Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Kidmed. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.
Zitat
Entschlackung ist ein pseudomedizinischer Ausdruck für Maßnahmen in der Esoterik, die vermehrt Stoffwechselprodukte ausscheiden sollen.
Dies geschieht angeblich durch Schwitzkuren, Rohkost, Abführmittel, Blutreinigungstee, Trinkkuren oder Heilfastenund viele extrem fragwürdige esoterische Praktiken. Diese Praktiken sind umstritten, da ein Wirksamkeitsnachweis oder auch nur eine plausible Wirkungshypothese bislang nicht gezeigt wurde. Die dahinter stehende esoterische Vorstellung, dass der Körper periodisch „entgiftet“ oder "entschlackt" werden müsse, ist falsch. Ebenso falsch ist es, daß "feinstoffliche Schlacken" beseitigt werden könnten oder müßten, was im esoterischen Sprachgebrauch "Ausleitung" genannt wird.
Zitat
Doch das ist nach Ansicht der meisten Experten Humbug. „Im Stoffwechsel des Menschen fallen keine Schlackenstoffe an“, sagt Isabelle Keller, Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Der Organismus sei imstande, „alle Endprodukte des Stoffwechsels über Niere, Darm, Lunge oder Haut auszuscheiden“. Wasser, Kohlendioxid, Harnsäure und Ammoniak landen ganz schnöde in der Atemluft oder der Toilette.
Das sieht auch Hans-Joachim Zunft vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke so. Der gesunde Körper entsorge „normalerweise alles, was er an Eiweißen, Kohlehydraten und Fetten aufnimmt“. Selbst viele fettlöslichen Schadstoffe scheide er aus oder baue sie mit der Zeit ab. Schwitzen in der Sauna und Fasten könne aus anderen, auch seelischen Gründen heilsam sein. Irgendwelche Schlacken würden so jedoch nicht beseitigt. Zunft hält die Werbung mit „Entschlackungskuren“ für unlauter.
Kein Wunder, dass auch die Stiftung Warentest in einer Stellungnahme zum Thema mitgeteilt hat, die Schlacken existierten „nur in der Theorie“. Sie hätten sich „weder im Mikroskop noch bei Laboruntersuchungen oder sonst wie auffinden lassen“.
...
„Da es im menschlichen Organismus keinerlei Schlacken gibt, ist das Konzept der Entschlackung reines Wunschdenken“, urteilt der Wissenschaftler von der Universität Stuttgart-Hohenheim.
Zitat
Schlacke ist laut Duden ein „Rückstand beim Verbrennen, bes. von Koks“ – und so etwas liegt im menschlichen Körper nicht herum.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (18. Juli 2010, 14:37)
Zitat
Alexis
Neu im Forum
Beiträge: 1
Re: Schlacken
Antworten #39 - Heute um 13:47:23
Wili hat doch absolut recht.
Ich arbeite in einer Reha-Klinik als Physiotherapeutin, Schwerpunkte Neurologie und Onkologie. Fast jeden Tag haben wir Besprechung mit den Ärzten, wo man über jeden einzelnen Patienten redet, man versucht die Zusammenarbeit zwischen Ärzte und Therapeuten zu verbessern. Wenn man sich das dann genauer anschaut, dann habe ich auch das Gefühl, dass die Ärzte keine Ahnung haben von dem was sie da tun. Ständig heißt es da "Wir probieren dies und dann das". Verbessert sich der Zustand des Patienten, dann war es die Medizin. Wenn nicht dann heißt es "wir haben was probiert". Na herrlich.
Alleine wenn man sich anschaut, wie oft es heißt in der Fachliteratur das die Ursache für eine Krankheit unbekannt ist. Dafür das eine Ursache unbekannt ist dokteren unsere Mediziner ganz schön drauf los. Hauptsache die Kasse klingelt.
Auch bin ich der Meinung, dass die Ursache für sehr viele Erkrankungen im Bereich der Übersäuerung und Verschlackung der Menschen zu suchen und zu finden ist.
Schlacken sind aus Säuren und Giften entstandene Salze, die der Körper unter Zuhilfenahme von Mineralstoffen und Spurenelementen aus organischen und anorganischen Säuren bildet bzw. bilden muss, um nicht von diesen verätzt bzw. vergiftet zu werden. Sehen sie sich doch die Körper an. Immer mehr Menschen bestehen zur Hälfte nur noch aus Schlacken. Wenn man die Gewebe in die Hand nimmt, dann kann man die Verschlackung und Versulzung spüren.
Und das mit den Heilpraktiker kann ich auch bestätigen. Als Physiotherapeutin höre ich von den Patienten den ganzen Tag nur Beschwerden über die Ärzte. Ständig jammern die Patienten über die Behandlungen die ihr Arzt vornimmt und das sie nichts bringen. Und immer öfter muss ich hören, dass die Patienten Rat und Hilfe bei den Heilpraktiker suchen und auch finden. "Wili" ist da nur eine Patientin. Solche Geschichte höre ich den ganzen Tag.
Schlacken kann man sehr wohl nachweisen, jedoch denke ich das der Begriff "Schlacken" in der Tat sehr oberflächlich ist, was aber auch o.k. ist. Ob Verschlackung, Übersäuerung und Vergiftung, diese Begriffe haben sich einfach eingebürgert. Das Ganze ist eine Mischung aus zuviel Eiweiß, Säuren, Zusatzmittel aus all dem Industriefutter, Farbstoffe, usw. Irgendwann ist der Körper nicht mehr in der Lage, diese Substanzen auszuscheiden und lagert sie ein. Bevorzugt im Unterhautbindegewebe und später dann in der Muskulatur und Organen.
Sie sollten mal ein paar Bücher lesen.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (18. Juli 2010, 14:29)
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (18. Juli 2010, 14:29)
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kinderarzt« (18. Juli 2010, 14:28)
Forensoftware: Burning Board® 3.1.7, entwickelt von WoltLab® GmbH