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1

Montag, 12. September 2005, 09:19

hallo und guten morgen,

der achtjährige sohn einer freundin hat jetzt seit fast 4 wochen starke schmerzen im unterkiefer. also nicht "nur so ein bißchen" sondern so, daß er nicht ohne schmerzmittel in die schule kann.
meine freundin war inzwischen bei etlichen ärzten. zuerst beim zahnarzt, der meinte, es käme nicht von den zähnen, dann beim kieferchirurgen, der meinte, es sähe aus wie mumps (was es dann auch nicht war - er ist ja auch geimpft), beim kinderarzt, dessen meinung: ohrspeicheldrüse. anschließend HNO, der sucht die ursache wieder bei den zähnen. in ihrer verzweiflung war sie dann noch bei einer heilpraktikerin - natürlich auch ohne erfolg. keiner kann sagen, was es ist, und es wird immer problematischer.
die rechte backe war dick, dann gab's antibiotika - es schwoll ab, nur um auf der anderen seite wieder anzufangen. aber das schlimmste sind natürlich die schmerzen. für einen achtjährigen ist das alles ziemlich heftig.
meine freundin weiß nicht, zu welchem facharzt sie jetzt noch gehen könnte.

kann mir vielleicht irgendjemand einen rat dazu geben? oder einen tipp, an wen man sich noch wenden könnte? so kann es nicht weitergehen...

vielen dank,
harriet

2

Montag, 12. September 2005, 09:36

Ich hätte zwei Fragen:

- Tut das nur beim Bewegen weh, oder durchgängig?

- Wie dick ist das denn angeschwollen?

3

Montag, 12. September 2005, 09:40

hallo 40_fieber

das fängt immer ganz unmotiviert an, hat nichts mit bewegen oder essen oder so zu tun. es hält dann ein paar stunden an und geht wieder weg.
tja, und die schwellung der backe ist manchmal schon deutlich zu sehen. wie bei einem hamster... (der arme)

lieben gruß, harriet

4

Montag, 12. September 2005, 09:47

Nein; dann kommt meine Idee nicht in Frage.

Ich dachte an Knirschen, oder heftige Druckausübungen in der Nacht. Das kann ein- oder beidseitig höllische Kieferschmerzen am Tage bereiten, die auch relativ lange anhalten.

War nur eine spontane Idee...

5

Montag, 12. September 2005, 11:26

Ich muß passen.

Wurden Blutuntersuchungen mit Rheumawerten gemacht?

Vielleicht mal in einer Uniklinik und Unizahnklinik vorstellen.

Es müssen UNBEDINGT Röntgen- und Kernspin-Aufnahmen gemacht werden(MRT) !

6

Montag, 12. September 2005, 11:56

meine freundin ist im moment bei der arbeit. deshalb kann ich nichts zum thema blutuntersuchung sagen.
ich melde mich nochmal, wenn ich genaueres weiß.

vielen dank, harriet

7

Montag, 12. September 2005, 12:33

Zitat

40_Fieber postete
[/b]Nein; dann kommt meine Idee nicht in Frage.

Ich dachte an Knirschen, oder heftige Druckausübungen in der Nacht. Das kann ein- oder beidseitig höllische Kieferschmerzen am Tage bereiten, die auch relativ lange anhalten.
War nur eine spontane Idee...[/b]


Bis zu #002 hatte ich auch an eine CMD (cranio-mandibuläre Dysfunktion) gedacht.

8

Montag, 12. September 2005, 19:04

hallo,

meine freundin sagt, daß bei marco gerade 15 zähne einschießen, plus ein weisheitszahn. das hat man auf dem röntgenbild gesehen. die zahnärztin und der kieferchirurg meinen aber, so ein starker schmerz könne nicht davon kommen. jetzt frage ich mich, ob es vielleicht das zusammenspiel zähneknirschen und neue zähne sein kann? marco knirscht mit den zähnen - hat auch eine schiene, die er allerdings nicht trägt (ihm wird schlecht davon) gibt es auch andere möglichkeiten das nächtliche knirschen zu verhindern? sie geht morgen nochmal zur ärztin und wird sie auf CMD ansprechen.
eine große blutuntersuchung ist gemacht - mit test auf mumps und pfeiffersches drüsenfieber. rheumawerte wurden nicht getestet. wäre das noch sinnvoll?

vielen vielen dank für die hilfe,
harriet

9

Montag, 12. September 2005, 19:35

Ja Rheumawerte wären äußerst wichtig:

Antinukleäre Antikörper und HlAb27.
Dazu BSG,CRP,großes Blutbild,AP.

10

Montag, 12. September 2005, 19:48

Zitat


jetzt frage ich mich, ob es vielleicht das zusammenspiel zähneknirschen und neue zähne sein kann?


Nein. Das tut weh, aber anders. Das ist, und ich spreche aus eigener Efahrung, mehr wie ein großer extremer Muskelkater, der kontinuierlich schmerzt und bei Belastung (Kauen) schlimmer wird. Und "Hamsterbacken" macht es auch nicht.

Zitat


Ja Rheumawerte wären äußerst wichtig:

Antinukleäre Antikörper und HlAb27.
Dazu BSG,CRP,großes Blutbild,AP.



Das wird so oft vergessen. Warum?

11

Montag, 12. September 2005, 20:06

jetzt habe ich gerade mit ihr telefoniert und ihr durchgegeben, was ich hier darüber gelesen habe.
dann haben wir mal kurz geschaut, was im internet über antinukleäre antikörper steht (können wir als laien natürlich erstmal gar nichts mit anfangen) als ich ihr da vorgelesen habe "Niedrige Werte für antinukleäre Antikörper finden sich manchmal auch im Blut von Gesunden. Hohe Werte müssen vor allem an eine Erkrankung aus der Gruppe der Kollagenosen (systemischer Lupus erythematodes,..."
da sagt sie - halt das kenne ich, vor einem jahr wurde von einem anderen arzt gemutmaßt, ob er das hat! (marco)
sie wird sich auf jeden fall morgen mit dem arzt in verbindung setzen und diese werte testen lassen.
ich danke tausendmal für die schnelle hilfe!
harriet

12

Montag, 12. September 2005, 20:15

Internetinformationen sind trotzdem immer mit Vorsicht zu geniessen - zumal wenn man immer nur Details bekommt,die man nicht einordnen kann.

Es braucht einen Arzt,der die Dinge überblickt.

13

Montag, 12. September 2005, 20:20

ja, das sagt mein arzt auch immer, wenn ich ihm mit meinen neuesten erkenntnissen aus dem internet nerve.
das problem ist nur, daß mir keiner z.b. meine krankheit richtig erklärt hat oder auch nur meine diagnose genau übersetzt. (ich habe brustkrebs)
da hab ich angefangen im internet zu suchen. ich kann deswegen natürlich nicht auf meinen arzt verzichten. aber ich kann gezielter fragen. das ist mir wichtig.

einen wunderschönen abend
harriet

14

Montag, 12. September 2005, 20:37

das problem ist nur, daß mir keiner z.b. meine krankheit richtig erklärt hat oder auch nur meine diagnose genau übersetzt.

KOMMENTAR:

Das ist ein Unding,denn man kann alles 1.) genau und 2.) auf Deutsch erklären.

Da sollte man auch nicht lockerlassen.

Aber wenn ein Arzt so gar nicht dazu in der Lage ist oder sein will,ists natürlich eine fatale Sauerei.

15

Montag, 12. September 2005, 22:52

Ihnen auch alles Gute. Und melden Sie sich doch mal, wenn Sie wissen was dabei herausgekommen ist.

16

Mittwoch, 14. September 2005, 18:41

Wie ging dann denn nun weiter?

17

Donnerstag, 15. September 2005, 08:15

meine freundin war nocheinmal beim kinderarzt - der macht noch einmal ein großes blutbild mit rheumawerten und allem anderen was hier stand.
das ergebnis hat sie noch nicht, aber sie sagt mir bescheid, sobald es da ist.
bei der zahnärztin war sie auch noch einmal - da meinte sie allerdings, daß sie sich das hätte sparen können. diese kann sich nämlich gar keinen reim drauf machen.
übrigens hab ich meine freundin auch auf uniklinik in frankfurt angesprochen. dabei hat sich herausgestellt, daß sie deshalb so einen horror davor hat, weil marco im zarten alter von einem jahr leukämie hatte und sie monate auf in der onkologie der uniklinik verbracht haben. es war wohl (gott sei dank) eine leichte form und die akte ist geschlossen.
jetzt verstehe ich auch ihre ängste besser. wenn bei dieser neuerlichen untersuchung allerdings nichts herauskommt, geht sie wieder an die uni. es nützt ja nichts - das kind hat nach wie vor schmerzen.

wenn ich etwas neues weiß, melde ich mich,
harriet

18

Montag, 19. September 2005, 13:26

hallo,
inzwischen sind die ergebnisse der blutuntersuchung da.
es hat sich herausgestellt, daß die rheumawerte GANZ UND GAR NICHT in ordnung sind.
marco hatte letzte woche dann auch noch über rückenschmerzen geklagt, die schubweise kamen.
jetzt haben sie einen termin in frankfurt in einer speziellen rheumaklinik.
sie haben also ganz richtig gelegen - da sieht man mal wieder, wozu internet gut ist! (*g*) warum ist eigentlich der kinderarzt meiner freundin nicht auf die idee gekommen?
vielen lieben dank nochmal - wenn ich noch etwas höre, melde ich mich wieder.
harriet60

19

Montag, 19. September 2005, 13:56

Zitat


warum ist eigentlich der kinderarzt meiner freundin nicht auf die idee gekommen?



Bei meiner Mutter sind drei(!!!) Orthopäden nicht auf die Idee gekommen,daß sie ein schweres Rheuma hat.
Aber ein schlauer, etwas älterer Internist mit viel Erfahrung.
Die müßten doch jetzt mal alle langsam dafür sensibilisiert sein. So selten ist Rheuma nämlich nicht.

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