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1

Samstag, 29. Januar 2005, 07:03

Guten Morgen,

bei meinem 3 1/2jährigen Sohn wurde eine starke Vorhautverengung festgestellt, der Schniedel bläht sich beim Pipimachen auf wie ein Luftballon.

Ehe wir eine Operation (Erweiterungsplastik, keine Beschneidung) durchführen lassen, haben wir jedoch darauf bestanden, es vorher nochmal mit Salbe zu versuchen. Der Arzt gab uns nur eine geringe Chance, daß sie Salbe wirkt.

Haben Sie Erfahrungswerte, bei wieviel Prozent der Patienten, bei denen es zum Ballonieren kommt, eine Behandlung mit Phimosesalbe anschlägt?

Der Urologe meinte, wir sollten nur einschmieren, von anderer Seite habe ich gehört, daß die Salbe nichts bringt, wenn man nur einschmiert, die Vorhaut müsse auch gedehnt werden. Was ist denn nun richtig?

Herzlichen Dank und viele Grüße
conny

2

Samstag, 29. Januar 2005, 19:11

Herzlich willkommen.

Ich bin ja ein ausgesprochener Beschneidungsgegner;aber wenn sichs aufbläht kommt man nicht um einen Eingriff rum,weil auch die Gefahr eines Harnrückstaus mit Harnwegsinfektionen besteht.

Bei anderen Formen macht z.B. Ovestin-Salbe schon einen Sinn.Danach Vorhaut immer wieder leicht zurückziehen,soweit wie es leicht geht.

Es funktioniert hier sehr gut und ich konnte schon viele Beschneidungen vermeiden - vernünftige Eltern vorausgesetzt.

3

Samstag, 29. Januar 2005, 21:00

Ich bin wiederum der Ansicht, daß bei ballonierter Vorhaut eine Circumcision unumgaenglich ist. Weiterhin halte ich von einer Vorhautplastik sehr wenig; ich habe zu viele davon gesehen, die dann im Rahmen eines Zweiteingriffs korrekt nachoperiert werden mussten, weil es zu Stenosen und keloidartigen Ringeinschnuerungen kam.
Bei ballonierter Vorhaut habe ich noch nie gesehen, dass eine Salbe haette helfen koennen, da es sich um ein anatomisches und nicht funktionelles Problem handelt. Dehnung der Vorhaut fuehrt nicht zu einer Erweiterung, sondern ueber kleinste Einrisse zu weiterer narbiger Verengung, somit eine echte Fehlbehandlung.
Diese ballonierte Vorhaut wirkt letztendlich wie eine Urethralstenose und das ist für die Blasenfunktion ungut.
Es wundert mich, dass der Urologe sich auf so etwas einlaesst.

4

Samstag, 29. Januar 2005, 21:05

Jam ist ein excellenter Kinderkliniksarzt in England.

5

Sonntag, 30. Januar 2005, 11:53

Guten Morgen ;-)

Herzlichen Dank für die schnellen Antworten.

Wir haben uns - falls es zur OP kommt - zu einer Erweiterungsplastik aus folgenden Gründen entschieden:
Was kann schlimmstenfalls passieren? - Daß die OP erfolglos war und irgendwann wieder operiert werden muß. Bestenfalls haben wir ihm aber die Vorhaut erhalten, und wenn ihn sein Elefantenrüsselchen stört, kann er sich das als Erwachsener - wenn er selbst entscheiden kann - selbst wegoperieren lassen.
Wenn wir beschneiden lassen - egal ob ganz oder teilweise - dann fehlt die Haut, und das kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Schlimmstenfalls kann uns passieren, daß der Kleine uns später Vorwürfe macht, warum wir es nicht anders versucht haben.
Wir wollen ihm einfach so viel Entscheidungsmöglichkeiten offen halten wie irgendwie geht.

Aber vielleicht geschieht ja doch noch ein Wunder;-)

Viele Grüße
conny

6

Sonntag, 30. Januar 2005, 15:31

Zitat

conny2 postete
[
Was kann schlimmstenfalls passieren? - Daß die OP erfolglos war und irgendwann wieder operiert werden muß.
--Jede Narkose hat ein Risiko. Je nach Notwendigkeit des vorgesehenen Eingriffs ist es zu vernachlaessigen oder sehr ernst zu nehmen. Fuer mich, als Beispiel, ist die lange und tiefe Narkose bei einer Hirntumor-OP hinnehmbar. Für eine "Schoenheits-OP" ist das Narkoserisiko -fuer mich-nicht hinnehmbar.

Bestenfalls haben wir ihm aber die Vorhaut erhalten
--glauben Sie wirklich, dass das wichtiger ist als die derzeit bestehende Problematik?

Wir wollen ihm einfach so viel Entscheidungsmöglichkeiten offen halten wie irgendwie geht
--finde ich prinzipell prima, aber manchesmal kommt man hic et nunc an Entscheidungen nicht vorbei.

Viele Grüße
conny[/b]
I

Ich freue mich, dass der Kleine kein ernsthaftes Problem hat, wenn Ihnen eine Circumcision, die hier auch noch medizinisch eindeutig indiziert ist, ein derartiges Dilemma bedeutet.

7

Montag, 31. Januar 2005, 21:36

Guten Abend :-)

Es ist ein WUNDER passiert!!!

Wir hatten uns innerlich schon darauf eingestellt, daß wir um eine Operation nicht herumkommen werden, und jetzt DAS ...

Wir haben unseren Kleinen heute 2x beim Pieseln beobachtet, der Penis balloniert nicht mehr (noch vor zwei Wochen hatte man den Eindruck, der Penis würde gleich platzen, so ballonartig wurde er). Und inzwischen erkennt man auch, daß der Penis nicht nur eine Vorhaut, sondern auch eine Eichel hat ;-) Unser Junior sagt auch, daß ihm das Pieseln nun nicht mehr weh tut.

Ich bin ganz aus dem Häuschen vor Freude, da die Prognosen von allen Seiten ja wirklich nicht gut waren und bin jetzt sehr, sehr zuversichtlich, daß wir ihm eine OP vielleicht doch noch ersparen können.

Viele Grüße und noch einen schönen Abend und nochmals herzlichen Dank für die Antworten
conny

8

Montag, 31. Januar 2005, 21:51

Na,wunderbar.

Das war natürlich eine Fern- und Geistheilung per kidmed und ist furchtbar teuer.

Rechnung kommt.

Dazu auch:

Neuerung bei www. kidmed.info

9

Dienstag, 22. Februar 2011, 11:16

Also :

Nicht aufgeben !

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