Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Kidmed. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

41

Mittwoch, 10. März 2004, 23:16

Zu den infamen und kriminellen Festhalte-Ideologen:

http://www.prekop-institut.com/index1.html

Weitere Scharlatanmethoden inclusive.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (13. November 2010, 19:17)


42

Mittwoch, 10. März 2004, 23:31

Allen Psychomethoden dieser Art ist eins gemein: Die Gleichschaltung
Damit meine ich, daß Gefühle, gute wie schlechte, nicht als Teil der Persönlichkeit gesehen werden, sondern kontrolliert werden sollen. Das Ganze soll dann zu schlechter Letzt den Gegenüber in irgendeiner Art und Weise so beeinflussen, so daß der Anwender der Technik einen Vorteil davon hat.
Nur selten merken diese was mit ihnen wirklich geschehen ist: Seelendiebstahl! Das Heer der Aalglatten.

43

Mittwoch, 10. März 2004, 23:41

Man verdient prächtig mit dieser Art von Gehirnwäsche.

Die Gehirngewaschenen tragen mindestens soviel Schuld wie die Täter.

44

Donnerstag, 11. März 2004, 00:03

Aus einer Online-Rezension bei Amazon zu einem Buch von Hellinger und Prekop:

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/34…4304478-7834121

Eine befreundete Familie hat sich überreden lassen, die Festhaltetherapie bei einem Ihrer Kinder durchzuführen. Das Resultat war ein Vertrauensbruch zwischen Kind und Eltern. Dies führte zu verstärkter Aggression im späteren Alter, das Kind hatte das Gefühl, dass sein Wille gebrochen werden sollte.
Wenn eine solche Therapie "Freiwillig" ausgesucht wird, d.h. von jemandem, der genau weiss was er tut, dann mag sie vielleicht helfen. Doch Kinder können dies nicht von sich aus beurteilen, sie werden ganz einfach entweder überredet (Suggestion) oder sie haben keine andere Wahl. Das ist ein Vertrauensbruch!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (13. November 2010, 19:17)


46

Donnerstag, 11. März 2004, 00:55

Tscha, Bettina Wegner kannte das "Festhalten als Therapie" wohl nicht, sonst hätte sie noch eine Strophe drangehängt...
Ich habe mal in die Seite dieses "Instituts" reingeschaut. Die angeblichen Indikationen sind bizarr. Die Vorstellung wegen übermäßigen Schokoeis-Konsums zwei Stunden gegen meinen Willen festgehalten zu werden, treibt selbst mir als Erwachsener den Angstschweiß auf die Stirn. Angeblich sanft, empfinde ich dieses Verfahren als extrem autoritär. Das zielt wirklich auf Willensbruch ab, weil das Kind keine Chance haben soll, sich zu wehren oder sich abzugrenzen und es AUCH NOCH GUT FINDEN SOLL. Natürlich muss man sich als Elternteil gelegentlich über den Willen des Kindes hinwegsetzen, wenn es wirklich notwendig ist. Aber das Kind sollte in diesem Momenrt auch die Freiheit haben, einen dann nicht zu mögen. Das gibt sich dann wieder i.d.R. Dem Kind aber sozusagen anzutrainieren, dass "Liebe" mit einem Willenbruch einhergehe, halte ich für äußerst bedenklich.

47

Donnerstag, 11. März 2004, 00:58

Es ist übelstes Ideologiezeugs von,Leuten ,die völlig daneben sind.

Wichtigtuer-Scharlatane.

48

Donnerstag, 11. März 2004, 01:47

Zitat

Damit meine ich, daß Gefühle, gute wie schlechte, nicht als Teil der Persönlichkeit gesehen werden, sondern kontrolliert werden sollen.


Sehe ich auch so. Eltern wird es heute oftmals nicht mehr 'gestattet', ihren Kindern ganz normale menschliche Eigenschaften zuzugestehen, wenn es sich um negative handelt - eben sowas wie Boshaftigkeit, Gemeinheit etc. So sehr diese Eigenschaften zum Menschen dazugehören (zum einen mehr, zum anderen weniger), so findet man sie eben auch unter Kindern. Ich denke, es ist für ein Kind lehrreicher, wenn es sieht, welche Emotionen solch ein schlechtes Benehmen hervorruft, als wenn die Eltern mit aller Gewalt die Zähne zusammenbeißen und gute Mine zum bösen Spiel machen.

Ein Klaps aufs Hinterteil ist im Normalfall die Konsequenz eines Gefühls von Wut und Ärger, das das Kind bei der Mutter oder dem Vater ausgelöst hat. Das Kind weiß also, warum es sich 'nen Klaps eingefangen hat. (So wie es auch weiß, wenn der Klaps ungerechtfertigt war und die Mutter einfach nur schlechte Laune hatte. Kinder sind da viel feinfühliger, als man es ihnen zugesteht.)

Langes Festhalten dagegen ist eine vorüberlegte Handlung, mit der der Erwachsene keinerlei Gefühl ausdrückt, sondern lediglich seine Macht über das Kind demonstriert. Warum es festgehalten wird, ist für das Kind gar nicht nachvollziehbar.

49

Donnerstag, 11. März 2004, 08:19

Catherina, ebenfalls full ack!

Mir passiert es so 3 mal im Jahr, dass mein Giftzwerg mich soweit treibt, dass es auf den Po klapst. Das dreht er sich um und sagt in vorwurfsvollem Ton: Mama, Menschan darf man nicht schlagen! (3,5 Jahre)

Dann bleibt mir nur, mich zu entschuldigen, was ich dann tue und ihm sage, dass er mich leider durch sein Verweigern soooo wütend gemacht hat, dass es geklapst hat. Meistens gibt es ein: OK Mama. von ihm und es ist wieder gut. Er boxt nämlich auch mal, um sich durchzusetzen, und hört dann von uns: Das tut wir nicht! Dann sagt er auch Entschuldigung.

@hema: Nicht gelesen, dass Catherinas ältestes Kind sehr schwierig ist/war?

Zu dieser Festhaltegeschichte: Mal ohne Ideologie dahinter. Es kann sehr hilfreich sein, ein tobendes Kind eng festzuhalten, sanft zu wiegen dabei und beruhigende Geräusche zu machen, leise auf es einzureden. Besonders in Supermärkten, auf Schiffen, im Strassenverkehr oder in Restaurants, bevor sich nämlich das Kind in seinem Zorn etwas antut oder die Haftpflichtversicherung zahlen muss. Und es funktioniert sehr gut, das Kind beruhigt sich schnell. Zuhause ist das verfrachten in ein leeres Zimmer natürlich vorzuziehen.

50

Donnerstag, 11. März 2004, 09:12

@ Selene:

Zitat

@hema: Nicht gelesen, dass Catherinas ältestes Kind sehr schwierig ist/war?


Ja, wo denn? Also, DAS würde ich persönlich noch nicht als SEHR schwierig bezeichnen. Bestenfalls nicht ganz pflegeleicht, aber durchaus Norm. Aber das nur meine Meinung als Nicht-Mutter.

Zitat

Es kann sehr hilfreich sein, ein tobendes Kind eng festzuhalten, sanft zu wiegen dabei und beruhigende Geräusche zu machen, leise auf es einzureden.


Vielleicht mal kurz. Aber da wird ja von bis zu 2 Stunden gesprochen.

51

Donnerstag, 11. März 2004, 14:09

Zu Selene:

Ein Verweigern allein sehe ich nicht als Grund, einen Klaps zu geben. Schon gar nicht, wenn das Kind dabei durchaus ansprechbar ist. Wir reden ja hier von Fällen, wo das Verhalten des Kindes an Tyrannei grenzt, wo das Kind es darauf anlegt, den Erwachsenen zu reizen.

Und mit dem sanften Wiegen und dem beruhigenden Zuflüsten - naja - das versuche man mal mit 'nem Kind, das schreit, tobt und sich windet...

52

Donnerstag, 11. März 2004, 14:30

Also das Festhalten ist doch nicht als Strafe gedacht und schon erst recht nicht um den willen des Kindes zu brechen .
Aber bevor ein Kind sich in der Wut und in der Toberei selbst verletzt nehme ich es doch besser in den Arm .
Keiner sagt das es einfach ist.
Man gibt den Kindern den Raum ihren Frust und alles auch mal los zu werden .
Ich erinnre mich gut an eine Situation mein Sohn war damals gerade vier Jahre alt wir waren in einen super großen Spielwaren Markt. Er sollte auch ne Kleinigkeit bekommen aber als er all das Zeug sah flippte er aus wollte fast alles haben warf sich schreiend auf den Boden und machte ne prima Show .Vor Wut schlug er sein Kopf auf den Boden . Die Passanten blieben stehen und schauten . Ich fühlte mich dadurch echt unter druck . Ich redete auf ihn ein versuchte ihn zu beruhigen es half alles nichts und ich war nicht bereit den großen Bagger und das andere alles zu kaufen. Na ja dann kam es so über mich ich schnappte mir den kleinen Kerl wollte ihn am liebsten anschreien ihn zügeln aber es kam alles anders . Ich drückte ihn fest an mich weil ich dachte das er sich sonst los reist oder er mir aus mein Arm fällt . Je enger ich ihn nahm desto eher beruhigte er sich wir haben zusammen auf dem boden gesessen und er fest in meinem Arm . Gemeinsam haben wir darüber geschimpft das es blöd ist das er nicht alles haben kann das alles zu teuer ist das der Bagger so toll ist aber es leider nicht geht . So saßen wir ne ganze weile und er fest in meinem Arm . Nach einiger zeit konnten wir gemeinsam aufstehen ich glaub wir waren beide ganz schön fertig aber er konnte darauf mit dem Frust umgehen das er nicht alles bekommen konnte. Mit einem kleinen Matchbox Bagger haben wir den Markt verlassen .
So sind wir zum festhalten gekommen und ich halte es für eine gute Sache wenn man es richtig anwendet.

53

Donnerstag, 11. März 2004, 22:45

So zwischendurch gibts ja schon sehr gute Tipps, wie z.B. "logische Konsequenz".
Daneben gibts die "Auszeit" und den "stillen Stuhl", alles Erziehungshilfen, die u.a. bei triple p angewendet werden.
Siehe auch
http://www.geo.de/GEO/medizin_psychologi…000011079041180

Dies heisst "Positive Erziehung" und bitte nicht nur Strafen, Strafen, Strafen-immer defizitär. Erwünschtes Verhalten loben-unerwünschtes Verhalten (siehe Hinweis).

Es ist wirklich ein sehr hilfreiches und nützliches Elterntraining, an welchem ich selber vor 2 Jahren teilgenommen habe.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (13. November 2010, 19:18)


54

Freitag, 12. März 2004, 22:44

Hi Sonne,

das in Geo ist so ähnlich wie Faber und Mazlish und es klappt echt im Alltag. Das beste ist, dass die Kinder langandauernd lernen und das es bei ALLEN Kindern klappt UND das man als Eltern aus der Rolle der Strafenden/Meckernden herauskommt. Wie gesagt, man muss garnicht die Stimme erheben, sondern nur die Konsequenzen durchziehen (also nicht von der Küche aus keifen "wenn ihr Euch nicht einigt, dann gibts ne Woche Fernsehverbot", sondern hingehen, Fernseher ausmachen, sagen "ich sehe, das klappt so garnicht. Wenn Ihr Euch geeinigt habt, sagt Bescheid, dann machen wir den Fernseher wieder an").

@ EP zu Faber und Mazlish gehört auch, seinem Kind zu helfen, schlechte Eigenschaften zu überwinden - lesen Sie's einfach mal

Catherina

55

Samstag, 13. März 2004, 00:53

Ich glaube nicht, daß es eine Erziehungsmethode gibt, die bei allen Kindern klappt. Dies wird zwar von den Autoren solcher Bücher gern behauptet und auch von einigen Müttern bestätigt, bei deren Kindern es tatsächlich klappte, aber schon im obigen Beispiel zeigt sich, daß diese Methode (Fernseher ausmachen etc.) doch nur bei Kindern fruchtet, die einer vernünftigen Schlußfolgerung (wenn ich das mache, dann hat das diese und jene Konsequenzen) zugänglich sind. Problematisch werden doch Kinder erst, wenn keine Worte irgendeine Wirkung zeigen.

Es ist leider ein Trugschluß, daß man meint, es gebe für den Umgang mit Kindern Patentrezepte. Die gibt es aber ebenso wenig wie Patentrezepte für den Umgang mit Erwachsenen.

Worin ich zustimme, ist, daß Eltern davon wegkommen müssen, sich zu Dauermeckerern zu entwickeln. Man beobachtet immer wieder Eltern, die es völlig verlernt zu haben scheinen, mit ihrem Kind noch in einem normalen Ton zu reden. Da kommt fast alles in einem vorwurfsvollen oder meckernden Ton rüber und entsprechend schaltet das Kind entweder ab oder es reagiert entsprechend bockig und genervt. Ich denke, sowas kann eine Beziehung wirklich belasten und ist meist ein Zeichen dafür, daß es gar nicht gut ist, wenn die Mutter nur zu Hause hockt und dem Kind rund um die Uhr zur Verfügung steht.

56

Samstag, 13. März 2004, 01:04

Allerdings.

Ich kenne aber aus dem Verhalten in der Praxis,ins Wartezimmer ständig hineinhörend,nur ganz wenige solche stereotypen Dauermeckerer....es sei denn daß andere bei uns nur flüsterten.

57

Samstag, 13. März 2004, 11:09

Auf alle Fälle sollte man sich darüber klarwerden, das JEDE ART von Gewalt (auch wenn man das verharmlosend "Klaps" nennt) die Kapitulation der eigenen Intelligenz, der guten Erziehung und des Respektes vor anderen ist.
Wer schlägt, überschreitet eine Grenze, die er niemals überschreiten sollte. Und er sucht sich für seine eigenen Aggressionen ausgerechnet die Schwächsten aus.
Das ist ekelhaft.
Und feige dazu.
Ich behaupte nicht, daß so etwas im Eifer des Gefechtes nicht mal passieren kann, aber man sollte sich mal vor Augen führen, daß genau dies bei einer volljährigen Person zu einer Anzeige führen würde. (Also schlagen wir lieber die, bei denen wir straffrei bleiben)
Und das mindeste ist danach eine ENTSCHULDIGUNG beim Kind.
Und Menschen, die Schläge ernsthaft für ein Erziehungsmittel halten, sollte man die Kinder wegnehmen.

58

Samstag, 13. März 2004, 11:10

Noch eine Ergänzung:
Was man liebt, das schlägt man nicht.

59

Samstag, 13. März 2004, 13:00

Klasse, über einen Klaps regt sich die ganze Gesellschaft furchtbar auf, von der viel folgenschwereren psychischen Manipulation, auf die dann viele Klaps-Gegner zurückgreifen, redet kaum einer!

Die Wirkung eines einfachen Klaps verfliegt, seelische Wunden dauern Jahre. Erstmal sollte man das größere Übel bekämpfen!

Wenn ich mein Kind liebe, dann erziehe ich es auch konsequent. Im übrigen habe ich mir die Links von Triple P mal durchgelesen und kann dem soweit voll zustimmen. Oder hat da jemand was alternativ-anrüchiges gefunden? Ich noch nicht. Bei dem Test über meine Erziehung lag ich in allen Bereichen völlig im grünen Bereich.

Diese Klaps-Frage scheint wirklich stark ideologie-beladen zu sein!

60

Samstag, 13. März 2004, 13:50

Ich habe es schon an anderer Stelle geschrieben - es ist irrational, einen Klaps undifferenziert mit 'Gewalt' gleichzusetzen. Wobei ich meine, daß Irrationalität der Erziehung selten zuträglich ist.

Leider meinen manche Leute, ihre Gutheit gerade dadurch unter Beweis zu stellen, indem sie den Klaps als Kindesmißhandlung schlechthin brandmarken. Oder indem sie sich ganz fürchterlich darüber aufregen, wenn eine Schwangere ab und an eine raucht oder womöglich am Abend auch noch ein Glaserl Wein trinkt. Das hat alles nichts mit ehrlicher Besorgnis oder Verantwortung zu tun, sondern ist eine Geste des erhobenen Zeigefingers - siehe her, welch hohe moralische Auffassung ich vertrete!

Es gibt allerdings zahlreiche Dinge, die für ein Kind wirklich schlecht sind, aber weitgehend als normal akzeptiert werden*:
- das Kind nicht so ernstzunehmen wie einen Erwachsenen
- dem Kind eine eigene Logik abzusprechen
- dem Kind nicht wirklich zuzuhören und auch auf seine Gegenargumente nicht ernsthaft einzugehen
- selbstverständlich davon auszugehen, daß die Mutti oder der Papa einfach BESSER weiß, was im Leben richtig und was falsch ist.

Dazu kommt, daß viele Eltern, insbesondere Mütter, ihre Kinder auch dann noch als Kinder ansehen, wenn sie es definitiv nicht mehr sind.

*Es gibt auch positive Gegenbeispiele, die man meist bei gebildeteren Eltern beobachtet.

suche auf Kidmed