Kurze Frage: wieviel von dieser Seite haben Sie denn gelesen? Ist Ihnen vielleicht aufgefallen, dass seit mehreren Jahren von den Herbeiwünschern "alternativer Behandlunsmethoden" immer wieder dasselbe vorgebracht wird? Und dass von deren Seite noch niemals ein wirkliches Argument gekommen ist?
Bei der Homöopathie ist es zum Beispiel ganz einfach: wenn alle Wirkstoffmoleküle aus einer Lösung herausgeschüttelt worden sind, dann können sie innerhalb dieser Lösung nicht mehr wirken. Punkt. Das ist so einfach, dass das Grundschulkinder verstehen können. Nicht aber die "Alternativen"! Die wollen das nicht verstehen. Es kommt aber kein Argument; nur Beleidigungen in "sanfter" Sprache: man müsse doch über den Tellerrand schauen (100.000 mal vorgebracht), es gebe doch mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als unsere Schulweisheit sich erträumen lasse (100.000 mal vorgebracht) und man könne doch tolerant miteinander umgehen (100.000 mal vorgebracht).
Sind das Argumente für Homöopathie? - Nein!
Diese Vorwürfe sind auf diesen Seiten von mehreren Schreibern mehrfach widerlegt worden.
Toleranz? Einer nachweislich unwirksamen Behandlungsmethode gegenüber?
Wie halten Sie es denn mit Ihrer Toleranz? Zum Beispiel bei Aktien? Wenn Sie eine Aktie gefunden haben, die guten Gewinn verspricht - legen Sie denn die Hälfte Ihres Vermögens in garantierte Verlustaktien an? Ich meine, wer eine derartige Vorstellung von Toleranz hat, der müsste auch den Verlustaktien gegenüber tolerant sein!
Nach unserer Auffassung kann man Meinungen gegenüber tolerant sein. Nicht aber Fakten gegenüber. Die Fakten (ob "alternative Methoden" wirksam sind oder nicht) werden nicht von Menschen geschaffen, sondern von der Natur. Und wer glaubt, eine von Natur aus unwirksame Methode durch sein Wunschdenken als wirksam bezeichnen zu müssen, für den gibt es doch nur eine Bezeichnung: "Ignorant".
Soll man Ignoranten gegenüber tolerant sein? Zumal diese Toleranz nichts daran ändert, dass die "alternativen Methoden" dann immer noch unwirksam sind! Ist Toleranz gegenüber Ignoranten nicht eine Ohrfeige an die Natur? Eine Beleidung der Natur? Eine Beleidigung des menschlichen Verstandes?
Soll ich als Mediziner bei einer schweren Krankheit nachweislich wirksame Behandlungsmethoden über Bord schmeißen zugunsten nachweislich unwirksamer Methoden? Nur aus Toleranzgründen? Und wer hat dann Mitleid mit dem Opfer, dem Patienten?
Glauben Sie mir: wenn man jahrelang immer wieder von vorn dieselben Einfachargumente vorbringen muss - das macht keinen Spaß! Das kann schon wütend machen!
Auch Sie haben die Diskussion um keinen Deut weitergebracht - im Gegenteil, Sie werfen uns mit Ihren Gedanken (die für Sie vielleicht neu, für uns aber uralt und widerlegt und langweilig sind) weit zurück!
Wenn von den "Alternativen" auch nur einmal ein ernstzunehmender Gedanke vorgebracht würde - jeder von uns würde sich dann auch ernsthaft damit auseinander setzen! Aber auf längst widerlegte alternative "Argumente" noch ernsthaft zu antworten, ist in hohem Maße frustran: morgen kommt wieder jemand, der sich nicht beliest und in der Argumentation wieder von vorn anfängt!
Stellen Sie sich diese Situation mal in Ihrem Beruf vor...