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Mittwoch, 18. Juni 2003, 01:53

Es geht um die Einschätzung von Allergien,Asthma und Neurodermitis.

Ein Riesengeschäft,in dem die Leute mit Sorgen überschüttet und desinformiert werden.


http://www.kinderaerzteimnetz.de/bvkj/ak…d=746&nodeid=26

und:

http://www.kinderaerzteimnetz.de/bvkj/kr…d=144&nodeid=60

Aus der Seite des Berufsverbandes(!!!) der Kinderärzte: www.kinderaerzte-im-netz.de

Ich halte das aus meiner 30-jährigen Medizinerfahrung in hiesiger Klinik und Praxis für panikmachenden Blödsinn ,der aber dem fatalen Mainstream entspricht.

Natürlich gibt es sehr selten schwere und gefährliche Allergien.

Ich kann das gerade aus der Praxis nicht auch nur ansatzweise bestätigen;und das,obwohl wir hier

1.)eine sehr hohe Zahl an besonders Allergie- und Asthma-belasteten Nationalitätsangehörigen haben(Marokkaner und Türken).

2.)am Rande dieser Stadt ein Chemie-Standort ist (ehemalige Hoechst AG)

3.)eine sehr hohe Verkehrsdichte besteht

Die Störungen Asthma,Neurodermitis und Allergie sind seit langen Jahren ganz stark rückläufig;krass im Falle der Neurodermitis.

Absolut keiner hat hier diesbezügliche echte Probleme.

Seltsamerweise gilt das auch für eitrige Mandelentzündungen und Mittelohrentzündungen,wofür ich auch keine richtige Erklärung anbieten kann.

Die einzige Besonderheit der Praxis: alle Kinder sind vollständig altersgemäß geimpft(null% Impfgegner ohne besonderes Zutun unsererseits) und bestimmte bakterielle Infektionen werden konsequent antibiotisch behandelt (aber eher selten.Überflüssige Medikamente werden strikt vermieden(was die schlauen und kooperativen Eltern hier auch voll und sogar freudig)akzeptieren

Die immer wieder behaupteten "Etagenwechsel" von Allergie zu Pollinosis(Heuschnupfen auch mit Augenbeteiligung) und dann zu Asthma oder von Neurodermitis zu Asthma habe ich hier noch nie erlebt.

Ich kann das nicht verallgemeinern,gebe aber zu bedenken,daß viel zu viele (Kinder-)Ärzte äußerst lukrative und durchaus zu hinterfragende (sehr zart ausgedrückt) "Allergiediagnostik" betreiben und besonders gerne die Dinge,die in den beiden obingen Links stehen, einreden - schon bevor überhaupt irgendwas was los ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (7. Juni 2010, 15:36)


2

Mittwoch, 18. Juni 2003, 07:15

So ist es. Jeder noch so geringe Hautausschlag beim Säugling wird als Neurodermitis diagnostiziert. Und dann beginnt schon der Teufelskreis. Den eltern wird geraten, auf viele Nahrungsmittel zu verzichten....Das Kind wird mangelernährt und die daraus resultierenden Folgen darf man nicht unterschätzen.
Isa

3

Donnerstag, 19. Juni 2003, 22:05

Genauso isses.

So manchmal denke ich schon fast,daß der Grund für das hiesige starke Abnehmen der ND,mit daraufzurückzuführen sein könnte,daß ich von Anfang an die Angst vor ND anspreche und wegnehme.

Dazu auch:

Ich mache so seit 22 Jahren Kindermedizin und sage mir immer: was hilft,hilft - zumal die Neurodermitis ganz sicher verschiedene Ursachen haben kann,
auf die man aber meist nicht kommt.
So behandeln wir die Erscheinungen der Haut(das nennt man dann böse Schulmedizin) mit Fett(z.B.Linola Fett N)und bei akuteren Zuständen mit Fett plus geringem Cortisonzusatz (z.B.Linola H Fett).Damit habe ich 98% aller Neurodermitiden "hingekriegt".
Auch der Rest wurde (so wars halt hier
glücklicherweise) geheilt oder hat harmlose Mini-Schübe)durch Haut-fachärztliche verfeinerte Salbenzubereitungen und/oder durch die Einnahme von Kapseln mit Nachtkerzensamenöl(z.B.Epogam).DAS WARS.

Wenn die Eltern oder die älteren Kinder selbst bemerken,daß die Haut nach bestimmten Nahrungsmittel schlechter wird,dann haben Sie den besten Allergietest der Welt gemacht und lassen diese Dinge einfach weg(viel zuverlässiger als die medizinischen Allergietests,die m.E. nur oft nur aussagen,was sein könnte und nicht,was IST.
Im Falle von Neurodermitis oder familiärer Belastung würde ich immer raten, bestimmte Allergen-"Bomben" wegzulassen: Nüsse,Kakao+Schokolade,Zitrus- und exotische Früchte (Mango,Kiwi)und vor allem Honig(den ich für einen gigantischen Allergietest halte.Denken Sie doch nur,was die Bienen da alles einsammeln.).

Wenns denn so ist,sage ich den Eltern 1.) Ihr Kind hat wahrscheinlich(!)eine Neurodermitis.Das heißt aber 2.) nicht,daß das schlimmer wird.3.) wird das jetzt behandelt und geht wahrscheinlich weg.4.)Es kommt wohl wieder,vielleicht erst in einem Jahr;
dann machen wir dasselbe und es geht wieder weg.Zwischendurch achten Sie darauf,was das Ganze noch beeinflußt.
Den Leuten also erstmal sagen,daß das ganze nicht ein unaufhaltsamer Zerstörungsprozeß ist(so wird es leider oft in der Presse und durch ungeratene
Kollegen dargestellt).Ich kenne wirklich Hautarztkollegen,die nichtmal hinter ihrem Schreibtisch hervorkommen,um sich die Haut des Kindes anzuschauen,sondern den Eltern,die beide leichte Allergien bzw.Heuschnupfen haben,sagen: IHR KIND HAT NEURODERMITIS und dann Horrorbilder dazu aus der Schublade ziehen.

Das sind MEINE Erfahrungen.
Natürlich gibt es schwere Neurodermitisfälle,die alle Beteiligten zur Verzweiflung bringen...aber auch dafür gibt es ausgefeilte Therapien und Spezialkliniken.

Es gibt auch so kleine,aber gute Tricks wie Klopfen statt Kratzen und vieles andere mehr.

Sehen Sie jedenfalls zu,daß man Ihnen nichts aufschwätzt..Vor allem keine quälenden Diäten,wenn vielleicht andere Sachen besser helfen.

Neurodermitis hat bei uns in den letzten Jahren sehr stark abgenommen - interessanterweise bei 100%iger Durchimpfung der Kinder.

Ich denke,daß auch die hypoallergenen Säuglingsnahrungen eine Rolle spielen könnten.

4

Freitag, 20. Juni 2003, 13:12

Einer unserer Söhne, er ist jetzt zehn, hat immer wieder Schübe von Neurodermitis. Meist dann wenn er einen Infekt hat, schon ein leichter Schnuüfen reicht aus. Wir behandeln das schon immer nur mit Panthenol, verschafft sofort Linderung und in zwei bis drei Tagen ist alles vorbei. Natürlcih gibt es schwerere Fälle, das weiss ich auch, aber vieles wird von den Ärzten hochgespielt

5

Freitag, 11. Juli 2003, 19:37

Viele Kinderärzte haben zwanghafte Züge.

6

Samstag, 12. Juli 2003, 12:19

"Die immer wieder behaupteten "Etagenwechsel" von Allergie zu Pollinosis(Heuschnupfen auch mit Augenbeteiligung) und dann zu Asthma oder von Neurodermitis zu Asthma habe ich hier noch nie erlebt."

Neurodemitis und Asthma haben auch nix miteinander zu tun- nur wird das ja so gerne behauptet.
Das sind dann die gleichen Schwachköpfe, die einem erzählen wollen, daß Neurodermitis eine Allergie ist.
Ich selber kenne allerdings genügend Fälle, bei denen Allergiker durch Nichtbehandlung in den folgenden Jahren immer stärkere Probleme kriegten.
Im Jahr eins hiess es dann "Ach, das Niessen stört mich nicht so"
Im Jahr zwei waren dann auch die Augen betrofen, und wenn dann weiter nichts passierte (also noch nicht einmal ein lokales Antiallergikum), dann kriegten sie ein paar Jahre später auch einen permanenten Hustenreiz. Und dann müssen natürlich auch systemische Antiallergika ran.
Ich weiss zwar nicht, ob das ganze bei sofortiger Behandlung nicht auch "übergesprungen" wäre, aber der Verlauf Nase- Augen-Bronchien kenne ich gut.

7

Sonntag, 31. August 2003, 19:09

Wenn man so liest,was viele Ärzte so über Allergien verbreiten und über Asthma und Neurodermitis,dann wundert man sich gar nicht mehr über die angebliche Häufigkeit und die Sorgen darüber - selbst wenn gar nichts ist.

Es wird fälschlicherweise über die Lebenslänglichkeit und die quasi Unabänderlichkeit all dieser Dinge geschwafelt."Vorsichtsmaßnahmen" ohne Ende.

Das ist unprofessionell und gemein.

Ein trauriges Beispiel dafür ist der allergologische Oberarzt Biedermann einer großen Klinik in:

http://www.hosenscheisser.de/experten/datenbank.php


Halbwegs seriös ist:

http://www.rund-ums-baby.de/allergien/me….php3?forum=122

Aber auch nur halbwegs.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (7. Juni 2010, 14:55)


8

Samstag, 6. September 2003, 18:29

Jedenfalls wird ein unglaublicher Rummel um die Ernährung gemacht.
Das hat zum Teil schon hysterische und neurotische Züge.

9

Sonntag, 7. September 2003, 21:50

"Die immer wieder behaupteten "Etagenwechsel" von Allergie zu Pollinosis(Heuschnupfen auch mit Augenbeteiligung) und dann zu Asthma oder von Neurodermitis zu Asthma habe ich hier noch nie erlebt."

Was es allerdings ganz häufig gibt, sind Heuschnupfler, die im Laufe der Zeit Lebensmittelallergien entwickeln - besonders häufig trifft es in unseren Breiten Birkenpollenallergiker, weil Birkenpollen sehr viele Majorallergene besitzen (also Allergene auf die sehr viele Pollenalergiker reagieren) und die Struktur dieser Allergene denen in vielen Obst und Gemüsesorten sehr ähnlich sind.

10

Sonntag, 7. September 2003, 22:01

Ich habs in der ganzen langen Zeit noch nicht erlebt.

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11

Sonntag, 7. September 2003, 22:46

Zitat

pandora postete
[/b]"Die immer wieder behaupteten "Etagenwechsel" von Allergie zu Pollinosis(Heuschnupfen auch mit Augenbeteiligung) und dann zu Asthma oder von Neurodermitis zu Asthma habe ich hier noch nie erlebt."

Falsch meine Liebe. Ich habe ihn am eigenen Leibe erfahren,den Etagenwechsel. Mein 4jähriger leidet auch bereits an Neurodermitis.

+Neurodemitis und Asthma haben auch nix miteinander zu tun- nur wird das ja so gerne behauptet.+

In manchen Fällen haben sie sehr wohl etwas miteinander zu tun. Zum Beispiel wenn es um Allergien geht. Und auch bei der Psyche können Neuro und Asthma zusammenspielen...

+Das sind dann die gleichen Schwachköpfe, die einem erzählen wollen, daß Neurodermitis eine Allergie ist.+

Haben Sie denn überhaupt keine Ahnung? Was soll denn das hier? Meine Neurodermitis ist nach Weglassen bestimmter Nahrungsmittel fast ganz weg gewesen! Neurodermitis kann sowohl durch eine Allergie ausgelöst als auch durch psychsiche Belastung ausgelöst werden. Würde mich mal besser informieren!

12

Sonntag, 7. September 2003, 23:12

Mag ja alles sein.
Ich habs halt in den 22 Jahren Kindermedizin so nicht gesehen.

13

Montag, 8. September 2003, 07:38

Zitat

Kinderarzt.Kinderarzt postete
[/b]Ich habs in der ganzen langen Zeit noch nicht erlebt.[/b]


Das passiert normalerweise auch erst bei Erwachsenen - in unserer Abteilung erforschen wir pollenassoziierte Nahrungsmittelallergien.

Nahrungsmittelallergien bei Kindern unterscheiden sich in Art und Ausprägung interessanterweise von denen bei Erwachsenen. Auf manche Allergene reagieren praktisch nur kleine Kinder, die Allergie wächst sich dann im Laufe der Zeit raus.

Erwachsene, die erst sehr spät Heuschnupfen bekommen, laufen dafür besonders stark Gefahr, sogar ziemlich viele Nahrungsmittelallergien zu entwickeln.

Auf diesem Gebiet gibt es noch jede Menge Unbekannte, die Vorgänge sind sehr viel komplizierter und vielschichtiger, als es sich die lieben Bioressonanzler vostellen mögen.

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14

Montag, 8. September 2003, 12:49

Zitat

Kinderarzt.Kinderarzt postete
[/b]Mag ja alles sein.
Ich habs halt in den 22 Jahren Kindermedizin so nicht gesehen.[/b]


Mag ja sein, Herr Dr. Kinderarzt. Aber ich empfinde es als äußerst überheblich von pandora solche Aussagen zu machen, wie ich sie in meinem Beitrag zitiert habe. Ich selbst kenne nun mal einige Asthmatiker, die auch Hautprobleme haben. Meist mit Allergien verbunden. Das ist eine Tatsache! Erst informieren, dann posten!

Beiträge: 16

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Beruf: Elektrikerin, jetzt Mami;-)

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15

Montag, 8. September 2003, 12:54

Zitat

Isa postete
[/b]So ist es. Jeder noch so geringe Hautausschlag beim Säugling wird als Neurodermitis diagnostiziert. Und dann beginnt schon der Teufelskreis. Den eltern wird geraten, auf viele Nahrungsmittel zu verzichten....Das Kind wird mangelernährt und die daraus resultierenden Folgen darf man nicht unterschätzen.
Isa[/b]


Hallo Isa,
acuh dir kann ich nicht ganz recht geben. Hautprobleme welcher Art auch immer gehören zum Dermatologen und nicht zum Kinderarzt! Manche sind damit nämlich überfordert und möchten dies aber nur ungern zugeben. Auch mein noch 4jähriger leidet "wahrscheinlich" unter Neurodermitits. Er kratzt sich mitunter so was von exzessiv, dass es einem Angst macht....genau wie ich früher...außer mehrerer Pollenallergien wurde bei ihm nichts gefunden. Er wird momentan nicht mit Kortison behandelt, weil es ihm soweit gut geht. Gott sei Dank.

16

Montag, 8. September 2003, 13:59

Hautprobleme welcher Art auch immer gehören zum Dermatologen und nicht zum Kinderarzt!

Das kommt aber sehr auf den Hautarzt an.
Seltsamerweise bin ich im Großen und Ganzen erfolgreicher als die hiesigen 4 Hautärzte.

17

Montag, 8. September 2003, 16:20

Dazu passt der Spruch unseres Ordinarius für Pädiatrie:

"Kinder sind keine kleinen Erwachsenen!"

Nicht unsonst gibt es Kinderorthopäden, Kinderurologen, Kinderchirurgen e.a..

Doc

18

Samstag, 8. November 2003, 02:36

Manche Kinderärzte sollte man meiden.

19

Sonntag, 9. November 2003, 18:42

Habe zum Thema bei anderen KÄ angefragt,aber keine Antwort enthalten.

Beiträge: 51

Wohnort: Düsseldorf

Beruf: z.Zt. Mutter und Hausfrau (Bankkauffrau)

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Sonntag, 9. November 2003, 20:56

Als unsere Große ca. 1 1/2 Jahre alt war hatte sie schuppende Stellen am ganzen Körper.

Ich war mit ihr dann bei einem Hautarzt, der sie sich ansah und dann sagte, dass sie Neurodermitits hätte. Hat uns alles mögliche verschrieben.

Wir haben dann zu hause erst einmal das Waschmittel gewechselt (Sensitiv Weichspüler nehmen wir schon lange) und siehe da, die "Neurodermitis" verschwand.
Sie hat nach 1 1/2 Jahren wohl das Waschmittel nicht mehr vertragen!

Kerstin

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