Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Kidmed. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.
Zitat
Dienstag, 7. Februar 2006
Schweinerei
Karikatur war gefälscht
Eine der drei Karikaturen, die der dänische Imam Achmed Abu Ladan einer 43 Seiten langen Brochüre beigefügt hat, um seinen Gesprächspartnern bei der arabischen Liga und in Kairo, darunter dem Großmufti von Ägypten zu "beweisen", wie groß der Hass auf Moslems in Dänemark sei, wurde jetzt von einem Weblog als Fälschung entlarvt.
Der Sprecher des Imams, Akhmad Akkari, hatte behauptet, dass die zusätzlichen Karikaturen dänischen Moslems "zugeschickt" worden seien, nachdem sie Leserbriefe an die Zeitung "Jyllands-Posten" geschickt hatten. Die Namen der Empfänger der höchst beleidigenden Karikaturen wollte er jedoch nicht preisgeben.
Es stellt sich jetzt nach Angaben des Weblogs "politicallyincorrect" heraus, dass eine der drei Karikaturen in Wirklichkeit ein schlecht kopiertes Foto eines "Wettbewerbs für Schweinequieken" in Frankreich war. Das Farbfoto des AP-Fotografen Bob Edme zeigt den Franzosen Jaques Barrot, der sich ein Schweineohr aus Plastik angelegt und eine kleine Schweinsnase über die Nase gezogen hat. Vor ihm ist ein Mikrofon zu sehen, wie auf der angeblichen Mohammad-Karikatur. Das Bild wurde am 15. August 2005 in der französischen Ortschaft Trie-sur-Baise aufgenommen und ist bis heute als Reportage über ein "Schweinequieken Wettbewerb" unter der Internetadresse http://www.msnbc.msn.com/id/8959820 zu sehen.
Damit ist einwandfrei nachgewiesen, dass da nicht der Prophet Mohammed dargestellt worden ist; es sei denn, jemand kommt auf die Idee, den Franzosen Jaques Barrot für einen heiligen Mann zu halten.
Die Original-"Karikatur", wie sie vom dänischen Imam als Verunglimpfung des Islam präsentiert worden ist, kann man im Internet inzwischen an vielen Stellen finden, so auch unter http://www.myblog.de/politicallyincorrect/cat/119087/0.
(Ulrich W. Sahm)
Zitat
Karikaturenstreit
Das Recht zu beleidigen
Ayan Hirsi Ali glaubt nicht an Gott
| 09.02.06, 17:40 Uhr |
Die niederländische Islamkritikerin Ayan Hirsi Ali hat in Berlin den mutlosen Kurs der westlichen Demokratien angeprangert.
„Ich bin hier, um das Recht zu verteidigen, andere zu verletzen.“ Mit diesem provozierenden Satz leitete die bekannte Islamkritikerin Ayan Hirsi Ali ihre Pressekonferenz in Berlin ein. In der deutschen Hauptstadt wolle sie sich in den „Wettstreit der Ideen“ einmischen, um für die Meinungsfreiheit zu kämpfen, erklärte die in Somalia geborene Politikerin am Donnerstagnachmittag.
„Submission“ mit van Gogh gedreht
Ali ist durch den Mord an dem Filmemacher Theo van Gogh international bekannt geworden. Mit ihm hatte sie den Film „Submission“ gedreht, der fundamentalistische Moslems empört hatte. Das Verbrechen hatte eigentlich ihr gegolten.
Gleich zu Beginn ihrer etwa 45-minütigen Stippvisite in Sachen Karikaturenstreit verteidigte sie den Kurs Dänemarks. Sie unterstütze die Entscheidung der dänischen Zeitung „Jyllands Posten", die zwölf Karikaturen des Propheten Mohammed zu veröffentlichen und sprach sich für weitere Nachdrucke aus.
Strenge Einlasskontrolle
An die hundert Journalisten hatten sich, nach strenger Einlasskontrolle und genauer Durchsuchung, von der kämpferischen Frau, die sich als „Dissidentin des Islam“ bezeichnet (Ali: „Ich glaube nicht an Gott“), beeindrucken lassen.
Figurbetont in hohen Schuhen
Die 37-Jährige überzeugte ihr wohlwollendes Publikum durch rationale Argumente, eloquente Sprache und ernste Schönheit. Bewacht von mehreren Leibwächtern plädierte die grazile Person, elegant-figurbetont gekleidet in hohe Schuhe, lange Hosen und enge Bluse, für „mehr
Selbstbewusstsein des Westens.“
Die Strategie der Entschuldigungen und des Einknickens nach früheren vermeintlichen Entgleisungen gegenüber dem Islam habe nichts bewirkt, so ihr Resümee. Sie verlangt: „Schande über die Politiker, die behaupteten, die Veröffentlichung sei unnötig oder unsensibel gewesen. Ich werde mich nicht der Tyrannei all jener beugen, die die Freiheit hassen.“ An die vielen Medienvertreter aus den Niederlanden und Dänemark gerichtet, pries sie den Mut des dänischen Premiers Rasmussen und forderte die europäischen Staaten zu mehr Solidarität mit Dänemark auf.
„Ich klage an“
Die Gefahr der Radikalisierung von gemäßigten Moslems sieht die Publizistin – ihr 2005 im Piper-Verlag erschienenes Buch „Ich klage an“ verkaufte sich bereits 100 000 Mal – nicht. Ali: „Ich sehe vielmehr eine Tendenz von Moslems, sich als Opfer darzustellen.“
Deutliche Worte richtete sie auch an die Adresse all derer, die nun zur Ruhe mahnen: „Wer soll sich beruhigen? Nicht-Moslems haben keine Menschen umgebracht, keine Botschaften niedergebrannt.“ Sie befürchtet zudem einen zunehmenden Trend der Selbstzensur der Medien und rief die Journalisten dazu auf, die Pressefreiheit zu verteidigen.
Ayan Hirsi Ali hatte sich nach dem Mord an Theo van Gogh und weiteren Morddrohungen an einen sicheren Ort zurückgezogen, auch jetzt fürchtet sie um ihr Leben. Zugleich gibt sie selbstbewusst bekannt: „Ich arbeite an dem zweiten Teil von Submission. Und ich werde mir weder Panik noch Schweigen erlauben.“
Zitat
[...]
«Schande über diejenigen Zeitungen und Fernsehsender, die nicht den Mut hatten, ihren Lesern die umstrittenen Karikaturen zu zeigen», sagte sie. Diese Intellektuellen lebten zwar von der Redefreiheit, aber sie akzeptierten Zensur. «Sie verstecken ihre intellektuelle Mittelmäßigkeit hinter edelmütigen Begriffen wie 'Verantwortlichkeit' und 'Einfühlsamkeit'.» Der Streit um die Karikaturen habe gezeigt, dass Autoren, Filmemacher und Journalisten, die den Islam kritisieren wollten, sich einschüchtern ließen.
[...]
Zitat
05. Februar 2006 Druckversion | Versenden | Leserbrief
CARTOONSTREIT
Ägyptische Zeitung will Karikaturen drucken
Eine unabhängige ägyptische Wochenzeitung plant, einige der umstrittenen Mohammed-Karikaturen abzudrucken. Der Chefredakteur erklärte, er wolle damit die Verwerflichkeit der Zeichnungen unterstreichen.
Kairo - Die Mohammed-Cartoons sollen am Dienstag in "Al Fagr" erscheinen, sagte Chefredakteur Adel Hamudah. Er habe die Karikaturen dem Internet entnommen. Mit dem Nachdruck wolle er ihre Verwerflichkeit unterstreichen.
Wegen der Mohammed-Karikaturen, die zunächst in Dänemark erschienen und inzwischen von mehreren Zeitungen nachgedruckt wurden, ist es im Nahen Osten zu gewaltsamen Aktionen gegen skandinavische Botschaften gekommen. In Syrien stürmten am Samstag Hunderte Menschen die Botschaften Dänemarks und Norwegens und zündeten die Gebäude an, am Sonntag wurde die dänische Landesvertretung im Libanon in Brand gesteckt. Im Gaza-Streifen attackierten Demonstranten eine Außenstelle des deutschen Verbindungsbüros. Auch "Die Welt" hatte die Cartoons veröffentlicht.
agö/ap
Forensoftware: Burning Board® 3.1.7, entwickelt von WoltLab® GmbH