Zur Erziehung
Kinderschlaf
Entwicklung
Über Allergien
Eltern-Verunsicherung
Über Scharlatanerie,Elternausbeutung und Fehlbehandlung
Der Unfug mit der "Appetitanregung"
Wird ergänzt.
Eine Mutter:
Hallo;
bitte nicht als "angriff" verstehen, ich bin nicht wie die leute im forum, denen es nicht um kompetente aussagen, sondern um angriffe und beleidigungen geht. namen nenne ich keine, sonst bekomme ich auch noch was ab
( ggg)
hier geht es nur um pure information.
ich habe wirklich eine ernstgemeinte frage
wenn ein kind in ihre praxis kommt, zum beispiel mit ner ganz normalen erkältung (husten, schnupfen, halsweh) und fieber, was raten sie dann?
geben sie medikamente? welche so in etwa?
mich würde das deshalb mal interessieren, weil ich schon viele beiträge gelesen habe und ich mich frage, ob ein gegner der homöopathie gleich irgendwelche "hämmer" verschreibt oder vielleicht andere behandlungsmethoden hat.
ich interessiere mich sehr für medizin im ursprünglichen sinn, stehe aber gewissen homöopathischen anwendungen (wenn ich die wirksamkeit merke) nicht ablehnend gegenüber.
danke für die antwort
viele grüße
jule
p.s.: und an alle, die mein thema nutzen wollen, um angriffe zu starten: tobt euch woanders aus!
Antwort:
Hallo;
Vielen Dank für diese wirklich sinnvolle Frage.
Erstmal wird das Kind sehr aufmerksam bezüglich ALLGEMEINZUSTAND angeschaut(schon wenns reinkommt und während es wartet(wir haben die ganze Praxis als offenes Wartezimmer).Wenn was Auffälliges ist ,kommts sofort dran.Im normalen Ablauf werden die Mutter oder der Vater sorgfältigst befragt,was los ist.
Dann folgt eine genaue Untersuchung - im Umfang je nach Allgemeinzustand und Erscheinungen.
Was man wirklich mal wissen und sich auch drauf einstellen sollte,ist die schon große Häufigkeit von Infekten zwischen 6 Monaten und 4-5 Jahren.
Es kommt durchchnittlich zu 8 Infekten pro Jahr;d.h. manche haben nur 5 und andere 12(also fast dauernd was);und Letzteres ist auch noch normal - sofern es nicht dauernd schwere Infekte sind.Das Ganze ist die für später wichtige und sinnvolle Reaktion eines Gesunden Immunsystems,daß sich dabei trainiert.Verlogene und ignorante Scharlatane machen Ihnen daraus perfiderweise und zum Zwecke des Abzockens einen "Immunschaden" und ein "Impfschaden" wird dann immer auch noch dazugedichtet.Beides gibt es praktisch gar nicht.
Später haben die Kinder dann kaum noch Infekte (das ist das Ergebnis der erstenm infektreichen Phase,in der das Immunsystem gelernt hat).
Eine Behandlung ist bei den allermeisten EINFACHEN ATEMWEGSINFEKTEN überhaupt nicht erforderlich(und die Leute hier akzeptieren das auch).Das Allermeiste sind harmlose Virusinfekte,die man eh nicht ursächlich behandeln,aber eventuell lindern kann.
Zu lindern wäre z.B. eine verstopfte Nase besonders bei sehr kleinen Kindern,die Trink-und /oder dadurch Schlafprobleme haben.Eine laufende Nase muß man nicht behandeln.
Die Ursache eines HUSTENS liegt selten in den Bronchien oder der Lunge,sondern meist an einer reinen Racheninfektion.Da können je nach Ausprägung hustenstillende Medikamente
hilfreich sein:ab 6 Monaten Capval(Noscapin),ab 18 Monaten Codein.Sedotussin und Silomat ist auch ganz gut.Den Rest kann man mehr oder weniger vergessen.
Die viel zu häufig verordneten Schleimlöser(z.B.Mucosolvan=Ambroxol) sind nur sinnvoll bei Bronchitis und/oder Lungenentzündung,wenn es überhaupt was zu lösen gibt.Das ist bei einem Reizhusten durch Racheninfekt einfach nicht der Fall.
Prospan(Efeuextrakt kann bei Mischformen) Sinn machen.
Eine obstruktive/spastische Bronchitis braucht bronchialerweiternde Mittel zum Einnehmen und/oder als Inhalation und je nach Ausprägung m.E. fast immer anfangs 1-3 Cortisonzäpfchen sowie ein Antibiotikum für ca. 1 Woche.Bisweilen ist eine Behandlung in der Klinik nicht zu umgehen;besonders wenn eine Lungenentzündung dabei ist.
Lungenentzündungen lassen sich hier meist ambulant und fast völlig ohne Röntgen diagnostizieren und behandeln.Bei Zeichen der Atem- oder Allgemeinzustands-Beeinträchtigung führt aber kein Weg an der Klinik vorbei.Die Einweisungsdiagnosen haben auch ohne vorheriges Röntgen immer gestimmt.
Man kann es auf der Lunge hören und/oder dem Kind ansehen.Wo man u.U. nichts auf der Lunge hört sind atypische und sehr zentral sitzende Lungenentzündungen.Das ist manchmal schwierig;aber wir habens auch immer rausgekriegt.
Pseudocroup ist wieder ein ganz anderes Ding.
Dazu auch weiter unten.
Zum Thema Husten auch:
http://www.ratio2000.de/article.php?sid=172
Bin da nicht ganz mit allem einig.
Verschiedene Hustenklänge können Sie anhören bei:
http://www.kinderaerzte-lippe.de/husten.htm
Wie sich Keuchhusten anhört:
http://www.whoopingcough.net/cough-child-muchwhooping.wav
Außerdem kann man ein Kind auch ruhig mal husten lassen,wenn es dadurch nicht beeinträchtigt ist oder sich gar quält.
Es wird viel zu oft was dagegen gemacht - wie bei Fieber.
Was anderes ists mit PSEUDOCROUP:
Pseudo-croup ist ein seltsames Ding und die Forschung beißt sich daran die Zähne aus.Wir wissen nicht WARUM das,sondern nur WAS passiert: im Rahmen einees stinknormalen Virusinfektes der oberen Atemwege kommt es zu einer Schwellung unterhalb der Stimmbänder.Daher auch der seltsame Hustenklang,weil so nahe an der Sound-Produktion. Seltsam auch: 2-Jahres-Schwankungen:dies Jahr (1999/2000, Anmerkung von Tina) scheint eines mit wenig Pc zu sein.-Fast nur nächtliches Auftreten(zwischen 22 und 6 Uhr).
Eltern und Kind kommen also nach dem nächtlichen Stress vormittags in die Praxis.Der Doc hört nix oder bestenfalls nach der Racheninspektion angedeutet;oder danach beim weggehen.Mit Fragen (Husten wie alter Mann,Hund,Schaf) versucht man dahinterzukommen
oder mit dem Versuch,das typische EINATMUNGS-Geräusch nachzumachen – kommt man oft weiter.
Bin IMMER gut gefahren mit der klassischen Behandlung: (vormittags) gleich Adrenalin-Inhalation (Mikronefrin).Cortisol-Zäpfchen zu 100mg in jedem Lebensalter MITGEGEBEN für 18 Uhr(wirkt langsam in die Nacht). Empfehlung des WUNDERMITTELS KALTE LUFT>>>außer im Sommer tagsüber viel rausgehen und auch vor dem Schlafenlegen nochmal raus.Zimmerfenster(Sicherung vor Rausfallen) weit offen lassen. Wenns nachts wieder losgehen sollte : ans offene Fenster oder rausgehen und zweites 100mg Cortisol-Zäpfchen.Gute Sache: Tiefkühlschranktür aufmachen und Kinderkopf fast rein-halten. Wenn in der Nacht Anfall: am nächsten Tag nochmal Adrenalin-Inhalation und dasselbe Spiel ansonsten. Kinder,die am ersten Tag nach dem nächtlichen Ereignis deutlichen Pseudocroup haben ,bekommen gleich die 100mg Cortisol (aufgenommen wird nur 1/3) und werden gegen Abend nochmal zur Inhalation einbestellt.
Immer die klare Maßgabe an die Eltern,wenn das Kind beim Anfall atmungmäßig angestrengt wirkt und/oder Angst hat: >>>>KLINIK ! ! ! Es können auch immer mal „Läuse und Flöhe“sein : falsch verschluckte Erdnuß bei Pseudocroup).BITTE KEINE NÜSSE BEI KINDERN UNTER 6 JAHREN. BEI ATEMSTÖRUNGEN NACHTS IMMER IN DIE KLINIK !
Andererseits ist „das Schöne“ am Pseudocroup,daß es immer schnell vorbeigeht: 1-2 Nächte,selten 3;extrem 4-5. Früher (vor der Hi B -IMPFUNG) hatten wir viel mehr Angst vor dem P-croup,weil man eine ähnlich beginnende Hib-Epiglottitis(massive Kehldeckelentzündung) befürchten mußte(lebensgefährlich).Schon mal von daher : wer nicht gegen Hib impfen läßt ,hat einen Sprung in der Schüssel (Hib macht auch lebensgefährliche Meningitis).
Also : unter diesen Richtlinien ging in über 11 Jahren Praxis alles gut;4 Kinder mußten nachts in die Klinik,was ja auch kein Beinbruch ist.
Vor der Hib-Impfung haben wir Pseudocroup-Kinder nachts IMMER stationär aufgenommen.
Zur Adrenalin-Inhalation : unentbehrlich ! Wir bekommen die Substanz aus USA.-Nun gibt es hierzulande inzwischen eine Sprayzubereitung: Infecto Krupp für zu Hause,die ich ausgesprochen ungern verordne,weil zu Hause mit Adrenalin(hochgiftig bei falscher Darreichung) schon mal was schief gehen könnte.
Dazu auch die vorzügliche Seite über PC von einer sehr erfahrenen Patientenmutter,die seit 10 Jahren mit ihren Kindern zu mir kommt:
http://www.pseudokrupp.net/seiten/frameset.htm
FIEBER ist eine höchst sinnvolle Reaktion des Körpers mit seinem gesunden Immunsystem.
Bis 39-39.5 muß man es auch überhaupt nicht senken.Darüber hinaus am allerbesten mit Paracetamol,was auch bei diffusen oder konkreten Schmerzen(Ohr) unabhängig von der Temperaturhöhe sehr sinnvoll sein kann;es wird aber sicher insgesamt viel zu häufig gegeben.Es können auch mal wichtige Krankheitshinweise verschleiert werden.
Wadenwickel sind physiologisch kontraproduktiv,weil sie an der falschen Stelle ansetzen.
Wenn überhaupt,muß man die Temperatur zentral senken...und das geht nur mit wirksamen Fiebermitteln zum Einnehmen oder Einführen.
Es gibt übrigens keine Verkühlungen/Erkältungen.Das sind alles einfach Infektionen.
Gegen Halsschmerzen hilft eigentlich nur Eisessen und gegen Heiserkeit ohne besondere Ursachen gibt’s m.E .gar nichts.
Womits auch völlig übertrieben wird,sind harmlose Hauterscheinungen,die sehr rasch in die Neurodermitiskiste gesteckt werden.Dazu weiter unten mehr.
Weitergehende Infekte(sofern bakterielle Ursache diagnostiziert oder auch angenommen werden müssen),müssen natürlich konsequent antibiotisch behandelt werden: Lungen- und Mittelohrentzündungen,obstruktive Bronchitiden(asthmaartige).Letztere brauchen eigentlich immer die genaue Behandlung mit bronchialerweiterndem Medikament,am Anfang etwas Cortison und ein Antibiotikum für 7-10 Tage.Inhalation in der Praxis oder eventuell zu Hause.Hier brauchts natürlich auch bronchialerweiternde Mittel zum Einnehmen wie Spasmo-Mucosolvan und Bricanyl.Bei Zeichen der Atembehinderung >>>Klinik.
Das sind alles Dinge,die ein Profi,der die Eltern auch genau auf eventuell notwendige Nachuntersuchung bei Änderungen aufmerksam macht, seriös einschätzen kann.
Das kann ein Alternaivling,wie Heilpraktiker oder Homöopath nie und nimmer.Diese Leute können weder untersuchen,noch die Dinge richtig einschätzen,sondern werden die Kinder
gefährden und Ihnen Überflüssiges bis Schädliches unterjubeln.-Wir kennen das nur zu gut.
Diese Herrschaften werden Ihnen praktisch immer eine Immunschwäche und einen Impfschaden aufschwätzen,damit sie auf Dauer abzocken können.
Da kommen halt auch diese Unmengen an „Impfschäden“ her.
Wann zum Notdienst,Klinik,Arzt?
Schwierig bleibt die Entscheidung allemal.
Niemand nimmts übel,wenn man berechtigt im Zweifel ist.Und selbst das "berechtigt" ist schon so eine Ermessensfrage.
Eminent wichtig ist der Allgemeinzustand des Kindes.Wenn da deutliche Veränderungen sind: Arzt.
Auch ohne abhören zu können,kann man auch zu Hause die Art der Atmung bis zu einem gewissen Grade beurteilen.Achten Sie auf vermehrte Geschwindigkeit und vermehrtes Mitatmen des Brustkorbs und der Gegend darüber und darunter.Bauchmitatmung ist nie normal.Nasenflügelmitbewegungen sowieso nicht.
Bei Durchfall und Erbrechen gibt es eine tückische Verlaufsform,die sehr schnell zu echten und lebensbedrohlichen Problemen führen kann: die Entwässerung bei Übersalzung(hypertone Dehydratation),bei der man keinen Austrocknungszustand sieht.Diese Sache kann man nur am Allgemeinzustand und Laborwerten festmachen.
Ein Frühstadium einer Meningitis zu erkennen ist gerade bei Babies und kleinen Kindern zum Teil äußerst schwierig.Aber auch da geht es um den Allgemeinzustand und nicht unbedingt um die Höhe des Fiebers.Eine besonders gemeine und absolut lebensbedrohliche Verlaufsform(Meningokokken-Sepsis) zeigt sich an zunächst ganz dezenten Hautblutungen(immer auf solche Pünktchen achten).Dabei geht es nicht nur um Stunden,sondern echt um Minuten.
Daher: lieber einmal zu oft............
Für diese ganzen,anfangs durchaus subtilen Dinge brauchts wirklich Erfahrung mit sehr vielen Kindern,lange Berufserfahrung und Feeling.Das kann ein Homöopath oder anderer Scharlatan nie und nimmer leisten.Da besteht
Gefahr.
Viele gefährliche Sachen haben wir hier durch konsequentes Impfen(seit 11 Jahren) seit 9 Jahren einfach abgeschafft(ALLE 9 Krankheiten,gegen die man üblicherweise impft).
Das Ziel meiner Weseite für verdummungsfreie Kindermedizin,ist es ,den Eltern unnötige und von Scharlatanen eingeredete Sorgen zu nehmen und sie gleichzeitig auf Wesentliches und Gefährliches aufmerksam zu machen.
Äußerst wichtig sind sind die Vorsorgeuntersuchungen.
Und dann noch etwas zum Thema NEURODERMITIS:
Ich mache so seit 20 Jahren Kindermedizin und sage mir immer: was hilft,hilft - zumal die Neurodermitis sicher verschiedene Ursachen haben kann,
auf die man aber meist nicht kommt.
So behandeln wir die Erscheinungen der Haut(das nennt man dann böse Schulmedizin) mit Fett(z.B.Linola Fett N)und bei akuteren Zuständen mit Fett plus geringem Cortisonzusatz (z.B.Linola H Fett).Damit habe ich 98% aller Neurodermitiden "hingekriegt".
Auch der Rest wurde (so wars halt hier
glücklicherweise) geheilt oder hat harmlose Mini-Schübe)durch Haut-fachärztliche verfeinerte Salbenzubereitungen und/oder durch die Einnahme von Kapseln mit Nachtkerzensamenöl(z.B.Epogam).DAS WARS.
Wenn die Eltern oder die älteren Kinder selbst bemerken,daß die Haut nach bestimmten Nahrungsmittel schlechter wird,dann haben Sie den besten Allergietest der Welt gemacht und lassen diese Dinge einfach weg(viel zuverlässiger als die medizinischen Allergietests,die m.E. nur oft nur aussagen,was sein könnte und nicht,was IST.
Im Falle von Neurodermitis oder familiärer Belastung würde ich immer raten, bestimmte Allergen-"Bomben" wegzulassen: Nüsse,Kakao+Schokolade,Zitrus- und exotische Früchte (Mango,Kiwi)und vor allem Honig(den ich für einen gigantischen Allergietest halte.Denken Sie doch nur,was die Bienen da alles einsammeln.).
Wenns denn so ist,sage ich den Eltern 1.) Ihr Kind hat wahrscheinlich(!)eine Neurodermitis.Das heißt aber 2.) nicht,daß das schlimmer wird.3.) wird das jetzt behandelt und geht wahrscheinlich weg.4.)Es kommt wohl wieder,vielleicht erst in einem Jahr;
dann machen wir dasselbe und es geht wieder weg.Zwischendurch achten Sie darauf,was das Ganze noch beeinflußt.
Den Leuten also erstmal sagen,daß das ganze nicht ein unaufhaltsamer Zerstörungsprozeß ist(so wird es leider oft in der Presse und durch ungeratene
Kollegen dargestellt).Ich kenne wirklich Hautarztkollegen,die nichtmal hinter ihrem Schreibtisch hervorkommen,um sich die Haut des Kindes anzuschauen,sondern den Eltern,die beide leichte Allergien bzw.Heuschnupfen haben,sagen: IHR KIND HAT NEURODERMITIS und dann Horrorbilder dazu aus der Schublade ziehen.
Das sind MEINE Erfahrungen.
Natürlich gibt es schwere Neurodermitisfälle,die alle Beteiligten zur Verzweiflung bringen...aber auch dafür gibt es ausgefeilte Therapien und Spezialkliniken.
Es gibt auch so kleine,aber gute Tricks wie Klopfen statt Kratzen und vieles andere mehr.
Sehen Sie jedenfalls zu,daß man Ihnen nichts aufschwätzt..Vor allem keine quälenden Diäten,wenn vielleicht andere Sachen besser helfen.
Zu ND und anderen Haut-Störungen/Erkrankungen:
http://dermis.multimedica.de/
Neurodermitis hat bei uns in den letzten Jahren sehr stark abgenommen - interessanterweise bei 100%iger Durchimpfung der Kinder.
Ich denke,daß auch die hypoallergenen Säuglingsnahrungen eine Rolle spielen könnten.
Und dann noch zum IMPFEN:
Das Ganze ist ja kein Rechthaberei-Scherz.
Es geht um die Gesundheit der Kinder.
Ich sehs doch seit Jahren jeden Tag,wie es wirklich läuft,wohingegen die Impfgegner überhaupt keine eigenen Erfahrungen haben,geschweige denn Ahnung.
Im Prinzip ist das,was in einer einzelnen Praxis passiert ja doch auch schon eine recht große Studie.Und wenn das auch in den allermeisten Praxen so läuft,sind das schon handfeste Ergebnisse.
Z.B.: bei uns in über 11 Jahren ,2500 Patienten im Quartal(Pädiatrie und Allgemeinmedizin).
38.000 Impfinjektionen,was über 100.000 Einzelimpfstoffen entspricht.
Ergebnis:wenige und bedeutungslose Impfreaktionen,die im Laufe der Jahre auch noch immer weniger geworden sind und heutzutage nur noch extrem vereinzelt auftreten.Übrigens kein Fieberkrampf.
Schon gar kein Impfschaden und auch kein Impfversager.
Es sind 100% der Kinder altersgemäß geimpft.
Null Prozent Impfgegner derzeit(in 11 Jahren waren es 10; 3 davon konnte ich überzeugen).
Facit: seit 10 über Jahren trat hier keine einzige impräventable Erkrankung mehr auf;also eine lokale Ausrottung.Und das Schönste ist auch noch,daß die "Herdenimmunität" jetzt so gut ist,daß auch schon seit ewigen Zeiten noch Ungeimpfte,noch nicht vollständig Geimpfte und Leute,die aus bestimmten Gründen nicht geimpft werden können,hier vollständig geschützt sind.Auch die Trittbrettfahrer-Impfgegner profitieren davon.
Völlig anders sieht es im umgebenden Landkreis aus,wo reichlich besserwisserische Impfgegner wohnen.Da gibts die Krankheiten alle noch und die Kinder liegen dann hier in der Klinik.
Übrigens hatten wir einen einzigen SIDS-Fall.Das Kind war altersgemäß noch ungeimpft.
Impfgegner lügen Ihnen prinzipiell die Hucke voll.
"Nebenwirkungen" wie Rötungen und Schwellungen:
Wir sehen oder hören von etwa 5-15 pro Jahr bei ca. 3800 Impf-Injektionen mit ca. 10.000 Impfstoffen.
Von Fieber oder Allgemeinreaktionen wird auch äußerst selten berichtet.Kein einziger Fieberkrampf nach Impfung.
Ansonsten: keine schweren Reaktionen,keine Impfschäden,durchgehend sicherer Impfschutz und "Herden"-Immunität(Schutz für die noch Un- oder unvollständig Geimpften).Lokale Ausrottung aller impfpräventablen Erkrankungen seit fast 10 Jahren.Ausnahme 10 Hepatitis-B-Fälle bei Ungeimpften.Seit langen Jahren 0% Impfgegner ohne unser besonderes diesbezügliches Engagement in der Praxis.
Bei fast 40.000 Impfinjektionen mit ca. 120.000 Einzelimpfstoffen gab es nur leichte Nebenwirkungen und keine einzigen Impfschaden,was wir wissen,da praktisch alle Kinder jahrelang nachuntersucht wurden und werden.
Solide Info über Impfungen und Impfgegner:
http://www.kidmed.info/forum/board.php?boardid=1
Weitere ausführliche Info über Impfungen von Dr.Hartmann (Berufsverbandschef der Kinderärzte):
Impf-info von Dr.hartmann
Nochwas:
Zum NÄCHTLICHEN EINNÄSSEN:
Homöopathie und anderen Scharlatankram können Sie getrost vergessen und somit Geld sparen.Da wird höchstens für Spontan-Normalisierungen abkassiert.
Bis 4-6 Jahren(je nach familiärer Toleranz) würde ich außer Windeln gar nichts machen,da sich das Problem in diesem Alter sehr oft von selbst erledigt.Immerhin brauchen noch 20% der 5-Jährigen eine Windel.Unter Eltern wird auch gerade in diesem Bereeich gelogen,daß sich die Balken biegen.Wir haben aber Ergebnisse von sehr großen anonymen Elternbefragungen.
Die erste Frage ist:war er schon mal trocken und gibt es Probleme,die auf psychische Reaktionen zurückzufühern wären?(was selten bei diesem Problem der Fall ist.Das wurde früher überbewertet).
Die urologische Abklärung brauchen Sie .
Wenn die in Ordnung ist(und das ist fast immer so),dann würde ich erstmal fragen,ob der Junge sehr tief schläft.Wenn das so ist,sollten Sie ihn nach 1 Stunde Tiefschlaf aus dem Bett zur Toilette führen,auch wenn er dabei fast weiterschläft.Das bringt manchmal was.Wenn das alles nicht klappt und von der psychologischen Seite her keine Probleme und Auffälligkeiten bestehen,gibt es 4 Möglichkeiten:
1.)Sie lassen alles so und warten auf Normalisierung.Die Chance dazu einzuschätzen,ist schwierig.Ich halte sie für eher ungünstig.Das Geruchsproblem ist individuell verschieden bewertet.Ich würde es nur schwer ertragen.
2.)Windeln.-Was ist eigentlich so schlimm daran?Und warten auf Normalisierung.
3.)Klingelhose.- Ein Ding was bei Feuchtigkeit Alarm auslöst,der oft genug nur die ganze Familie weckt und den Tiefschläfer selbst nicht.Aber es werden relativ gute Erfolge berichtet.-Ich gebs zu,daß mir dies Verfahren einfach nicht liegt.
4.)Es handelt sich fast immer um ein Problem eines sehr tiefen Schlafes bei Kindern(und durchaus auch Erwachsenen),bei denen die Abgabe des Schlaf-Urinausscheidungs-Brems-Hormons(ADH) nicht funktioniert.Ob durch den tiefen Schlaf oder sowieso nicht,ist unklar.
Dies Hormon(Desmopressin) kann man zuführen -und zwar ganz leicht als Nasenspray vor dem Schlafengehen.Die Medikamente heißen Minirin oder(wesentlich billiger und genauso gut) Desmogalen.
Ich war früher diesbezüglich voll auf dem Psycho-Trip dieser Störung(was falsch war) und habe das ADH nur sehr zögerlich angewandt.
Aber es funktioniert eindrucksvoll bei den Allermeisten(eine Garantie gibts nicht).
Und das Schönste ist: nach Absetzen nach individuell angepaßter aber recht kurzer Zeit
bleibt das Einnässen bei fast allen aus.Meistens reichen einige Wochen,selten Monate.Ich bin total verblüfft.
Dennoch bleibt der Bedarf an genauer urologischer Abklärung gerade bei den Kindern,die rund um die Uhr einnässen.Eine anatomische und/oder funktionelle Harnwegsanomalie muß immer ausgeschlossen werden - gerade bei Harnwegsinfekten.Fehlbildungen sind häufiger als man denkt.Aber die,die das Problem durch ihren Tiefstschlaf haben sind absolut in der Überzahl.
Das ist bei mir der Stand der Dinge.
Wir haben in der Praxis einen sehr guten Flyer (6 Seiten) über Enuresis: Bettnässen-Darüber sollten Sie sprechen.
Vertreiber ist das industrieunabhängige Deutsche Grüne Kreuz,das sich hervorragend auch um Sicherheit in allen Bereichen kümmert:
http://www.dgk.de
Der Inhalt:
http://www.bettnaessen.de
Außerdem:
http://www.clubmondkind.at
Adressen:
http://www.jugendarzt.com/enuresis.html
Von einem Urologen
Bettnässen - ein weit verbreitetes Symptom
Statement OA Dr. Marcus Riccabona
Departments für Kinderurologie am KH der Barmherzigen Schwestern, Linz
Bettnässen ist ein weit verbreitetes Symptom im Kindes- und Jugendalter, 20-30% aller Kinder über 5 Jahre nässen regelmäßig oder episodenhaft tagsüber oder nachts oder tagsüber und nachts ein. Hinter diesem Symptom können sich verschiedenste Ursachen verbergen, deshalb ist es heute notwendig, jedes Kind, welches älter als 5 Jahre ist und noch einnäßt abzuklären und effektiv zu behandeln.
Man weiß heute, daß unbehandelte Kinder sehr darunter leiden, daß diese Kinder ihr soziales Verhalten verändern und dies auch sekundär zu psychischen Veränderungen führen kann.
Die Abklärung, die heute obligat durchgeführt werden soll umfaßt eine einfache körperliche Untersuchung, eine Ultraschalluntersuchung der Nieren und der Blase, eine einfache Harnuntersuchung und das Erstellen eines Miktionsprotokolles, das Bettnässen wird ursachenspezifisch behandelt.
Die häufigste Ursache des kindlichen Bettnässens ist ein Hormonmangel, der letztlich dazu führt, daß in der Nacht von den Nieren zuviel Harn produziert wird und diese Harnmenge folglich die Faßkraft der Blase übersteigt. Diese nächtliche Harnflut kann heute medikamentös mit der Wirksubstanz Desmopressin ideal therapiert werden. Die Substanz muß das betroffene Kind unmittelbar vor dem Schlafengehen einnehmen. Bei sorgfältiger Abklärung des Kindes und richtiger Indikationsstellung sind Dauererfolgsraten von 70 - 80% zu erreichen, durchschnittlich brauchen die Kinder dieses Medikament für ca. 1/2 Jahr um trocken zu bleiben.
Zu Harnwegsinfekten:
Das Thema ist schwieriger als man denkt.
Symptome: Brennen beim Wasserlassen,häufiges Wasserlassen,eventuell Bauchbeschwerden,Fieber weitaus nicht immer,aber bei Säuglingen häufig als einziges Symptom(oder nur Unruhe).
Das zeigt schon einige der Probleme.
So auch die Diagnostik: brauchbar ist eigentlich nur ein Mittelstrahlurin(Becher erst während des Pinkeln drunter halten und vor Beendigung wegnehmen).Bei den ganz Kleinen gehts natürlich einfach nur per angeklebtem Beutel(und da können schon irreführende Verunreinigungen drin sein).
Verläßlich ist eigentlich nur die Untersuchung eines per Blasenpunktion (durch die Bauchdecke) unter Ultraschall-Sicht gewonnenen Urins.Die Punktion ist harmlos und kaum schmerzhaft.
In der Praxis kann man zunächst eine aussagekräftige Teststreifen-Untersuchung mit 8 Parametern machen.Die entscheidende zusätzliche Untersuchung ist dann die Bakterienkultur(Uricult),die eventuelle Keime zählt,identifiziert und bezüglich passender Antibiotika austestet.Das ist schon eine feine Sache(die uns bei anderen Erkrankungen überwiegend gar nicht möglich ist).Allerdings dauert das ein paar Tage.
Ich mache es dann so: wenn die Symptomatik deutlich ist und der Teststreifen klare Hinweise auf eine Infektion gibt,behandele ich sofort mit dem Antibiotikum ,das allermeist das richtige ist(Cotrim oder auch Amoxicillin).Wenn dann nach ein paar Tagen der Uricult was anderes aussagt,richte ich mich danach: wenn es keine ausreichende Keimzahl gibt,wird die Behandlung beendet.Wenn der Infekt nachgewiesen wird,aber der Uricult ein anderes oder besseres Antibiotikum ausgetestet hat,wird das Mittel umgestellt.
Nach Ausbehandlung einer ersten Harnwegsinfektion ist m.E. immer eine Ultraschalluntersuchung von Nieren und Harnwegen erforderlich,um als Ursache nicht gerade seltene angeborene oder
neu entwickelte Harnabflußstörungen auszuschließen,die schlimmstenfalls zu einer unbemerkten Dauerschädigung/Zerstörung der Niere(n) führen können.
Bei Erwachsenen wird da meines Wissens zu wenig Diagnostik betrieben.
Weitere Ergänzung:
Meine kurze Rede zur Kinderernährung:
1.)Ab Geburt AM ALLERBESTEN STILLEN.
2.)Wenn es irgendwelche Kindernisse(schöner Verschreiber,der mir noch nie passiert ist;es gibt halt auch reichlich Mütternisse und durchaus auch Väternisse dafür)also Hindernisse geben sollte: bei überwiegendem Stillen eine Pre-Nahrung.Ansonsten eine 1er-Nahrung.
3.)Ab Beginn des 5.Lebensmonats: 2er-Nahrung und Zufüttern mit den üblichen Dingen(Breie,Gläschen,Selbstgemachtes).
4.)Ab 7.-8.Monat je nach Vorlieben DES KINDES : A L L E S - auch Kuhmilch.
3er Nahrungen braucht niemand.
Es wird darum viel zuviel Drama gemacht.
Und: ungekochtes Leitungswasser ist unschädlich,sofern aus einem öffentlichen Leitungsnetz - dies Wasser dürfte hierzulande das bestüberwachte Lebensmittel sein.
DAS IST ALLES....und die seriöse Deutsche Gesellschaft für Ernährung sieht das auch so - und zwar schon viel länger als allzuviele meiner Kollegen und zusätzlich alternaiver Schwätzer wie Homöopathen,Heiltaktiker....und zuviele insuffiziente Hebammen,die auch auf dem irrationalen Abzocker-Trip gelandet sind und dort bleiben.
Zu DURCHFALLERKRANKUNGEN MIT UND OHNE ERBRECHEN:
Es sind fast immer Virusinfekte,die von selbst aufhören.Die Therapie besteht darin,Flüssigkeits- und Substanzenverlust zu vermeiden und auszugleichen.
1-2x Erbrechen am ersten Tag macht nichts und legt sich meist von selbst.Gegen häufigeres Erbrechen:Dimenhydrinat(Vomex,Vomacur,Emesan)altersentsprechend dosiert;ab 14 J. MCP.
Gegen Durchfall:ab Säuglingsalter Apfelpektin(Diarrhoesan).Ab 6 Monaten(aber meist später,weil Tabletten): Tannacomp.
Darmlähmender Durchfallstopper(Loperamid) ist bei Kindern streng untersagt und auch für Erwachsene nur in bestimmten Situationen geeignet;dann aber höchst wirksam.
Hauptsache: Flüssigkeitsausgleich mit fertigen Glucose-Elektrolytlösungen(Selbermachen halte ich für zu gefährlich):z.B. Oralpädon und GES.
Ich halte auch eine Diät für nicht erforderlich.
Mit diesem Schema habe ich hier bei Durchfallserkrankungen eine extrem niedrige Einweisungsrate.
Viel trinken(z.B.Oralpädon) ist das A&O.
Wenn das nicht genommen wird,ist jede Flüssigkeit gerade recht.
Im Übrigen ist der Allgemeinzustand,das Verhalten,das Aussehen und der Gewichtsverlauf entscheidend.Bei Auffälligkeiten diesbezüglich bitte beim Doc untersuchen lassen.
Manchmal gehts nicht ohne eine Infusion in der Klinik,die dann sehr schnell Gutes tut.Zu potentiell gefährlichen Verläufen siehe weiter oben.
OBSTIPATION,"Verstopfung" - ich würde es mal Stuhl-Loswerd-Probleme nennen.
Das ist nicht gerade selten.
Absolut unabdingbar: genaue Untersuchung des Bauches(eventuell und je nach Befund und Verlauf:Ultraschall),inclusive genauester Inspektion der Aftergegend und Untersuchung des Enddarms mit dem Finger.Auch kleinste Verletzungen können zum Stuhl-Einhalten führen.
Erste Frage: ist der Stuhl zu hart? Wenn ja :viel trinken,wenig Kakao und Schokolade.Lactose oder Lactulose zum Stuhlerweichen.Das reicht schon bei den Meisten.
Falls nicht,sind Glycerin-Zäpfchen bei Stuhldrang äußerst hilfreich (sie schmelzen im Enddarm und der Stuhl kann auf einem Fettfilm herausgleiten).
Wenn das alles nicht hilft,müssen je nach Ausmaß und Dauer der Beschwerden weitere Untersuchungen(am besten in einer Kindechirungischen oder Kinder-gastroenterologischen Abteilung erfolgen): Ultraschall,Röntgen,NMR(?),Darmspiegelung,Druckmessung.
Jenseits der Babyzeit können Verhaltensprobleme und Psychisches eine Rolle spielen,was nach meinen Erfahrungen doch eher selten ist.
Alles in allem sind die Problemphasen allermeist doch nicht sehr lange.
Angeborene oder erworbene körperliche Störungen müssen jedenfalls immer ausgeschlossen bzw. bestätigt werden.
ZU HARNWEGSINFEKTEN:
Zu Harnwegsinfekten:
Das Thema ist schwieriger als man denkt.
Symptome: Brennen beim Wasserlassen,häufiges Wasserlassen,eventuell Bauchbeschwerden,Fieber weitaus nicht immer,aber bei Säuglingen häufig als einziges Symptom(oder nur Unruhe).
Das zeigt schon einige der Probleme.
So auch die Diagnostik: brauchbar ist eigentlich nur ein Mittelstrahlurin(Becher erst während des Pinkeln drunter halten und vor Beendigung wegnehmen).Bei den ganz Kleinen gehts natürlich einfach nur per angeklebtem Beutel(und da können schon irreführende Verunreinigungen drin sein).
Verläßlich ist eigentlich nur die Untersuchung eines per Blasenpunktion (durch die Bauchdecke) unter Ultraschall-Sicht gewonnenen Urins.Die Punktion ist harmlos und kaum schmerzhaft.
In der Praxis kann man zunächst eine aussagekräftige Teststreifen Untersuchung mit 8 Parametern machen.Die entscheidende zusätzliche Untersuchung ist dann die Bakterienkultur(Uricult),die eventuelle Keime zählt,identifiziert und bezüglich passender Antibiotika austestet.Das ist schon eine feine Sache(die uns bei anderen Erkrankungen überwiegend gar nicht möglich ist).Allerdings dauert das ein paar Tage.
Ich mache es dann so: wenn die Symptomatik deutlich ist und der Teststreifen klare Hinweise auf eine Infektion gibt,behandele ich sofort mit dem Antibiotikum ,das allermeist das richtige ist(Cotrim oder auch Amoxicillin).Wenn dann nach ein paar Tagen der Uricult was anderes aussagt,richte ich mich danach: wenn es keine ausreichende Keimzahl gibt,wird die Behandlung beendet.Wenn der Infekt nachgewiesen wird,aber der Uricult ein anderes oder besseres Antibiotikum ausgetestet hat,wird das Mittel umgestellt.
Nach Ausbehandlung einer ersten Harnwegsinfektion ist m.E. immer eine Ultraschalluntersuchung von Nieren und Harnwegen erforderlich,um als Ursache nicht gerade seltene angeborene oder
neu entwickelte Harnabflußstörungen auszuschließen,die schlimmstenfalls zu einer unbemerkten Dauerschädigung/Zerstörung der Niere(n) führen können.
Bei Erwachsenen wird da meines Wissens zu wenig Diagnostik betrieben.
ZUR HERPES-MUNDENTZÜNDUG(stomatitis aphtosa):
Wenn Ihr Kind eine Herpes-Mundentzündung hat,brauchen Sie unbedingt Zovirax(Aciclovir)-Saft und anfangs ausreichend Paracetamol als Schmerzmittel.Alles Andere ist quälender Unfug.
Bitte lesen:
Wenn Mütter......
ZUR BESCHNEIDUNG BEI MÄNNLICHEN MENSCHEN:
Da kommt immer dies absurde Hygiene-"Argument":
Soll man Frauen,die zu faul dazu sind,sich zu waschen,auch beschneiden???
Die Vorhaut ist sexuell und erotisch höchst wichtig.
Alles andere ist Geschwätz von uninformierten Hygiene-Zwanghaften und religiösen Kindesmißhandlern.
Der männliche Mensch ist so geboren und ohne echten medizinischen Grund ist der Eingriff eine üble Körperverletzung.
Wer sich im Erwachsenenalter selbst verstümmeln läßt,hat nicht alle Tassen im Schrank.
Basta.
Jeder wirklich erfahrene und seriöse Kinderarzt kann das mit hohen Sicherheit beurteilen,ob ,wann was und wie zu operieren ist und was man vorher dagegen tun kann(Oestrogen-Salben-Behandlung plus leichte Dehnungen kann bei bestimmten Formen sehr erfolgreich sein).-Es ist nämlich sehr viel seltener nötig als da so verlautbart wird.
Eltern,Verwandte und auch Ärzte sollte sich da endlich mal auf Sinnvolles bzw. Unterlassung von nicht notwendigen Eingriffen besinnen.
Es wird da schamloserweise viel zu viel operiert;bringt ja auch Kohle(nicht so sehr viel allerdings bei ambulanten OPs).Wenn man es dann noch in einer Klinik machen läßt,sind ganz schnell 1000 € oder mehr zusammen...und damits die Kassen(die Versichertengemeinschaft)zahlen stehen da dann regelmäßig falsche Diagnosen.
Es gibt allerdings selten auch ganz klare anatomische Verhältnisse,bei denen man sagen kann daß das nie was wird.Dies durchaus auch bei kleine Säuglingen und sogar Neugeborenen :höchst selten.-Über 1-Jährige können problemlos ambulant operiert werden und kommen am OP-Tag wieder nach Hause.
Dazu auch(Finger weg von der Vorhaut):
http://www.kinderaerzteimnetz.de/bvkj/ak…d=742&nodeid=26
Eine Beschneidung ohne KLAREN medizinischen Grund ist Körperverletzung und Kindsmißhandlung.
RISIKEN VON HAUSGEBURT UND GEBURTSHAUS:
Zur Problematik von Haus- und Geburtshausgeburten 1054231430
HNO-EINGRIFFE (mit Texten eines excellenten HNO-Kollegen):
"Polypen" und Paukenröhrchen,Rachen- und Gaumenmandeln,Nasen-Nebenhöhlen :
Das Obige ist eine umfangreiche Sammlung.
Prinzipielles zum Thema "polypen"-operation
Paukenröhrchen 1053878514
Schaun sie sich doch mal die Seite vom Kollegen wovapa an:
http://www.hno-vahle.de
ZU KRANKHAFTEM AUFMERKSAMKEITSDEFIZIT/HYPERAKTIVITÄT:
Über Ads/hks 1064761505
Zu Augen-Bindehautentzündungen:
http://www.netdoktor.at/krankheiten/Fakt…tzuendung.shtml
Bei Schwellung und Rötung ist neben den Augentropfen meist ein Antibiotikum zum Einnehmen erforderlich.Sowas ist nicht harmlos.
ZU DICK?
Wo ist das Problem?
Es ist IMMER : zu viele Kalorien und daran gemessen zu wenig Bewegung.
Die ganzen Diäten in den Medien sind ganz überwiegend absurd.Man lese die Texte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und z.B von Prof.Pudel.
Scharlatane aller Art sollten Sie eh auf den Müllplatz schicken.
Und so viele zu dicke Kinder,wie ständig und überall behauptet wird,kann ich hier in der Praxis gar nicht ausmachen.
Ich mache das immer mit den Fingern meiner Hände mit je 5 Punkten.
Wenn man zu dick ist,sind tabu:
1.)Pommes frites
2.)Chips
3.)Wurst
4.)Käse
5.)Kuchen,besonders mit Cremigem und Sahnigem.
Essen kann man:
1.)Kartoffeln
2.)Reis
3.)Nudeln(ja,Nudeln!)
4.)mageres Fleich ohne fette Soßen(!!!)
5.)Gemüse und Obst.
Das Ganze Problem hängt immer am FETT.
Cholesterin- und fettfreie Geschmacksunterstützer der Firmen
http://www.gefro-de und
http://www.wela-suppen.de sind problemlos,hilfreich und billig.
Brot macht satt,hat aber vergleichsweise viele Kalorien - selbst Knäckebrot.
Geheimtip ist Gemüse: man sollte duie Sorten mal durchprobieren um z.B. an irgendetwas wiez.B.Kohlrabi hängen zu bleiben.Das kann man oft vor sich hinmampfen....und eine Kiste leckerer Tomaten hat fast auch keinene Kalorien ....usw.....knackige Salatblätter reinziehn und so.
Alle diese Sachen kann man auch sehr lecker würzen.
Tabasco rot und grün haben auch praktisch keine Kalorien.
Zur Bewegung: Sportverein.
Regelmäßig muß es sein: Lift weglassen,Radfahren.
Was immer noch gilt:
1.)FDH(Friß die Hälfte)und tu was fürs Sättigungsgefühl z.B. nach meinen obigen Tips.
2.)Mediterane Kost(weiß wohl jeder:viel Fisch,Olivenöl,Gemüse).
3.)Asiatische Kost wie auch hierzulande reichlich und auch leckerst angeboten.
Beide Kostarten gehen sehr zurückhaltend mit Fett und gleichzeitig sehr produktiv und schmackhaft mit Gemüsen und Saucen um.
ESSGESTÖRTE BRAUCHEN PROFESSIONELLE HILFE UND ZWAR DRINGEND.
Lesenswerte Artikel:
http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/…d=524828&q=fett
http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/…524835&nv=ct_mt
ZU ZAHNUNGSSCHMERZEN:
Hilfe bei Zahnungsschmerzen?? 1067278794
WARNUNGEN VOR SELBSTERNANNTEN "HEILERN",DIE SIE ABZOCKEN WOLLEN UND IHNE DESWEGEN UNNÖTIGE SORGEN EINREDEN (HOMÖOPATHEN, HEILTAKTIKER UND SONSTIGE SCHARLATANE:
http://www.kidmed.info/forum/board.php?boardid=3
Zur Erziehung:
Zur Erziehung
Kinderschlaf:
Kinderschlaf
Zur Entwicklung:
http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/
Über Allergien:
Die Panikmache bezüglich Allergien.
Eltern-Verunsicherung:
Gegen Eltern-verunsicherung 1084140334
Über Scharlatanerie,Elternausbeutung und Fehlbehandlung:
http://kidmed.info/forum/index.php?page=Thread&threadID=3845
DIESE TEXTSAMMLUNG WIRD WEITER ERGÄNZT.
BITTE WEITERGEBEN.
Haben Sie Themenwünsche?
Was bei
www.kidmed.info anders und m.E. besser ist:
Was bei Kidmed anders und m.e. besser ist 1054222765
Zur Erleichterung der Benutzung von Kidmed:
Zur Erleichterung von Lesen und Finden 1054229128
Bitte geben Sie diesen Text und die Adresse
www.kidmed.info an Andere weiter.Es kann nur nützen.
Statt des ganzen Textes reicht auch der Link dazu:
Zur Erleichterung von Lesen und Finden 1054229128
Dann ist man immer auf dem Laufenden,was Ergänzungen betrifft.
Geplant:
Mittelohrentzündungen
Augenärztliche Untersuchung
Flüchtige Hüftgelenksentzündung
Orthopädische Probleme
Neugeborenen-Screening(Blutuntersuchung/Ultraschall)
Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörungen(HKS/ADS)
Und Anderes.
Über Krankheiten:
http://www.kinderaerzteimnetz.de/bvkj/sh…3?id=27&nodeid=
Und:
http://m-ww.de/krankheiten/kinderkrankheiten/index.html
Ich übernehme für die Inhalte beider Links keine Verantwortung,weil ich nicht alles gelesen habe.Also bitte im Zweifelsfall lieber hier fragen.
ALLES GUTE FÜR DIE KLEINEN !
UND VIELE GRÜSSE AN ALLE SORGSAMEN ELTERN.
P.S.:
Ich bin ein ganz normaler,gut aus- und fortgebildeter Kinderarzt,der sich berechtigte Sorgen über Impfgegner- und Scharlatan-Desinformation macht und dagegen konsequent vorgeht.
Texte dazu:
Über alternaive "methoden"(eine Übersicht) 1058640722
Und:
Über Impfungen 1058570872
Das sind zusammen ca.120 Links zu Texten mit vielen weiterführenden Links und Literaturangaben.
Der Unfug mit der "Appetitanregung":
Schwerst betrugslastig.
Es gibt selbst bei mir (abnehmend) doch immer wieder Eltern,die behaupten,daß ein wohlgenährtes oder normal schlankes Kind quasi "noch nie" was gegessen habe.
Bei manchen Leuten bricht gerade zu Panik aus,wenn ein völlig normales Kind mal im Rahmen eines Infektes oder der normalen Entwicklungsvarianz mal ein paar Tage oder gar eine Woche lang keine so rechten Appetit hat.
Ich kenne als Arzt seit 1977 kein einziges Kind mit einem relevanten Apetitmangel.
Bei Normalbürgern läßt sich das vermeintliche Problem mit vernünftiger Aufklärung,Messen und Wiegen,und Demonstration der eingetragenen Daten in einer Normalwerttabelle zu Mitgeben beseitigen.Manche kommen aber immer wieder mit solchen Bedenken.Wie gesagt: es hat im Laufe der Jahre stark abgenommen,weil ich mir auch immer den Mund fusselig rede.
Fast immer mit dieser Fehleinschätzung verbunden ist der sofortige Wunsch nach einem "appetitanregenden" Medikament(das es definitiv nicht gibt) und der Wunsch nach Vitaminen(was totaler Unfug ist).
Aber auch hier sind (Heb-)Ammenmärchen,elende und schamlose Scharlataneriebetrüger- und Laien-Wichtigtuer-Desinformationen offensichtlich weitererhin leider hochwirksam.
Ungeratenen und unprofessionellen "Ärzte" und auch "Kinderärzte" spielen da häufig auch eine äußerst ungute und verblödende Rolle.
Viele Eltern sind auch nach dem ersten Lebensjahr mit seiner massiven und stetigen normalen Gewichtszunahme maximal irritiert,daß das nicht ständig so weitergeht.
Es ist normal,daß Kinder im 2.Lebensjahr kaum oder auch gar nicht zunehmen(dafür aber eben in der Länge wachsen,was nunmal eine ganz andere Figur ergibt) - jedenfalls nicht so heftig.Normal ist auch,daß es im Weiteren stetig aber langsamer mit der Gewichtsentwicklung weitergeht.
Weiterhin normal sind auch Zeiten von weniger Appetit und von zum Teil ausgeprägten Nahrungs-Vorlieben und Einseitigkeiten,die absolut noch niemandem geschadet haben.
Auch nach eindrucksvollen Studien an Kindern verschiedener Altersgruppen hat sich klar gezeigt,daß sie sich in der Zeitsumme auch bei starken Schwankungen ausgewogen ernähren,wenn man Sie in Ruhe läßt und ihre Nahrung täglich neu an einem Buffet selbst zusammenstellen läßt.
Aber genau bei diesen gängigen Dingen haken Alternaiv-Betrüger wie z.B. Unheilpraktiker und Homöopsychopathen ein und machen die Leute gegen viel Abzockerkohle narrisch,die dann idiotischsten Zeugs verornet bekommen.
Wichtig bei vermeintlichen Auffälligkeiten bezüglich Größen- und Gewichtsentwicklungen ist neben der Untersuchung auch immer das Betrachten der Eltern und auch der näheren und weiteren Familie.
Es gibt durchaus Kinder,die eine relative Normvarianz mit Groß-oder sogar Urgroßeltern teilen,obwohl die Eltern ganz unauffällig sind.