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1

Montag, 28. Februar 2005, 21:24

Hallo,

Wir waren heute mit meinem grossen beim HNO-Arzt weil er schlacht hört und so wie es aussieht müssen die Polypen raus :( Ambulant unter Vollnarkose .

Wer kann mir Tips und Erfahrungen spenden , der Arzt meinte Sehr viele Kinder haben probleme mit den Polypen die dann raus müssen

Kann bei der OP viel schief gehen , ich habe Angst vorallem auch vor der Narkose :`(

Wem würden auch schon mal die Polypen rausgenommen , braucht man die nicht muss man die Ohren danach irgendwie besser schützen vor Wind und Lärm und was ist das Paukenröhrchen bekommt man das automatisch mit "eingepflanzt" ?
Wozu ist es da ?

Soviele Fragen , aber ich hoffe ihr könnt mir helfen mich zu beruhigen.

er soll nun operiert werden damit der Über-oder Unter?-druck den er im Ohr hat behoben wird , er atmet normal und schnarcht auch nicht im Schlaf .
Denkt ihr ich sollte nochmal zum anderen Arzt , weil im mom. fühl ich mich jetzt vera**** weil er ja keine Atemprobs hat , sondern "nur" einen Überdruck auf seinem Ohr , ist es vielleicht von dem Arzt zu schnell gehandelt wegen der OP sollte ich noch nen Anderen Arzt aufsuchen ???

MFG bubenmama

2

Montag, 28. Februar 2005, 22:11

Herzlich willkommen.

Dazu steht hier SEHR viel (Suchfunktion).

3

Montag, 28. Februar 2005, 22:30

Hallo,

danke die habe ich schon genutzt und fast überall lese ich u.a. das die Kinder schnarchen und Atemprobleme haben was meiner Nicht hat deswegen bin ich so am überlegen ob ich nicht doch eine zweite Meinung einholen sollte oder lieber doch die OP machen lassen soll , nach dem Motto " Schaden kanns ja nicht"

LG Bubenmam

4

Montag, 28. Februar 2005, 23:12

Es gibt im Wesentlichen drei Gründe, die Polypen zu operieren:

1. Eine behinderte Nasenatmung, insbesondere nächtliches Schnarchen oder

2. Häufige Atemwegsinfekte. Die können auch auftreten, wenn die Kinder im infektfreien Intervall nicht schnarchen oder

3. Hörminderungen, insbesondere bei Paukenergüssen, die länger als 3 Monate bestehen.

Für die OP reicht es, wenn einer der drei Gründe vorliegt! Die Gründe müssen nicht alle gleichzeitig vorliegen!

Ein gutes Hörvermögen ist für Kinder im Entwicklungsalter sehr, sehr wichtig!

Wenn ein Paukenerguss noch keine 3 Monate besteht, Ihr Kind gut Luft durch die Nase bekommt und selten Atemwegsinfekte hat, muss es nicht operiert werden.

Vielleicht hat es aber einen Paukenerguss, der schon länger als drei Monate besteht und Sie haben es bloß noch nicht gemerkt. Gerade bei einseitigen Ergüssen kann das vorkommen. Es gibt neben den "harten Zahlen" noch etwas, was man als "Erfahrung des Arztes" bezeichnen könnte.

Es gibt Kinder, die haben noch keine drei Monate einen Erguss - aber ich könnte wetten, dass der Erguss nach drei Monaten nicht weg ist - so wie der aussieht. Und ich habe praktisch immer Recht!

HNO-Ärzte sind nicht "versessen darauf", um jeden Preis Kinder zu operieren. Wenn der HNO-Kollege Ihnen eine OP vorgeschlagen hat, dann hat er sich etwas dabei gedacht!

Ich kann ja gut verstehen, dass man vor einer Herzoperation eine zweite Meinung einholen will - aber vor einer Polypen-Operation? Ich meine, wie weit will man denn den Aufwand noch treiben für eine Operation, die - wenns lange dauert - nach fünf Minuten zu Ende ist und die praktisch keine Komplikationen hervorruft, aber stets gute Ergebnisse und zufriedene Kinder und Eltern?

Es mag Einzelfälle geben, wo eine zweite Meinung sinnvoll ist.

Aber bei Polypenoperationen kann ich nicht allgemeingültig empfehlen, dass alle Eltern grundsätzlich jedes Mal eine zweite Meinung einholen sollen. (Nebenbei bemerkt würde das auch die Kosten im Gesundheitswesen sprengen!). Besser ist: wer Zweifel hat, möge seinen HNO-Arzt noch mal befragen. Ob seine Antwort plausibel ist oder nicht: das kann man auch ohne Medizinstudium entscheiden.

Viele Grüße
W. Vahle

5

Dienstag, 1. März 2005, 17:47

Na dann kopier ich es gleich hier rein
Tut mir leid .

Hallo ,

danke nochmal für die "Hilfe" gestern heute habe ich sogar gleich die Suchfunktion angepeilt :D

Leider habe ich dazu nichts gefunden zum : AmbroHEXAL-Saft

Können Sie mir dann vielleicht die frage kurz beantworten :

Wegen den Polypen , kann da der Ambrohexal saft helfen ??

MFG Bubenmama

6

Dienstag, 1. März 2005, 17:58

Ambroxol (egal ob von der Firma "Hexal" oder von anderen Firmen) ist ein Mittel zum Lösen von Schleim. Das kann mitunter Erleichterung schaffen - aber gegen die Polypen selbst kann Ambroxol nichts ausrichten!

Es gibt kein Medikament, mit dem man die Polypen verkleinern kann. Das geht nur operativ!

Alle Medikamente vor der OP können allenfalls die Beschwerden etwas lindern und die Zeit bis zur OP etwas erträglicher gestalten - die Operation selbst kann durch eine medikamentöse Therapie nicht vermieden werden.

Viele Grüße
W. Vahle

7

Dienstag, 1. März 2005, 18:05

Hallo ,

Vielen Dank , mich beschäftigt die OP ja immernoch und ich habe Tests gemacht ob mein Sohn wirklich zu der OP muss ,

Ich habe ihn angeflüstert und ihm Fragen gestellt und er hat mich verstanden weil er mir geantwortet hat zwar auch indem er geflüstert hat aber ich denk das es normal ist und ich finde solche Hörprobleme kann er ja nicht haben wenn er mich verstanden hat , ist die OP dann wirklich jetzt schon notwendig oder sollten wir nochmal abwarten ?

Wie gesagt der HNO-Arzt hat messungen gemacht in dem raus gekommen ist das er den Überdruck hat in Ohr .

Tut mir leid wenn ich anfange zu nerven :(

8

Dienstag, 1. März 2005, 18:30

Sie nerven überhaupt nicht.

Dr.Vahle wird sicher noch was dazu schreiben.

9

Dienstag, 1. März 2005, 18:40

Um mal mit der letzten Frage anzufangen: ich weiß nicht, ob Ihr Sohn operiert werden muss oder nicht. Ich kann über das Internet keine Befunde erheben und auch keine Entscheidungen treffen.

Zwischen "normal hören" und "taub" gibt es fließende Übergänge. Zwischen "schwarz" und "weiß" gibt es viele Grautöne.

Wahrscheinlich hat Ihr Sohn einen Unterdruck (Überdrucke sind selten und verschwinden spontan). Die Frage ist: wie groß ist der Unterdruck? Also welcher Messwert? Und zweitens: wie lange besteht der Unterdruck? Und drittens: wie groß ist der Hörverlust?

Das alles kann Ihnen nur Ihr HNO-Arzt beantworten.

Wenn Ihr Sohn Flüstersprache versteht, scheint mir das Problem tatsächlich nicht allzu groß zu sein. Aber: ich weiß nicht, wie laut Sie Ihrem Sohn etwas ins Ohr flüstern, da Sie ja offensichtlich ein Interesse daran haben, ihn nicht operieren zu lassen. Mit anderen Worten: Sie sind wahrscheinlich nicht objektiv!

Nicht objektiv zu sein bei den eigenen Kindern: das ist nicht schlimm! Das ist sogar normal! Aber man muss das wissen. Aus diesem Grunde behandeln Ärzte auch ungern ihre eigenen Familien!

Besser als einen Hörverlust durch unsichere und nicht standardisierte Versuche durch die eigene Mutter abschätzen zu lassen ist, den Hörverlust messen zu lassen. Das kann aber nur Ihr HNO-Arzt vor Ort.

Fragen Sie ihn, ob der Hörverlust eine OP rechtfertigt oder ob eine - vielleicht vorübergehende - Zurückstellung von der OP HNO-ärztlich zu verantworten ist.

Angst zu haben vor einer Operation ist normal und gar nicht schlimm! Angst ist aber andererseits ein schlechter Ratgeber, wenn es um das Wohl und die Gesundheit Ihres Kindes geht.

Mal so nebenbei: Warum haben eigentlich so viele Leute Angst vor der Operation, aber keine Angst vor der Schwerhörigkeit, der Entwicklungsverzögerung, den häufigen Infekten und all den negativen Folgen, die ein Verzicht auf die Operation (wenn denn die OP wirklich notwendig ist!) mit sich bringt...?

Wie gesagt: ich weiß nicht, ob Ihr Sohn operiert werden muss. Manche Kinder müssen operiert werden und manche nicht. Aber wenn die Mütter soo große Angst vor der Operation haben, dann bin ich mir nicht sicher, ob die Mütter hier wirklich alles erzählen oder nur das, was gegen eine Operation spricht...

Ich will niemandem etwas unterstellen, aber man muss wissen, dass es so etwas wie "selektive Wahrnehmung" gibt! "Selektive Wahrnehmung" heißt, man nimmt nur das zur Kenntnis, was einem in den Kram passt und das andere ignoriert man...

Und auch aus diesem Grunde muss das der behandelnde HNO-Arzt vor Ort entscheiden. Sorry!

Viele Grüße
W. Vahle

10

Dienstag, 1. März 2005, 18:42

Diese Antwort ist leider versehentlich entstanden: ich wollte meine Antwort editieren und bin versehentlich auf dem Button "Zitat" gelandet. Tut mir Leid!

Übrigens: die Taste "Delete" funktioniert in so einem Fall nicht! Schade eigentlich. Vielleicht können die Operatoren diese überflüssige Antwort wieder löschen?

11

Dienstag, 1. März 2005, 19:07

Die Antwort war doch perfekt - wie immer von Ihnen.

12

Dienstag, 1. März 2005, 19:08

Hallo,

ich habe alles glaube ich gesagt und verschweige nichts was mir der Arzt gesagt hat .

Angst vor der OP hab ich so keine , aber angst vor der Vollnarkose , man hört viel in den Medien von aufwachen wärend der Op bis zum nicht mehr aufwachen nach der OP ist ja praktisch alles dabei und das ist die angst die ich habe :`(

LG

13

Dienstag, 1. März 2005, 19:24

Wie gesagt: Angst zu haben ist nicht schlimm; das ist normal.

Ich wollte Ihnen nichts unterstellen. Aber eine Beratung über das Internet mit konkreten Entscheidungen für den Einzelfall ist aus diversen Gründen nicht möglich. Da kann es immer nur ganz allgemein zugehen.

Die Narkosen sind sehr sicher!

Während der Operation ist die ganze Zeit eine Narkoseärztin (Narkosearzt) dabei und Narkoseschwestern oder -pfleger. Die Atemwege sind über Beatmungsschläuche gesichert, so dass auf jeden Fall Luft in die Lungen gelangt und auf keinen Fall Blut. Der Sauerstoffgehalt des Blutes wird kontinuierlich gemessen und das EKG kontinuierlich aufgezeichnet. Der Blutdruck wird engmaschig gemessen. Der Kohlendioxidgehalt der Ausatemluft wird auch kontinuierlich gemessen.

Aufwachen während der OP ist mit den heutigen Medikamenten und der heutigen Überwachungstechnik praktisch ausgeschlossen! Bei kurzen OPs sowieso! Und nicht mehr wachwerden: bei Narkosen an Gesunden kommt so etwas normalerweise nicht vor! Überlegen Sie mal, in wieviel Kliniken in der Welt jeden Tag Operationen durchgeführt werden! Das sind allein in Deutschland tausende von Narkosen täglich! Wie selten passiert da etwas?

Wenn man ehrlich ist, muss man sagen: das Risiko, dass Sie auf der Fahrt zum Krankenhaus einen tödlichen Verkehrsunfall erleiden, ist größer als das Risiko, dass im Krankenhaus etwas passiert! Jeder, der Auto fährt, weiß, dass es die letzte Fahrt sein kann... Und doch fahren wir alle weiter mit dem Auto (ich jetzt gleich auch!).

Aber egal, wovor man die größere Angst hat, vor der OP oder vor der Narkose - die Risiken sind klein!

Aber nochmal: die Entscheidung zur OP oder zum Abwarten müssen Sie treffen und zwar in Zusammenarbeit mit dem HNO-Arzt.

Viele Grüße
W. Vahle

Zur "versehentlichen" Antwort: ich meinte nicht, dass meine Antwort 008 versehentlich "passiert" ist, sondern die Antwort 009! Dort stand plötzlich die ganze Antwort aus 008 ein zweites Mal! Da ich 009 nicht mehr über "Delete" löschen konnte, habe ich 009 editiert und alles per Hand gelöscht. Aber eine ganz leere Antwort 009 ging ja auch nicht... Also habe ich erklärt, warum 009 dort steht und kein Inhalt drin ist...

14

Dienstag, 1. März 2005, 19:33

Mein ehemaliger Chef hat mir mal gesagt,als ich Bedenken wegen einer Narkose bei einem Kind mit Herzfehler hatte:

Der war noch nie so sicher wie in der Narkose.

15

Dienstag, 1. März 2005, 19:34

Das ist ja nichts Ungewöhnliches, daß man sich davor fürchtet. Da sind Sie auch nicht allein.


Stellen Sie sich vor, die Medien würden von jeder gelungenen Narkose, und jedem nicht abgestürzten Flugzeug berichten. Das wäre bestimmt ein Programm, bei dem Sie wegschalten würden.

Ausschließen kann man nichts im Leben, aber die Tatsache, daß das Risiko recht gering ist, hilft schon...was nicht heißt, daß ich nicht an Absturz denke, wenn ich in ein Flugzeug soll, und bei Narkosen, immer an das Nichtaufwachen.

Und beinahe jeder steigt täglich in sein Auto, ohne sich einen Kopf zu machen. Da passiert viel mehr, aber das Auto suggeriert einem, man habe alles selbst in der Hand. Das scheint den meisten Menschen ein besseres Gefühl zu geben.

Zu 013: Das hat er schön gesagt.

16

Dienstag, 1. März 2005, 19:38

Danke , ich werde wohl nochmal unseren HNO-Arzt aufsuchen .

LG

17

Mittwoch, 2. März 2005, 10:09

Hallo,

Meine Tochter, 3 1/2 Jahre, soll in 14 Tagen auch operriert werden.
Genau das gleiche, wie bei deinem Sohn!!!
Polypenentvernung und event. Paukenröhrchen.
Ich bin auch sehr hin und her gerissen!
Wie alt ist dein Sohn???
Im Kindergarten sagte man mir, das es bei Kindern erst ab 5 Jahren gemacht werden sollte?!
Ich weiss nicht, was ich machen soll!!!

Gruss Patrizia

18

Mittwoch, 2. März 2005, 10:39

also mein Sohn,mittlerweile 5 Jahre alt,ist mit 1,5 jahren operiert worden,da er so gut wie gar nichts mehr gehört hat.Obwohl unser Ohrenarzt normalerweise frühestens ab dem 2.Lebensjahr operiert.Aber wie man sieht,ausnahmen bestätigen die Regeln.
Das erste Rörchen ist nach ca.0,5jahren raus gefallen und das zweite nach ca.1Jahr.
Wir waren seit dem regelmässig zum Hörtest und er hört jetzt sehr gut.
Wenn man die Kids anflüstert,sollte man darauf achten,das die kids nicht sehen das man mit ihnen spricht,viele Kinder versuchen auch von den Lippen abzulesen.
Am besten macht man das wenn die kinder nicht damit rechnen.

20

Mittwoch, 2. März 2005, 19:05

Mein Sohn ist 4 wird bald 5 .

Ich habe ihn angesprochen als er mit dem Rücken zu mir stand , also da bin ich mir schon sicher das er hört (wenn er will ;oP )

Wegen dem Röhrchen , können Kinder normal danach Schwimmen oder Baden gehen ?
Ich meine das ist ja ein Loch im Trommelfeld und wenn das rausfällt (passiert das immer und muss so sein??)bleibt dann das Loch offen oder wächst es mal zu ?

LG

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