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Griffin postete
[/b]ist schon so eine Sache mit den Volksentscheiden, da kann es einen gruseln was Volkes Stimme manchmal so durchsetzt[/b]
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Dass die Alternativmedizin von der Grundversicherung abgedeckt wird, lehnt seit Jahren eine praktisch konstante Mehrheit ab. 51 Prozent (50) möchten sie in der Zusatzversicherung sehen, 8 Prozent (11) wären dafür, sie ganz aus dem Leistungskatalog zu streichen. 32 Prozent (29) hätten sie gern in der Grundversicherung.
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HOMÖOPATHIE UND CO. Zwei Homöopathen aus der Region nehmen Stellung zu einer Studie, die Naturheilverfahren stark angegriffen hat
„Wer heilt, hat Recht“ – die „Königin der Medizin“
In einer vor kurzem veröffentlichten Studie von „Stiftung Warentest“ sind alternative Heilmethoden wie Homöopathie, Akupunktur oder Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) in starke Kritik geraten, wurden als wenig wirksam oder ungeeignet eingestuft. Ein Aufschrei der „Alternativ-Mediziner“ war die Folge – auch Dr. Johannes Wilckens und Dr. Christoph Münch, praktizierende Homöopathen aus der Region, verteidigen im Gespräch mit unserer Zeitung diese Heilmethode.
HOF – „Die Homöopathie ist die Königin der Medizin“, macht Dr. Johannes Wilckens, Homöopath an der Alexander von Humboldt Klinik in Bad Steben, seinen Standpunkt klar.
Sie sei eine notwendige Ergänzung zur Schulmedizin. Wilckens muss es wissen, er sitzt im Vorstand von „Natur und Medizin“, einer Organisation mit über 40 000 Mitgliedern, ist eine bekannte Größe in der wissenschaftlichen Landschaft der alternativen Mediziner – und führt selbst regelmäßig Studien über bestimmte Anwendungsmöglichkeiten homöopathischer Mittel durch.
Derzeit arbeitet er mit der Charité in Berlin an Untersuchungen zu den Auswirkungen von Schlangengift als Heilmittel bei Schlaganfällen. „Studien sind immer wichtig, um herauszufinden, in welchen medizinischen Bereichen man verstärkt Forschung betreiben muss“, sagt Wilckens. Für ihn steht fest: Die Homöopathie gehört hier dazu. „Homöopathie ist Regulationstherapie, sie verändert die Kreisläufe im Körper als Ganzes“, hebt er die Vorteile der Heilmethode hervor – parallel zu einer bestimmten Beschwerde verbesserten sich so auch andere Faktoren.
Da liegt für Johannes Wilckens auch das Problem: „So etwas ist – beispielsweise für Studien – schwer messbar.“ Seine Erfahrungen, die er mit selbst durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchungen untermauert, sind allerdings durchweg positiv: „Durch derartige Regulationstherapien sind viele Medikamente überflüssig – Schmerzmittel zum Beispiel“, weiß er aus Erfahrung. Damit entfallen für den Patienten nicht nur viele Nebenwirkungen („In Deutschland gibt es jährlich bis zu 50 000 Arznei-Tote!“), Homöopathie stellt auch eine große finanzielle Entlastung dar: „Die Preise für Medikamente gehen in die Höhe – mit homöopathischen Mitteln lässt sich hingegen nicht viel verdienen“, so Johannes Wilckens.
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„Über 50 000 Tote durch Arznei jährlich in Deutschland“
Dr. Johannes Wilckens
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Sein Hofer Kollege Dr. Christoph Münch geht da sogar noch weiter: „Für Medikamente und deren Vermarktung werden von den großen Pharma-Konzernen Milliarden von Euro ausgegeben – mit Homöopathie könnten die niemals so große Gewinne erzielen.“
Münch, dessen Behandlungen Homöopathie, Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin mit einschließen, sagt über Studien und Entwicklungen in der Schulmedizin ganz offen: „Da steckt einfach zu viel Geld dahinter.“
Folglich seien für ihn die Naturheilverfahren „ehrlicher“: „Homöopathie zum Beispiel hat keine Nebenwirkungen – im schlimmsten Fall wirkt sie einfach nicht.“ Doch dass durch alternative Medizin schon viele Menschen geheilt wurden, beweisen für den Arzt gegenseitige Gemeinsamkeiten („Westliche Naturheilverfahren haben genauso ‚fünf Säulen‘ wie die TCM“) und die numerische Häufigkeit ihrer Anwendungen: „Die am meisten verwendeten Heilmethoden auf der Welt sind die Therapie mit pflanzlichen Wirkstoffen, die TCM und die Homöopathie. Erst danach kommt die Schulmedizin.“
Münch, der in Shanghai die TCM kennen gelernt hat, hält westliche Denkweisen oft für sehr vermessen: „Wir leben in einer gut begründeten Welt, die in sich schlüssig erklärbar ist – das muss aber nicht das allein glückselig Machende sein!“ Christoph Münch gibt zu, dass wohl kaum ein Mensch die Wirkungsweisen von Homöopathie und Co. verstehen würde – was aber deren Wirkung nicht schmälern muss. „In der kürzlich vorgelegten Studie sind innerhalb einiger Monate über 50 alternative Heilmethoden untersucht und bewertet worden – dabei arbeiten renommierte Wissenschaftler seit Jahren daran, auch nur eine davon zu verstehen“, tut er seine Haltung gegenüber dieser Studie kund. „Wer heilt, hat Recht“, ist er sich sicher – und selbst eine Placebo-Heilung sei doch eine Heilung.
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„Schulmedizinische Diagnose auch bei Naturheilverfahren“
Dr. Christoph Münch
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Dabei macht Münch klar: „Auch bei Naturheilverfahren wird eine rein schulmedizinische Diagnose gemacht, das ist die Basis für seriöse Heilung.“ Nur sei das eben nicht alles: „Eine Anamnese – eine Erhebung der medizinischen Grundgeschichte des Patienten – dauert in der Homöopathie oftmals eine Stunde, das ist weit mehr als bei einer schulmedizinischen Diagnose.“ „Scharlatanerie und Humbug“ gebe es sicherlich im Bereich der alternativen Gesundheitsangebote – „aber die gibt es auch in der Schulmedizin“. Zur Unterstützung dieser Aussage nennt Christoph Münch diverse Arzneimittel-Skandale der vergangenen Jahre – und kommt wieder auf die finanzielle Sicht dieses Themas zu sprechen.
Einige Krankenkassen würden Homöopathie mittlerweile bezuschussen, auch eine Behandlung durch Akupunktur könne man von einigen Krankenkassen „einfordern“. „Es gibt beispielsweise neue Erkenntnisse, dass eine Therapie mit Misteln die Leiden von Krebspatienten lindert“, erzählt er – wenn die Kassen leer sind, würden kostengünstigere, auch alternative Heilmethoden, ins Licht rücken.
„Es werden regelmäßig Studien und Untersuchungen im schulmedizinischen wie im alternativen Bereich gemacht“, weiß auch Johannes Wilckens von der Alexander von Humboldt Klinik in Bad Steben: „Daraus erkennt aber jeder immer nur das, was er sehen will – die beiden Medizinformen ‚schenken sich da nichts‘.“ cp
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