@Selene:
Das mag sein. Kann ich so auf die Schnelle nicht beurteilen.
Aber es ging ja jetzt nicht um Kreide, sondern um die speziell für Kinder designten Joghurts, z.B. Fruchtzwerge (Werbeslogan: So wertvoll wie ein kleines Steak). Und da hat Stiftung Ökotest im Sommer mal in einer Ausgabe getestet, ob das Produkt auch hält, was die Werbung verspricht. Dem war aber durch die Bank nicht so. Außer viel Zucker und Geschmacksverstärkern war in all diesen Kinderjoghurts nichts drin, was begründen könnte, warum Kinder ausgerechnet Fruchtzwerge (und andere) essen sollten und nicht den Joghurt, den auch die Eltern essen.
Und den Sinn dieses neuen, ebenfalls in Joghurtbechern abgepackten "Obst"mus habe ich auch noch nicht nachvollziehen können. Warum soll es denn nun besser sein, seinem Kind so einen industriell gefertigten Apfelmus zu servieren statt eines Apfels im Naturzustand.
Und noch eins zum Thema Marketing: Auch wenn Eltern noch so hehre Absichten hegen, die Werbestrategien der speziell auf Kinder ausgerichteten Nahrungsmittel sind ja so geschickt konzipiert, dass die Kinder einfordern, diese auch zu bekommen. Nicht umsonst hat die deutsche Werbewirtschaft Kinder und Jugendliche als die Hauptzielgruppe ihrer Werbung, inklusive der Werbung für Autos etc., erkannt und die Werbung entsprechend darauf abgestimmt. Untersuchungen zufolge spielen Kinder bei Konsumentscheidungen wohl eine nicht zu unterschätzende Rolle.
Nehmen wir doch nochmal den Hamburger als Beispiel. Juniortüten von MacDonalds, geschickt immer dann mit entsprechenden kleinen Figürchen gespickt, wenn der dazugehörige Kinofilm (oftmals Disney) gerade erfolgreich angelaufen ist. Selbst zwei- bis dreijährige Kinder sind dann schon so auf MacDonalds eingepolt, weil sie unbedingt diese Figürchen haben wollen, dass sie dieser Fastfoodkette auch noch als Erwachsene erhalten bleiben.
Äußerst geschickt auch die Kindergeburtstagsfeiern in o.g. "Restaurant". Ist doch sooo einfach, die Kinderchen da abzustellen. Müssen sich die Eltern selber keine Gedanken mehr drüber machen, wie sie die "Bande" auch schön beschäftigen.
Ich denke, dem allen können nur die Eltern widerstehen, die sich wirklich ernsthafte Gedanken darüber machen, wie sie ihre Kinder aufwachsen lassen möchten. Für die, die Kindererziehung mit wenig Aufwand betreiben wollen, ist das doch geradezu eine Aufforderung.