Hallo,
auch ich habe meinen Sohn das erste halbe Jahr voll gestillt und erst mit 13 Monaten ganz abgestillt.
Ich kann den Rat, das Kind ganz nach Bedarf anzulegen, nur bekräftigen. Schau nicht auf die Uhr, sondern wenn es schreit, die Windeln sind sauber, und du hast den Eindruck, es hat Hunger, dann probierst du halt, ob es trinken will. Wenn nicht, dann hat es eine andere Ursache. ;)
So werdet ihr nach einer Weile euren eigenen Rhythmus finden.
Mein Sohn hat dabei prächtig zugenommen, obwohl er oft nach dem Stillen erst mal in hohem Schwall alles erbrach. Danach trank er dann ganz normal weiter, behielt die zweite Hälfte drinnen und war zufrieden.
Oft ist er dann übers Stillen eingeschlafen. :-)
Er hat übrigens auch nie einen Schnuller genommen und auch kein Fläschchen akzeptiert.
Wichtig ist, dass du dich nicht unter Stress setzen lässt. Deine Unruhe spürt das Kind und dann kann es schwierig werden mit dem Stillen. Bleib gelassen, auch wenn das Kind viel schreit. Nimm es auf den Arm, oder leg dich mit ihm aufs Bett und entspann dich bei netter Musik usw.
Wenn du locker bleibst, steigt die Chance, dass das Kind sich beruhigt.
Etwas anderes ist es natürlich, wenn du den Eindruck hast, das Kind ist tatsächlich krank. Dann solltest du selbstverständlich zum Kinderarzt gehen.
Aber den Unterschied merkst du nach einer Weile intuitiv. :-)
Ein krankes Baby schreit anders als eines, das hungrig ist oder als eines, das nur wegen einer vollen Windel oder einer zwickenden Kleiderfalte unzufrieden ist, ein paar Streicheleinheiten will oder Langeweile hat. Das wirst auch du schnell heraushören.
Hab Vertrauen zu deinen Fähigkeiten als Mutter und hör auf dein Bauchgefühl. :-)
Gruß
Cornelia