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Die letzten 10 Beiträge

85

Montag, 15. Dezember 2003, 18:42

Von Ulrike S.

Ich weiss nicht genau, was Du mit vorher meinst, denke aber, Du beziehst Dich auf seine erste Antwort an mich. Da bezog er sich auch die in vivo-Eigenschaften der Muttermilch wenn diese vom Baby getrunken wird. Meintest Du das?

84

Montag, 15. Dezember 2003, 18:23

Von Kidmed

Aber der K. hatte doch vorher was anderes gesagt.
Ich habs von ihm auch so gelesen,wie es jetzt da steht.

83

Montag, 15. Dezember 2003, 17:35

Von Ulrike S.

Ich bin ja fuer meine Hartnaeckigkeit bekannt und dieser Hartnaeckigkeit habe ich es auch meinen
grossen Wissensschatz in Sachen Stillen und Impfen zu verdanken. Wenn mich eine Frage beschaeftigt,
dann lass ich nicht locker, meist schreibe dann internationale Experten direkt an, bis ich nicht
eine zufriedenstellende Antwort gefunden habe. Das kann oft monatelang dauern. Diesmal dauerte es
nicht so lange. Mich liess die Frage keine Ruhe, ob es sinnvoll / harmlos oder gar schaedlich ist,
dem oft gehoerten Rat, dem Baby bei Schnupfen Muttermilch in die Nase zu traeufeln zu folgen und stellte Prof Dr. Koletzko nochmal ausdruecklich die Frage.

Er antwortete mir:

"1) In vielen Studien zeigt sich bei gestillten Kindern eine geringer Häufigkeit von Infektionen, vor allem infektiöser Durchfall, aber auch (eniger ausgeprägt) respiratorische und andere Infektionen

2) Für einen Nutzen einer örtlichen Muttermilchanwendung bei Schnupfen (in die Nase) oder Conjunctivits (ins Auge) kenne ich keinerlei Evidenz, ich würde wegen der gleichzeitig bestehenden Risiken einer örtlichen Muttermilchanwendung dringend davon abraten."

Auf meine Frage, um welche Risiken es sich handelt, und ob es dabei um Infektionsuebertragung direkt in die Blutbahn (durch verletzte Schleimhaut der Nase oder der Augen, wenn man Muttermilch bei Konjunktivitis anwendet) geht, antwortete er mir heute:

**********************************************

=> Aspiration von Muttermilch, angetrocknete und ggf. genaturierte Milchreste als Nährboden für
Keimvermehrung, erst in letzter Linie Infektionsübertragung.

*********************************************

So, jetzt hab ich es auch ohne s Hilfe rausgekriegt und bin froh, dass ich wieder mal einer Sache auf den Grund gegangen bin. , ging es bei dem von Dir zitierten Artikel darum? Oder wurden dort noch weitere Argumente angegeben? Was sind genaturierte Milchreste? Sollte es vielleicht denaturiert heissen?

82

Sonntag, 7. Dezember 2003, 08:34

Von karin

zu 075


Ich habe Dich weder beschuldigt noch habe ic Dich an den Pranger gestellt , sondern lediglich fragen in den Raum gestellt als auch meine eigene Meinung geäussert.Wenn Du Dich beschuldigt und angeprangert fühlst , dann ist das Dein Problem.Und Du kannst Dir sicher sein das ich definitiv die Postings/Themen durchlese , was aber nicht automatisch bedeutet , das ich mich auf alle Postings und dessen geblubbere äussere.

gruss Karin

81

Sonntag, 7. Dezember 2003, 00:00

Von Kidmed

Übrigens ist Schnupfen mithin DAS überbewertete "Problem":

Säuglinge brauchen nach korrekter Befragung und Untersuchung durchaus mal Nasentropfen und viel seltener Andere auch.

Andererseits ists ein "Krankheits"-Gebahren mit schon absurden Attitüden.

Da kommen topfitte 13-Jährige wegen Schnupfen in die Praxis(damit verdienen wir Geld!),die völlig frei durch die Nase atmen.

Ich habe ohne jegliche Probleme die Nasentropfen-Verordnungen massiv reduziert.

80

Samstag, 6. Dezember 2003, 23:02

Von hema

@ Ulrike
nein, ich wollte defitiv KEIN neues Fass aufmachen. Ich wollte nur noch einmal betonen, das nicht alles, was heutzutage oberhalb einer Nachweisgrenze ist oder eine in-vitro-Wirkung hat, auch nennenswerte Wirkungen im Organismus haben muss (von unterschiedlichen Verteilungen mal ganz abgesehen), sowohl im gewünschten wie auch unerwünschten Fall. Das war nur ein Beispiel. Insofern ist mir das klar. Aber danke für das Informationsangebot.

79

Samstag, 6. Dezember 2003, 19:18

Von Kidmed

Früher wars wohl anders;aber ich habe da in 25 Jahren Medizin diesbezüglich noch nie ein Problem gesehen.

78

Samstag, 6. Dezember 2003, 19:08

Von Ulrike S.

Hallo Hema,

Die Schadstoffe in der Muttermilch sind in so geringen Mengen vorhanden, dass sie weit unter den Grenzwerten liegen:

Traces of environmental chemicals in the human body

The American Council o Science and Health

http://www.acsh.org/publications/booklets/traces2003.pdf

77

Samstag, 6. Dezember 2003, 17:16

Von hema

Muttermilch ist, wie auch hier nun wirklich differenziert dargestellt wurde, eine Flüssigkeit, die mancherlei Stoffe enthält. Genausogut könnte man auch anders herum argumentieren, ob der Schadstoffgehalt der Muttermilch, der ja nun auch belegt ist, aber wenn ich recht informiert bin, abnimmt, AUSREICHEND ist, um beim Kind SCHÄDEN hervorzurufen.
Auch da meine ich: Bitte die Kirche im Dorf lassen! Die Möglichkeit einer Anreicherung schädlicher Stoffe wiegt meiner Ansicht nach die Vorteile des Stillens gemäß WHO-Empfehlung nicht auf.
Ich bin halt eine Freundin definierter Präparate bei definierten Erkrankungen. Karin bezog sich sicher auf die Argumentation so mancher "Urin-Trinker", dass da so viele "gute" Stoffe drin seien. Natürlich ist Muttermilch nicht mit Urin vergleichbar. In einigen menschlichen Körperflüssigkeiten sind interessante Stoffe, die weitere Untersuchung wert sind. Das heißt nicht, dass man die Ursprungslösung ziel- und planlos verwenden sollte. Aber das war, denke ich, doch auch schon Konsens.

Auch Du wirst Dich sicher bei einer akuten Infektion nicht nur auf den Spruch: "Die Milch macht´s " verlassen wollen. Und nur darum ging es doch. Werden bei örtlicher "Anwendung" ausreichende Wirkspiegel dieser Stoffe erreicht? Sind die sonstigen Eigenschaften von Muttermilch geeignet, die Schnupfennase zu bessern?
Du selber hältst es für nicht ausreichend belegt, da Du schreibst, dass Du es nicht weißt. Punkt. Da ist doch gar kein Dissens mehr.

76

Samstag, 6. Dezember 2003, 14:44

Von Ulrike S.

An 074: Falls Du mich mit Deinen Anschuldigungen meinst, dann kann ich nur den Kopf schuetteln, dass ausgerechnet mir jemand solche Idiotien (Urintherapie etc.) zutraut. Du kennst mich ueberhaupt nicht und schon urteilst Du voreilig. Ich bin seit langem im Internet hauptsaechlich damit beschaeftigt, gegen solche Kindsmisshandlungen vorzugehen. Frag doch mal Kinderarzt, der wird Dir bestaetigen koennen, dass ich schon unzaehlige Texte in dieser Richtung geschrieben habe.

Da sieht man wieder, wie man gleich an den Pranger gestellt wird, als Unschuldige. Ausserdem, wenn Du Dir die Diskussion nochmals genau durchliest, habe ich geschrieben, dass ich bei Lorenzo nie Muttermilch fuer aeusserliche Zwecke verwendet habe. Es geht hier nur darum, herauszufinden, ob die antibakteriellen/antiviralen Eigenschaften der Muttermilch bei aeusserlicher Anwendung einen Sinn haben koennten, oder nicht. Ich weiss es nicht - aber es interessiert mich, das herauszufinden. Man kann Muttermilch auch nicht mit Urin vergleichen, denn Urin ist ein Abfallprodukt,was man von Muttermilch nicht sagen kann.

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