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101

Mittwoch, 17. März 2004, 09:55

EP

das ist doch Blödsinn - ein "Klaps" der nicht weh tut, wird sicher nicht als Erziehungsmittel eingesetzt, denn der wird ein Kind nicht von dem augenblicklichen Tun ablenken. Wenn jemand "klapst" dann tut es auch weh.

Catherina

102

Mittwoch, 17. März 2004, 12:31

Ach was.

Kann man das langsam mal zu Ende bringen?

103

Mittwoch, 17. März 2004, 13:23

ich finde auch es ist alles gesagt, scheint ja auch nur eine Person zu geben, die es nicht erkennt

Catherina

104

Donnerstag, 18. März 2004, 23:22

Hallo,

Entschuldigung wenn ich nochmal meinen Senf dazugebe.
Habe die Postings zum Teil gelesen, alle wären mir zuviel gewesen!

Also ich habe Zwilinge mit 2,5 Jahren und die Zwei haben es wirklich faustdick hinter den Ohren. Sie testen Voll und Ganz ihre Grenzen aus.
Manchmal würde ich sie gerne an die Wand klatschen (tue es aber nicht).
Sie streiten fast nur, jammern den ganzen Tag herum und wehe irgendwas läuft nicht so wie sie meinen, dann geht`s rund. Da wir geschriehen, sie wälzen sich wütend am Boden, hüpfen hysteisch herum, sie haben einen wirklich langen Atem.....
In diesen Situationen habe ich die Wahl das Ganze mit Humor anzugehen oder auszuflippen.
Ich habe erkannt daß es nix bringt wenn ich auszucke, es interessiert sie überhaupt nicht. Da kann ich schreien soviel ich will! Doch wenn ich sie ignoriere, oder aus dem Zimmer schicke funktioniert es schon besser. Das richtige Rezept habe ich zwar noch nicht gefunden, aber irgendwann werden wir uns schon zusammenraufen!(hoffe ich)
Wenn`s ganz schlimm ist packe ich sie zusammen und fahre irgendwo hin, entweder mit dem Wagen spazieren oder mit dem Auto einkaufen. Dann geht es wieder besser, Ausflüge sind ja auch toll.
Leider muss ich gestehen daß ich ihnen auch schon mal einen "klapps" auf den Po (mit windel)gegeben habe. Und es tut mir in der Seele weh, denn "das Schlagen" ist eine Form der totalen Ratlosigkeit. Was kann den der kleine Zwerg dafür, das ich mir keinen Rat mehr weiß. Ich sehe manche Sachen einfach viel zu eng, und stur sind wir alle Drei.

Ich muss sagen Kindererziehung ist die schwierigste Aufgabe meines Lebens, ich will alles "Richtig" machen und mache doch sovieles falsch! Ich kann nur hoffen daß das Positive überwiegt und sie halbwegs "normale" Menschen werden.

Könnte noch ewig weiterschreiben, aber bei meinen Gedankensprüngen würde sich Keiner mehr auskennen.

Also an alle gestressten Eltern, haltet die Ohren steif und versucht euer Bestes!

Liebe Grüße Eva

106

Montag, 23. Mai 2005, 12:18

Ein schöner lehrreicher Thread aus dem ich mir bestimmt einige Anregungen mitnehmen werde.

Noch kurz eine persönliche Feststellung von mir :
Mir ist aufgefallen, daß viele Mütter und auch Väter nicht unterscheiden können WARUM ihr Kind schreit.Oft ist es nicht einfach "bockig sein".
mache oft auf dem Spielplatz diese beobachtung.
Kind A hat eine Stunde mit Kind B gespielt und Mutter will den Spielplatz mit ihrem Kind A verlassen. Kind A weint, weil es gerne noch mit Kind B spielen möchte. Somit ist es traurig und nicht bockig.
Richtiges Vorgehen wäre nun, das Kind zu trösten und ihm zu erklären WARUM man geht und ihm zu erklären, daß es mal wieder mit Kind B spielen wird.Eventeull noch etwas anderes schönes in Aussicht zus tellen Beispiel : Zuhause liest Mama Dir ein Buch vor etc. ect.

Die meisten Mütter aber interpretieren das Falsch. Dann wird losgebrüllt "Sei nicht so bockig!" Und so weiter..

Die Kinder müssen unsere Sprache lernen, aber auch wir sollten die Sprache der Kinder erlernen.

RC

107

Mittwoch, 25. Mai 2005, 13:54

Liebe "Klaps-Befürworter,

ich habe heute sehr intensiv an Euch gedacht. . . . und zwar war ich mit meinen Kindern im Garten und einer wollte mit den dünnen Stöcken, die als Rankhilfe der Clematis hochgeholfen haben, spielen/herumlaufen. Weil ich darin bei gut 2-Jährigen Kindern ein hohes Risiko der (Augen-)Verletzung sehe, habe ich´s verboten (und erklärt warum) und als es nichts genutzt hat nochmal erklärt und die Stäbe weggelegt.
Die Reaktion war bei einem ein kurzes "Schimpfen" und der andere hatte ein "Böckchen" (naja, Trotz/Wutanfall trifft´s vielleicht eher ;-) )
Wenn ich das Kind geschlagen hätte, hätte es wahrscheinlich nicht 35 Minuten gedauert bis er sich beruhigt hätte, es wäre schlagartig (im wahrsten Sinne des Wortes) still gewesen. . . . aber mit welchen Konsequenz ?!
Bei nächster Gelegenheit hätte er seinen gleichalten Bruder geschlagen um ihm etwas wegzunehmen (hätte Mutter ja auch mit den Stöcken so gehandhabt, wäre also OK. . . nur warum meckert Mutter dann daß man den Bruder nicht schlägt ??????)

Daß das geschlagene Kind gedemütigt wird ist eine Sache, aber ich denke auch daß das Urvertrauen, das unsere Kinder in uns haben durch Schläge/Klapse leidet.Außerdem ist Schlagen für mich keine Form der Kommunikation.

Auch wenn´s eine recht lange halbe Stunde war denke ich daß ein auf-das-Kind-eingehen und erklären (daß ich ihm und seinem Geschwisterkind die Verletzung ersparen wolle) eine gute "Investition in die Zukunft" war.

Wir haben´s bislang geschafft daß unsere Kinder sich (bis auf wenige Ausnahmen) nicht schlagen/beißen etc und ich denke daß Kinder sich sehr viel von uns abschauen.

Hm, obwohl ich zu diesem Thema "eigentlich" nichts schreiben wollte hab´ ich´s nun getan. . . aber nur, weil ich heute sooo viel an Euch gedacht habe :-)

Viele Grüße
Gea

108

Mittwoch, 25. Mai 2005, 17:19

Von Kinderarzt:


Ganz Brauchbares zur Kinderentwicklung:

http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (13. November 2010, 19:13)


109

Montag, 26. November 2007, 15:54

literatur:
kinder sind gäste, die nach dem weg fragen
oder
der kleine thyrann
oder
erstgebohrene

autorin der bücher ist dr. jirina prekop
sie beschreibt die festhaltetherapie( sicherlich nicht jedermanns ding!) aber sie bespricht auch sehr lebensnah
die haltgebende erziehung!!!
für eltern, die eltern und nicht beste freunde ihrer kinder sein wollen!!

110

Montag, 26. November 2007, 17:59

Festhaltetherapie ist psychopathischer Schwachsinn, und über die Prekop schreib ich lieber nichts. Es gibt dazu zwei Threads, die mit guten Texten von Colin Goldner ausgestattet sind:

Zu dem Buch "der kleine Tyrann"

Festhaltetherapie

Oder auch hier:

http://www.oekotest.de/cgi/yabb2/YaBB.pl?num=1136760364/0

Allerdings erfaßt man das ganze Ausmaß dieser Sauerei nur, wenn man auch mit Hellingers Familienaufstellungen befaßt ist.

Zitat


aber sie bespricht auch sehr lebensnah
die haltgebende erziehung!!!


Das ist nicht richtig. Sie beschreibt Hellingers Vorstellungen einer familiären Hirachie.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (13. November 2010, 19:13)


111

Montag, 26. November 2007, 18:07

Zu Hellinger.

Zu Nazitum und Scharlatanerie gibt es bei kidmed reichlich Material.

Einzelfragen werden gerne beantwotet.

112

Montag, 26. November 2007, 18:31

die bücher ( der kleine thyrann und kinder sind gäste...) hat sie vor ihrer zusammenarbeit mit hellinger geschrieben!!!
lange vorher...
und viele grundsätze decken sich mit den 10 bitten eines kindes...
hellinger ist krank, besonders in seiner stellungnahme zum missbrauch / opfer / täter stellen... das find ich auch nicht gut, davon habe ich auch nicht gesprochen...

113

Montag, 26. November 2007, 18:39

Es geht um deas Prekop-Zeugs heute und das ihrer zahlreichen Nachbeter meist aus der hochstaplerischen und abgehalfterten KG-Fraktion:

Es ist irre,mies quälerisch,anmaßend und strafrechtlich höchst relevant.

114

Montag, 26. November 2007, 19:01

Zitat

cma postete
[/b]die bücher ( der kleine thyrann und kinder sind gäste...) hat sie vor ihrer zusammenarbeit mit hellinger geschrieben!!!
lange vorher...


Also in meinem "Tyrann" ist Hellingers Familienaufstellung beschrieben, genauso wir ihre eigenen Aufstellungen. Und ihre "Ordnung" ist ganz klar auf Hellingers "Ordnung" ausgerichtet.

Aber es ist richtig. Sie hat die Dinger irgendwann umgeschrieben. Ende der 80er muß das passiert sein.
Wir sind da schomal drübergestolpert.

115

Montag, 26. November 2007, 19:08

Lesen Sie doch mal die Links in Text 110.

Da kommts Ihnen hoch.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (13. November 2010, 19:14)


116

Montag, 26. November 2007, 20:03

ich habe mich ganz klar nicht zum festhalten als therapieform, oder wie auch immer das zu bezeichnen ist , geäussert!!!
und ob behinderte menschen damit zu therapieren sind, weiss ich nicht. ich befürchte wohl auch, dass in dieser richtung viele agieren, die es besser lassen würden...
ich habe von ihrem ansatz zu: erziehung die halt gibt , für ganz nicht behinderte kinder gesprochen... diese ansätze unterscheiden sich ganz klar von dem ansatz zur therapieform!!!
ich will auch nicht alles schön reden, kritische sichtweise halte ich immer für angebracht!!!
schlimm finde ich aber, dass immer mehr eltern ihre rolle nicht antreten und erziehung nicht mehr stattfinden kann. eltern sind oft keine verlässlichen eltern mehr und die bereitschaft sich beim kind zuweilen auch unbeliebt machen zu müssen ist nicht mehr da... viele kinder sind mit dem zu grossen mass der selbstbestimmung von anfang an total überfordert und müssen auf eltern, die erziehung praktizieren verzichten, weil diese mit selbstverwirklichung beschäftigt sind...
erziehung verlangt täglich aufs neue präsenz, konstanz, konsequenz,situatives gefühl und viel, viel liebe!!!
und, dass eltern ihrer verpflichtung nicht nachkommen bleibt auch nicht folgenlos, auch dass ist nicht in ordnung, in manchen fällen ist das auch eine form von vernachlässigung, seelischer vereinsamung und führt im ergebnis zu emotionalen defiziten...
nochmal, ich möchte nicht falsch verstanden werden, es ging mir nicht um die therapieform und auch nicht darum für diese zu werben...
anbei, dass sich jeder therapeut nennen darf der die kl. heilpraktikerprüfung bestanden hat finde ich gefährlich, schlimm, dass das legal ist...

117

Montag, 26. November 2007, 20:35

Ja,das ist eine Sauerei.

Übrigens lebt in diesem Deutschland mit seinen zig Reichen und Superreichen jedes 6.Kind von Sozialhilfe.

Es hat eine Umverteilung zu erfolgen.

Wenn ich schon immer höre:Vermögenssteuer brächte nichts.Man muß sie nur hoch genug staffeln.

Ja ,dann ziehen die ins Ausland ab mit ihrer Kohle.

Das muß höchst bestraft werden.

Angefangen mit Schweiz und Österreich und Liechtenstein,denen es phantastisch geht mit ihrer Möglichkeit zur Steuerhinterziehung haben wir da weitere Abzióckerländer ohnegleichen.

118

Montag, 26. November 2007, 20:40

Warum geben die ganzen Bonzen und Milliardäre (2xAldi) nichts ab?

Was wollen diese Egomanen mit dem ganzen Mammon?

Sie können definitiv nichts damit anfangen.

119

Mittwoch, 28. November 2007, 10:02

Hallo und guten Morgen.

Ich lese mit Interesse und Erstaunen dieses Thema;
erstmal, die 10 Bitten finde ich klasse und absolut zutreffend.
Dann - @ EP und Gesinnungsgenossen:
resümierend muss ich lesen, das Sie der Meinung sind, 'ein Klapps hat noch niemanden geschadet'... Mannmannmann!! Ich fasse es nicht das diese und natürlich auch extremere Meinungen immer noch existieren, gerade bei den jüngsten Misshandlungsmeldungen...
Wir haben zwei Kinder, Jungs, 6 und 4 Jahre alt, und ich kann allen hier flüstern, die können einen zur 'Weissglut' bringen!! Nur/Aber- wir haben es bisher immer geschafft eben diese Situationen durch angebrachte Argumentationen OHNE Klapps und "etwas fester anfassen" (was das per difinitum auch immer bei "den Erwachsenen" heissen soll...), aus der Welt zu schaffen. Es hilft oft den Kidis eine Alternative zu dem zu bieten was sie gerade wollen, es hilft oft ihnen zu sagen das bei weiterem rumgemeckere, rumgeschreie, oder 'Wutausbrüche', sie dann auf das verzichten müssen oder versagt bekommen was sie gerne machen. Z.b. Fernseh gucken, Fußball spielen, Verabredungen mit Freunden... und das sind -bei uns- schon die 'härtesten' Sanktionen... natürlich werden wir auch mal lauter, aber alles im Rahmen. Beschimpfungen oder "nicht dem Alter entsprechende Ausdrücke oder Argumentationen" vermeiden wir ebenfalls. Wie gesagt, bis jetzt klappt es sehr gut, und wir sind auch 'nur' eine Normale Familie, mit Eltern mittleren Bildungsniveaus, Arbeiter und nicht "Studierte" oder Akademiker, um mal das Vorurteil zu nehmen das "entgleisungen", um's mal milde auszudrücken- nur in sozial schwächeren Familien passieren. So wie ich meine Kinder erziehe so werden sie sich verhalten, so werden sie später selbst mal sein, sie sind ein spiegel unserer selbst. Iss so! ::EP - ich will Ihnen nix unterstellen, aber mir geht nun ma der Hut hoch bei allem was Kindern irgendwie schaden könnte...
Wir erziehen unsere Kinder nicht mit einer Obzession, nicht nach strengen Regeln, nicht antiauthoritär und nicht streng oder religiös. Wir sind nur bestrebt ihnen das zu geben was 'normal' sein sollte: viel Liebe, Schutz, ihrem Alter und Verständnis entspr. Wissen, Respekt und Toleranz, Geduld.... Ferner - @ männlein: haben wir immer die gleichen Rituale was z.B. das schlafen gehen angeht. immer so zw. 19:30und 20:00Uhr geht's ins Bett; dabei (vorab natürlich) werden Zähne geputzt, und meine Frau und ich wechseln und immer ab mit dem 'geschichte vorlesen' einen Abend bin ich beim 'Großen' am nächsten beim 'Lütten' und meine Frau beim jew. anderen-heisst wir beide kümmern uns Abends um die Jungs. Hört sich evtl. auf dem ersten Lesen 'verwöhnt' an, doch hier geht es in der hauptsache um feste Regeln und Rituale lernen.
Schreien... tja das ist nicht einfach gesagt, das mit dem 'einfach aussitzen' - es nervt! Und die Nachbarn fühlen sich auch gestört..? Tja, wie ist denn die 'Flucht nach vorn'? Einfach mal die jenigen, welche sich gestört fühlen, mal ansprechen und im ruhigen Ton die Situationen ansprechen/erklären, wo/wie es zu Geschrei kommt... auf Menschen zu gehen kann nicht falsch sein. Alle waren mal Kinder... Wie ist den Euer 'Einschlaf/zu-Bett-geh'-Ritual'??
Wir sind in unserer Erziehung weitaus nicht perfekt und ich wünschte ich könnte dieses oder jenes besser... aber wenn ich nachmittags von der Arbeit komme und einer meiner Jungs mir lächelnd und "PAPAAA" rufend entgegenläuft, denke ich haben wir nix verkehrt gemacht. Auch die Tatsache das unsere 'Kerls' gut teilen oder miteinander spielen können und sich sogar mal sagen das sie sich lieb haben und sich entsprechen verhalten zeigt uns, daß wir auf dem richtigen weg sind. Und trotzdem (@EP..) keine Weicheier sind... die wissen genau wie sie sich gegenüber anderen behaupten können...

120

Mittwoch, 28. November 2007, 11:03

resümierend muss ich lesen, das Sie der Meinung sind, 'ein Klapps hat noch niemanden geschadet'...

Das stimmt nicht.

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