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1

Donnerstag, 7. April 2005, 10:12

Hallo,

ich habe mich gerade in diesem Forum angemeldet, weil ich mir eine offene Aufklärung wünsche.

Mein Sohn (22 Monate) hatte seit seinem 6. Lebensmonat rezidivierende (schreibt man das so?) Infekte, äußert sich vor allem als Mittelohrentzündungen, vor allem in den Herbst- und Wintermonaten (monatlicher bis 2wöchiger Rhythmus), sowie langanhaltenden Schnupfen (meist so 2 Wochen lang und danach kam innerhalb der nächsten Woche ein erneuter Schnupfen). Seit Beginn dieses Jahres kommen noch Husten mit obstruktiven Beschwerden (Inhalieren nun schon mit Pariboy), seit März Augentränen und Nasenausfluß dazu.

Ende Feb. 2004 war ich mit meinem Sohn bei einem sehr netten HNO-Arzt, der uns riet, den Frühling und Sommer 2004 abzuwarten und danach zu schauen, ob die MOE's wiederkehren. Dann würde er Paukenröhrchen und evt. eine Adenotonie in Erwägung ziehen.

Im Herbst des letzten Jahres (2004) kehrten sofort die MOE's zurück, immer in Verbindung mit dem Anschwellen der Nasenschleimhäute und Schnupfen sowie langwierigem Husten. Erneut waren wir beim HNO, der uns diesmal zur OP (Paukenröhrchen) riet. Unter der OP wolle er nachschauen, inwieweit eine Adenotonie aufgrund vergrößerter Polypen notwendig wäre.

Den OP-Termin Anfang Januar mußten wir aufgrund einer fieberhaften Erkältung absagen. In der Zwischenzeit haben wir nun auf eigene Kosten eine osteopathische Behandlung begonnen. Die Behandlung läuft seit Dezember. Seit Beginn der Behandlung hatte mein Sohn keine MOE's mehr, die Erkältungen insb. der Schnupfen sind enorm zurückgegangen. Wenn er einen Schnupfen hat, läuft meist die Nase, abschwellende Nasentropfen sind nicht erforderlich.

Das letzte Mal in die Ohrenschauen beim KiA ergab ein super klares Bild beim Trommelfell, keine Rötungen oder Entzündungen, der Erguß ist vollständig zurückgegangen.

Was jetzt noch geblieben ist, ist die Neigung zum Husten mit obstruktiven Beschwerden. Kann dieses durch die Entfernung der Polypen verbessert werden? In welchem Zusammenhang sollte dies stehen? Wäre es möglich, dass mein Sohn eine Neigung zum Heuschnupfen bzw. allerg. Astha hat. Dieses ist bei uns in der Familie nämlich stark verbreitet.

Mein Sohn hatte übrigens noch nicht eine Halsentzündung. Der Schnupfen ist niemals eitrig gewesen. Er kann auch frei durchatmen jetzt und schnarcht beim Schlafen nicht.

Inwieweit kann der HNO bei einer normalen Untersuchung bei einem Kleinkind (22 Monate)
die Polypen untersuchen?

Vielen Dank für Ihre Antworten.

Patricia

2

Donnerstag, 7. April 2005, 14:46

Wenn er technisch entsprechend ausgerüstet ist,kann er das.

Die sogenannte Osteopathie ist reiner Betrug:

http://kidmed.info/forum/index.php?page=Thread&threadID=2325

Die Sachen sind von selbst weggegangen.

3

Donnerstag, 7. April 2005, 16:21

Zitat

Die sogenannte Osteopathie ist reiner Betrug:

http://kidmed.info/forum/index.php?page=Thread&threadID=2325

Die Sachen sind von selbst weggegangen.


Von selbst weggegangen? Ich dachte eigentlich, es gibt keine Wunderheilung?

Also das würde mich sehr erstaunen, wenn ständig wiederkehrende MOE's auf einmal ganz ohne Behandlung wieder verschwinden würden, obwohl sie bis zu diesem Zeitpunkt quasi Dauerzustand waren und sogar die Paukenröhrchen als letzte "Rettung" zur Option standen.

Meine eigentliche Frage war allerdings, ob die Polypen schuld sein können, dass immer wieder Husten auftritt.

Patricia

4

Donnerstag, 7. April 2005, 16:35

Natürlich gibst jede Menge Spontanheilungen.

Beiträge: 77

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5

Donnerstag, 7. April 2005, 16:37

noe, aber es gibt Kinder die groeßer werden und solche Dinge auswachsen, sowohl MOE als auch Hautgeschichten und Bronchiten (was dann von den entsprechenden "Behandlern" als Behandlungserfolg gewertet wird, aber einfach auf Grund der veraenderten anatomsichen Verhaeltnisse so passiert ist.

Massieren kann man seine Kinder ja auch umsonst.

6

Donnerstag, 7. April 2005, 16:41

Die Leute werden brutalst verarscht und abgezockt.

Was haben Sie für den Mist jetzt bezahlt?

Zu verbreiteten Betrugsmethoden:

http://kidmed.info/forum/index.php?page=Thread&threadID=6002

7

Donnerstag, 7. April 2005, 16:50

Sie werden staunen, dafür habe ich nichts bezahlt. Fand statt im Rahmen einer normalen Physiotherapie aufgrund von Gleichgewichtsstörungen und unsicherem Laufen.

8

Donnerstag, 7. April 2005, 16:53

Griffin, Ausheilung innerhalb von einem Monat? Aufgrund von veränderterten anatomischen Verhältnissen? Zwei Wochen vor Beginn der Behandlung hatte er noch eine schwere MOE und einen Paukenerguß. Ich kann mir das nicht mit veränderten anatomischen Verhältnissen erklären. Klar können sich bestimmte Krankheiten auswachsen, aber dass dieses innerhalb von wenigen Tagen/Wochen geschehen soll, läßt mich zweifeln.

Beiträge: 77

Wohnort: Schottland

Beruf: siehe email ;-)

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9

Donnerstag, 7. April 2005, 16:59

mensch, irgendwann hatte mein Sohn auch seine letzte MOE und die war schlimm, und dann hatte er keine mehr. So ist das eben...der Fruehling kommt - geniess es!

10

Donnerstag, 7. April 2005, 17:04

Wenn Sie in der Kasse versichert sind,ist solcher Abzocker-Unfug illegal.Die Kasse bzw. die Solidargemeinschaft der Versicherten wurde betrogen:

Sie werden staunen, dafür habe ich nichts bezahlt. Fand statt im Rahmen einer normalen Physiotherapie aufgrund von Gleichgewichtsstörungen und unsicherem Laufen.

11

Donnerstag, 7. April 2005, 17:04

Griffin, hatte Dein Kind auch so oft MOE's? Es war für uns echt eine Plage. Mehrmals sogar nur mit Antibiotika in den Griff zu kriegen. Ich bin echt auf dem Zahnfleisch gegangen. Deswegen ja nochmal der Versuch mit der Osteopathie. Osteopathie steht doch kurz vor der Anerkennung bei den KK, kann doch deswegen kein Blödsinn sein, oder?

Ich habe viel Positives darüber gehört!

Patricia

12

Donnerstag, 7. April 2005, 17:08

Ihnen ist wirklich nicht zu helfen.

Belesen Sie sich halt mal über den sinnlosen Rumfummler-Schrott.Einen Link hatte ich gebracht.

Und von Anerkennung kann keine Rede sein.

13

Donnerstag, 7. April 2005, 17:19

Finden Sie es sinnvoller, erstmal am Kind herumzuschnippseln, Röhrchen zu legen oder gar Polypen zu entfernen? Das kostet der KK auch enorm viel Geld, wenn nicht gar wesentlich mehr, als dieser Versuch mit der Ostopathie, was ja begleitend zu einer normalen Krankengymnastik durchgeführt wurde?

14

Donnerstag, 7. April 2005, 17:24

Absurd.

Sie rafft nix - wie alle diese tumben Scharlatanerie-Betrugs-Nachbeter.

15

Donnerstag, 7. April 2005, 17:45

000
Heute, 17:35
Griffin


eine Anekdote:

ein Freund von uns, der auch schon chiropraktisch arbeitet, macht eine (5 jaehrige) Ausbildung zum Osteopathen. Neulich kam er von einem Intensiv-Wochenende zurueck und war voellig verzweifelt, er habe noch soviel zu lernen, was die anderen da immer fuehlten (am "Atlas") das wuerde er einfach nicht spueren...

Ich habe dann nur sehr leise gesagt "weil da eben nichts ist", denn ich mag ihn gerne. Das kommt wenn man als ehrlicher Mensch in so einem Gewerbe lernt.
--
Ness



001
Heute, 17:38
Kinderarzt.Kinderarzt
Operator

Dem können Sie ja mal den kidmed-Link zu diesem Betrügerschrott schicken:

http://kidmed.info/forum/index.php?page=Thread&threadID=2325

Und diesen gleich dazu:

http://kidmed.info/forum/index.php?page=Thread&threadID=442 1027790507

Darin geht es darum,warum aus einstmals normalen Ärzten Scharlatanerie-Betrüger werden.

16

Donnerstag, 7. April 2005, 18:50

Zum Thema "Polypen" ist hier schon viel geschrieben worden. Benutzen Sie bitte mal die Suchfunktion.

Kindlich "Polypen" sind keine echten Polypen; es handelt sich um die Rachenmandel, die jedes Kind mit auf die Welt bringt. Die Rachenmandel bildet sich in der Pubertät zurück; Erwachsene haben keine Rachenmandel (= Adenoide) mehr.

Eine OP der Rachenmandel (= Adenotomie, AT) ist angebracht, wenn die Rachenmandel zu groß ist oder zu krank ist oder so ungünstig sitzt, dass die Mittelohrbelüftung dauerhaft gestört ist. Das heißt mit anderen Worten: die AT ist fällig, wenn Ihr Kind schlecht Luft durch die Nase bekommt oder zu häufige Atemwegsinfekte hat oder unter langdauernden (= länger als 3 Monate dauernden) Paukenergüssen leidet.

Es hat sich gezeigt, dass die Reihenfolge 1. AT und 2. Paukenröhrchen (= PR) die richtigere ist: erstens sind etwa 75 % bis 80 % der Paukenergüsse flüchtig (d. h. sie bestehen kürzer als 3 Monate); nur bei 20 % bis 25 % der Paukenergusskinder besteht der Erguss länger als 3 Monate. Diese Kinder müssen operiert werden. Führt man die AT durch, dann verschwinden wiederum bei 75 % bis 80 % der - nun operierten - Kinder die Paukenergüsse auf Dauer. Das heißt, man muss eigentlich nur bei relativ wenigen Kindern Paukenröhrchen legen.

Die AT ist eine Operation an der Ursache der Erkrankung. Die PR-Einlage ist eine OP an der Folge der Erkrankung, ohne die Ursache zu beseitigen.

Die OP ist sehr sicher und sehr wirksam. Mit "Herumschnippelei" hat sie nichts zu tun.

Die Schwierigkeiten, die Sie haben, haben praktisch alle Mütter: bei immer wiederkehrenden Infekten gibt es auch immer wiederkehrende Infektpausen dazwischen. Man ist dann hin und hergerissen, ob man operieren lassen soll oder nicht - je nachdem, wie es dem Kind gerade geht.

Wenn es Ihrem Sohn derzeit besser geht, er keine Paukenergüsse hat, gut Luft durch die Nase bekommt und er infektfrei ist, dann können Sie mit der OP noch zuwarten. Wenn er aber schon viele Infektphasen und -pausen hatte, dann müssen Sie damit rechnen, dass nach dieser Infektpause wieder ein neuer Infekt kommt. Irgendwann werden Sie sich entscheiden müssen. Und im Nachhinein werden Sie dann sagen: "hätte ich ihn nur früher operieren lassen, dann wäre er schon früher gesund gewesen".

17

Donnerstag, 7. April 2005, 18:59

Die OP ist sehr sicher und sehr wirksam. Mit "Herumschnippelei" hat sie nichts zu tun.

Das kam von dieser "Mutter",die sich willigst verblöden läßt.

Einen seriösen und hilfreichen Eingriff bezeicnet sie als "Herumschnippelei",aber betrügerische,sinnlose und idiotische Rumfummelei("Osteopathie") läßt sie an ihrem Kind gerne zu.

So ist das heutzutage bei der perfekt funktionierenden Volksverblödung.

Es wird alles dafür getan,daß die Nation verdeppt.

Also funktioniert das auch.

Kidmed hat was dagegen und wird deswegen von Vollidioten und Kriminellen gehaßt.

18

Freitag, 8. April 2005, 12:03

Sehr geehrter Herr Dr. Vahle,

herzlichen Dank für Ihre sehr informative Aufklärung. Genau so hatte ich es mir vorgestellt und gewünscht.

Mein Sohn hat wahrscheinlich eine für den Frühjahr/Sommer recht typische Infektpause eingelegt. Wir werden in Kürze nochmal beim HNO-Arzt vorstellig werden und uns seine Meinung einholen.

Übrigens fand ich es sehr hilfreich, über die Reihenfolge (1. AT 2. PR) zu lesen, denn unser HNO hätte es genau anders herum gemacht. Wobei er natürlich unseren Sohn persönlich kennt und Sie jetzt nur die interaktive Beschreibung hatten.

Hochachtungsvoll

Patricia

19

Sonntag, 24. April 2005, 11:49

Hallo PatriciaF,

wie Dir und Deinem Kind geht es einigen anderen auch u.a. auch mir bzw. meiner Tochter.
Sie litt schon sehr früh - ab ca. 8 Monaten unter hartnäckigem Schnupfen. Mit Beginn des Kindergartens kam dann Bronchitis (mal mit Antibiotika mal ohne zu behandeln) dazu oder einfach nur hartnäckiger Husten und dauernder Schnupfen. Mit vier Jahren in der Winterzeit jagte dann ein Schnupfen den anderen, Husten hielt sich auch mal mehr mal weniger Wochen lang. ´Dazwischen immer mal Infektpausen. Im Sommer war dann Ruhe und im vergangenen Oktober ging es von vorne los. Nächtliches Schnarchen kam extrem hinzu und abendliche abschwellende nasentropfen waren fast die Regel. Bis zu diesem Zeitpunkt war sie in Behandlung beim HNO - Akupunktur, homöophatische Behandlung usw. bei immer unauffälligen Rachenmandeln und Gaumenmandeln. Auffällig war nue ein seit einiger Zeit unganenehmer Mundgeruch insb. morgens. Ich drängte auf eine AT, die nun auch Ende März durchgeführt wurde. Der ganze Eingriff mit allem Drum und Dran dauerte nur 50 Minuten, dann saß ich mit meiner Tochter wieder im Auto. Was er wirklich gebracht hat wird sich vermutlich erst im Winter zeigen. Aber so viel jetzt schon: das Schnarchen ist =0 und der üble Mundgeruch ist weg. Das kind hat die OP super weggesteckt, sie war zwei Stunden später wieder fit wie ein Turnschuh.

Gruß
Antje

20

Sonntag, 24. April 2005, 16:13

Bis zu diesem Zeitpunkt war sie in Behandlung beim HNO - Akupunktur, homöophatische Behandlung usw.

Was soll der Unfug?

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