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Doch Superbakterien hin oder her: Dort, wo sich die Erreger gar nicht erst vermehren, können sie auch keinen Schaden anrichten. Die Vermehrung lässt sich eindämmen - durch einfache Hygienemaßnahmen. Sie müssten nur konsequent eingehalten werden. So kommen die Hygiene-Experten der DGKH in ihrem Report "Krank im Krankenhaus" vom September 2007 zu dem ernüchternden Urteil, dass viele Infektionen vermeidbar wären. In erster Linie ist es mangelnde Hygiene, die für die Verbreitung von MRSA- und anderer hartnäckiger Bakterien verantwortlich ist, heißt es in dem Bericht. Ärzte, Schwestern und anderes Klinikpersonal nähmen es mit der Sauberkeit häufig nicht ernst genug. Der eine wäscht sich zu selten die Hände, der andere trägt wochenlang ein und denselben Arztkittel. So wandern die Bakterien bei jeder Visite von Türklinke zu Türklinke, von Krankenbett zu Krankenbett.
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Bakterien, die aufgrund einer Mutation eine Resistenz gegen ein Antibiotikum entwickelt haben, verbreiten ihre Gene nicht nur durch Selbstteilung weiter - sie können sie auch per Genaustausch an andere Bakterien geben. Und die geben sie ihrerseits durch Teilung weiter.
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Es ist vor allem der falsche oder übertriebene Einsatz von Antibiotika, der die Verbreitung von MRSA-Erregern nach Angaben Zastrows gefördert hat. Häufig würden die Medikamente auf Verdacht verabreicht, ohne dass der Behandlung eine mikrobiologische Untersuchung der Erreger vorangegangen wäre. Die Folge: Schlägt ein Antibiotikum nicht an, wird gleich das nächste ausprobiert. "Kein Wunder, dass sich so Resistenzen entwickeln", betont Zastrow.
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Resistenzen können sich auch außerhalb der Krankenhäuser bilden, denn auch viele niedergelassene Ärzte verabreichen Antibiotika zu schnell und unbedacht. Dazu kommt, dass viele Kranke Antibiotika nicht lange genug einnehmen, was wiederum die Wahrscheinlichkeit der Resistenzbildung erhöht.
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