Die durch die 2 Milliarden angeblich 5-9% mehr Umsatz für ihre Praxen bekämen(UMSATZ - kein Arzteinkommen).
Von einem Kollegen:
Zusammenfassung zum RLV - zerplatzte Blütenträume
… Richtig dargestellt wurde die Berechnung des RLV
1. fachgruppen-/vergleichsgruppenspezifischer kurativer Punktzahldurchschnitt X Punktwert = Fallwert.
2. Fallwert X anerkannte Fallzahl = kuratives budgetiertes Honorar = RLV der Praxis.
Erläuterungen:
1. Der Punktwert für 2009 ist auf 3,5001 Cent festgesetzt worden.
2. Anerkannte Fallzahl ist die Fallzahl des Vorjahrsquartals. Bei Praxisneugründung wird wahrscheinlich die Durchschnittsfallzahl der Vergleichsgruppe herangezogen, genaueres steht im HVV Ihrer KV.
3. Großpraxen mit mehr als 150% der Fallzahlen der Vergleichsgruppe bekommen für die 150% überschreitende Fallzahl nur abgestaffelte Punktmengen zuerkannt für das RLV zuerkannt.
4. Oberhalb des RLV abgerechnete Punkte werden mit Mini-Punktwerten vergütet.
Die Regelung, dass immer auf die Fallzahl des Vorjahrs Bezug genommen wird, lässt bei vielen Kollegen Blütenträume reifen. So müsste man ja nur seine Fallzahl steigern, um jedes Jahr mehr Honorar zu generieren ...
Beispiel: 2008 hatte jemand 800 Scheine,
2009 macht er 900 Scheine (bekommt aber nur 800 bezahlt),
2010 macht er 1000 Scheine (bekommt immerhin 900 bezahlt),
2011 macht er 1100 Scheine (bekommt immerhin 1000 bezahlt),
2012 macht er 1200 Scheine (bekommt immerhin 1100 bezahlt).
Hamsterrad lohnt sich also mit einjähriger Latenz?
Pustekuchen. Wenn das Alle machen, stiege die Gesamt-Fallzahl und damit die Gesamt-Leistungsmenge jährlich um rund 10%. Die von den Kassen an die KV bezahlte budgetierte Gesamtvergütung aber steigt nicht um 10% jährlich. Sondern die bleibt bestenfalls gleich. Oder (wahrscheinlicher) sinkt weiter, wie in den letzten 10 Jahren auch.