zu 100:
Ich habe nochmals nachgelesen. Wenn Kinder mit dem Gesicht unter Wasser kommen (da reichen wenige Zentimeter!), kommt es desöfteren bei den kleinen Kindern zum Schock und in folge dessen zur Schließung der Stimmritze. Sie ertrinken dann nicht, sondern "ertrinken trocken", d.h. sie ersticken. Auch wenn bei den Kindern dieser Schock nicht eintritt, gehen sie recht schnellunter, denn ihr Körpergewicht ist anders verteilt als bei Erwachsenen und sie können sich nicht wie Erwachsene und ältere Kinder durch Paddeln über Wasser halten.
Es ist dennoch ratsam, den Kindern so früh wie möglich (2-3)das "Schwimmen"/Paddeln beizubringen - nicht weil sie dann tatsächlich alleine schwimmen können, sondern damit trainiert wird, sich im Wasser zu bewegen, zu paddeln. Unbeaufsichtigt darf man sie am Wasser eh nie lassen.
Die meisten kleinen Kinder ertrinken nicht am Meer in der Brandung, sondern in der Badewanne, im Plantschbecken, im Teich oder im Pool.
Anzumerken bleibt noch, dass die meisten Teichbesitzer nicht über ihre Pflichten Bescheid wissen. Eltern haben zwar eine Aufsichtspflicht gegenüber ihren Kindern (die viele leider auch nicht angemessen wahrnehmen), doch der Teich- bzw. Poolbesitzer hat eine sog. Verkehrssicherungspflicht, d.h. er muss Sorge dafür tragen, dass sein Grundstück z.B. angemessen umzäunt ist, damit kein Kind es betreten kann. Oder er legt ein entsprechendes Gitter auf den Teich. Ein Verbot das Grundstück zu betreten reicht alleine nicht aus.
Siehe auch:
http://www.kindersicherheit.de/html/archiv03_19.html