also, der kleine muss doch garkeinen Fisch gegessen haben - in Muttermilch alleine sind schon an die 2 mikrogramm pro Liter, davon trinkt ein Baby auch 1 Liter am Tag. Es gibt in Amerika einfach eine Hysterie was Thiomersal angeht - Studien von Pichichero et al zeigen, dass das Quecksilber aus den Impfungen sehr schnell wieder ausgeschieden wird (und das sind genau solche Babies, die 62 µg an einem Tag erhalten haben) und im Blut niemals die zulässige Menge überschritten wird (der Grenzwert ist ohnehin mega-streng angesetzt worden).
Was die Mutter übrigens während der SS bekommen hat ist die Rhogam Injektion als Rhesus-negative, auch die enthielt bis vor kurzem Thiomersal (was sicher keine gute Idee war, aber ziemlich sicher auch kein Kind autistisch macht).
Autismus ist die am stärksten genetisch determinierte Entwicklungsstörung überhaupt, stärker als Schizophrenie und im Unterschied zu Schizophrenie wird eben nicht noch ein zusätzlicher Auslöser benötigt, die Gene (es gibt nicht *das* Autismusgen, sondern Autismus entsteht im Zusammenspiel von vielen Genen) reichen völlig aus.
Wenn ich schon die Posts auf manchen boards lese - mein Sohn hat Thiomersal-erzeugten Autismus genau wie mein Neffe ("halloooo, familiäre Häufung?!").
Der Sohn meiner Freundin hat Aspergersyndrom und war auch noch mit 4.5 Jahren in Windeln, da konnte er schon in 2 Sprachen lesen - der war niemals "völlig normal" (ich kenn ihn seit er 7 Wochen alt ist). Diese Anekdote deckt sich mit allen wissenschaftlichen Beobachtungen - autistische Kinder haben schon direkt nach der Geburt ein verändertes Neurotransmittermuster, sie können von Fachleuten auf Videos schon als kleine Babies identifiziert werden (zum Beispiel daran, dass bei einem 4 Monate altem Kind der Blick nicht der Aufmerksamkeit/dem Finger der Mutter folgt), genauso sehen Psychologen schon ab 4 Monaten und bis über den ersten Geburtstag hinaus, dass die Eltern die Unzulänglichkeiten ihrer Kinder durch extra-Ansprache und verändertem Verhalten "abfangen" und kompensieren. Irgendwann get das nicht mehr, da werden die sozialen Schwächen zu auffällig und nicht mehr kompensierbar und das ist meist um 18 Monate herum. Deshalb ist auch die MMR Impfung so in Verruf geraten, weil die ungefähr zu dem Zeitpunkt gegeben wird.
Wenn man genau hinschaut sind diese Kinder vorher nicht "völlig normal", bloß fehlt den meisten von uns das Training, dies früh genug zu erkennen (selbst Psychologen können bei 18 Monate alten Kindern zwar mit einer fast 100%igen Verlässlichkeit Autismus feststellen, erwischen aber auch mit diesem sensitiven Test nur ca 35% der Kinder die später tatsächlich Autismus entwickeln. Die Anlage war aber immer da.
Autismus ist eine komplexe Entwicklungsstörung, es ist halt einfacher, sich einzureden dass es die Impfung war. Vor allem in Amerika, wo gerne für jeden Pups jemand verklagt wird, immer mit der Idee "irgendjemand muss doch schuld sein" und die eigenen Gene können es nicht sein (das ist ja irgendwie ein Makel)...
Denken Sie mal drüber nach, Gersemi
Catherina (zu jedem einzelnen Punkt habe ich Literatur)