Hallo,
unsere Tochter Victoria (7) leidet an Asthma. Mit 2,5 (März 2001) hatte sie sich mit O-Saft so heftig verschluckt, dass sie infolge dessen eine Lungenentzündung bekam. Und die wollte irgendwie nicht ausheilen. Es wurden mehrere Antibiotiker verordnet und jedes Mal, nach dem Absetzen, kehrten die Beschwerden wieder. 2 Monate später (Mai 2001) kam ein schwere Atemnotanfall, wir landeten in der Würzburger Kinderklinik (wir haben in der Gegend gerade einen Kurzurlaub gemacht). Nach einer Woche sind wir mit Budecort Junior 50 und Babyhaler nach hause gefahren und sollten 8 Wochen zur Nachbehandlung damit (2x2) inhalieren (Allergietest negativ). Doch wir wurden danach das Cortison nicht los. Unser Kinderarzt meinte, unsere Tochter hätte Asthma und wir müssten uns damit abfinden. Während einer Kur im Sept. 2001 haben wir die Dosis erfolgreich halbiert. Zahlreiche Versuche das Medikament abzusetzen (natürlich nur stufenweise) haben gescheitert. Nach 3 Jahren Dauermedikation, ohne das der Arzt irgendetwas unternommen hätte, um den Ursachen auf den Grund zu kommen, bzw. um den Schweregrad zu bestimmen (keien Lungenfunktion, keine audführlichen Gespräche, kein Asthmatagebuch, kein Pekkflowmether), haben wir uns im Februar 2004 an einen Heilpraktiker gewandt. Mit Hilfe der Homöopathie ist es uns gelungen, das Cortison (inzwischen Flutide Mitte), abzusetzen. 6 Monate lang vergingen ohne Zwischenfälle. Dann fingen die Anfälle wieder an. Es gab Tage an denen wir 3-4 mal (auch nachts) Salbutamol inhalieren mussten. Dann wieder tagelange Ruhephasen. Pricktest negativ. August 2005 - neuer Arzt-Kinderklinik. Lungentest nicht besonders. Der OA meint, wie auch ich, mit dem Asthma stimmt was nicht (ist sehr untypisch, dazu keine Allergien). Es folgt eine 24-Std. ph-Metrie. Leichter Reflux, gerechtfertigt aber die Haüfigkeit und Schwere der Anfälle nicht. Daraufhin wurde Antra Mups 20 mg 2x1 verordnet. Die lange Liste der Nebenwirkungen hat uns abgeschreckt, wir haben auf das Medikament eigenwillig verzichtet. Dafür den Kopfteil des Lattenrostes höher gelegt, die nächtlichen Beschwerden sind zu 95% zurückgegangen. Trotzdem gab es immer wieder Beschwerden. Neuer Hausarzt: Formatris und Überweisung an einen Lungenarzt. Der ist der Meinung, unsere Tochter hätte ein ganz normales Infektasthma, Symbicort 2x1. Der Meinung bin ich nicht. Die letzten Infekte sind ohne Anfälle (obwohl zwischenzeitlich kein Symbicort) verlaufen. Die Beschwerden unserer Tochter treten sehr unregelmäßig auf (manchmal wochenlang keine Probleme, dann mehr oder weniger von heute auf morgen täglich), unabhängig von Jahres- bzw. Tageszeit. Ich weigere mich, mein Kind tagtäglich Cortison inhalieren zu lassen ohne vorher alle Möglichkeiten ausgeschöpft zu haben. Und ich will und werde mich damit nicht abfinden, dass es keine andere Lösung gibt. Was halten Sie davon? Haben Sie irgendwelche Ideen? Wie wirkt eigentlich Singulair und wann ist es sinnvoll?
Liebe Grüße
Alexandra