Über die Kriminellen,die ihren Vertrauensvorschuß als "Arzt" infam mißbrauchen :
JJ77 :
Robina,
ich kann ihnen die Frage natürlich nur aus meiner persönlichen Situation heraus erklären. Bei mir, und ich habe reichlich alternative Erfahrung, klass.Homöopathie, Kinesiologie, Geopathologie,Bioresonanz -bestimmt noch etwas vergessen-, ergab es sich, weil mein Kind schwerwiegend erkrankte und die konventionelle "schul"medizinische Behandlung zunächst überhaupt keine Besserung brachte.
Ja, es war pure Verzweiflung. Außerdem hatten wir damals einen Arzt, der sich nicht entblödete, mir dazu zu raten.
Den ganzen Kram, den ich da machte, zu hinterfragen, begann ich erst, als natürlich diese Art der Behandlung nichts brachte, ganz im Gegenteil . Meinem Kind ging es dadurch schlechter als zuvor.
Ich kenne einen Haufen Eltern, in ähnlicher Situation wie der unsrigen, die aber weiterhin an alternativen Methoden festhalten, wenn auch in den meisten Fälen als zusätzliche Option zur konventionellen Behandlung. Ein Strohhalm, eine Hoffnung, eine Illusion an die man sich klammert, weil man oftmals nicht mehr viel hat, an das man sich klammern kann oder man irgendwann die Geduld zu warten verliert. Niemand sieht gerne sein Kind leiden.
Vielleicht ist es der Gedanke, alles, wirklich alles versuchen zu müssen, was einen kopflos werden lässt.
Warum Ärzte sich darauf einlassen, ist mir auch ein Rätsel, bis auf diejenigen Exemplare, die erkannt haben, dass man mit Alternativkram schnelles Geld verdienen, kann ich es nicht nachvollziehen.
Robina:
Hallo JJ77,
danke für Ihre Erklärung, die zumindest noch nachvollziehbar ist. Verzweiflung ist und bleibt in meinen Augen die einzig nachvollziebare Erklärung!
Es scheint also so zu sein, dass Verzweiflung (und das Verlieren der Hoffnung in die Schulmedizin) einen großen Anteil des Reinfalls erklären könnte.
Doch das kann nicht alles sein. Ich zum Beispiel hätte es nie in Erwägung gezogen mein (auch nicht gerade milde) erkranktes Kind homöopathisch behandeln zu lassen. Wider aller Belehrungen. Auch wir haben Grenzen der Schulmedizin kennengelernt und man sagte uns "wir sind mit unserem Latein am Ende. Dennoch habe ich mein Kind lieber in den Arm genommen, als ihm ein paar Zuckerperlchen in den Schlund zu schieben.
Ich habe in einem anderen Forum etwas gegen Homöopathie geschrieben und unglaubliche Kurznachrichten erhalten... von Mathematiker, Physiker, Medizinern und Otto-Normalverbrauchern. Allesamt haben mir berichtet, wie toll ihre Erfahrungen Homöopathie seien und dass ihre Meinung "damals" ebenso dagegen war. Damals... bevor sie ihre ersten Wunderpillen erhielten. (Akademiker...bitte IQ Test einfordern!)
Ich glaube, ich stehe im Wald, mich erreicht der gleiche Unglaube wie der in meiner Kindheit... sie rennen alle diesem einen Glauben nach, kennen ihn nicht, können ihn nicht beweisen... dennoch ist er allgemeingültig und steht über allem.. der heilige Glaube. Glaube kann Berge versetzten... WEnn man dumm genug ist... Das ist in meinen Augen wie die Antwort: "weil halt" und die Antwort "weil halt" - das weiß meine kleine Tochter, ist keine Antwort!