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1

Mittwoch, 25. Februar 2004, 11:09

Ich hab jetzt etwa 10 Minuten hier verbracht und schon kotzt mich alles an.

Alternative Medizin ist was für Idioten, Impfgegner haben eh alle keine Ahnung. Hallo?
Am schönsten finde ich allerdings den Operator, der seine eigenen Nutzungsbedingungen geflissentlich ignoriert und mit Beleidigungen um sich schmeißt.

Echt schade. Man könnte hier was lernen, aber so wie's aussieht wird hier medizinische Hörigkeit höher geschätzt als selbstständiges Denken.

So long.
G

2

Mittwoch, 25. Februar 2004, 11:38

Vielleicht sollten sie Ihre Anfälle von Übelkeit für die Leute reservieren, die Kindern schaden und nicht von denen auslösen lassen, die auf diese Schädigungen hinweisen. Sie bewerten die Form höher als den Inhalt, meine ich.

Selbstständiges Denken erfordert ein mindestmaß an Fakten, sonst wird es Herumraten. Mit Hörigkeit hat das rein gar nichts zu tun. Wer die besseren Argumente/Belege hat, hat in einer Diskussion unschlagbare Vorteile, meinen Sie nicht? Aber einfach nur herumblubbern, ohne Fachwissen, ohne Begründung oder ohne Belege, ja, das kommt hier nicht so gut. Das ist aber auch gut so. Und zu den sog. alternativen Methoden finden Sie hier reichlich Material, wenn Sie sich denn informieren wollen. Benutzen sie doch die Suchfunktion, es lohnt sich.

3

Mittwoch, 25. Februar 2004, 12:43

Wenn solche Leute von selbständigem Denken daherlallen,wird allerdings mir schlecht.

Das Einzige was hier stinkt,sind solche debilen Scharlatanerienachbeter.

4

Mittwoch, 25. Februar 2004, 13:59

Zitat

Gersemi postete
[/b]Ich hab jetzt etwa 10 Minuten hier verbracht und schon kotzt mich alles an.[/b]


So unterschiedlich sind die Menschen. Als ich zum ersten Mal auf dieses Forum stieß, habe ich es mir gleicht 'gebookmarkt', weil ich es bejahe, daß man mit diesen ganzen Mythen und Wundern, die sich um alternative Heilmethoden ranken, schonungslos aufräumt.

Es ist übrigens typisch, daß von Menschen, die jeden Scheiß glauben, das Argument kommt, sie selber seien die wahren Erleuchteten, die ein tieferes Wissen über die Welt erlangt hätten, während die Skeptiker und Realisten für diese Einsichten nicht sensibilisiert seien und demgemäß blind und ihrer eigenen Wissenschaft hörig durchs Leben gingen. Das offensichtlichste Beispiel sind die Zeugen Jehova, die mit ihrem jämmerlichen Wachtturm auf Bekehrungstour gehen oder andere religiös 'Entrückte', die an Straßenecken stehen und predigen. Es ist klar, daß solche Menschen sich gegenüber jeder realistischen Sicht vollkommen abschotten, weil auf diese Weise ihr Weltbild und mit ihm ein Teil ihrer Persönlichkeit zerbrechen würde.

Das Wesen der Wissenschaft dagegen ist, gerade nicht an Althergebrachtem festzuhalten und es in die Köpfe der Menschen einzuhämmern, sondern ständig fortzuschreiten und Überholtes zu entrümpeln. Es ist deshalb auch nicht verwunderlich, daß ausschließlich wissenschaftliche Erkenntnisse und ihre Umsetzung zu kulturellem Fortschritt und Wohlstand geführt haben, während das Beharren auf dumpfem (Aber-)Glauben genau das Gegenteil zur Folge hat.

5

Mittwoch, 25. Februar 2004, 14:11

@hema:

< Sie bewerten die Form höher als den
< Inhalt, meine ich.

Der einzige Inhalt, den ich hier sehe, sind wüste Beschimpfungen, Intoleranz und festgefahrene Weltbilder.

< Und zu den sog. alternativen Methoden
< finden Sie hier reichlich Material, wenn
< Sie sich denn informieren wollen.

Ich bin da glaube ich ausreichend informiert, danke. Und das einzige, was man hier darüber lernen kann, ist, dass das ja eh nur was für Grenzdebile und Ökos ist.

@Kinderarzt:

< Das Einzige was hier stinkt, sind solche
< debilen Scharlatanerienachbeter.

Leute, die unbedingt Chemie in meine Kinder pumpen wollen und alle anderen Methoden verdammen, sind für mich Scharlatane.

Ich kann schlicht nicht nachvollziehen, warum hier so ein aggressiver Ton herrscht und warum man sich weigert, auch mal über den Tellerrand zu schauen. Natürlich sind die alternativen Methoden nicht immer das beste, aber in manchen Bereichen funktionieren sie einfach.

Z.B.: Der Großvater meines Mannes war von der Schulmedizin im Alter von 67 Jahren aufgegeben worden. Er war bettlägrig und auf Hilfe angewiesen. Der Arzt schätzte, er würde nicht mehr als 6 Monate leben. Meine Schwiegereltern schalteten eine Heilpraktikerin ein. Ein Jahr später konnte Opa das Bett verlassen und hat noch 10 Jahre gelebt.
Das sind Erlebnisse, die mich ein wenig an den "Göttern in Weiß" zweifeln lassen.

LG
G

6

Mittwoch, 25. Februar 2004, 14:18

@EP:

< Es ist übrigens typisch, daß von Menschen,
< die jeden Scheiß glauben, das Argument
< kommt, sie selber seien die wahren
< Erleuchteten, die ein tieferes Wissen über
< die Welt erlangt hätten, während die
< Skeptiker und Realisten für diese Einsichten
< nicht sensibilisiert seien und demgemäß
< blind und ihrer eigenen Wissenschaft hörig
< durchs Leben gingen.

Habe ich das je behauptet? Ich glaube ganz bestimmt nicht, dass ich als einzige Ahnung habe. Ich habe nur meine Gründe, der Schulmedizin nicht zu vertrauen. Dafür habe ich schon zu viele ahnungslose Ärzte getroffen, die mich hunderte Euro gekostet haben und die trotzdem im Wald standen.

< Das Wesen der Wissenschaft dagegen ist,
< gerade nicht an Althergebrachtem
< festzuhalten und es in die Köpfe der
< Menschen einzuhämmern, sondern ständig
< fortzuschreiten und Überholtes zu entrümpeln.

Vielleicht das Wesen der Wissenschaft, aber nicht immer unbedingt auch das der Medizin.
In Amerika werden z.B. seit über 100 Jahren Jungen nach der Geburt beschnitten. Nutzen? Kaum. Risiken? Immens. Ursprünglich sollte die Beschneidung Masturbation verhindern. Irgendwann ließ man aber davon ab, und sucht seitdem nach anderen Gründen.

< Es ist deshalb auch nicht verwunderlich,
< daß ausschließlich wissenschaftliche
< Erkenntnisse und ihre Umsetzung zu
< kulturellem Fortschritt und Wohlstand
< geführt haben, während das Beharren auf
< dumpfem (Aber-)Glauben genau das Gegenteil
< zur Folge hat.

Kein Zweifel. Allerdings hat der Glaube an alternative Methoden nichts mit dem "Beharren auf dumpfen Aberglauben" zu tun. Es hat etwas damit zu tun, dass man eben nicht das Althergebrachte (inzwischen die Schulmedizin) als einzige Lösung zu akzeptieren und die Ärzte zu hinterfragen.

LG
G

7

Mittwoch, 25. Februar 2004, 14:21

Zitat

Der Großvater meines Mannes war von der Schulmedizin im Alter von 67 Jahren aufgegeben worden. Er war bettlägrig und auf Hilfe angewiesen. Der Arzt schätzte, er würde nicht mehr als 6 Monate leben. Meine Schwiegereltern schalteten eine Heilpraktikerin ein. Ein Jahr später konnte Opa das Bett verlassen und hat noch 10 Jahre gelebt. Das sind Erlebnisse, die mich ein wenig an den "Göttern in Weiß" zweifeln lassen.


Nein, das sind typische Fehlschlüsse. Da werden einzelne Fälle bekannt, in denen ein Patient nach Behandlung durch einen Heilpraktiker wieder gesundete. Und als ob je Einzelfälle für die Allgemeinheit repräsentativ gewesen wären, wird sofort daraus gefolgert, die Heilpraktiker könnten es besser als die Mediziner.

Nun stellen Sie sich mal vor, alle Ärzte würden nur mal ein paar Wochen ihre Praxen dichtmachen und ihre Patienten an Heilpraktiker delegieren. Glauben Sie, die würden damit zurechtkommen?

Oder in der Krebsabteilung einer Krankenhauses käme statt eines erfahrenen Ärzteteams eine Gruppe Heilpraktiker - ohne Medizinstudium, dafür aber mit einem Vorrat unerprobter, verschüttelter und potenzierter Wässerchen und Tablettchen. Was glauben Sie wohl, wie schnell die Leute wieder nach der 'Schul'medizin schreien würden?

8

Mittwoch, 25. Februar 2004, 14:35

Zitat

Gersemi postete
[/b]Ich habe nur meine Gründe, der Schulmedizin nicht zu vertrauen. Dafür habe ich schon zu viele ahnungslose Ärzte getroffen, die mich hunderte Euro gekostet haben und die trotzdem im Wald standen.


Sie mißtrauen der Schulmedizin, weil sie nicht auf alles eine Antwort weiß, sondern vertrauen lieber der alternativen Medizin, die auf reinen Spekulationen und auf Aberglauben aufbaut. Das erscheint mir alles recht widersinnig.

Zitat

Vielleicht das Wesen der Wissenschaft, aber nicht immer unbedingt auch das der Medizin. In Amerika werden z.B. seit über 100 Jahren Jungen nach der Geburt beschnitten. Nutzen? Kaum. Risiken? Immens. Ursprünglich sollte die Beschneidung Masturbation verhindern. Irgendwann ließ man aber davon ab, und sucht seitdem nach anderen Gründen.


Kein seriöser Mediziner wird so einen Humbug befürworten. Siehe auch den neuen Beschneidungs-Strang. Leider sind nicht alle Mediziner seriös, wie man hier auf Kidmed immer wieder nachlesen kann.

Zitat

Kein Zweifel. Allerdings hat der Glaube an alternative Methoden nichts mit dem "Beharren auf dumpfen Aberglauben" zu tun. Es hat etwas damit zu tun, dass man eben nicht das Althergebrachte (inzwischen die Schulmedizin) als einzige Lösung zu akzeptieren und die Ärzte zu hinterfragen.


Es ist ein Mißverständnis, daß es sich bei der Schulmedizin um Althergebrachtes handele. Die Schulmedizin ist die einzige, in der ständig geforscht und nach neuen Lösungen gesucht wird. Sehen Sie sich nur mal an, was für überwaltigende Fortschritte in der medizinischen Versorgung in den letzten hundert Jahren erreicht wurden.

Die Naturheiler dagegen bauen auf anachronistischen (Schein-)Prinzipien auf (Organon etc.), die - gleich einer Bibel - nie hinterfragt, erforscht oder erneuert wurden. Man GLAUBT. Und der Glaube an die vermeintliche 'Wahrheit' läßt sich mit neuen Erkenntnissen nicht vereinbaren.

(Komisch, daß noch keiner, der an die Homöopathie glaubt, darauf gekommen ist, Operationen an Menschen so durchzuführen, wie es zu Zeiten Hahnemanns üblich war.)

9

Mittwoch, 25. Februar 2004, 14:36

Bei Krebs sieht die Sache meist anders aus. Ich bin auch nicht dafür, solch ernste Erkrankungen auf die leichte Schulter zu nehmen. Man kann die Heilung aber meist unterstützen. Natürlich kann kein Heilpraktiker Krebs heilen.

< Nein, das sind typische Fehlschlüsse.

Das ist, was ich persönlich erlebt habe. Diesem Mann ging es echt dreckig. Er war wirklich kurz davor, den Löffel abzugeben. Die Heilpraktikerin hat hauptsächlich gymnastiziert und immunstärkende Sachen verordnet. Es hat gedauert, aber es wurde besser. Der Arzt hatte gesagt (wörtlich) "Lassen Sie ihn einfach sterben".

< Und als ob je Einzelfälle für die
< Allgemeinheit repräsentativ gewesen wären,
< wird sofort daraus gefolgert, die
< Heilpraktiker könnten es besser als die
< Mediziner.

Einzelfälle sind natürlich nicht repräsentativ. Aber die kontrollierten Untersuchungen genausowenig.
Das ist vielleicht für Sie etwas schwer nachzuvollziehen. Ich war dabei. Ich habe gesehen, wie dieser Mann wieder Kraft gewann und irgendwann wieder aufstand. Das ist für mich nicht irgendein Einzelfall.

< Glauben Sie, die würden damit zurechtkommen?

In den meisten Fällen, ja.

Ich leide jetzt seit fast 2 Jahren an einer (inzwischen) chronischen Blasenentzündung. Ich war bei 4 verschiedenen Ärzten. Alle haben sie mir Antiiotika verschrieben. Nach spätestens einer Woche hatte ich wieder Schmerzen. Schmerztabletten helfen nciht, Antibiotika helfen inzwischen nicht mehr. Wenn ich allerdings meine 3 Tassen Nieren- und Blasentee am Tag trinke, habe ich kein Problem.

Ich bin von der Schulmedizin einfach zu oft enttäuscht worden. Bei vielen Sachen traue ich ihnen nicht mehr. Ganz einfach.

10

Mittwoch, 25. Februar 2004, 14:44

< Sie mißtrauen der Schulmedizin, weil sie
< nicht auf alles eine Antwort weiß, sondern
< vertrauen lieber der alternativen Medizin,
< die auf reinen Spekulationen und auf
< Aberglauben aufbaut. Das erscheint mir
< alles recht widersinnig.

Ich mißtraue der Schulmedizin, weil sie meiner Erfahrung nach in den seltensten Fällen eine Antwort weiß. Ich plage mich seit langer Zeit mit mehreren Krankheiten herum, und das einzige, was den Ärzten einfällt, ist Antibiotika zu verschreiben.
Alternative Medizin verlässt sich auf Wissen, dass tausende von Jahren alt ist und in "weniger zivilisierten" Ländern nach wie vor praktiziert wird. Das hat wenig mit Aberglaube zu tun, sondern mit Effektivität.

< Kein seriöser Mediziner wird so einen
< Humbug befürworten.

Welchen Humbug? Beschneidung allgemein oder das mit der Masturbation?

< Es ist ein Mißverständnis, daß es sich bei
< der Schulmedizin um Althergebrachtes
< handele. Die Schulmedizin ist die einzige,
< in der ständig geforscht und nach neuen
< Lösungen gesucht wird.

Inzwischen ist die Schulmedizin althergebracht.

< Die Naturheiler dagegen bauen auf
< anachronistischen (Schein-)Prinzipien auf
< (Organon etc.), die - gleich einer Bibel -
< nie hinterfragt, erforscht oder erneuert
< wurden. Man GLAUBT. Und der Glaube an die
< vermeintliche 'Wahrheit' läßt sich mit
< neuen Erkenntnissen nicht vereinbaren.

Es ist erwiesen, dass der Glaube an eine Heilung körpereigene Ressourcen aktivieren und eine Heilung vorantreiben kann.
Die alternative Medizin steckt nicht fest. Es wird geforscht. Man benutzt dafür allerdings keine Versuchtiere und keine Kontrollgruppen, sondern verlässt sich auf Erfahrungswerte.

< Komisch, daß noch keiner, der an die
< Homöopathie glaubt, darauf gekommen ist,
< Operationen an Menschen so durchzuführen,
< wie es zu Zeiten Hahnemanns üblich war.

Sind sie bestimmt. Aber das ist verboten.

11

Mittwoch, 25. Februar 2004, 14:54

Zitat

Gersemi postete
[/b]Das ist, was ich persönlich erlebt habe. Diesem Mann ging es echt dreckig. Er war wirklich kurz davor, den Löffel abzugeben. Die Heilpraktikerin hat hauptsächlich gymnastiziert und immunstärkende Sachen verordnet. Es hat gedauert, aber es wurde besser. Der Arzt hatte gesagt (wörtlich) "Lassen Sie ihn einfach sterben".


Es gibt immer wieder Fälle, in denen Menschen von Ärzten aufgegeben werden und sich entgegen alle Erwartung doch wieder aufrappeln und noch etliche Jahre länger leben als erwartet. Mein Mann hatte einen Freund, dem aufgrund eines angeborenen Herzfehlers vorausgesagt wurde, er werde das Erwachsenenalter nicht erreichen. Er 'schaffte' es dennoch bis zu seinem 26. Lebensjahr und lebte sogar ein vollkommen normales Leben als Familienvater. Ein Wunder oder eher eine ganz normale Fehleinschätzung?

Zitat

Einzelfälle sind natürlich nicht repräsentativ. Aber die kontrollierten Untersuchungen genausowenig.


Ich weiß nicht, ob sie jetzt mit diesem Satz sämtliche wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden kurzerhand vom Tisch wischen wollen...

Zitat

In den meisten Fällen, ja.


Und in den übrigen Fällen - ginge es daneben.

Zitat

Ich leide jetzt seit fast 2 Jahren an einer (inzwischen) chronischen Blasenentzündung. Ich war bei 4 verschiedenen Ärzten. Alle haben sie mir Antiiotika verschrieben. Nach spätestens einer Woche hatte ich wieder Schmerzen. Schmerztabletten helfen nciht, Antibiotika helfen inzwischen nicht mehr. Wenn ich allerdings meine 3 Tassen Nieren- und Blasentee am Tag trinke, habe ich kein Problem. Ich bin von der Schulmedizin einfach zu oft enttäuscht worden. Bei vielen Sachen traue ich ihnen nicht mehr. Ganz einfach.[/b]


Die Schulmedizin verliert aufgrund einer einzelnen Enttäuschung jede Glaubwürdigkeit, und der offenkundige Scharlatanerie werden Tür und Tor geöffnet.

12

Mittwoch, 25. Februar 2004, 15:00

< Die Schulmedizin verliert aufgrund einer
< einzelnen Enttäuschung jede Glaubwürdigkeit,

Für mich sind 2 Jahre Schmerzen, Tabletten ohne jeden Effekt schlucken und von einem Arzt zum anderen zu hetzen Grund genug, meinen Glauben in die Schulmedizin zu verlieren, ja.

< und der offenkundige Scharlatanerie werden
< Tür und Tor geöffnet.

Für mich ist das die richtige Entscheidung.

Ich verlange ja gar nicht, dass jetzt plötzlich alle zum Homöopathen rennen. Wäre ja albern. Aber dieses Scheuklappe-Verhalten, wie es hier wirklich hervorsticht, das stört mich. Und das sagt auch etwas über einen aus.

13

Mittwoch, 25. Februar 2004, 15:09

Zitat

Gersemi postete
< Sie mißtrauen der Schulmedizin, weil sie
< nicht auf alles eine Antwort weiß, sondern
< vertrauen lieber der alternativen Medizin,
< die auf reinen Spekulationen und auf
< Aberglauben aufbaut. Das erscheint mir
< alles recht widersinnig.

Ich mißtraue der Schulmedizin, weil sie meiner Erfahrung nach in den seltensten Fällen eine Antwort weiß. Ich plage mich seit langer Zeit mit mehreren Krankheiten herum, und das einzige, was den Ärzten einfällt, ist Antibiotika zu verschreiben.


Die Menschen sind noch nie so gesund gewesen wie heutzutage. Die Lebenserwartung war noch nie so hoch und die Bedrohung von Krankheiten noch nie so niedrig. Es gibt viele Menschen, denen es ohne die Schulmedizin saudreckig ginge oder die ohne sie gar nicht mehr am Leben wären. Daß die Schulmedizin nicht auf alles eine Antwort weiß, ist bedauerlich, diskrediert sie aber nicht.

Zitat

Alternative Medizin verlässt sich auf Wissen, dass tausende von Jahren alt ist und in "weniger zivilisierten" Ländern nach wie vor praktiziert wird. Das hat wenig mit Aberglaube zu tun, sondern mit Effektivität.


Deshalb sind die Menschen in solchen Ländern wohl auch so kerngesund und haben so eine beneidenswert hohe Lebenserwartung.

Zitat

Welchen Humbug? Beschneidung allgemein oder das mit der Masturbation?


Das eine wie das andere.

Zitat

Inzwischen ist die Schulmedizin althergebracht.


Sie wollen offensichtlich auf Ihrem Dogma bestehen. Dagegen kommt man mit Vernunft nicht an.

Zitat

Es ist erwiesen, dass der Glaube an eine Heilung körpereigene Ressourcen aktivieren und eine Heilung vorantreiben kann.


Es gibt nachgewiesenermaßen so etwas wie eine Placebowirkung. Wenn Sie die wollen, sind Sie bei den Wunderheilern gut aufgehoben.

Zitat

Die alternative Medizin steckt nicht fest. Es wird geforscht. Man benutzt dafür allerdings keine Versuchtiere und keine Kontrollgruppen, sondern verlässt sich auf Erfahrungswerte.


Erfahrungswerte sind ja auch etwas, das man sich je nach Bedarf hinbiegen und interpretieren kann. Wenn in einer wissenschaftlichen Untersuchung die Unwirksamkeit eines Mittels festgestellt wird, dann gibt's keine Gnade. Der Kram taugt nichts, fertig aus. Bei 'Erfahrungswerten' dagegen schustert sich jeder seine eigene kleine Theorie zurecht. Wie seinerzeit bei den Badern und Kurpfuschern. Und das blöde Volk fällt drauf rein.

14

Mittwoch, 25. Februar 2004, 15:13

Zitat

Gersemi postete
[/b]Für mich sind 2 Jahre Schmerzen, Tabletten ohne jeden Effekt schlucken und von einem Arzt zum anderen zu hetzen Grund genug, meinen Glauben in die Schulmedizin zu verlieren, ja.[/b]


Ihre Frustration ist verständlich, aber denken Sie mal darüber nach, wie oft Sie schon zum Arzt gegangen sind und es mit größter Selbstverständlichkeit hingenommen haben, daß Ihnen geholfen werden konnte.

15

Mittwoch, 25. Februar 2004, 15:19

< Die Menschen sind noch nie so gesund
< gewesen wie heutzutage. Die
< Lebenserwartung war noch nie so hoch und
< die Bedrohung von Krankheiten noch nie so
< niedrig.

Das hat aber mehr mit den Lebensumständen zu tun.

< Deshalb sind die Menschen in solchen
< Ländern wohl auch so kerngesund und haben
< so eine beneidenswert hohe Lebenserwartung.

Habe ich nicht gesagt. Allerdings würden sie es wohl tun, wenn sie unter den gleichen gesellschaftlichen und sanitären Bedingungen wie wir leben würde.

< Sie wollen offensichtlich auf Ihrem Dogma
< bestehen. Dagegen kommt man mit Vernunft
< nicht an.

Sie haben doch selber gesagt, seit 100 Jahren tut die Schulmedizin Wunder. Ist das nicht althergebracht?

< Bei 'Erfahrungswerten' dagegen schustert
< sich jeder seine eigene kleine Theorie
< zurecht.

Wie es viele Ärzte tun.

< Ihre Frustration ist vestandlich, aber
< denken Sie mal darüber nach, wie oft Sie
< schon zum Arzt gegangen sind und es mit
< größter Selbstverständlichkeit hingenommen
< haben, daß Ihnen geholfen werden konnte.

Das war in den letzten 10 Jahren selten der Fall. Und wenn 4 verschiedene Ärzte an sowas simplem wie einer Blasenentzündung scheitern, dann kann ich nur sagen, nein danke.

16

Mittwoch, 25. Februar 2004, 15:21

Ich glaube jetzt wird mir gleich schlecht.Mein Opa hat Darmkrebs.Eine Niere wurde schon entfernt.Metastasen in Niere und Leber.Und das Beste er hat sehr viel Geld gelassen bei einen Heilpraktiker.Hat er nicht genug geglaubt?Hat er die Tröpfchen falsch geschüttelt?Warum geht es ihm nicht besser?Wann passiert das Wunder?Vielleicht ist er aber auch der Einzige bei dem die Tröpfchen nicht wirken!Und die Schulmedizin hat versagt.Opa hat Krebs und keiner hilft ihm!

17

Mittwoch, 25. Februar 2004, 15:25

Entschuldigung, aber ich habe gesagt, dass bei Krebs die Möglichkeiten der Naturheilkunde ihre Grenzen erreichen.
Wenn die Schulmedizin bei Krebs versagt, dann meist "zu recht". Krebs ist eine in den meisten Fällen tödliche Krankheit. Ganz einfach. Da hilft auch kein Glaube.

18

Mittwoch, 25. Februar 2004, 15:33

Vor allen Dingen ist es unverschämt, in ein seriöses medizinisches Forum zu platzen und nach 10 Minuten zulesen zwei Pöbel-Threads zu starten.

Hier schneien etwa alle zwei Wochen solche desinformierten Pöbler herein. Beispiele:

diffamierung und geistiges diarhö
Aufhören mit Ihren vulgären Beschimpfunge
...
Oder einfach "Tellerrand" in die Suchfunktion eingeben. Vielleicht verkürzt das die Debatte.

Ich bin da glaube ich ausreichend informiert, danke.

Glaube reicht in diesem Forum nicht, hier sind Fachwissen, Argumente und Belege erforderlich.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (14. September 2010, 19:48)


19

Mittwoch, 25. Februar 2004, 15:34

Ich hab's gewusst!

Alle paar Wochen kommen Leute vorbei und glauben, sie verstünden von den alternativen Methoden so viel, dass sie nicht mehr nachlesen müssten! Und wenn man nachfragt: dann kommt eine persönliche schlechte Erfahrung zu Tage.

Dass es bei Harnwegsinfekten gut ist, viel zu trinken und auf diese Weise die Nieren und die Harnwege durchzuspülen, dass habe ich schon im Studium der "Schul"-Medizin gelernt. Das funktioniert sicher mit Blasen- und Nierentee. Das funktioniert aber meines Wissens auch mit anderen Flüssigkeiten (ich bin aber kein Urologe).

Aber Einzelfälle - auch wenn sie persönlich erlebt sind - können allenfalls zum Anlass genommen werden, mal nachzusehen, ob nicht irgendwo "menschliches Versagen" im Spiel ist. Aber die gesamte wissenschaftliche Medizin wegzuwerfen und sich dem Hokuspokus zuzuwenden - das kann ich einfach nicht begreifen. Es geht doch nicht darum, dass eine alternative Methode auch irgendwann mal ein als Erfolg empfundenes Erlebnis hatte! Es geht darum, dass es neben der wissenschaftlichen Medizin keine andere Methode gibt, die mit derartiger Regelmäßigkeit derartig hohe Erfolgsquoten hat!

Aber was nützt es, sich die Finger wundzuschreiben, wenn die Herrschaften ohnehin nicht lesen wollen ... Gibt es dafür eigentlich ein freundlicheres Wort als "Arroganz"?

20

Mittwoch, 25. Februar 2004, 15:34

G.plärrt roboterhaft den üblichen Alternaiven-Schrott nach und müllt das Forum voll.Auch das peinliche Stereotyp vom Tellerrand durfte natürlich nicht fehlen.

Wenn irgendein Tee bei einer "Blasenentzündung" hilft;dann ists keine.

Die Hauptkunden der Scharlatane sind masochistische und egomane Hypochonder.

Dafür ist hier kein Platz.

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