Herzlichen Glückwunsch, Papa!
So eine Geburt, die nicht ganz nach Plan verläuft ist besonders für die Väter schwer. Mann kann ja nichts tun und ist hin und her gerissen zwischen der Frau auf der einen Seite und dem Kind, das dann auch noch schnell von den Ärzten in Beschlag genommen wird.
Ich fühlte mich bei dieser Geschichte ganz doll an die Geburt meiner Tochter erinnert. Sie kam per Notkaiserschnitt, nach 27 Stunden Wehen und atmete nicht. Ihr erster APGAR war 2 (von 10) und wie schlecht es ihr gegangen ist habe ich erst begriffen, als der Arzt bei der Entlassungsuntersuchung so erstaunt war, wie gut es ihr ging (4 Tage nach der Entbindung).
Heute ist sie ein großes, wunderschönes, pfiffiges Mädchen, eine der besten im Lesen und Schreiben (2te Klasse), zweisprachig, umgänglich (meistens).
So wie es sich anhört hat sich Ihr Sohn doch prächtig erholt...wenn der Muskeltonus und die Reflexe gut sind und er schreit und pinkelt und trinkt, dann gibt es wenig Anlass zur Sorge.
Das mit dem "Geburtsschock" ist auch so eine Sache - meine Tochter hatte offensichtlich schon länger Stress gehabt (das Fruchtwasser war ganz grün - ihre Haare und Fingernägel verfärbt), die Herztöne nicht ganz in Ordnung - da ist es schon klar dass sie nicht gleich tief durchgeatmet hat. Sicher gab es auch bei Ihrem Sohn Gründe für den Kaiserschnitt, die die schlechte Atmung mit begründet haben.
Lassen Sie sich ja kein schlechtes Gewissen machen, weil es ja "nur" eine Keiserschnittgeburt war...
Ein Tipp, falls Sie noch nicht haben, besorgen Sie sich, bzw Ihrer Frau ein Stillkissen, das beschützt die Kaiserschnittnarbe beim Stillen - meine Tochter hat immer beim Stillen mit den Füßen ausgetreten (autsch).
Ansonsten sind wir privat versichert (ging damals bei unserer Rückkehr aus den USA nicht anders). Am Anfang habe ich mich geärgert, inzwischen weiss ich die Besserbehandlung wohl zu schätzen...
Liebe Grüße auch an Frau und Sohn und nochmals herzlichen Glückwunsch!
Catherina