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Dienstag, 20. Mai 2003, 23:10

Was ich immer sage,sieht auch der Präsident der Bundesärztekammerpräsident endlich so:

Hoppe: ‚Verdeckte Behörden-Medizin soll Rationierung verdecken’

„Die Achillesferse der Gesetzlichen Krankenversicherung ist nach wie vor die stark erodierende Einnahmeseite“, warnte Prof. Jörg-Dietrich Hoppe in seinber Eröffnungsrede zum 106. Deutschen Ärztetag heute in Köln. Vor allem müsse endlich Schluss gemacht werden mit der Quersubventionierung anderer Sozialversicherungszweige mit Krankenkassenbeiträgen: „Allein im Zeitraum 1995 bis 2000 machte das einen Betrag von rund 30 Milliarden Euro aus. Das wäre wirklich einmal ein Fall für den Korruptions- und Mißbrauchsbeauftragten, denn diese Quersubventionierung ist letztlich Betrug an den wirklichen Beitragszahlern.“

Den ganzen Text? Benutzen Sie diesen Link: http://www.facharzt.de/a/a/18642/

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42

Montag, 2. Juni 2003, 23:23

Dazu auch von einem Kollegen:

nämlich, daß von 145 MILLIARDEN € Beitragszahlungen ein DRITTEL,
45 MILLIARDEN € falsch ausgegenen werden:

1. Die BRD leistet sich doppelt so viele Akutbetten wie England,Frank
reich und andere west- und mitteleuropäische Länder.
15% NICHT belegter Akutbetten werden mit 8 MILLIARDEN € vergütet;
25% FALSCH belegter Akutbetten kosten 13,5 MILLIARDEN € jährlich,
obwohl die Betroffenen besser, schneller+kostengünstgiger ambu-
lant behandelt zuhause gesunden könnten!
2. Ein Teil dieser 21,5 MILLIARDEN € JÄHRLICH könnten für Langlieger-
und Pflegebetten(aus der Pflegekasse!) aufgewendet werden, OHNE
daß auch nur EINE Schwester oder Pfleger entlassen werden müßte!
3. Wir brauchen bei dieser krankenhausinternen Umorganisation aber
auch keine ZUSÄTZLICHEN 15.000 Klinikärzte(Herr Montgomery soll
mir mal erklären, wo er die denn überhaupt hernehmen will!).
4. Durch Reduktion von derzeit 445 auf 5 gesetzliche Krankenkassen
(Bismarck sprach von EINER Kasse!) spare man auf Verwaltungs- und
Aufsichtsratsebenen JÄHRLICH 5 Milliarden €.
5. Man nehme bei Kuren von den Versicherten tägliche Hotelkosten wie
sie klaglos auch im Urlaub bezahlt werden, macht wieder 5 Milliar-
den € jährlich.
6. Man erhöhe die Arbeitslosenversicherung um 1%, hälftig vom AN+AG
zu tragen(10€/Monat), damit diese für die Arbeitslosen, die in der
Regel nicht weniger Leistungen beanspruchen als Arbeitsplatzinhabe
mehr als 20% des Durchschnittsbeitrages an die GKV überweisen kann
macht weitere 10 MILLIARDEN € jährlich auf der Einnahmenseite!
7. KOSTENERSTATTUNG macht
a) qualitativ bessere medizinische Versorgung, weil
b) sich jeder überlegt, ob er auch mit Problemchen zum Arzt gehen
muß, damit
c) Ihr Doc mehr Zeit für die ernsthaft Kranken haben kann und
d) entlastet die GKV damit auf der Ausgabenseite.
e) da bisherige Entlastungen sozial Schwacher bestehen bleiben,
greift das TOTSCHLAGARGUMENT erhöhter Kosten durch nicht zum
Arzt gehen natürlich NICHT!!!

Diese Liste läßt sich bei Bedarf um weitere Punkte ergänzen, wobei mir diese 7 für eine BEZAHLBARE und QUALITATIV HOCHWERTIGE medizin- ische Versorgung am meisten bringen.

NUR: diese meine Argumente+Vorschläge sind ULLA und HORST bekannt,
aber sie wollen sie BEIDE nicht umsetzen!

MERKE: es nützt uns nichts, gute Vorschläge zu machen, solange diese
Holzköpfe nicht wollen!

43

Mittwoch, 4. Juni 2003, 17:54

Warum geht man im Ministerium nicht an die Vorschläge von mir Vorstadt-Pädiater?


Ganz klar: die Bonzokratie verdient reichlich an dem ganzen Unfug.

44

Freitag, 6. Juni 2003, 02:02

Nein;aber für Kassenleute(14 Monatsgehälter) und vor allem die Bosse.

45

Samstag, 14. Juni 2003, 01:12

Wie sich auch hier wieder erbärmlich zeigt,haben die Versicherten null Interesse dran,wer sie wirklich abzockt.

46

Samstag, 14. Juni 2003, 18:38

Man will also Kranken,Arbeitslosen und Medizinarbeitern Milliarden wegnehmen - statt das Geld da zu holen,wo es liegt:
bei den (laut seriösen Instituten)50% Schein-Arbeitslosen und Steuerhinterziehern,die z.B. mit Karusselgeschäften 14 Milliarden € von ignoranten Finanzämtern und durch falsche Gesetze einer völlig unfähigen Politiker-Clique abzocken:

http://www.sr-online.de/statisch/Programm/Fernsehen/ARD/Plusminus/20030610/thema01.html

Wenn man diesen genannten Sachen , idiotischen Steuerprivilegien und anderen ebensolchen Subventionen endlich einen Riegel vorschieben würde und vielleicht noch Höchsteinkommen höher besteuern würde,hätte dieser Staat überhaupt kein Problem und müßte nicht die Falschen ausbeuten.

Außerdem müsste politisch endlich mal ganz brutal konsequent was gegen Steuerfluchtmöglichkeiten getan werden.Schon die Schweiz,Luxembourg,Liechtenstein und wohl auch Österreich sind in dieser Hinsicht Gangstervereine,die mit Kriminellen gemeinsame Sache machen.

Ansonsten zum Sparen im Gesundheitsunwesen:

http://kidmed.info/forum/index.php?page=Thread&threadID=1649 1055545651

47

Sonntag, 15. Juni 2003, 19:20

Die sogenannte Politik fördert die milliardenteure Scharlatanerie und nimmt Versicherten,Arbeitslosen und Medizinarbeitern Geld weg.

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48

Sonntag, 15. Juni 2003, 23:07

Ich hab hier mal Müll rausgeschmissen.

49

Montag, 16. Juni 2003, 03:16

Ärztemangel - völlig zu Recht:

http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundb…,247663,00.html

Nun werden sich diffamierende Medien,verblödete und zynische Bevölkerung und Politiker/Gewerkschafter/Kassenleute und ausbeutende Chefärzte und Verwaltungsleute aber mal heftig umschaun.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (17. Mai 2010, 17:52)


50

Sonntag, 6. Juli 2003, 20:21

Mann sollte sich mal mit den ersten Texten befassen.

51

Montag, 7. Juli 2003, 10:30

Ich schildere jetzt mal ganz subjektiv meine Erfahrungen zum Thema Kosten in der Apotheke:
Erstens: Eine Apotheke kostet die Krankenkasse kein, Geld, Medikamente kosten Geld.
Das Argument, es gäbe zu viele Apotheken, zieht also nicht.
Das Problem liegt woanders: Es gibt zu viele SCHLECHTE Apotheken. Nur 25% aller Apotheker bilden sich fort- dann aber auch gerne 10mal im Jahr. Der Rest sitzt faul auf dem Hintern und hat keine Ahnung.
In anderen Ländern gibt es sowas wie eine "Approbation auf Zeit", d.h. der Apotheker darf nur weiterarbeiten, wenn er durch Fortbildungen seine Kompetenz bewiesen hat.
Es ist erschreckend, wie schlecht in manchen Apotheken beraten wird. Ich habe selbst ma in so einer Apotheke gearbeitet. Der Chef hatte keine Ahnung von Pharmazie, aber es gab alles ohne Rezept. Hauptsache, der Patient sah nach Geld aus, dann war die Verschreibungspflicht kein Problem mehr.
Selbst Importe (das Rezept muss als Kopie aufbewahrt werden) wurden ohne Rezept abgegeben, der Lieferschein wurde vernichtet.
Auf die Idee, daß man nur mal beim Importeur den Warenausgang kontrollieren müsste, kam er nicht.
Das zweite grosse Problem ist, daß wir für das, was wir vorrangig tun sollen, nämlich beraten, nicht bezaht werden.
Jede Beratung ohne Verkauf ist also ein Minusgeschäft. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Es gibt weiterhin zu veil Schund auf dem Arzneimittelmarkt. Mache ich mir die Mühe, dem Kunden diesen Schrott auszureden, mache ich ein Minus. Verkaufe ich den Schrott, mache ich ein Plus.
Eine abrechebare Beratungspauschale gibt es aber für uns nicht.
Gottseidank bin ich in einer Apotheke, in der nicht nur Zeit für die Beratung da ist (weil wir nämlich genügend Leute sind), sondern in der es uns die Kunden auch durch Treue danken.
Trotzdem gibt es immer wieder den Fall, wo man merkt, daß der Patient nach dieser Beratung in die nächste Apotheke gehen wird, um das Zeugs DORT zu kaufen.
Ein weiterer Punkt ist: Wir haben nichts mit den Arzneimittelpreisen zu tun. Ob die Preise steigen oder nicht, liegt an den Phamramunternehmen. Die Aufschläge sind Festaufschläge, von uns nicht steuerbar.
Weiterhin sind wir für Notdienst etc zuständig. Und "gerne" schicken wir auch die Medikamente nach Hause- gratis natürlich.
Und dann kommen solche Schmarotzer wie Doc Morris, umgehen die Festpreise dank Sitz in Holland, und werden dann auch noch mit dem "Innovationspreis 2003" bedacht.
Hätten wir nur die halbe Mehrwertssteuer, sähe es bei uns auch anders aus.
Seit Anfang 2003 gibt es dann noch das sogenannte Vorschaltgesetz: Wir sind gezwungen, den Krankenkassen bis zu 10% Rabatt auf die Medikamente zu geben. Von heute auf morgen. Mit welchen Auswirkungen: Massenkündigungen. Kurzsichtig natürlich. Aber erstmal dient das ganze natürlich dazu, die Mitarbeiter kleinzuhalten. Niemand fragt mehr nach mehr Geld. Nein, wir arbeiten gerne freiwillig unbezahlt mehr.
Und dann gucke ich mir an, was auf manchen Rezept steht, und frage mich ,warum ich diesen Job überhaupt noch machen. Wie oft stehe ich in irgendeiner Arztpraxis, weil der Arzt Quatsch aufgeschrieben hat? Wie oft werden teure Originale verordnet, und zwar ganz grundlos? Und dann gucke ich mir die Krankenkassenpaläste an und mir wird schlecht.
Leider sind die Krankenkassen erst nach drei Wochen in der Lage, eine Genehmigung für künstliche Ernährung auszustellen- in der Zwischenzeit beliefern wir den Patienten (oder soll er verhungern) und warten ab, ob wir das Geld vielleicht erstattet kriegen.
Natürlich gibt es gute Ärzte, die gut und günstig verordnen- aber die Situation ist wahrscheinlich die gleiche wie bei den Apothekern. 25% bilden sich fort, 75% schöpfen den Rahm ab.

52

Montag, 7. Juli 2003, 14:42

Sie haben völlig recht.

Haben Sie mal 002 gelesen?

53

Donnerstag, 10. Juli 2003, 18:57

Lesenswert:

http://www.zeit.de/2003/27/M-Essay-Rationierung

Von einem internistischen Oberarzt.

Ich kann nicht alles unterschreiben,dennoch....

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (17. Mai 2010, 17:52)


54

Montag, 14. Juli 2003, 01:42

Man sollte vor allem Text 000 lesen.
Es scheint niemanden von den betroffenen Versicherten zu interessieren.

Aber gejammert wird heftig - vor allem über die bösen Ärzte,die alle einen gelben Porsche haben.

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Mittwoch, 23. Juli 2003, 21:13

Lohnverzicht:

Für viele Ärzte werde deshalb die Erfahrung der vergangenen zehn Jahre fortdauern, warnte auch KBV-Chef Dr. Manfred Richter-Reichhelm. In dieser Zeit hätten die Vertragsärzte einen beachtlichen Solidarbeitrag zur Stabilität der gesetzlichen Krankenversicherung geleistet. Die Geldentwertung sei trotz steigender Arbeitsleistung schneller voran geschritten als die Honorarentwicklung je Arzt. So habe durch den fehlenden Inflationsausgleich jeder Arzt im Zehn-Jahres-Rückblick auf 13 Prozent seines Honorars verzichtet, sagte Richter-Reichhelm.

57

Montag, 28. Juli 2003, 00:21

...muss Padora da recht geben wenn sie sagt das es zu wenig gute Apotheken gibt.Aus Erfahrung weiss ich das das diverse Kunden einen Freifahrtsschein besitzen ....hauptsache sie sind verschwiegen und haben Geld!!Auch meine Chefin hat den lieben langen Tag diese Art "Kunden" unter dem Tresen versorgt,auch hier nicht zugelassene Medikamente (für was fährt man denn zum Golfen nach Florida usw.)Und das ist nicht die einzige ihrer Zunft(ihr Gatte betreibt das ebenso , genauso wie diverse andere Apotheken).Ich war jahrelang beschäftigt dort (bin PTA von Beruf)und weiss jetzt wie der Luxus der Chefin zustande kam....ja schade für all die Apotheken die seriös arbeiten.

Zur Kostenexplosion der Kassen:
Meine Freundin (AOK -Angestellte)kam nur durch Zufall ,danach durch private Recherche, das Krankenhäuser ihre Patienten z.B. am Samstag entlassen im Bericht für die Kasse allerdings den Sonntag angeben.Wenn man das mal durchrechnet wieviel man tatsächlich sparen könnte, wenn korrekte Angaben gemacht würden.
Zur Info :Meine Freundin sprach ihren Chef darauf an und wollte Vorschläge machen Betreff besserer Kontrollen für stationärer Behandlungen,die dieser allerdings sofort im Keim erstickt hatte mit der Begründung das dies zu viel technischer Aufwand wäre für die paar Euros.Jeder der weiss wieviel ein Tag im KH kostet kann sich ausrechnen was gespart werden könnte.Gauner werden eben immer mehr!!!!

gruss Karin

58

Montag, 28. Juli 2003, 00:45

Der Tag im hiesigen Krankenhaus der Maximalversorgung www.skfh.de ,wo ich früher war dürfte inzwischen über 300 € kosten.

Was wir da durch eine vernünftige Versorgung in den seriösen Praxen sparen,geht in die Millionen und bundesweit in viele Milliarden.

Die Kunst ist es halt,herauszufinden,wer in die Klinik muß.

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Montag, 18. August 2003, 01:17

Text 000 ist weiterhin lesenswert.
Schade,daß keine Versicherten Stellung nehmen.

60

Samstag, 23. August 2003, 00:16

Die Texte sind sehr interessant und erscheinen fundiert. Da sind viele Anregungen drin, die ich für wichtig halte und versuchen werde, sie weiter zu vermitteln. Es wundert mich schon, dass die Versicherten da so diskussionsmüde sind, denn deren Seite zu hören, wäre auch ausgesprochen nützlich.

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