Ich bin ja fuer meine Hartnaeckigkeit bekannt und dieser Hartnaeckigkeit habe ich es auch meinen
grossen Wissensschatz in Sachen Stillen und Impfen zu verdanken. Wenn mich eine Frage beschaeftigt,
dann lass ich nicht locker, meist schreibe dann internationale Experten direkt an, bis ich nicht
eine zufriedenstellende Antwort gefunden habe. Das kann oft monatelang dauern. Diesmal dauerte es
nicht so lange. Mich liess die Frage keine Ruhe, ob es sinnvoll / harmlos oder gar schaedlich ist,
dem oft gehoerten Rat, dem Baby bei Schnupfen Muttermilch in die Nase zu traeufeln zu folgen und stellte Prof Dr. Koletzko nochmal ausdruecklich die Frage.
Er antwortete mir:
"1) In vielen Studien zeigt sich bei gestillten Kindern eine geringer Häufigkeit von Infektionen, vor allem infektiöser Durchfall, aber auch (eniger ausgeprägt) respiratorische und andere Infektionen
2) Für einen Nutzen einer örtlichen Muttermilchanwendung bei Schnupfen (in die Nase) oder Conjunctivits (ins Auge) kenne ich keinerlei Evidenz, ich würde wegen der gleichzeitig bestehenden Risiken einer örtlichen Muttermilchanwendung dringend davon abraten."
Auf meine Frage, um welche Risiken es sich handelt, und ob es dabei um Infektionsuebertragung direkt in die Blutbahn (durch verletzte Schleimhaut der Nase oder der Augen, wenn man Muttermilch bei Konjunktivitis anwendet) geht, antwortete er mir heute:
**********************************************
=> Aspiration von Muttermilch, angetrocknete und ggf. genaturierte Milchreste als Nährboden für
Keimvermehrung, erst in letzter Linie Infektionsübertragung.
*********************************************
So, jetzt hab ich es auch ohne s Hilfe rausgekriegt und bin froh, dass ich wieder mal einer Sache auf den Grund gegangen bin. , ging es bei dem von Dir zitierten Artikel darum? Oder wurden dort noch weitere Argumente angegeben? Was sind genaturierte Milchreste? Sollte es vielleicht denaturiert heissen?