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21

Freitag, 17. Mai 2002, 21:07

Dazu eine Abgezockte immerhin aus einem Homöopathie-Forum,wo ich den gleichen Text gebracht hatte:

Hallo und sorry,
aber leider hat er Recht. Dazu eine kleine Geschichte, die ich selbst erlebt habe.

Vor 8 Jahren (die Darmpilzhysterie war auf ihrem Höhepunkt angelangt, keine Talkshow ohne Darmpilzhorrorgeschichten) begab ich mich wegen häufiger Kopf- und Magenschmerzen zu einer Heilpraktikerin, die mir empfohlen worden war.
Nach eingehender Anamnese äußerte sie den Verdacht, es könnte sich um Darmpilze handeln und schlug mir eine Laboruntersuchung vor. Ich erhielt von ihr einen adressierten Umschlag mit den entsprechenden Unterlagen und Röhrchen zum Einschicken. Nach einer Woche besprach sie mit mir das Laborergebnis: PILZE ohne Ende, eine Sorte davon "candida albicans" eine andere "tropicalis". Ich war so beeindruckt von diesem Ergebnis, dass ich mir jeden Quatsch habe aufschwatzen lassen. Z.B. führte sie noch eine Irisdiagnostik und eine Bioresonanztherapie durch und natürlich bekam ich Kügelchen und sollte Diät halten, kein Zucker, kein Weißmehl, keine Hefeprodukte etc..
Es kamen ständig neue Diagnosen hinzu, in der Iris entdeckte sie ein Leberproblem und andere gesundheitliche Störungen, von denen ich noch gar nichts bemerkt hatte. Das ganze hat dann auch einige Scheinchen gekostet. Bei meiner Tochter wurden in der Stuhlprobe dann auch noch jede Menge Pilze entdeckt.
Als mir das ganze zu kostspielig wurde und ich zu meinem "normalen" Internist ging, erklärte der mir, dass diese Pilze in völlig tolerierbarer Größenordnung im Darm vorhanden seien und von einem "tropicalis" hatte er noch gar nichts gehört.
Mit einer Magenspiegelung und anschließender Therapie wurde ich mein Problem bis heute los, die Kopfschmerzen sind zyklusbedingt und mit einer Aspirin in den Griff zu bekommen.

Ich bin heute Lichtjahre davon entfernt, jemals wieder zu einem Homöopathen oder zu anderen Heilpraktikern zu gehen, mehr noch, ich bin dafür, dass diese Form der "Behandlung" verboten wird. Es handelt sich, wie Arzt B. schon sagt, um Scharlatanerie.

Gruß M.

~franke

unregistriert

22

Samstag, 18. Mai 2002, 02:22

pilze sind ein modethema. leider. ich kann es auch schon bald nicht mehr hören.
der von ihnen zitierte internist bringt es auf den punkt: candida im toleranzbereich.
das ist auch meine meinung. erst die quantitative bestimmung führt zu einer sicheren einschätzung ob behandlungsbedarf besteht oder nicht. ich glaube wir sind uns einig wenn ich behaupte: ab einer bestimmten menge pilzen auf haut oder schleimhaut müssen wir von einer mykose reden. den fußpilz behandeln wir ja auch (obwohl auch auf der gesunden haut pilze symptomlos vorkommen.

23

Samstag, 18. Mai 2002, 16:19

von DRUG:

Die Parallelen der dargestellten Darmpilz-Neurose zur Homöopathie liegen doch wohl auf der Hand:

-biologisch unplausibles theoretisches Konzept
-kein Wirksamkeitsnachweis
-ein mehr oder weniger charismatischer Führer hat die Methode "erfunden" und zeitlebens ohne Rücksicht auf die Konsequenzen weiterverwendet
-Methode wird mehr von unausgebildeten "Heilpraktikern" angewendet, im ärztlichen Bereich fast ausschließlich von praktischen Ärzten und Allgemeinmeidzinern, je gebildeter der Arzt ist, desto weniger wendet er die Methode an
-Methode gehört nicht zum akademischen Curriculum an Universitäten
-in keiner Klinik verläßt man sich auf die Methode
-Studien weisen bestenfalls Placeboeffekte nach.

Man kann eben nicht einerseits sagen "Bei Homöopathie glaube ich halt einfach dran, egal was objektive Daten sagen" und andererseits anderen genauso unbelegten Verfahren wie Geistheilung, Hexenverbrennung oder Darmmykologie die Wirksamkeit absprechen.

Entweder man einigt sich, jeden Scheiß unbesehen zu glauben, oder man einigt sich darauf, nur Dinge zu glauben, die wissenschaftlich bewährt sind.

~Mutter

unregistriert

24

Samstag, 18. Mai 2002, 19:21


Für Franke, es handelt sich um einen Tee aus sieben Kräutern.
Ausserdem habe ich selbst bei mittelschwerer Neurodermitis mit Panthenol gemacht.
Gruss



http://www.eva-aschenbrenner.de/index.html

25

Samstag, 18. Mai 2002, 19:54

Ausserdem habe ich selbst bei mittelschwerer Neurodermitis mit Panthenol gemacht.

Dann wars keine mittelschwere oder gar keine.

~Mutter

unregistriert

26

Samstag, 18. Mai 2002, 20:56

GUTE ERFAHRUNGEN das hat gefehlt. Aber sie haben mir dennoch geantwortet.
Doch, es ist und war Neurodermitis.
Ihre Therapie lautet: Nichts tun, abwarten, verschwindet von selbst. Sie sollten es bei ihren kleinen Patienten auch mal mit Panthenol versuchen. Oder ihnen einen Menschen, der sich im Gebiet Naturheilkunde spezialisiert hat, empfehlen.

27

Samstag, 18. Mai 2002, 21:46

Oder ihnen einen Menschen, der sich im Gebiet Naturheilkunde spezialisiert hat, empfehlen.

Wozu denn?

28

Samstag, 18. Mai 2002, 22:15

Würde sich lohnen. Sie könnten begreifen, dass es AUSSER IHNEN noch mehr intelligente Wesen auf diesem Planet Erde gibt. Oder haben sie Angst vor dieser Erkenntnis???

29

Samstag, 18. Mai 2002, 23:13

Wenns doch bei mir völlig problemlos funktioniert.....

~franke

unregistriert

30

Sonntag, 19. Mai 2002, 12:48

ihre praxis scheint derart vom durchschnitt abzuweichen, dass ich mir die frage stelle ob sie überhaupt im gebiet der atopischen ekzeme praxisbezogen mitreden können. sie verfügen ja offenbar - wie sie schreiben - über keine erfahrung mit schweren fällen. sie kommen ja in ihrer praxis nicht vor. leider ist die tägl. realität bei normalen praxen anders. ich erlebe schwere fälle, die kein abwarten gestatten.

bitte erklären sie doch dem forum den unterschied zwischen einer mykose im darm und an der haut!

31

Sonntag, 19. Mai 2002, 18:17

dass ich mir die frage stelle ob sie überhaupt im gebiet der atopischen ekzeme praxisbezogen mitreden können.

Eine Unverschämtheit,von einem der nichts zu bieten hat.

~franke

unregistriert

32

Montag, 20. Mai 2002, 12:27

lamentieren sie nicht. sie können ja sachbezogen antworten. sie haben doch geschrieben, das sie in ihrer praxis von den schweren fällen nichts sehen. da kann es doch mit ihrer praktischen erfahrung in diesem gebiet nicht weit hergeholt sein.


was ist ihrer meinung nach der unterschied zwischen einer mykose im darm und an der haut???

33

Montag, 20. Mai 2002, 16:36

Ich lamentiere nicht.

Mykosen gibt es sowohl im Darm als auch an der Haut.An der Haut sieht man es;im Darm macht man es an den Symptomen fest,was gar nicht einfach ist.Besser definiert und auch sichtbar ist die Speiseröhrenmykose,die auch meist sehr schmerzhaft ist.

~franke

unregistriert

34

Dienstag, 21. Mai 2002, 09:00

und warum sollte die mykose im darm nicht behandelt werden?

35

Dienstag, 21. Mai 2002, 22:36

Wenn sie von plausiblen Symptomen und seriös ermittelten Erregermengen her relevant ist,wird sie ja auch behandelt.

Aber nicht bei Phantasiesymptomen,die Ihre Fraktion den Leuten aufschwätzt.

~franke

unregistriert

36

Mittwoch, 22. Mai 2002, 09:26

lassen wir mal ihre unsachlichen phantasien weg. dann treffen wir uns nämlich bei dem punktt, den ich schon eingangs erklärt habe.
1. es gibt mykosen intestinal 2. es ist abhängig von der keimzahl 3. eine mykose sollte therapiert werden.
würden sie vor blinder wut einfach mal genau lesen würden wir schneller einen konsens finden.

37

Mittwoch, 22. Mai 2002, 22:50

Meine Güte: ich habe mich doch wiederum klar ausgedrückt.

~franke

unregistriert

38

Donnerstag, 23. Mai 2002, 00:10

ein konsens ist so sellten, ich wollte ihn einfach noch einmal richtig verstanden wissen.

~Mayday

unregistriert

39

Sonntag, 26. Mai 2002, 19:15

Ich finde den Streit zwischen den beiden Herren einfach super!!! Bevor ich meinen Sent auch dazu gebe muß ich als Kaufmann sagen, daß das Argument von Herrn Franke "...sie würden sofort mit dem finanzamt in konflikt kommen. stichwort: mehrwertsteuer" eine Schutzbehauptung ist. Er kann dieses wie er möchte weiterberechnen und er muß mit dieses nicht mit dem Finanzamt absprechen (nur wenn es über eine Krankenkasse gehen würde)!!! Aber nun möchte ich folgendes sagen: Ich bin eher ein Anhänger der Schulmedizin als der Homöpatie, denn jedesmal, wenn mein ehemaliger Hausarzt mir etwas homöpatisches verschrieben hat, hat es nicht geholfen. Homöpatie ist für die Leute, die daran glauben, fast immer nur ein Placebo. Wenn jemand daran glaubt und genug zahlt, kann es ja helfen. Wie ist das z. B. mit Kopfschmerzen (fast immer phsychisch). Hier hilft ja auch eine gute Hühnersuppe. Der Glaube versetzt ja bekanntlich Berge!!! An einer medizinischen Schulung an der ich teilnahm wurde gelehrt, daß das homöpatische Präparat einen Vorgang auslöst, den der Patient eigentlich bekämpfen will. Der Körper würde dann sein Imunsystem gegen die ausgelösten Symthome in Kraft setzen. Aber was ist wenn der Körper für diese Reaktion zu schwach ist?
Meine Tochter z. B. hatte als Kleinkind eine schwere Darmneurodermitis. Es haben nur zwei Sachen geholfen: 1. Ernährungsumstellung - verzicht auf einzelne Lebensmittel und 2. Abbau des Umweltstresses. Heute ist sie frei von der Darmneurodermitis. Es gibt zuviele Schalartane unter den Heilpraktikern die nur hinter dem Geld her sind. Einzelne Krankheiten wären für "vernünftige" Heilpraktiker geeignet. Aber dann sollten Sie auch eine gewisse Vorbildung haben. Ich kann doch z.B. als Koch, weil ich Tiere zerlegen kann, auch Tiere operieren!?!

40

Sonntag, 26. Mai 2002, 19:18

Sie sagen es.

Aber was ist eine Darmneurodermitis?
Meinen Sie: durch Lebensmittel beeinflußt?

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