Das Vertrauensverhältnis hat sich bei o.g. KA gar nicht erst einstellen können, da er sich maximal drei Minuten Zeit genommen hat, sich nie an eine vorherige Untersuchung oder Absprache erinnern konnte und in anderen Bereichen häufig derjenige war, der Panik gemacht hat ("Ihr Kind ist aber dünn, sie sollten abstillen", "Ihr Kind schielt und hat wahrscheinlich jetzt schon einen Sehfehler" - hat es übrigens NICHT!). Und als ich ihm sagte, ich ließe mich nicht als hysterisch abstempeln, meinte er, Mütter wären IMMER hysterisch, es wäre viel einfacher, wenn die Väter zu den Untersuchungen kommen würden. Schöne Einstellung.
Als meine Tochter dann das Dreitagefieber hatte und ich mit ihr mit über 40°C in die Praxis kam, sagte er mir, ich solle sie schonmal ausziehen, damit ein Urinbeutel geklebt werden könne. Es war übrigens sch...kalt im Wartezimmer und tiefster Winter... Nach zehn Minuten Warten habe ich dann mal nachgefragt, wann denn jetzt jemand kömmmen würde, da hieß es, ich solle mich noch einen Moment gedulden und mein Kind auf keinen Fall wieder anziehen, und nachdem dieses Spielchen fast vierzig Minuten so ging, habe ich mein Kind geschnappt und bin zu meiner jetzigen KÄ gegangen. Reaktion des KA, als er mich beim Verlassen seiner Praxis sah :"Ach, sie hab ich ja völlig vergessen, in einer Viertelstunde ist jemand bei ihnen."
Das war mir alles einfach zu blöd und ist auch kein Einzelfall, wie ich in zahlreichen Gesprächen feststellen musste.
Bei meiner jetzigen KÄ ist das Vertrauensverhältnis bislang auf jeden Fall gegeben, sie klärt super auf und relativiert auch mal die typischen Ängste, die man so hat. Ich fand das mit der Depression aufgrund häsulicher Probleme trotzdem blöd. Ich weiss, dass sich häuslicher Streß auf ein Kind auswirkt, aber man kann doch erstmal freundlich fragen, ob zuhause alles in Ordnung ist, bevor man einem fast schon so etwas unterstellt, oder? Und wenn ich nachfrage, wozu eine Blut- und Urinuntersuchung in diesem Fall nötig ist und worauf man denn überhaupt untersuchen will, hätte ich ganz gern auch eine Antwort, und kein "Abwarten!".
Ich habe kein Problem, wenn man mir sagt, daß ich mir vielleicht zu viele Gedanken mache, aber auch hier macht der Ton die Musik. Ich bin schließlich auch ein höflicher Mensch. Ich bin sicherlich nicht gerade bequem, aber ich möchte Antworten und nicht alles untertänigst hinnehmen, was ein Arzt entscheidet. Damit habe ich zumindest mir selbst schon eines erspart, als ich mir mal den Fuß gebrochen habe, den der behandelnde Arzt in der Notaufnahme sofort operieren und verdrahten wollte, woraufhin ich einen befreundeten Unfallchirurgen hinzugezogen habe, der den Gips wieder abgemacht hat und mir einen Verband angelegt hat, und bumm, nach fünf Wochen war alles wieder gerade zusammengewachsen und in bester Ordnung, ganz ohne OP und anschließender Reha....
Ich habe jetzt meiner Tochter nachts Paracetamol gegeben, und es geht ihr insgesamt deutlich besser, wenn auch noch nicht wieder richtig gut.
Zitat: "Osanit ist homöopsychopathisch und für den Müll."
- Das war übrigens ein Rat meiner KÄ...und es hat noch nie geholfen. Bin da sowieso eher skeptisch. Was ist eigentlich Viburcol für ein Zeug, ist mir von einer Mutter empfohlen worden, ist das nicht auch homöopathisch?